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Die Schulpflege

Plumps. Ueber 17 Stationen nicht bewusst gesteuerter Gedankenschlaufen bin ich bei der Schulpflege gelandet. Die Schulpflege ist eine gute, demokratische, also volksgesteuerte Einrichtung.

Meine Gedankenschlaufen? Uninteressant. Ausgehend von Iran, dem damaligen Iran, dem heutigen Iran, der Frage, ob auch heute noch die auch nur gedanklich „untreue“ Iranerin gesteinigt werde, über die Frage, ob der abgenommene Dicke in der BRD „Regierung“ einen Sinneswandel vollzogen oder nur Wahlstimmenfischend was Richtiges gesagt habe, über, was erinner ich noch… also einfach: plumps.

Schulpflege fiel mir ein, als ich Kind war, in Schöftland, Suhrental (von eiszeitlichen Gletschern gegraben), Aargau, Schweiz, Europa, Erde. Und damals war mein Papa in der Schulpflege, korrekter ausgedrückt: Er war Mitglied der damaligen Gemeindekommission „Schulpflege“.

Was wie mein Papa damals gewirkt hat, davon weiss ich konkret nichts. Was aber Schulpflegen bewirken können, das habe ich später als praktizierender Lehrer, in Konkreto erfahren.

In den 70er war ich in Sarmenstorf Sekundarlehrer. Die Schulpflege wurde von einem Manne präsidiert, der war ein einfach denkender,  kreativ motivierter Mensch, der den Narren an der Idee „Schule“ gefressen hatte. Er hatte ein Thema: „Kreisschule“. Kreisschule bedeutete: Nachbargemeinden schliessen sich zusammen. Sie bieten Kindern alle Schulzüge an. Durchlässigkeit war ein wichtiger Faktor. Wenn sich zeigte, dass ein Kind in einem anderen Schulzug besser bedient wäre als in dem aktuell Besuchten, sollte dem Kinde der Uebertritt leicht gemacht werden. Wir hatten herrliche und frauliche Sitzungen, welche sich keineswegs im Sitzen erschöpften. Wir arbeiteten wirklich ehr und redlich daran, dass Schulzüge den Kindern das boten, was den Kindern zu ihrer Entwickelung dienlich war. Hauptmotor damals war dieser „einfach denkende“ Mann, Schulpflegepräsident von Sarmenstorf, Aaragau.

Auch später.

Der Obermusiker einer Schule hatte kein taugliches Instrument. Er beantragte die Anschaffung eines ordentlichesn Klaviers. Er begründete das gegenüber der Schulpflege. Die Schulpflege prüfte den Antrag, befand ihn für berechtigt, vertrat ihn gegenüber dem Gemeinderat, und dieser nahm das Klavier hinein ins Budget. Die Gemeinde konnte natürlich ins Budget Einsicht nehmen, und  – in meiner Praxis ausnahmslos – nahm die Gemeinde ein sorgfältig bedachtes Budget per Abstimmung an.

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Es ging  und geht in der Grössenordnung nicht nur um eine Gitarre oder um ein Klavier. Es geht um Bewilligung einer Turnhalle, es geht um Bewilligung einer Lehrstelle. Die Schulpflege ist die Schaltstelle zwischen Frontkämpfer Lehrer und Hauptverantwortlichem Gemeindebürger.

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Ein Instrument wahrer Demokratie, die Schulpflege.

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Für bumi bahagia, für die bessere Neue Welt, für sie müssen wir nicht samt sonders alles neu erfinden. So Manches ist schon da. Was an Gutem schon vorhanden ist, ins Auge fassen, es pflegen und den wandelnden Bedürfnissen anpassen, das ist angesagt auch.

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thom ram, 30.07.05, Beginn des Neuen Zeitalters, da Aussortieren von Mist und Renovieren von Bewährtem angesagt war.

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3 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    Kann der Schulpfleger et.al. auch Perversionen der Kultusbürokratie stoppen, z.B. erlernen schwuler und lesbischer Vorzüge ?
    Egal wie, Volksabstimmungen incl.?

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  2. peterharting sagt:

    In der Schweiz wohl eher, in Deutschland, wenn es die Einrichtung gäbe, wäre es schön zu spät. Da müsste die Elternschaft auf die Straße, wenn sie keine ändern Sorgen hätte (und die werden kommen)

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  3. thom ram sagt:

    peterharting 22:49

    Gleich auf hohe Warte gehend, meine ich dazu: Alles zu seiner Zeit.
    Ich gebe aber zu, dass ich, deinen Kommentar gelesen habend, spontan schreiben wollte: „Seufz, so isses.“

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