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Sandmännchen / Hundis Abschied

Bossi ist erschöpft. Ich habe ihm über die Schulter geschaut und gesehen, dass er von Geschichten in Europa gelesen hat. Er hat gelesen, wie die Geschichten wirklich waren, und weil Bossi Lügen nicht gerne hat, bedrückt es ihn immer, wenn er sieht, dass gelogen worden ist.

Er hat mir gesagt, dass er heute einen ganz grossen Artikel von einem Freund im Geiste, ich glaube, er heisst Kurzer, rausgehängt habe, und er sagte, dass dieser Artikel dich, lieber Leser, traurig machen könnte, und dann sagte er, ich solle doch etwas Schönes schreiben für dich.

Das mache ich gerne, denn gerade vorgestern ist etwas sehr Schönes passiert. 

Wir hatten ja vor gut einem Jahr ein Hundi, dann hatten wir zwei Hundi, und weil zwei zuviel waren, gaben wir eines weg. Das Hundi, welches noch hier lebte, war seither nie mehr so froh wie dann, als wir noch zwei Hundis gehabt hatten.

Hundi gehorchte Bossi und es war lieb mit lieben Menschen. Mit Menschen, welche nicht so lieb sind, war es aber böse, es bellte sie aus. Hier kommen viele Menschen, und unter ihnen sind viele, die findet Hundi böse, und es bellte sie aus, und sie haben Angst, die Dummen, denn sie merken nicht, dass Hundi nicht sie ausbellt, sondern nur das Böse in ihnen.

Vor drei Tagen war Hundi plötzlich verschwunden. Bossi dachte, vielleicht habe ein böser Mensch Hundi mit Gift umgebracht, und er war es bitzeli traurig.

Aber Hundi ist nicht tot. Vor zwei Tagen sprach Bossi mit seinem guten Hausgeist, der Suri, eben gerade über Hundi, und ihre Gesichter hättest du sehen sollen, lieber Leser, denn Hundi war plötzlich da! Und machte etwas, das hatte es nie mehr gemacht, seit das andere Hundi nicht mehr da war. Hundi war voller Freude, sprang auf den Tisch, wedelte wild mit seinem Schwanz und wollte Bossis Gesicht züngeln vor Begeisterung. Das dauerte nicht lange, Hundi frass einen Katzen-Fress-rest, guckte kurz Bossi nochmal an, wedelte wild und dann verschwand es wie der Blitz und kam nicht wieder.

Bossi meint, Hundi habe eine neue Heimat gefunden, und er ist neugierig, ob die neue Heimat ein Hunderudel ist, welches an einem Ort wohnt, wo es immer Fressifressi hat, oder ob Hundi einen neuen Menschen zum ersten Freund gewählt hat. Bossi vermutet das Erstere.

Bossi ist glücklich, denn Hundi war wirklich ein guter Freund, und ein Dieb hätte schlechte Karten gehabt, aber dass Hundi gekommen ist so glücklich und beibei gesagt hat, das findet Bossi wundervoll. Ich sehe, wie sein gutes Herzchen hüpft.

Lieber Leser, wenn du nicht gut einschlafen kannst, dann rufe einfach leise, gell. Bis zu deinem guten Schlaf wünsche ich dir noch einen guten Tag.

Dein Sandmännchen

08.10.05

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5 Kommentare

  1. Pieter sagt:

    Trotzdem traurig, denn Dein Bossi sollte schon einen Gefährten oder Gefährtin haben, ich wünsche es Ihm.

    Gefällt 1 Person

  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. thom ram sagt:

    Pieter 18:57

    Lieber Pieter, Bossi mag dich sehr, und ich werde es ihm ausrichten. Aber Bossi ist nicht traurig. Er hat gesehen, dass es Hundi gut geht, und er weiss, dass ein neues Hundi genau dann kommen wird, wenn es passt.
    Bossi lässt dich herzlich grüssen.

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  4. Es ist berührend dass Hundi nochmal vorbeigekommen ist und tschüss gesagt hat.
    Ich bin mir sicher, irgendwann kommt Hundi nochmal vorbei, vielleicht mit Frauli und zwei kleinen Hundilis……irgendwie kommt da grad so eine Energie rübergeschwappt.
    Kennst Du das Video mit dem Löwen und seinen beiden Freunden ?

    Hier der erste Teil von Christian the Lion, es gibt noch zwei oder drei andere Teile.
    Wirklich sehenswert der gesamte Film

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  5. peterharting sagt:

    Der dreiteilige Film enthält die wichtige Stelle, wo durch den Zweikampf der beiden jungen Löwen die Rangordnung und danach die Freundschaft besiegelt wird. Mehr über den srtgerechten Umgang mit Tieren erfährt man bei Konrad Lorenz, der die Umterwerfungszeremonie bei den gefährlichsten Raubtieren beschreibt und sie bei den für harmlos gehaltenen (Taube, Reh, Pfau) vermisst.

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