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Syrien / IS Kapitulationen / Geiseln / Chorknaben

Fazit:

  • Die Chorknaben des Westens machen, was sie perfekt beherrschen: Sie verdrehen, verwursten und verschweigen.
  • Das militärische Rückgrat des IS ist durch die russischen Luftangriffe gebrochen.
  • Die regulären syrischen Truppen, bis vor Kurzem auf Rückzug, sind im Vormarsch
  • Die Leute des IS zeigen nochmal klar, wes Geistes Kind sie sind. Sie nehmen Einheimische Zivilisten gefangen und verschleppen sie auf ihrem Rückzug als Geiseln.

Dank an den Autor Finian Cunningham.

thom ram, 09.01.2016

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Russlands Erfolg in Syrien: IS-Terroristen kapitulieren

Krieg in Syrien zu Ende ?

Eine Zerstückelung Syriens – so wie in Jugoslawien – wird nun nicht erfolgen !

http://www.info-direkt.eu/russlands-intervention-in-syrien-erfolgreich-terroristen-geben-auf/

Von Finian CUNNINGHAM *)
*)Finian Cunningham (geb. 1963) schreibt laufend über internationale Angelegenheiten und hat Artikel in mehreren Sprachen veröffentlicht. Er stammt aus Belfast (Nordirland), hat ein Master-Diplom in Agrarchemie und arbeitete als wissenschaftlicher Redakteur für die Royal Society of Chemistry in Cambridge (England), bevor er sich für eine Karriere im Zeitungsjournalismus ents chied. Er ist über 20 Jahren lang als Redakteur und Korrespondent für The Mirror, Irish Times und Independent tätig. Zur Zeit ist er in Ostafrika stationiert und arbeitet als freier Journalist für RT, Sputnik,Strategic Culture Foundation und Press TV.
Finian-Cunningham <http://www.info-direkt.eu/wp-content/uploads/2016/01/Finian-Cunningham.jpg>  

Russlands militärische Intervention zur Unterstützung seines arabischen Verbündeten Syrien ab Ende September war das bahnbrechende Ereignis des vergangenen Jahres. Nach drei Monaten anhaltender russischer Luftoperationen zur Unterstützung der Syrischen Arabischen Armee gegen eine Vielzahl von Söldnertruppen, die allesamt vom Ausland her unterstützt werden, kann man mit einiger Bestimmtheit davon ausgehen, dass das „Rückgrat des Terrors gebrochen wurde“, wie es der russische Präsident Wladimir Putin vor kurzem formulierte.[1]

In den vergangenen Tagen wurden in ganz Syrien mehrere lokale Waffenstillstände abgeschlossen, auf deren Basis die Söldnermilizen aus den Städten, welche bis dahin unter ihrer Gewalt gestanden waren, evakuiert wurden. Die Zivilbevölkerung in diesen Orten wurde von den Milizen als Geiseln genommen und quasi als menschliche Schutzschilde verwendet, um die syrische Armee am Vorrücken zu hindern. Westliche Medien wie die US-regierungseigene Voice of America [2] verdrehen die Realität, wenn sie behaupten, dass die Söldnermilizen von der syrischen Armee belagert worden wären, wobei sie die Tatsache einfach übergehen, dass die Söldner Zivilisten als Geiseln genommen hatten, wie dies bereits zuvor während der Belagerung von Homs der Fall gewesen war.

Seit dem Einsatz der russischen Luftstreitkräfte – über 5.000 Einsätze in drei Monaten – hat sich die Lage der Dinge dramatisch verändert. Die syrische Armee konnte im Norden Syriens entlang der türkischen Grenze die militanten Basen eliminieren und Ölschmuggel sowie Waffenversorgungswege unterbrechen. Auf diese Weise wurden die Milizen weiter ins Landesinnere zurückgedrängt und von ihren Versorgungslinien abgeschnitten. Dies zwang sie letztlich, Waffenstillstände und Evakuierungsangebote anzunehmen, welche unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes abgewickelt werden.

Tausende von regierungsfeindlichen Rebellen wurden in den letzten Tagen mit Bussen von ihren Standorten rund um Damaskus evakuiert.

Ein gezielter russischer Luftangriff auf einen Vorort von Damaskus tötete Sahran Allousch, den Anführer der militanten Gruppe Dschaisch al-Islam („Armee des Islam“), zusammen mit einigen weiteren Kommandeuren – ein verheerender Schlag für die Moral der selbsternannten Gotteskrieger, die kurz darauf ihr Spiel verloren gaben.

Auch hier ist es wiederum interessant, wie die westlichen Medien berichten. Die Nachrichten über die Waffenstillstände und Evakuierungen sind so verfasst, dass der Kontext dieser Entwicklungen völlig herabgespielt wird. Typisch etwa ein Bericht derBBC mit dem Titel: „Die Evakuierung aus der syrischen Kämpfer aus Sabadani ist im Gange“.[3]

In dem Bericht der britischen staatlichen Rundfunkanstalt heißt es kryptisch, dass Hunderte von „Kämpfern“ aus der Stadt Sabadani „verlegt“ würden. Was die BBC nicht meldet, ist die Tatsache, dass die Waffenruhe durch Russlands strategische militärische Intervention in Syrien ausgelöst wurde, die den militanten Netzwerken vernichtende Niederlagen bereitet hatte. Die westlichen Medien wiederholen stattdessen Behauptungen des US-Außenministeriums, wonach die militärischen Operationen Russlands nur das „Assad-Regime“ stützen und sich angeblich gegen „moderate“ Rebellen und Zivilisten richten.

Beim Lesen solcher Halbwahrheiten in den westlichen Medien fragt man sich, wieso es eigentlich zu Waffenstillständen und Evakuierungen kam. Die positive Entwicklung der militärischen Intervention Russlands, die zu einem Ende des Konflikt geführt hat, wird von den westlichen Medien offensichtlich bewusst nicht dargestellt, da sie nicht zu ihren früheren abschätzigen Berichten über Russland und die Assad-Regierung passt.

Auch über die genaue Identität der evakuierten Milizen hüllen sich die westlichen Medien in Schweigen. Wie bereits erwähnt, derden sie verschiedentlich von den westlichen Medien als „Kämpfer“ oder „Rebellen“ bezeichnet. Besser informative regionale Nachrichtenquellen wie die libanesische Al Manar [4] sprechen hingegen ganz offen von den Brigaden des „Islamischen Staates“ und der al-Nusra Front, einer Vorhutorganisation der al-Kaida. Es handelt sich also um „Terrorgruppen“, und zwar nach der von Washington und der Europäischen Union selbst festgelegten Terminologie. Die westlichen Medien legen sich diesbezüglich offenbar selber ein Redeverbot auf bzw. zensurieren die Wahrheit.

Die Terrorgruppe Dschaisch al-Islam, deren Anführer getötet wurde, gehört ebenfalls dem Al-Kaida-Netzwerk an. Dschaisch al-Islam wird von Saudi-Arabien und Katar finanziert und bewaffnet; die Gruppe dient als Schleuse für CIA-Waffen an die namentlich bekannteren Terroristenverbände. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist auch, dass die Voice of America [5] Sahran Allousch, den getöteten Kommandeur dieser Terrorgruppe mit dem Ausdruck „Rebellenführer“ belegte und die Hintergründe auf diese Weise schön zu reden versuchte.

Die Durchsetzung des Westteils Syriens – beginnend von Daraa im Süden, über Damaskus bis nach Aleppo und Latakia an der nördlichen Mittelmeerküste – mit Terrorbrigaden des IS und der Al-Nusra sowie ihrer zahllosen Ableger ist jedenfalls durch die von Russland erzwungenen Waffenstillstände und die Beendigung der Belagerungen klar aufgezeigt worden.

Die westlichen Medien haben Russland immer wieder beschuldigt, dass es Luftangriffe gegen „moderate“ Rebellen und nicht die IS-Milizen durchführe; letztere seien im Ostteil Syriens konzentriert, was auch durchaus richtig ist, denn die Hochburgen des IS sind die Städte Rakka und Deir Ez-Zor im Osten, von wo aus der Erdöl-Schmuggel erfolgt.

Richtig ist jedoch, dass Russland sehr wohl Luftangriffe auf die Schmuggelrouten des IS im Osten Syriens unternommen hat, und zwar mit durchschlagendem Erfolg. Ebenso erfolgreich waren die russischen Luftangriffe zur Unterbrechung der Routen für den Waffennachschub im Nordwesten, welcher es den Terroristen erst ermöglicht hatte, zu Aufständen entlang der gesamten Westflanke einschließlich der Umgebung von Damaskus aufzuwiegeln.

Die Kapitulation der diversen Söldnerbrigaden und die Durchbrechung der Belagerungen in der Umgebung von Damaskus bestätigt die Richtigkeit der russischen Militärtaktik, aber auch die russische Darstellung betreffend das Wesen des Syrien-Konflikts.

Andererseits werden die Propogandaklischees von „moderaten Rebellen“ und „Extremisten“ als Unsinn entlarvt. Das zwingt die westlichen Medien zu einer Berichterstattung über die jüngsten Ereignisse in Syrien ohne jeden sinnvollen Kontext.

Riad Haddad, Syriens Botschafter in Russland, erklärte vor einigen Tagen [6]: „Die Operationen der syrischen Armee gegen die Terroristen sind an einem entscheidenden Wendepunkt angelangt – wir sind jetzt im Angriff und nicht mehr in der Abwehr. Dies ist der effektiven Arbeit der russischen Luftwaffe in Syrien zu verdanken.“ Dieser Kommentar des Botschafters wurde in den westlichen Medien so gut wie nirgends zitiert.

Es bleibt noch die Frage zu beantworten, wohin die Überbleibsel der Terroristen mit Bussen evakuiert wurden. Verschiedenen Berichten zufolge wurde den Terroristen von der Türkei sicheres Geleit gewährt, wo sie im Reich des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Sicherheit und Erholung vom Kampf erwartet – zweifellos mitsubventioniert von der Europäischen Union mit ihrer 3,5 Milliarden Dollar schweren Hilfe für Ankara, damit dieses sich um die „Flüchtlinge kümmere“.

Eine weiteres Indiz für die staatsterroristischen Umtriebe des NATO-Mitglieds Türkei, dem die Europäer seit geraumer Zeit in Hinblick auf seinen erhofften EU-Beitritt hofieren…

Originalartikel: m.strategic-culture.org/news/2015/12/31/russia-vindicated-by-terrorist-surrenders-syria.html

[1] sputniknews.com/world/20151217/1031894518/russia-terrorism-war.html
[2] www.voanews.com/content/evacuation-plan-stalled-after-syrian-rebel-leader-killed/3120278.html
[3] www.bbc.com/news/world-middle-east-35188344?ocid=global_bbccom_email_28122015_top+news+stories
[4] www.almanar.com.lb/english/adetails.php?eid=246739&cid=23&fromval=1
[5] www.voanews.com/content/evacuation-plan-stalled-after-syrian-rebel-leader-killed/3120278.html
[6] sputniknews.com/middleeast/20151226/1032331610/syrian-army-daesh-damascus.html

Beitragsvideo: Russische Luftangriffe in den syrischen Provinzen Rakka und Aleppo; Trefferserie von Hochpräzisionsbomben des Typs KAB-500S, welche von einem Su-34-Bomber auf das Hauptquartier der Gruppierung Liwa al-Haqq abgeworfen wurden, Минобороны России (Russisches Verteidigungsministerium), eng.mil.ru/en/news_page/country/more.htm?id=12060508@egNewsbzwwww.youtube.com/watch?v=pBEkjj9PL5I (Standard YouTube License)

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Ergänzung Luckyhans:
Am 25. Dezember zog der Chef der Operativen Hauptverwaltung des Generalstabs der Streitkräfte der russischen Föderation, Generalleutnant Sergej Rudskoj, Bilanz über die Tätigkeit der russischen Einsatzkräfte in Syrien im Jahre 2015.
(bis zum 25. Dezember – hier leicht gekürzt)

„Seit dem 30. September hat die russische Luftwaffengruppierung in Syrien 5240 Kampfeinsätze geflogen, darunter 145 Flugeinsätze der strategischen raketentragenden und Fernbomber-Kräfte. Täglich greifen die LKS Rußlands mit Raketen und Bomben die Hauptobjekte der Infrastruktur, die Stützpunkte, die Ansammlungen von Militärtechnik und Kampfgruppen der Terroristen an.
Dazu wurde ein mehrstufiges System der Aufklärung geschaffen, das eine zuverlässige Feststellung der Ziele der Kämpfer gewährleistet.
Außerdem befindet sich das Verteidigungsministerium Rußlands im ständigen Kontakt mit dem Kommando der syrischen Regierungsstreitkräfte und den Gruppen der patriotisch gesinnten Opposition. Von diesen treffen regelmäßig zusätzliche Informationen über neu festgestellte Objekte der Terroristen ein.
Nach deren Folgeaufklärung wird die Entscheidung zu Luftschlägen getroffen. Das erhöht die Flexibilität und Effektivität der Vernichtung der Feind-Objekte bedeutend.
So wurden allein am gestrigen Tage 189 Angriffe auf Objekte der Bandenformationen, darunter 142 geplante und die restlichen neu festgestellte, aus dem Bereitschaftsdienst am Flugplatz und in der Luft durchgeführt. …
Mit Unterstützung der russischen Luftwaffe setzen die Regierungsstreitkräfte sowie die Abteilungen der patriotisch gesinnten Opposition ihre Angriffshandlungen gegen die Bandengruppen in allen Richtungen fort. Die größten Erfolge wurden in den Provinzen Aleppo, Latakia und rund um Damaskus erreicht.  …
In der vergangenen Woche wurden 5 Ortschaften befreit.  …
Die russische Luftwaffe richtet ihre erstrangige Aufmerksamkeit auf die Störung der Einnahmequellen der Terroristen in Syrien. Die Überschreitung der syrisch-türkischen Grenze durch Tankfahrzeuge setzt sich fort.  …
Die von uns vorgelegten Foto- und Video-Beweise haben die vorhandenen Vermutungen und Versionen bestätigt darüber, wer die Quellen der verbrecherischen Einkünfte der Terroristen abdeckt.
In der vergangenen Woche wurden 37 von den Terroristen genutzten Objekte zur Gewinnung und Verarbeitung von Erdöl vernichtet, sowie 17 Kolonnen von Tankwagen zum Transport der Erdölprodukte. Somit wurden seit Beginn der LKS-Luftschläge auf syrischem Territorium ca. 2000 solcher Tankwagen vernichtet.  Wir erinnern daran, daß die russische Luftwaffe auf dem Territorium Syriens legitim auf Einladung der Führung dieses Landes unter Berücksichtigung aller Normen des Internationalen Rechts tätig ist. Die Terroristen wissen das auch.  …“

General Rudskoj legte dann anhand von Videos und Fotos ausführlich die Erdöl-Transportrouten der Terroristen offen, die nun weniger direkt in die Türkei, sondern meist auf kürzestem Wege in den Irak und von dort alle in die Türkei führen.
Im Moment der Aufnahme waren im Gebiet Sacho auf beiden Seiten der türkisch-irakischen Grenze 11.775 Tankwagen und Laster zu sehen, davon 4530 auf türkischer und 7245 auf irakischer Seite. Weitere detaillierte Angaben zu den Transportrouten und den Veränderungen in der Logistik der Terroristen folgten.

„Man muß verstehen, daß hier eine unmittelbare Beraubung Syriens erfolgt, und der Gewinn der Schmuggelei beliebiger Waren wird zum Erhalt der ISIS benutzt – und jedes beliebige Land, das an diesen illegalen Geschäften teilnimmt, ist ein Unterstützer des internationalen Terrorismus.  …
Wir sind bereit, unseren Partnern (von der internationalen Koalition) die Koordinaten der IS-Objekte mitzuteilen und erwarten von ihnen Gegeninformationen zur Infrastruktur der terroristischen Organisationen. Von seiner Seite garantiert das Verteidigungsministerium Rußlands, daß die russische Luftwaffe ihr Angriffe auf die Terroristen fortsetzen wird.“

Originalquelle:
http://function.mil.ru/news_page/country/more.htm?id=12072380@egNews

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Und hier das Dessert:

NATO  = – N-orth A-tlantic T-error -Organisation

Wladimir Putin erklärt NATO offiziell zur „Bedrohung“

http://kurier.at/politik/ausland/russland-putin-erklaert-die-nato-offiziell-zur-bedrohung/172.684.142

Wladimir Putin erklärt NATO offiziell zur „Bedrohung“

RUSSIA-NEW-YEAR-PUTIN<http://images03.kurier.at/46-76251916.jpg/620×340/172.684.179> Foto: APA/AFP/SPUTNIK/ALEXEY DRUZHININWladimir Putin unterzeichnete eine neue Sicherheitsstrategie

Russlands Präsident bezeichnet vom Westen unterstützte Machtwechsel als Gefahr für nationale Interessen.

01.01.2016, 16:49

Neue Konfrontation mit dem Westen: Präsident Wladimir Putin hat einen Erlass unterzeichnet, der die neue Sicherheitsstrategie Russlands festlegt. Die NATO wird in dem vom Kreml veröffentlichten Dokument als „Bedrohung für die nationale Sicherheit“ bezeichnet.

In dem Erlass nennt Putin die vom Westen unterstützten Machtwechsel – etwa im Nachbarland Ukraine – eine Gefahr für die nationalen Interessen. Putin warnt indirekt den Westen davor, „legitime politische Führungen“ zu stürzen. Die Folge einer solchen „Politik der doppelten Standards“ sei oft das Erscheinen terroristischer Organisationen wie des Islamischen Staates (IS). Eine mögliche Destabilisierung drohe zudem durch „farbige Revolutionen“ wie in Georgien, die „aus dem Ausland“ organisiert würden.

Festhalten am Atomarsenal

Wegen der vielen Krisenherde halte Moskau an seinem Atomarsenal fest, heißt es in dem Strategiepapier. Eines der Ziele sei die Festigung der Position des Landes als eine führende Weltmacht. Russland sei an einer Zusammenarbeit mit der NATO sowie mit den USA und der EU interessiert. Es gebe viele Berührungspunkte. Aber eine solche Partnerschaft müsse gleichberechtigt sein, betont Putin. Leider stoße die selbstständige Außenpolitik Russlands auf den Widerstand des Westens, der auf Dominanz setze, erklärte der russische Präsident.

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Nachtrag Luckyhans:
Der TASS-Korrespondent in Washington, Andrj Schitow, teilte am 5. Januar mit, daß der offizielle Vertreter des US-Verteidigungsministerium, Captain Jeff Davis, auf die Bitte von Journalisten, die neue russische Verteidigungsstrategie zu kommentieren, gesagt hat: „Sie (die Russen) haben keinerlei Grund, uns als Bedrohung anzusehen. Wir suchen keinen Konflikt mit Rußland. Wir haben Meinungsverschiedenheiten, aber im Wesen ist es nicht richtig, die Vereinigten Staaten als Bedrohung für Rußland anzusehen.“ —

In Stuttgart hatte am selben Tag der Chief of the Joint Staff, General Josef Danford, sich vor VSA-Journalisten für die Fortsetzung der Kontakte zum russischen Generalstabsschef Gerassimow ausgesprochen.   (Quelle: http://vpk.name/news/147346_pentagon_polagaet_chto_u_rossii_net_osnovanii_videt_v_ssha_ugrozu.html)

Tja, wie kommen denn die pösen Russen dazu, in ihrer Verteidigungsstrategie die Nato und die sie leitenden VSA als Bedrohung einzustufen, wo diese doch (in Worten) soooo friedlich sind?
Könnte es sein, daß das Vorrücken der Nato praktisch bis an die Grenzen Rußlands da eine Rolle spielt?
Könnte es sein, daß die Fortsetzung der Arbeiten an der sog. Europäischen Raketenabwehr, die in Wirklichkeit ein Raketen-Angriffs-System darstellt, auch nach dem Abschluß der Vereinbarung mit dem Iran diese Befürchtungen hervorruft?
Nicht zu vergessen, daß nach wie vor mit Georgien und der Ukraine zwei ehemalige Bundesstaaten der UdSSR nun unter Nato-Einfluß stehen und mit Manövren und anderen Aktionen für ständige Provokationen gegen Rußland genutzt werden?
Alles „vergessen“, Gentlemen?

Luckyhans, 9.1.16


2 Kommentare

  1. Gründlichkeit vor Chaos

    Die russische Strategie für die militärische Unterstützung Syriens ist sehr langfristig angelegt. Statt täglich amerikanisch draufzuhaun, bis selbst die Bomben knapp werden, haben die Attacken hauptsächlich sehr exakt abgestimmt den Vormarsch der Syrer Armee am Boden vorbereitet. Obwohl den russischen Geheimdiensten die Geldströme und ihre unterirdischen Verzweigungen von Anfang des Lufteinsatzes an bekannt waren, ließ die russische Angriffsführung dem Erdogan-Clan vorsätzlich eine hinreichend große Chance, seinen Erdölklau und jeglichen Nachschub über die syrische Grenze unauffällig zurück auf Null stellen zu können. Man wollte ja eigentlich mit und nicht gegen die Türkei koexistieren. Mittlerweile regelt Russland das bekanntlich konsequent selbst, Erdogan hatte den Bogen leichtsinnig und schlecht beraten überspannt. Mit dieser nur „mittelmäßigen“ Intensität könnten die russischen Luftangriffe auf Jahre hinaus bezahlbar wirklichkeitsgetreue Pilotenausbildung und notwendige Munitionsumwälzung bleiben. Gleichzeitig hat stets die russische Diplomatie den Hauptkampf geführt, die Bomber waren, sind und werden immer nur zweite Wahl der Mittel bleiben. Russland hat es vollbracht, der durch widersprüchlichen Strategiemischmasch charakterisierten US-Außenpolitik des Bombardierens bis zum Chaos (ohne jegliche parallel zähe Diplomatie) ihr russisches Gesamtkonzept als ein erfolgreicheres zu präsentieren. Tja, bei einem solch erwiesen listigen Diktator wie Putin liegt eben alle Strategie und Entscheidung in allein einer einzigen Hand. In den USA regieren diverse Machtblöcke nebeneinander parallel, halbherzig, gegnsätzlich und unkoordiniert.
    Schei . . Demokratie aber auch!

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  2. luckyhans sagt:

    @ KPK:

    Schon mehrmals hier dargelegt: nein, Putin ist weder ein Alleinherrscher (= Diktator) noch führt er eine homogene Regierung, noch ist seine politische Unterstützung homogen – es gibt da durchaus verschiedene, auch gegensätzliche Tendenzen.
    Momentan sprechen seine außenpolitischen Erfolge für ihn, und der Luft-Kampfeinsatz in Syrien ruft keine zusätzlichen Kosten hervor, da er nicht wesentlich teurer ist als die sowieso für die Luftwaffe (bzw. wie es neurdings heißt: die Luft-Kosmos-Kräfte) geplanten Militär-Manöver.

    Und das gebetsmühlenartige Betonen der inneren wirtschaftlichen, durch gezielt abgesenkten Ölpreis und gezielt europa-schädigende Sanktionen hervorgerufenen Probleme durch die westlichen Medien in fast allen ihren Berichten kann nicht die überwältigende Zustimmung „wegschreiben“, die WWP momentan bei seinen Völkern genießt.
    Das kann sich aber auch schnell wieder ändern… 😉

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