bumi bahagia / Glückliche Erde

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Der Versuch einer Fremdbesetzung

Gestern legte ich mich um 22 Uhr schlafen, erwachte dann kurz vor 2 Uhr, an Weiterschlafen war erst mal nicht zu denken. Ich fragte mich, was ich nun gscheiterweise unternehmen könnte.

Da knallte es.

Der Lichtblitz, das knisternde Geräusch des Kurzschlusses und die Detonation erfolgten in weniger denn einer halben Sekunde, vor meinem Fenster, gemäß Licht- und Schallgeschwindigkeit in maximal 50 Metern Entfernung. Für einen Moment gefror mir das Blut in den Adern, fasste mich und ging wieder in das Vertrauen.

Stromausfall.

Krachende Blitze von 2 bis 6 Uhr. Vollregen mit Urgewalt. Es gingen in den 4 Stunden 20cm herunter, mein zylindrisches Glas des Morgens, 20cm hoch, es war voll.

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Nun komme ich auf das Thema.

Zwischenzeitlich, etwa um die Dreie, da setzte der Regen komplett aus. Es war nur ein Geräusch: Das ferne Rauschen des Indischen. Ansonsten gefühlt bleierne Stille.

Wieder beruhigte ich mein treues Ego, welches mir „Gefahr“ meldete, sagte ihm: „Auch das gibt es, bleierne Stille, es dräut keine Gefahr.“

Ich kuschelte mich auf die linke Seite und war kurz vor dem Einschlafen, da begann etwas, das war mir neu.
Es fühlte sich an, als würde sich etwas in mich hineinschleichen, ja, in meinen ganzen Körper. Gleichzeitig witterte nun ICH, der ich bin, wirkliche Gefahr.
Mir wurde bewusst, daß ich mich nun alle mir bekannten Hebel betätigen mußte, um mich des Dingen, was sich in mich bereits eingeschlichen hatte, zu entledigen.

Das Ding fühlte sich unangenehm luftig wie auch quallig an. Es hatte kein Gesicht, aber es hatte Bewusstsein.

Mir war schon nach wenigen Sekunden klar, was da geschah. Etwas wollte „mich“ übernehmen. Nur meinen Körper? Nein. Mein Bewusstsein hier als Mensch…und damit meinen Körper natürlich auch.
Übernehmen?
Es wollte sich breit machen, und mir war klar, daß ICH, sollte ich nun keine klugen Maßnahmen ergreifen, weitgehend aus dem Körper verdrängt werden würde.

Ich konzentrierte mich auf meinen Atem. Das half nicht. Das Ding war in mir drin.

Ich stand auf, konzentrierte mich auf meinen Atem und erdete meinen Körper. Das half nicht. Das Ding war in mir drin.

Da wurde ich wütend.

Die Wut lieferte mir Energie.
Ich verband meinen Atem mit meinem treulich schlagenden Herzen und mit meinem Intellekt. Gedankliche Schwerarbeit, doch wollte ich es.

Was danach geschah, dessen kann ich mich nicht erinnern. Zum Zeitpunkt, da meine Erinnerung wieder einsetzt, da war das Ding weg.

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Für mich steht außer Zweifel, daß ich das Ding mehr unbewusst als bewusst eingeladen gehabt hatte.

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Illustrierende Analogie
Viele Jahre meines Lebens dachte ich, ich wollte Gefängnis aufsuchen und mit Sträflingen sprechen, hoffend, ihnen nützlich zur Seite stehen zu können, und, als Alternative ich dachte, ich wollte mal selber Sträfling sein……aus dem einfachen Grunde, Sträflingen auf Grund eigener Erfahrung nachfühlen zu können.


Altleser wissen es, 2017 kristallisierte sich mein Denken in die Form 3D, ich wurde (wegen meinen geschichtsrevisionistischen Artikeln) in Kloten ab Flugzeugtüre höflich/unwiderstehlich abgeholt und hatte die Chance, mich 30 Stunden alleine in vier Wänden aufzuhalten. Sehr sehr glimpflich, doch ist eben dies: Wenn Du in U Haft bist, hast Du keine Information. Du weißt weder, warum man dich einsperrt, viel schlimmer, du weißt nicht, ob du eine Stunde, einen Tag, eine Woche, einen Monat, ein Jahr oder länger einsitzen wirst.

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Fazit.

Zum tausendste Male.

Achten wir unserer Gedanken.

Was wir denken, das speist morphische Felder.

Morphisches Feld, das ich speise, das schafft Verbindung von mir zu allen denen, welche an dieses Feld angeschlossen sind. Zu allen. Auch zu solchen, deren Besuch mir äh nicht so besonderlich willkommen ist.

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Und warum zuerst die Beschreibung des fulminanten Regens und der sagenhaften Blitze, während vier Stunden, viele davon von Blitz bis Donner weniger denn drei Sekunden, mithin näher als 300 Meter von mir?

Ich war etwa 12, da saß ich auf der Umzäunung des Baumgartens unseres Nachbarn, und der Blitz schlug ein. Es war hellichter Tag, der Blitz schlug ein in einen Apfelbaum, nicht weiter als 40 Meter von mir entfernt. Blaugelbes Licht und steinharter Knall. Ich bin hiemit „blitzgeimpft“.

Was hier letzte Nacht vor meinem Fenster stattgefunden hat, das war gefühlt 10 Male stärker. Na ja, dem Alten wird mehr zugemutet als dem Jüngelchen, lach. Geht in Ordnung, geliebte Mutter Natur!
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Nebenbei. Naturgewalt…

Vor geschätzt 8 Jahren, da saß ich hier, so wie ich hier sitze, jemüthelich am Rechner, weiches Kissen unter den empfindlichen Sitzknochen, nichts Böses, oder fast nichts Böses denkend und lesend und tippelnd, da kam Erdbeben.

Ich habe mehrere Erdbeben erlebt. Es ist verd unlustig, wenn der Boden wackel.

Was aber damals war, es war Analogie zu den Blitzkrachern der letzten Nacht, sowie zum ultragewaltigen Regen, nämlich:

Nicht nur wackelten mein Stuhl und die Hütte, es war da ein unterirdisches Donnergrollen, das ist so unbeschreibbar wie Salz nicht beschreibbar ist einem, der Salz noch nie genossen hat.

Tieffrequent. Dem Ohre noch vernehmbar, doch irgendwo unten bei den 50Hertz, aber mit Amplitude, sprich Lautstärke, Mannmannmannmann. Da kriegsde Ahnung, was Naturgewalt ist.

Wenn ich mit solch Naturgewalt konfrontiert bin, dann sage ich mir: Hier mein Körper ist ein schier nicht begreifbares Wunderwerk. Beispiel. Mein Körper hat 20 Billionen Kapillaren. Meinem Froschverstand unterirdisch vorstellbar.

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Stopp. Ich stelle fest, daß ich vom Senfen in Dich Leser kaum erbauliches Rumquatschen abrutsche.

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Erinnern wir uns unsere Selbste. Rufen wir herbei gute Geister, in welcher Form auch immer sie sich bewegen.

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Love.

TRV, 11.04.NZ13

Wann endlich raffe ich mich auf, den echten, der Natur entsprechenden Kalender zu konsultieren und hier einzusetzen. Wird schon werden, jut Leut. Wir haben 13, nicht 12 Monate.

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2 Kommentare

  1. Irgendwie bin ich anders. (?!) ⁉

    Ich finde Gewitter geil und liebe Erdbeben – besonders wenn die Erde so richtig bebt und es laut grollt!

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  2. Avatar von Thom Ram Thom Ram sagt:

    Guter Georg Uhu,

    erstens gibts Gewitter solch und Solche, zweitens bin ich nicht immer gleich drauf.

    Das stürmischste Gewitter erlebte ich vor etwa 12 Jahren, ich war unterwegs von Sanur hierher, mit Gefährtin hintendrauf.

    Es überfiel uns in dem Moment, da wir am Möbelgeschäft eines Bekannten vorbeikamen. Nichts wie rin. Es war einfach nur fantastisch. Sturmböen jagten Wasserschwaden durch jede kleine Öffnung in das große Geschäft, es blitzte, krachte, donnerte, es war Ostern und Weihnachten in Einem. Herrlich, die Naturgewalt.

    Oder das Lenzburger Jugendfest! Immer herrschte wunderbar sonniges Sommerwetter. Und oft! kam Abends ein heftiges Gewitter, krach, prassel, und nach einer halben Stunde war die Luft rein und die ganze Atmosphäre froh und heiter, alles frei zum fröhlichen Festen.

    Die vorletzte Nacht war eben anders. Der stark starke, gesättigt klingende Regen verhieß in seiner stoischen Konstanz zwar Wassersegen für die Natur, ja, doch schwang etwas mit, das war mir neu. Unheimlich.

    NIcht zu reden vom ersten Kracher. So einen nehme ich durchaus als Warnung. Geschätzt 30m vor der Haustür, elektrische Anlage dort außer Betrieb setzend, das, so meine ich, bringt jedes Säugetier, auch Trockennasenaffen, einen Moment lang in „hab Acht“-Stellung.

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