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Katzenangst / Katzenverhalten / Menschenangst / Menchenverhalten

Man meine nicht, nun gleite ich ab in für den Menschen Unbedeutendes. Tierverhalten ist Menschenverhalten. Im Menschen werden Programme genau so installiert wie in Tieren. In mir drin sind Programme exakt so wie in Tieren. Ich kann aus Tierverhalten Menschenverhalten ableiten.

Dass der Mensch dann noch ganz andere Wesensregionen hat, welche dem Tier abgehen, ist gegeben, hier aber nur indirekt das Thema. Es ist das Thema nur insofern, als eine Verhaltensweise, welche ich beim Tier erkenne, dann bei mir selber feststellen und beeinflussen kann. Ich, der ich wirklich bin, der kann das. Das ist es, was wir in unserer Zeit lernen, unsere Tierverhalten (programm- , egogesteuert) zu erkennen, sie vom Steuer zu entfernen und das Steuer selbst in die Hand zu nehmen.

Hier nun eine Verhaltensweise, die ich ergründen möchte:

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Ich kenne Katzenverhalten sehr gut, habe in meinem Leben unzählige Katzen als Freunde gehabt.

Nun erlebe ich innert 2 Jahren zum zweiten Male etwas, was mich erstaunt, irritiert, und was ich nicht verstehe.

Damit du sie Situation einschätzen kannst, muss ich dir eine Beschreibung geben, welche im Wesentlichen genau ist.

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Vor ungefähr 1,5 Jahren wurden 50m weiter unten vier Katzenjunge ausgesetzt, so wie das hier üblich ist. Was man nicht brauchen kann, wirft man weg. Die viere waren knapp überlebensfähig ohne Mama, sie lernten, zu fressen. Meine Verwalterin, die tat dann ein Gleiches. Sie schmiss dreie der Viere in einer andern Ecke des Dorfes weg, und das Vierte, das wurde mir vom 8 jährigen Sohn der Verwalterin, welcher ein Herz für Tiere hat, raufgebracht.

Ich taufte sie Kathi.

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Kathi wuchs bei mir auf, gedieh prächtig, war ultrafein im Umgang, holte mich bei Ankunft ab, war und ist ultraschnelle Jägerin, und sie war sehr verschmust. Die Natur rief, Kathi wurde schwangerli und warf am 2.August 0003 (2015) drei kerngesunde Junge, die Lucu, die Expo und den Malas. (Lustig, Forscher, Faulpelz)

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Diese drei Katzenjungen erlebten das, was man füglich glückliches Leben nennen darf. Sie hatten die beste Mutter der Welt, die Kathi zog mit ihnen drei Mal um, weil die Wohnstätte nicht perfekt war, sie war immer für die Jungen da, und wenn sich eine andere Katze im Garten zeigte, dann stürzte sie sich wie ein Beserker auf die, um das Leben der Jungen zu sichern. Dies auch dann, wenn der Besuch doppelt so kampfkräftig als die Kathi war.

Von Menschenseite erhielten die Junge ausschliesslich Dreierlei: Sayang (liebevolle Zuwendung), Spiel und Nahrung.

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Man darf begründet annehmen, dass die drei Jungen keinerlei Traumata durch schlagende Hand, tretenden Fuss, Geschrei, Zerren, Lärm und andere Misshandelung erfahren haben.

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Nur nebenbei, offtopic. Die Expo, die zog dann zu Suri (meine beste Freundin hier) um. Dort hatte sie drei glückliche Monate, wurde dann mit verletztem Schnäuzchen und Blut aus der Nase quellend, vor der Haustüre gefunden und starb nach 12 Stunden. Indonesisch nachbarliche  Zuwendung zu Tieren, das. 

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Ich komm gleich auf den Punkt.

Schon mal hatte ich es:

Hier war eine erwachsene Katze. Eine noch kaum überlebensfähige kleine Katze kam dazu. Die erwachsene Katze fauchte beim Anblick ihrer Mini-Ausgabe vor Satansschiss und ergriff die Flucht auf hundert Meter Distanz.

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Genau so jetzt, aktuell.

Da sind also die Kathi, die perfekte Mama, sodann die beiden fast ganz Erwachsenen Lucu und Malas.

Und vorgestern, da haben mir Gäste eine kleine Katze gebracht, welche sie auf der Strasse aufgelesen hatten. Weggeschmissen, wie man das hier so macht. Ich nenne sie Moritz. Moritz ist über den Berg, sie kann schon fressen und hat mich gleich als Mama adoptiert, ist stets um meine Füsse.

Lieber Leser, halte dich fest.

Was machen meine drei Riesenviecher? Kaum erblicken sie Moritz, der etwa einen Zehntel ihres Gewichtes und einen Zwanzigstel ihrer Kampfeskraft aufweisen dürfte, fauchen sie und hauen ab. Fauchen habe ich gesagt? Du bist Katzenkenner? Du kennst die Gradationen von Fauchen? Gut. Meine drei grossen Katzen, die haben gefaucht wie die massive Explosion, hatten also Angstschub hoch drei.

Das war vor drei Tagen. Heute getrauen sich die Riesenmonster schon bis auf drei Meter an das unschuldig dasitzende Moritzchen, knurrend und mit Augen gluh, aber drei Meter, das sind schon mal nicht mehr hundert Meter.

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Meine kleine Frage ist.

Wieso kann eine erwachsene Katze eine kleine Katze nicht als ungefährlich einschätzen?

Meine grosse Frage ist.

Wenn meine drei grossen Katzen etwas sehen, was sich bewegt, sind sie in erster Linie neugierig. Wenn das sich bewegende Objekt etwas grösser ist, sind sie klugerweise sehr vorsichtig. Das ist Natur. Das ist Katzenprogramm.

Im Vergleich dazu jedoch ist ihre Reaktion auf den so kleinen Moritz gewaltig von Riesenangst geprägt.

Wie kommt es dazu? Was ängstigt sie? Was zum Teufel nur kann das sein?

Nochmal. Meine Katzen haben keinerlei schlechte Erfahrung, jedenfalls nicht die zwei Kinder von Kathi. Sie können nicht geprägt sein durch „was überraschend kommt, fügt dir grosses Leid zu“.

Was ist es, was ihnen dermassen Schiss macht?

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Ich bin nun neugierig.

Im ersten, analogen, Fall, da hat es ungefähr drei Wochen gedauert, dann war die grosse Katz mit der kleinen Katz ein Herz und Seele.

Ich prognostiziere hier deshalb das Gleiche. Bis in drei Wochen werden meine drei Grossen, welche Haus und Balkon konsequent meiden, aus Schiss vor dem Moritzchen, zusammen mit Moritzchen pennen und beim Einschlafen seelig schnurren.

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Nochmal meine Frage. Warum, warum nur können erwachsene Katzen, welche in diesem Leben definitiv nicht traumatisiert worden sind, beim Anblick einer so kleinen Katze dermassen in Angst verfallen? Vorsicht würde mir einleuchten. Distanz halten, abwarten, sich langsam nähern schiene mir normal. Aber erst mal explodieren vor Schissfauch, und sich nicht mehr herwagen…waddndette??

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Ich kenne Analogien bei Menschen. Ich kenne Menschen mit Spinnentrauma, mit Froschtrauma, mit Käfertrauma, mit Krokodiltrauma. Bei Menschen führe ich ein Trauma auf frühere Erlebnisse in diesem oder in früheren Leben zurück. Beispiel Spinne. Sie ist tödlich für den, welche sich in ihrem Netz verfängt. Ein Mensch, welcher extreme Abhängigkeiten erlebt hat, dürfte für Spinnentrauma prädestiniert sein.

Und meine drei Katzen??

thom ram, 07.03.0004 (A.D.2016)

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39 Kommentare

  1. Heidelore Terlep sagt:

    Traumatische Erlebnisse der Eltern und Vorelterngeneration koennen epigenetisch weitervererbt werden. Beim Anblick des kleinen Moritz erlnnerte sich Kathi an ihre Kindheit und geriet in Panik. Ihre beiden Jungen, die die Traumata ihrer Mutter epigenetisch „geerbt“ haben gerieten ebenfalls in Panik. Eine moegliche Erklaerung.

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  2. Meli sagt:

    Lieber Ram,

    ich habe eine 5jährige, äußerst kluge, leichtfüßige und entdeckungs- wie besitzfreudige (= besitzverteidigende) Mimi und einen 4jährigen extremst verschmusten und oft etwas ungeschickten, manchmal auch etwas einfältig wirkenden Bummi.
    Als Bummi im Alter von gut 3 Monaten aus „zweiter Hand“ (wo er gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Brüderchen lebte) zu uns kam, rastete Mimi vollkommen aus! Ich hatte sowas schon befürchtet, da sie auch bei Nachbarskatzen, die auch nur in die Nähe ihres Revieres kamen, massiv angefeindet (Fauchen, Knurren) hatte, während sie aber gleichzeitig am ganzen Leib zitterte. Oh ja, es war ihr absolut nicht egal! Zumal sie ja auch gewöhnt war, die Nummer eins vor ihren Dosenöffnern zu sein (Spiel, Training etc.)
    Nach Bummis Einzug war sie auf lange Zeit stinksauer und schmollte mit mir, während sie gleichzeitig sofort anfing, alles, aber auch alles zu markieren = vollzupinkeln; Badvorleger, Kissen, Bettdecke, Teppich, das Polsterbett. Letzteres mußte ich via Sperrmüll entsorgen. Mann, hatte ich mir da einen teuren Kater zugelegt! 😀

    Kurzum, der aufgeweckte, stets neugierige, vertrauensvoll aufs Geratewohl (auch ins Verderben 😉 ) rennende und wohl auch etwas kurzsichtige Bummi kannte keine Zurückhaltung. Immer wieder blind drauflos, egal wie oft er auf die Mappe und Grenzen gezogen bekam von Mimi, er lernte einfach nicht, was Zurückhaltung bedeutet, respektive Lernen à la „Wenn’s wehtut, soll man aufhören oder modifizieren.“ Eben ein echter (Durchschnitts)Mann mit ausgeprägten Macho-Allüren!

    Ich muß an dieser Stelle aber hervorheben, daß Mimi keinerlei Angst, sprich Zittern o. dgl. Erscheinungen, bei Bummis Ankunft zeigte. Sie war einfach nur wütend über den Mini-Artgenossen, der ihr offensichtlich dauerhaft ihr Revier und die Aufmerksamkeit ihres Dosenöffners beschnitt.
    Verschiedene Züchter und auch eigene Erfahrungen (hatte von kleinauf bis heute ständig Katzen um mich herum) bestätigen, daß erwachsene Katzen Jungkatzen niemals ernsthaft angreifen, gleich gar nicht schlimmeres. Auch als ich aufgrund langer Schichten meinen einfältig scheinenden Bummi als frischgebackenen Papa mit den Babykatzen und ihrer Mama alleine lassen mußte, passierte nichts. Im Gegenteil: einmal kam ich gerade nach Hause, als ein nur ein paar Tage alte Katzenbaby sich wohl aus der Mama-Höhle verlaufen bzw. verkrochen hatte (Augen waren noch geschlossen und vom Laufenkönnen auch weit entfernt). Es mauzte in fast 3 Metern Entfernung zur Milchstation kläglich nach der Mama, die jedoch nicht von den anderen beiden Babies wich. Ich kam dazu und beobachtete fasziniert, wie mein kleener Bummel das Baby ungeschickt, wie er nun mal war ein paar Mal mit Mama-Griff (Schnauze im Nacken) Richtung Mama-Höhle tragen wollte. Als das nicht gelang, versuchte er es zu Mimi hinzurollen, auf jedes piepsige Mauzen des Babys selbst miauend antwortend, als wolle er es beruhigen und sich gleichzeitig für seine Tolpatschigkeit bei dem Baby entschuldigen. Bummi wirkte sichtlich besorgt und kuschelte sich nach meiner Unterstützung auch dankbar und fertig mit den Nerven sofort auf meinen Schoß, wo er augenblicklich einschlief. 😉 😀
    Mir erscheints immer wieder, als hätten die großen Katzen lediglich einen Heiden-Respekt vor den Kleinen, wollen aber gleichzeitig ihr Revier verteidigen. Selbst Mimi hat’s bis heute dabei belassen, dem mittlerweile fast doppelt so großen Bummi gegenüber in Form von Klapsern mit dem Pfötchen auf den Kopf und gleichzeitigem Anfauchen (wenn der 1. Klapser nicht ausreicht) ihren 1. Rang in der Katzen-Hierarchie zu verteidigen.

    Mittlerweile habe ich gelernt, zu spät für den Mini-Bummi zwar, aber vielleicht noch rechtzeitig für Deinen Neuzugang, lieber Ram, daß bei Katzenzuzug in einen Haushalt, wo es schon kätzische Residents gibt, den kleinen Racker vor der Zusammenführung mit einem getragenen (!) Kleidungsteil von Dir abzureiben, damit der Winzling Deinen Duft übernimmt, der vertraut auf Deine Residents wirkt.

    Ansonsten kann ich nur zu viel Einfühlungsvermögen raten und stets ausgleichend wirken, niemals einen der Vierbeiner, ob alt oder neu, zu bevorzugen. Der Versuch, alle zusammen ins Spiel zu integrieren, könnte durchaus wichtige Signale setzen. Mimi war zuerst bockig, aber mit Anlauf-Schwierigkeiten hat sie über einen längeren Zeitraum gelernt zu teilen und begriffen, daß ich beide gleichlieb habe. Naja, sie ist in dem Punkt irgendwie wie ich, spiegelt mir was wider: Wir sind wie Tanker mit 300.000 Brutterregistertonnen. Wir kommen langsam in Fahrt, aber wenn, dann sind wir nicht so leicht zu stoppen. 😀

    Alles liebe für den kleinen Moritz und trautes Beisammensein für Euch alle wünsche ich! 🙂

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  3. thomram sagt:

    @ Meli

    herrlich, deine Katzen!

    Was du erwähnst, trifft hier definitiv auch zu. Erstens greifen grosse Katzen ganz kleine Katzen nie tätlich an, zweitens scheisst es sie an, den Fremdling hier zu sehen, weil sie es als Bedrohung ihrer Revierhoheit taxieren.
    Dass sie dann mit dem Neuling knurrig sind, leuchtet ein, dass sie überall protestierend hinkacken auch. Die Frage nach der Angst bleibt.
    Immer, wenn eine der Grossen die kleine überrschend um die Ecke kommen sieht, ist da nicht etwa spontanes Revierverteidigen – Verhalten, sondern die erste Reaktion ist immer heftiges Erschrecken. Ob die die Aura des Kleinen sehen? Aber warum sollte diese Aura so ercshreckend sein? Vielleicht ist eine Kinderaura mit Stacheln bewehrt, zum Schutze???

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  4. thomram sagt:

    …und wetten? In drei, spätestens vier Wochen sind alle Viere vertrauensvoll vereint.

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  5. Meli sagt:

    Ich vermute, daß Du eine Abwehr-/Drohgebärde Deiner großen Katzen als Schreck interpretierst.
    Hab gerade ein Beispiel vor Augen: Mini kommt in den gleichen Raum, wo Maxi sich gerade beschäftigt (Spielen, Putzen etc.). Das springt Maxi auf alle Viere und stellt sich seitwärts (manchmal mit, manchmal ohne Buckel), das heißt nach Katzen-Körpersprache Kopf vorn und das Hinterteil schiebt sich seitwärts auch nach vorn, bis es auf gleicher Höhe mit dem Kopf ist, Anspannung und ultragroße Pupillen kannst Du dabei auch beobachten. Das nennt man Übersprungshandlung… ergo Katze wird überrascht und ist noch unentschlossen, ob sie sich entspannen, fliehen oder zum Angriff übergehen soll, macht aber vorsorglich eine Abwehr-Gebärde á la „Komm mir ja nicht zu nahe!“ Diese Art der Körpersprache spiegelt keine Angst, sondern Unentschlossenheit wider.

    Hier ein Link, der über die Körpersprache der Katzen (Ohr- und Schwanzstellung, Augen: Pupillengröße/Blinzeln/Starren usw.) aufklärt. <- hat mir auch nochmal sehr weitergeholfen im Verständnis meiner Wollknäuel. 😉

    http://www.samtpfoten.at/koerpersprache.html

    Wenn Dir das als Erklärung nicht ausreicht, gib einfach mal "Katzen Körpersprache" bei ixquick.com ein…. achso Moment andere nennen 'kugeln' 😉 😀

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  6. Archivar sagt:

    Ich schließe mich gerne an und verweise auf Dr. Klinghardt. Seine Vorträge kann ich wärmstens empfehlen.

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  7. thomram sagt:

    Willkommen hier, Archivar!

    Bist du ein-, anstell- oder mietbar? Einen guten Archivar könnt ich sehr gebrauchen 😉

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  8. thomram sagt:

    @ Meli,

    in aller Bescheidenheit, eh, dieser Artikel über Katzenkörpersprache trifft in allen Punkten die Wahrheit, doch habe ich nichts gefunden, was mir neu wäre.
    Einzig über das Blinzeln bin ich gestolpert, das ist mir noch nie ganz klar geworden. Es ist sowas wie ich schau nicht hin, ich bin nicht da, bin unsichtbar, es kann auch ein Anflug von Indigniertheit sein.

    Und dass das klar ist: Meine Grossen haben Pupillen wie Suppenteller, wenn sie die Kleine sehen. Meine Beschreibung „Augen gluh“ war irreführend unpräzise.

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  9. Meli sagt:

    Naja, jetzt stell Dir mal vor, daß eine wildfremde Person in Deinem zu Hause erscheint und keinerlei Anstalten an den Tag legt, es auch zeitnah wieder zu verlassen. Nein, die Person bedient sich ganz selbstverständlich aus Deinem Kühlschrank, blockiert Dein Bad in einem schier unzumutbaren Zeitraum, legt sich auf Deine Lieblingscouch, nachdem sie sich ganz selbstverständlich (D)ein Buch aus dem Bücherregal geholt hat, und diese Person fühlt sich auch noch sichtbar wohl in Deinem Haus/Revier. Würdest Du diese Person nicht mit Argusaugen bewachen, Dich dabei möglichst im Hintergrund halten, wo Du Dich (immer zum Eingreifen bereit, falls es Dir zu weit geht) sicher fühlst? Aus dieser Perspektive betrachtet, ist es ganz normales (Wieder)Eingewöhnungsverhalten Deiner großen Vierbeiner.

    Das Blinzeln ist meine meistausgedrückte Handlung gegenüber meiner und fremder Katzen. Ich schaue sie an, aber blinzle dabei immer wieder als Friedensangebot. Es wird nie falsch verstanden, auch dann nicht, wenn sie gerade was besseres vorhaben. Die kommen alle wieder 😉

    Hab ich vorhin vergessen zu schreiben: Ich habe mich bei dieser bildhaften Vorstellung „Vielleicht ist eine Kinderaura mit Stacheln bewehrt, zum Schutze???“ so kugelig gelacht!!!! Herrlich, Deine Phantasie; vor allem, wenn ich sie auf ein menschliches Baby ausdehne! 😀

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  10. Renate sagt:

    Eine sehr schöne Geschichte mit deinen allerliebsten Katzen.
    Kann mich Meli’s Kommentaren nur anschliessen.
    Da Tiere uns oft den eigenen Spiegel vor die Nase halten, kommt bei mir ganz spontan rein, wo fühlst du dich evt. klein und machtlos den „Grossen“ gegenüber?
    Ohne dir was zu unterstellen, aber vielleicht eine Betrachtung deines Selbstes wert:)
    En liebe Gruess a dech ond dinere Katzefamilie

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  11. thomram sagt:

    @ Meli

    Leuchtet alles ein, was du sagst.
    Und ich bin nicht zufrieden mit der Erklärung.

    Also an Tag 3, da hab ich es hingekriegt, kam mit Fisch wedelnd auf den Balkon, konnte damit die grossen Fiicher dazu verführen, ihre innere Schwelle zu überwinden und an ihre bislang hauptsächliche Aufenthaltsstelle zu kommen, und ich richtete es so ein, dass das Moritzchen im Abstand von etwa einem Meter auch einen Fisch vor die Nase bekam und zu fressen begann, mit Knurr-Geiess-Gier- Geräuschen. Da fokussierten die Grossen aufs Mal nicht mehr ihren begehrten Fisch, sondern guckten rum, juckten auf, wie wenn sie den Leibhaftigen vor sich hätten, Malas mit seinem Explosionsgefauche am lautesten und hauten ab in den Garten.

    Ich verstehe das Erschrecken nicht. Sie wussten schon, dass da ein Gespenst ist. Sie kamen misstrauisch daher, wirklich überraschen konnte sie der kleine Wicht nicht. Und sie reagierten wie komplett überrascht.
    Ich komm damit nicht zu Rande, würde verstehen, würden sie sich umwenden, erblicken und maulen, meinetwegen auch schrecklich bedrohlich fauchenknurren, aber dieses Überraschtsein am Tag 3, es ist mir nicht verständlich.

    Zwischenbemerkung.
    Ich habe null Mühe mit der Situation, amüsiere mich, weiss, dass es sich ergeben wird, streichle, wenn die Parteien auf Sicht sind, die alten Grossen, erkläre ihnen, dass alles bestens sei, that’s all included. Die Distanzen, in Metern gemessen, verkleinern sich von Tag zu Tag. Nur ist mein Verhaltensforscher immer noch gefordert.

    Randgeplauder.
    Als ich einen Junghund (Welpe einer zugelaufenen Hündin) hatte, da war ein von mir auf der Strasse aufgelesenes, noch kaum fressfähiges Kätzchen neu da. Es war scheusslich, zuzusehen. Der Welpe, vergleichsweise ein riesiger Riese, nahm die Kleine immer mal in den Riesenrachen und schleppte sie rum. Die hielt still, als würd sie von der liebsten Mama geschleppt. Oder hundspielerisch haute er seine Riesenpranke auf ihr Bäuchlein, man hätte vermutet, dass sie tot sei, aber sie hielt einfach locker still und hatte keinen Schädelbruch. Tierkleinstkindverhalten. Genial.
    Beide diese Freunde verschwanden nach einem halben Jahr. Wenn Tiere hier schön sind, werden sie gelegentlich auch einfach mitgenommen. Wenn sie dann abgemagert und hässlich sind, können sie ja weggeschmissen werden.
    Bezüglich Umgang mit Tieren ist der durchschnittliche Mensch hier ahnungslos. Mitgefühl? Wozu?

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  12. thomram sagt:

    @ Renate

    Ich danke dir für deinen Hinweis. Beobachteter Machtmissbrauch und Gefühl von machtlos – Ausgeliefertsein sind in der Tat zwei Themen bei mir. Stammt aus alten Zeiten und wurde in diesem Leben reaktiviert. Will befriedet werden. Bin dran, haha, dette kannsde glooben, äh, da chasch getrooscht glaube.

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  13. Heidelore Terlep sagt:

    Danke fuer den Hinweis auf Dr. Klinghardt.

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  14. karin sagt:

    Hallo Ram
    ich sehe das so – die Großen meinen erst mal da ist ein Eindringling den man beobachten muß (das Fauchen sagt du hast unsere Grenze überschritten) – das weglaufen kannst du als Test sehn- kommt der Eindringling nach oder wie verhält der sich – dann kommt nach und nach die Neugier dazu wie der Eindringling sich weiterhin verhält und dann wird ernsthaft entschieden ob Freund oder Feind – das war bei meiner Katze die älter war als mein Hund auch so im Endeffekt haben die beiden sich dann sogar Futter geteilt und Rücken an Rücken geschlafen

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  15. thomram sagt:

    In dem Masse, da die (ich nenne es mal simpel so) Angst der Grossen abnimmt, nimmt meine Spannung beim Beobachten zu.
    Lucu, die Erstgeborene, die zeichnete sich von Geburt weg aus durch: Äusserlich auf vornehmer Distanz, wenn ich sie aber streichele, war sie immer die grösste Schnurrerin von allen Dreien (Zweien, die Zweitgeborene Expo wurde ja von einem freundlichen Menschen erschlagen).
    Und die Lucu ausgerechnet ist es, welche mit ihrem Beobachten in innerer Distanz bereits die nächste Nàhe toleriert. Das Moritzchen ist es, welches sich den Grossen nähert, nunmehr schon unverblümt mit Scheinangriff bis auf einen Meter, danach Vortasten – und ja, bis auf 30 cm hat sie es geschafft, und Lucu schaffte es, nur leise fauchend liegen zu bleiben, etwa 10 Sekunden, dann übermannte sie doch die Angst und sie haute ab ins Nebenzimmer.
    Der Drittgeborene, der war immer der Liebling von Mama, und er ist der grösste Schisshase. Mama und Lucu sind mittlerweile bereits IN der Wohnung, obwohl Moritzchen da rummacht, indes Malas irgendwo in der Nachbarschaft in seinem seinem Leid suhlt.
    Letzteres ist ironisch, und doch nicht gänzlich.

    Grad jetzt häng‘ ich an den Tasten, Mama und Lucu mit im Zimmer und die Kleine mauzt rum und spielt und wird grosspupillig beobachtet.

    Eines scheint mir erhärtet. Eine normale erwachsene Katze greift eine kleine fremde Katze nicht an, auch dann nicht, wenn sie zu nahe kommt. Also These: In der Katze ist es ein übergeordnetes Programm: Kleine Katze unbehelligt lassen.
    Die grosse Katze haut ab. Katzenverhalten generell: Wozu sich einer Gefahr aussetzen, wenn es nicht notwendig ist. Ich gehe einfach weg. Nicht so wie der treue Hund, der sich im Extremfall vor einen LkW schmeisst, wenn der auf Herrchen zurast. Ich kenne eine solche Geschichte vom hören sagen, und ich selber hatte ein Erlebnis mit mir ergebenem Hund, der mich gegen einen anderen Hund so verteidigte, dass er schwere Verletzungen davontrug.

    Gröhl. Die beiden Grossen machen sich auf meinem Bett breit, indes die Kleine unter dem Bett Spielobjekt sucht. Die Grossen tun ostentativ so, als ob sie schlafen wollten, dabei sind sie gespannt wie die Regenschirme. Einfach köstelich.

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  16. thomram sagt:

    @ Karin

    Sei willkommen in bb, Karin!

    Ich bin völlig einverstanden mit deiner Interpretation. Sie erklärt mir aber immer noch nicht die Heftigkeit der Fluchtreaktion der Grossen. Die erkennen als Raubtiere auf einen Blick, dass da etwas von der Grösse eines Beutetieres ist, welches zwar erst auf besondere Wehrhaftigkeit ausgetestet werden muss, welches aber nicht a priori kampfkraftmässig überlegen scheint.

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  17. Meli sagt:

    @ Ram
    Hm…. für mich wäre es eine unsagbare Herausforderung mit der Einstellung der Einwohner gegenüber Tieren klarzukommen. Ich denke, da könnte ich nur immer wieder möglichst offiziell, also für so viele wie möglich, ganz demonstrativ mich solchen Tieren, die Du oben beschreibst, annehmen. Sozusagen als leuchtendes Beispiel. Der Junge Deiner Verwalterin scheint ja auch schon anderes, als traditionelle Gedankengut intus zu haben.

    Auch bezaubernd Deine Schilderung über den Riesen-Welpen im Umgang mit dem Tierbaby (ich glaub, ihm war egal, welcher Gattung das kleine Wesen ist). Babies strahlen einfach Hilflosigkeit aus und wecken in jedem Lebewesen, das ein Herz hat, Mitgefühl. Dank Internet/youtube lassen sich ganz viele solcher gattungsübergreifenden Rettungen und Adoptionen nachvollziehen.

    „Zwischenbemerkung.
    Ich habe null Mühe mit der Situation, amüsiere mich, weiss, dass es sich ergeben wird, streichle, wenn die Parteien auf Sicht sind, die alten Grossen, erkläre ihnen, dass alles bestens sei, that’s all included. Die Distanzen, in Metern gemessen, verkleinern sich von Tag zu Tag. Nur ist mein Verhaltensforscher immer noch gefordert.“
    Na inuitiv nimmst Du doch die richtige Intention wahr. Laß sie einfach machen.
    Übrigens stimmt Dir da auch meine früher schon mal erwähnte Freundin Marion, jene mit den höheren Wahrnehmungen, zu. Sie meint stets: „Laß das die Tiere unter sich ausmachen. Es ist wichtig für ihre Entwicklung, sich behaupten zu lernen. Sie müssen ihren NATÜRLICHEN Rang in der Gruppe erringen, nicht per menschlichem Silbertablett ‚erzwungen‘ bekommen. Wenn du eingreifst, kann es passieren, daß du das Tier auf eine Art von dir abhängig machst, wie es die Natur nicht vorsieht. Und selbst wenn die Auseinandersetzung extrem laufen würde (das wären nicht mehr als ein paar kleine Fellbüschel auf’m Boden), könnten beide Tiere damit lebend und würden gestärkter (also wie wir Menschen selbstsicherer/stärker/größer aus bewältigten Herausforderungen hervorkommen) durch die Welt gehen, sich gewappneter fühlen, anstatt sich hilfesuchend beim zweibeinigen Dosenöffner zu verkriechen. 😉

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  18. thomram sagt:

    @ Meli

    Klaro.

    Vor 5 Minuten:
    Die Mama Kathi und die Erstgeborene, 7 Monate alte, also schier ausgewachsene Lucu schlafen auf meiner Spielwiese. Ich setze Moritzchen dazu, Abstand 1m.
    Die Lucu erwacht, beachtet Moritz keines Auges, schleicht sich bei Mama an, um zu säugen (irrrre, nie bislang sowas erlebt, dass fast erwachsene Junge noch säugen, und dass Mama das zulässt)

    Die Moritz, die kuschelt sich aufs Linnen, schaut zu, sichtlich mehr und mehr interessiert, nähert sich, sucht in der Hinterregion der Mama Kathi vergeblich, was sie bräuchte, geht um die Riesenviecher rum, beschnuppert Kathi am Ohr, die bequemt sich endlich, aufzublicken, guckt erst blöd, erinnert sich dann, dass sie ja Angst haben muss und faucht scheingefährlich, steht auf, die grosse Tochter guckt bedeppert, weil der Mannaregen wieder mal sich entzieht, beide Monster verlassen ostentativ das Geschehen, jedoch nur ins Nebenzimmer, Moritzli hockt da und sinniert.

    LLooLL.

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  19. Meli sagt:

    Boah! Das paßt zwar jetzt nicht gerade zum Thema, aber da fiel mir eben gerade ’ne Bombe auf den Kopp!!

    HEUTE IST INTERNATIONALER FRAUENTAG!!!! …. meine lieben Herren der Schöpfung 😉

    Wo sind die Bluuuuuuumeeeeeeen?????
    😀

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  20. thomram sagt:

    @ Meli

    Dass heute Frauentag mit Blumen sei, finde ich gut für dich als Frau. Wieviele Blumen hast du deiner Nachbarin geschenkt?
    Heute sollte Tag/ Nachtgleiche sein, so habe ich mir angelesen, da morgen nämlich der Ruhetag (absoluter Ruhe- und Meditationstag in Bali, wörtlich zu nehmen, TV leer, Flughafen still und so weiter) Nyepi ist, und der sei zum Zeitpunkt der Tag/Nachtgleiche.
    Ich ergockle mir zwar den 20. März dafür, aber da ich nun mal in Bali bin, sage ich:
    In Balinesien ist nun Tagnachtgleich.

    Ich als Mann hab‘ Tag und Nachtegleiche,
    und darum nur ich über meine Leiche
    lasse da so vorgeschoben Wichtigeres vor,
    und sei es Frauentag, sei es ein deutsches Tor.

    Mit Katzenkind auf meinem Schoss
    macht es mir nun keinen Kloss
    im Hals, wenn Frau
    dazu machet miau.

    Ich schau‘ bei gleichem Tag und gleicher Nacht
    in ferne Zukunft, die weiss Gott mit Macht
    die besser‘ Welt erschafft.
    Hast du’s nun gerafft?

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  21. Meli sagt:

    Nope, ich WILL TULPEN!!! 😛 😀

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  22. luckyhans sagt:

    … für’s Bier? ;-))

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  23. Meli sagt:

    Das liest sich ja ganz so, daß in zwei Tagen schon traute (fellige) Viersamkeit im Hause Voegeli herrscht. Das freut mich 🙂 Und in der Zwischenzeit hast Du neben höheren Bewußtseinszuständen dank Eures Festes auch noch ein 24/7-Live-Programm daheim. Viel Spaß dabei, lieber Ram! 🙂

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  24. Meli sagt:

    @ Hans im Glück
    Bietest Du mir gerade ein Tauschgeschäft an?

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  25. luckyhans sagt:

    … wieso? ich kenne Tulpen nur als Bierglas-Form… 😉

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  26. Meli sagt:

    Och du Ei!!!! 😀 So ist das mit (nicht) um die Ecke denken… mal gehts drüber naus = VERrannt, mal den Schuß VERpaßt 😉
    Bin beigeistert über den männlichen Charme, der uns Frauen an unserem Ehrentage hier quasi vom Monitor entgegensuppt. 😛

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  27. luckyhans sagt:

    @ Meli:
    …tut mir leid, ich habe meinen Frauentags-Gruß schon beim Posten meines heutigen Artikels verteilt – fleißig lesen kann auch unerwartet Freude machen… 😉

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  28. Meli sagt:

    Nu, das weeß ich doch, lieba Hans im Glück. Alles zu seiner Zeit, nor? 😉
    Aber wenn das ’ne leere Versprechung war, daaaann….. ^^

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  29. luckyhans sagt:

    … äh, bin mir keiner Schuld bewußt – wo und wann hab ich hier etwas versprochen?

    Vielleicht war’s nur ein Versprecher? 😉

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  30. Skeptiker sagt:

    Also da ich im früheren Leben mal so eine Berufung hatte.

    Fühlen sich alle Lebewesen um mich herum wie im Paradies.

    =================
    Aber mal im Ernst, ich hatte mal mit 12 Jahren die Katze von meiner Schwester bekommen, die mochte sogar mein Vater.

    Die kam nach dem nächtlichen Jagen morgens immer auf mein Bett gesprungen und schnurrte immer herrlich wenn ich sie gekrault habe.

    Ab und zu hat sie auch ein Vogel mit in die Räumlichkeit gebracht, um ihn nicht nur einmal zu fangen, sondern eben bis der arme Vogel wohl nicht mehr konnte.

    Weil so richtig wegfliegen konnte der wohl nicht mehr.

    Zumindest als ich 15 Jahre alt war, lag Muschi mit Schaum vor dem Maul vor meiner Zimmertür.

    Mein Vater hat die noch zum Tierarzt gefahren, wo der meinte, die hat Gift gefressen und ist innerlich verbrannt.

    Zumindest habe ich ein Schmerz empfunden und als ich Muschi im Garten vergraben wollte, musste ich derartig Heulen, das sogar die Nachbarin kam um mich zu trösten.

    Weil Jungs weinen doch nicht, aber ich habe diese Katze richtig lieb gewonnen und als sie so steif war, konnte ich nicht mehr, ausser heulen.

    Die war auch gerade mal 4 Jahre alt, mein Vater meinte, der Nachbar hatte ein Goldfischteig und hat sich mal beschwert, die fischt in seinem Garten.

    So gesehen lag es auf der Hand, wer diese Katze vergiftet hat.

    P.S. Die Katze im oberen Video wurde auch vergiftet, meinte jedenfalls der das Video gemacht hat.

    Gruß Skeptiker

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  31. thomram sagt:

    @ Meli

    Na, die fellige Viersamkeit ist noch von einiger Faucherei begleitet, aber die grossen Monster können bereits in einem Meter Distanz in einem Gemisch von Neugier und Furcht und indigniert zuschauen , wenn das kleine Monster mit dem Vorleger spielt.

    Ich helfe schon ein bisschen nach, es bitzeli gemein heute, kam mit dem Fisch wedelnd auf den Balkon, die Kleine sofort mir zu Füssen, die Grossen in drei Metern Abstand, gezogen vom Geruch, abgestossen von der Kleinen. Hab es dann hingekriegt, Abstand von der Kleinen zu den Grossen 80cm, die Kleine knurrend Fisch fressend, die Grossen hungrig vor ihrem Fisch………den sie nicht anrührten.

    Nun, ich orte zwei Gründe, einen mir Bekannten und einen mir Neuen.

    Ist die Katze stark beunruhigt, kann sie nicht fressen, denn beim Fressen ist sie abwehrmässig geschwächt. Das dürfte das Eine Motiv für das „hungrig an gedecktem Tisch hocken und nix zu sich nehmen“ sein.

    Aber neu muss ich annehmen, dass die Alten das Programm drauf haben, dass das Kleine erst futtern muss, dass man als Grosse hintenanstehen muss.
    Dass Mütter das mit ihren Kindern machen, dürfte jeder Katzennarr als Basic wissen.
    Dass das aber eine erwachsene Katze mit einem fremden Kleinkätzchen auch so macht, ist mir neu.

    Es war dermassen spassig wieder.
    Die Kleine mit mmrraauuummmrrrraaauuu – Geräuschen gierig am Fisch rumkauen, die Grossen mit grossen Augen ihr dabei zuschauend, hungrig, aber den eigenen Fisch nicht anrührend.
    Als die Kleine dann satt war und sich pfotenschüttelnd abwandte, da stürzten sich die Grossen auf ihr Mahl.

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  32. Skeptiker sagt:

    @thomram

    Das gibt ja dieses Video, wo ich dachte das haben die nur zusammengeschnitten, bis jemand mal meinte, wenn die Nachbarn auch eine Videoüberwachung haben, ist das Video eben echt.

    Gruß Skeptiker

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  33. thomram sagt:

    @ Skepti

    Sehr sehr eindrücklich.
    Ich beurteile es als Ausnahmeerscheinung, halte es aber für hundert Pro echt.

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  34. Gernotina sagt:

    @ Tom

    Bali ist voller Magie, auch sehr viel schwarzer Magie, das kennst Du sicher. Die Freundin meiner Schwester lebt dort und auch meine Schwester war oft und länger auf Bali, beide privilegierte Lufthansadamen. Sie haben einiges mit Magie erlebt, obwohl sie nicht darum gebeten hatten.

    Könnte es sein, dass auch Tiere besetzt sein könnten (wenn Dämonen in Schweine fahren laut NT)? Katzen sind zumindest hochsensible Tiere und können feinstoffliche oder Erscheinungen aus der Anderwelt wahrnehmen.
    Ich kenne einen Menschen, der wurde in einem „kontaminierten“ Haus von seiner Katze sogar beschützt. Sie hat „Phänomene“ gesehen und vertrieben.
    Wäre eine Möglichkeit, dieses Verhalten zu erklären … mal im Feinstofflichen zu suchen. Die Großen sind ja nicht eifersüchtig, sondern zeigen Angst oder Verstörung.

    Gruß

    Gernotina

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  35. Gernotina sagt:

    @ Tom

    Dein Landsmann Anton Styger weiß gut Bescheid über solche Phänomene und hilft Menschen, die belastet sind, habe sein Buch gelesen.

    http://www.antonstyger.ch/index.php/zwischenwelten

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  36. thomram sagt:

    @ Gernotina

    Ja, der Anton Styger, er ist die Wucht.

    Und was du anregst, zu bedenken, das ist exakt die Richtung, in die ich hineinfühle. Spasseshalber sagte ich oben, dass die Kleine vielleicht Stacheln in ihrer Aura habe, und die Grossen sehen die – und ich eben nicht.

    Es IST da etwas, was ich nicht erkenne, es IST da etwas, was die Grossen zu ihrer Ablehnung anleitet, was ich immer noch nicht nachvollziehen kann, und ich wäre nicht erstaunt, könnte Anton Styger es SEHEN.

    Wobei, was ist sehen, das alleine wär‘ wieder ein gar gross‘ Kapitel.

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  37. Meli sagt:

    Sache ma, lieber Thom, wie hat sich denn die Familienzusammenführung weiterhin bis dato entwickelt?

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  38. thomram sagt:

    Meli

    Die Katzen lassen der Nachfrage herzlich danken, schnurr.

    Deine Frage ist allerdings berechtigt, lach, das ging dann so weiter:
    Moritz, die Kleine, die ist furchtlos. Die hat auf Katzenkindart einfach immer geworben: Sich beiläufig nähern. Immer näher halt…

    Der Jungkater, der Lucu, der hatte noch Wochenlang den Schiss in der Hose, fauchte entsetzt und haute ab.
    Kati, die Mama, die steht eh über allem, sie zeigte sehr schnell, dass sie Nähe nicht wünsche, hatte aber keinen Schiss mehr schnell.
    Lucu, die Erstgeborene, die hat einfach einen edelen Charakter. Sie verlor nach und nach die Angst, und in dem Masse, als ihre Angst, wurde Moritz, aufdringlicher, stieg auf sie rauf und kniff sie in Hals und Ohren.

    Heute ist es so.
    Ich streue Futtifisch. Moritz prescht los, frisst am schnellsten, Malas greift als Zweiter, Lucu und Kati nehmens mit Würde, warten erst und nehmen dann ganz vorsichtig was. Indes hat Moritz schon fertig und stürzt sich auf das Stück einer der Grossen, welche ….. gewähren lassen!

    Lucu liegt friedlich auf meinem Bett. Moritz kommt, stürzt sich auf Lucu, die mault und wehrt sich nur symbolisch und räumt das Feld. Moritz, halbwüchsig, nimmt den angewärmten Platz ein.

    Und täglich hört man Katzengekreisch. Aha. Moritz hat sich auf eine der Grossen gestürzt, welche so nicht spielen will, sich nicht ernsthaft wehrt, denn alle dreie sind hihihi von mir gut erzogen. Das ist nicht nur ironisch. Sie haben von Menschen ausschliesslich freundlich sanften Umgang erfahren, und untereinander gehen sie genau so um. Nur eben…die Moritz, die will halt noch schpile.

    Die Moritz? Also meine gynäkologischen Kenntnisse sind überfordert. Entwickelt zwei hübsche Hödeli, hat aber unter den Hödeli es Löchli. Giptz das bei Katz’? Hier heisst das „Bencong“, also Mann und Frau, also Schwanzi und Brusti, beides da, wie nennt mans schon wieder auf gut Tüütsch?

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  39. Meli sagt:

    Na das freut mich aber, Thom 🙂

    Jetzt weißt Du auch, warum Deine Größeren auf DAS Kleine ( 😀 ) so reagier(t)en… ’s isn Zwitter, wobei ich ehrlich gesagt bei Katzen noch nie davon hörte oder las. Aber das muß ja nix heißen.

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