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Essay / Wenden oder wänden? / Anwenden oder anwänden?

Ich wurde neulich darauf aufmerksam gemacht, daß ich die deutsche Sprache verhunze, indem ich

A Wörter gräßlich falsch schreibe, zum Beispiel „ich Kamm, sah und siggte“

B „ä“ statt „e“ setze. Beispiel: „Die guten Kräfte wänden geniale Techniken an“ statt „Die guten Kräfte wenden geniale Techniken an“.

Mein Tick mit ä statt e ist auf meinem eigenen Mist gewachsen, dette möchte ich gesaget haben. (schon wieder sone Unmöglichkeit: „gesaget“ statt „gesagt“. Ich komme darauf zurück. )

Gemäß meines Sprachverständnisses hat „wenden“ zu tun mit „Richtungsänderung„, bis hin zu Drehung um 180 Grad.

Gemäß meines Sprachverständnisses hat „wänden“ zu tun mit „Wand“.

Umbekehrt (schon wieder so eine unmögliche Verballhornung, wo es doch heißen tut „umgekehrt. Ich komme darauf zurück)

hat „die Wende“ etwas zu tun mit „sich wenden, also die Richtung ändern, bis hin zu 180 Grad,

hat „die Wand“ etwas zu tun mit „etwas an die Wand heften / knallen“, sowie damit, eine Wand zu errichten, sowie etwas ausserhalb oder innerhalb einer Wand zu orten, sowie die Wand weiter aufzubauen.

Schwer verständlich? Ich habe Verständnis dafür. Einmal eingebrannte Bilder von Wörtern sind schwer zu überschreiben, auch mir geht es so, möchte immer noch mal dümmlicherweise statt „verwänden“ „verwenden“ schreiben, nach 65 Jahren der Schreibkunst fähig und 10000 Mal diese Vokabel falsch gelesen und geschrieben gehabt habend.

.

Zurzeit so stur ich bin, daß wir anerkennen sollten, daß 2012 der Tiefstpunkt des Kali Yuga war, daß seither die konstruktiv-kreativen Kräfte an Oberhand gewinnen, ebenso stur bin ich in diesem Sprachdetail „E“ oder „Ä“.

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War da mal einer meiner Lehrer, der machte mich darauf aufmerksam, daß ich, wenn ich Bild für eine Sache verwände (falsch: anwende), dann in direktem Zusammenhange ein anderes Bild anführe, daß dies unlogisch und Bild-Bruch sei.

Ich danke diesem Lehrer noch heute. Es unterläuft uns allen so gerne. Bild zeichnen und danach, in direktem Bezug, komplett anderes Bild herbeiziehend, damit die Aussage chaotisierend dem, der zu lesen weiß.

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Unsinniges

Um Loch zu bohren, verwende ich meine Bosch Bohrmaschine.

Um Loch zu bohren verwände ich meine Bosch Borhmaschine.

Beides nicht treffende Bilder, unbedacht angewändet (warum „ä“? ich komme darauf zurück).

Es kann richtig heißen:

Um Loch zu bohren, setze ich meine Bosch Bohrmaschine ein.

Um Loch zu bohren, gebrauche ich meine Bosch Bohrmaschine.

Um Loch zu bohren bediene ich mir meiner Bosch Bohrmaschine.

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Sinniges

„Der Aufwand für diese Arbeit war enorm. Man verwändete große Arbeit.“

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Bitte mal sich das Bild herholen, hallo. Was heißt „Aufwand“. Es sind da „auf“ und „Wand“. Also Wand wurde erhöht, das erforderte Einsatz und Anstrengung.

Er wändete seine ganze Kraft auf, um……

Eine Mauer mit ganzer Kraft zu erhöhen, das erfordert ganzen Einsatz. Was sollte das mit „Er wendete“ zu tun haben, also mit „er ließ ab vom Fokus, richtete seine Kraft in andere Richtung, bis hin zu 180Grad, bis hin zu Gegenrichtung“ ?

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„Ich komme darauf zurück„, so habe ich oben angesagt.

Ich führe zurück allesamt die Formen wie zum Beispiel

ich sagte

er tippte

es stimmte

auf

ich sagete

er tippete

es stimmete

Verrückt von mir?

Jaja, sichersicher, lächel.

Ausnahmsweise erlaube ich mir, alte Formen zu gebrauchen, dies nicht zum Zwecke, die deutsche Sprache zu verhunzen, sondern dies zum Zwecke, daran zu erinnern, wie Verben früher angewändet (sorry, angewendet) worden waren.

Ein ernsthaft Wort dazu. Achtung, SchwerVörungstheorie.

Im Programm derer, welche nur noch 500 Millionen ferngesteuerte Menschen-ähnliche auf Erden malochen sehen wollen, da ist einer der Punkte in der Agenda, die Spracke (schon wieder falsch) der Leut solle primitivisiert werden.

Beispiel Konjunktiv? Fehlanzeige.

Nicht mehr soll es geben „er sei hingegangen“. Nur noch wollen sie: „Er ist hingegangen“.

Zeitformen? Fehlanzeige.

Nur noch gibt es Vergangenheitsform, also wie sie mittels Billigübersetzungen engellischer Texte immer und immer wieder auf „deutsch“, damit falsch Vorstellung schaffend, erscheinen.

.

Vergleiche mal, dabei die beiden Wendungen (nicht Wändungen) auf Zunge und in Gemüthe Dir vergehen lassend:

„Er beliebete“…“er beliebte“

hast Du Dir die Zeit genommen, hineingehorcht / hineingehorchet?

.

„Er hassete“…“er hasste“

Unterschied in Wirkung erfühlt?

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„Er liebt / er liebet“

Unterschied zutiefst erfühlt, erfühlet?

.

Was meine Umschreibung bekannter Wörter betrifft, hier ganz oben „Kamm“ statt „kam“…..

……wem Sinn für Ironie und Witz gegeben, der lächelt, wem nicht gegeben, nun, er wende (nicht wände) sich locker leicht und unbeschwert ab.

.

Herzlich.

Thom Ram, 20.11.10

.

Vergaß zu erwähnen.

Die Auslassungen sind Folge von Sprechfaulheit.

Es erfordert die Hälfte von Aufwand (haha von Aufwändung) zu sagen „er läßt“,

denn

„er lässet“.

Ersteres benötigt einen Impuls.

Das Traditionelle, das erforderte der Impulse zweie: „Läs“. Plus „set“.

.

.


24 Kommentare

  1. tasnimmonika sagt:

    Ich hoffe, dass die Rechtschreibregeln sich bald in Luft auflösen werden.

    Gefällt 1 Person

  2. petravonhaldem sagt:

    Habe zu wenig der Worte, um die Wonne, die in mir waberet beim Lesen obiger Texte, angemessen zu beschreiben.

    Für alle „Rechtschreib-Unsicheren“ könne es wohl weniger einfach sein, solche Wörter-Silben-Jonglagen aus purer Spielfreude heraus mitzuvollziehen.
    Es ist weitaus einfacher solche ver-zwickerten Texte zu fabrizieren als selbige hernach zu dechiffrieren, besonders, wenn Ungeübtheit auf diesem Felde manches Lesen schier verunmöglicht.
    Zum Glück gibt es ja auch Beiträge in wahrem Schrift-und-Hochdoitsch.
    Werde „aufwänden“ mal anwänden! 🙂

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  3. Angela sagt:

    Und was ist mit „Pferd-Stehen“. Gibt´s dafür auch einen Hintersinn?

    Angela

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  4. Thom Ram sagt:

    21:13 Engelchen

    „Pferd stehen“ an Stelle von „verstehen“.

    Nein. Es gibt vorerst keinen Hintersinn. Es ist die spontane Spielfreude an Herumpurzelei.
    Ja, es gibt Hintersinn. Aus dem Resultat der Herumpurzelei „Pferd stehen“ erwächst er von selbst.

    E Witz z’erkläre isch immer es bitzeli schwierig.

    Huch. Ich setze über, äh übersetze. Einen Witz zu erklären ist immer ein bisschen schwierig.

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  5. Thom Ram sagt:

    tas nimm onika 19:54

    Dein Wunsch regt mich zum Nachdenken an, danke!

    Das Endresultat meines inneren Exkurses: Nö. Denn ja. Regeln brauchen wir schon. Hätten wir keine Regeln, dann würde ein Jeder nur noch
    eidhso dlsud dien dis vksu
    oder ganz anders rum schreiben, wollte er denn mitteilen, daß er soeben seinen Geißen gut Futter gegeben habe, oder ähnlich Einfaches.

    Der Regeln, lieber nimm monika, derer bedürfen wir schon. Zum Beispiel ist ein „a“ ein „a“.
    Wenn ein „a“ auch b, c, d, e und so weiter zu bedeuten und zu sein beliebte, dann wäre das der durchschlagende Erfolg der Gender-Agenda: Alles beliebig. „Ich trinke Wasser“ könnte geschrieben werden als „itz dhrunf Ehddtr“.

    Für mich steht fest:

    Wenn ich sage: „Das ist ein Stein“, dann erwecke ich im Leser das Bild eines Steines.

    Dies ist begründet auf Sprachregelung.

    Doch bedürfen die Sprachregelungen der Flexibilität.

    Dies ist es wohl, was du sagen wolltest. Richtig?

    Neue Einsicht erfordert neue Regelung!

    Fällt mir spontan ein idiotisches Beispiel ein:
    Sollte sich herausstellen, daß es nur Männer und keine Frauen gibt
    (sorry, idiotischer gewählt geht kaum), dann müßte die Vokabel „Frau“ aus dem Vokabular gestrichen werden. Also Sprachregelung: Wer „Frau“ schreibt, der latscht neben seinen Schuhen.

    Lächel.

    Ich tue mit Überzeugung mein Bestes, mich an Sprachregelung zu halten, halte zum Beispiel sträflich vernachläßigten Genitiv hoch, weiß einzusetzen Vorvergangenheit Plusquamperfekt, letzteres von sonst geischtig scheinbar hochkwalifizierten Leut unbekannt.

    Nachdem er ewige Treue schwor, ließ sie sich küssen.
    Oh Schreck.

    Nachdem er ewige Treue geschworen hatte, ließ sie sich küssen.
    Oh Wohltat.

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  6. tasnimmonika sagt:

    Also jetzt fühle ich mich schon etwas neben den Schuhen. Ich dachte mir, in der höheren Dimension, wo wir uns hoffentlich bald befinden werden, gehe es nur noch um die wirklich wichtigen Dinge im Leben, wozu ich die Rechtschreibung nicht zählen möchte. Ich sehe das ähnlich wie unsere schöne Vielfalt an Schweizer Dialekten, wo ich zu meinem heimeligen Berner Oberland Dialekt Sorge trage, auch wenn ich von anderen Schweizern umzingelt bin. Wer etwas nicht versteht, kann nachfragen und dazu lernen. Wenn ich aber mit einem Deutschen spreche, dann frage ich, ob er Schweizerdeutsch versteht oder ob ich Hochdeutsch sprechen soll.

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  7. Kunterbunt sagt:

    OK, dann heisst es also „nach der Wände“,
    weil ja da „die Mauer gefallen ist“. Logo 🧱

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  8. petravonhaldem sagt:

    Kunterbunt, jetzt wende ich mich mal.
    An Dich.
    Hoffe, Du habest keinerlei Einwände.

    Mitteilen möchte ich, dass mir vor Lachen……………
    na, muss ja hier nicht so genau wortgetreu* verwendet werden, was fast passiert wäre…..

    * oder heißt es geträu? Wegen des sich Trauens?

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  9. Vollidiot sagt:

    Do werd widder e bledes Zaisch gebabbelt, daß ähm es Messer im Sack uffgeht.
    Deedn die Leit sisch mehr um de Inhalt vun dem kimmere als uff des wie mers agugge duut, do hättn all mehr devun.
    So e ferschderlischer Kees demmer sisch do agugge muß.
    Da lecke mich doch eine/r am……………. Fidele…………………. Bürzel……………oder?

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  10. Kunterbunt sagt:

    petravonhaldem 21/11/2022 um 02:14 🙂
    0 Einwände hier in meinen 4 Wänden
    Na, dann genehmige ich mir gleich noch ein Gebräu
    naturally brewed in Appenzell, der Heimat Rechtoblers:
    ein Ginger Beer 🍻 Prost!

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  11. palina sagt:

    @Volli
    du bringst es wieder auf den Punkt.
    @kunterbunt.
    Rechtobler haben wir hier schon lange nicht mehr gelesen.

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  12. Stephanus sagt:

    Ich wende an – basta!!!!!!!
    Wer mit „“-wänden““ überhaupt nur ansatzweise hantiert, ist durch irgendwelche Umstände ein Lichtjahr neben die Spur der großartigen Deutschen Sprache katapultiert worden.
    Wir werden sie wieder pflegen, denn die Sprache ist das wichtigste Gut einer Kultur.
    „Eeh, fett, krass, eeh, Mann“ wird eliminiert werden. Junge Menschen, die ein solch kastriertes Kauder- oder Rotwelsch daherplappern, werden, wenn sie als für die Zukunft tauglich eingestuft werden, die hohe Deutsche Sprache wieder lernen dürden.
    Das richten wir ein…!

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  13. barbar-a sagt:

    Stephanus
    Du bekommst von mir kein gutes Feedback für Deine Wortmeldung, sondern ein großes Lob! Genauso ist es.

    Und die Art, wie Thom Wortwitze bastelt, zeugt von Sprachgewandtheit und Freude an den Wörtern an sich. Ich schmunzle jedesmal beim Durchlesen seiner Beiträge und wäre traurig, würde er seine Schreibweise ändern.

    Und jetzt gehe ich früh Stücke zu mir zu nehmen, also werde ich jetzt frühstücken.
    Oder sollte ich schreiben: Morgenbrot bei Morgenrot!

    Hahaha!

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  14. Thom Ram sagt:

    Stephanus,

    was das Kauderwelsch der Jugend betrifft…

    Ich erinnere mich meiner, unserer Jugend.
    Es war unser Ehrgeiz, Inhalte mit möglichst wenig Worten erstens und zweitens möglichst originell herumzureichen.
    Wenn einer etwas mit zwei oder drei Vokabeln klar machen konnte, womöglich noch mit Silbendreher oder ähnlichem Sprachwitz, wozu andere drei Sätze hätten anwänden müssen, dann war er, unausgeprochen, König.

    Originelles wurde übernommen und Allgemeingut. Ich war 13, als ich erstmalig hörte: „Den kannst du nicht halten“, statt „den kann man nicht halten“ (Rede eines getadelten Torhüters).
    Ich war ebenso irritiert wie seltsam berührt wie beeindruckt, stemmte mich gegen diese Neuerung, sie kam mir zwangsoriginell und etwas großkotzig vor … und übernahm sie irgendwann dann auch.

    Unausgesprochen, unbenannt gab unter uns beim pubertären sich Messen, Sprechhelden und Sprechnieten, eben, validiert mit genannten Maßstäben.

    Vermutlich auch damals fanden die Alten, wir würden die Sprache verhunzen.

    Zudem möchte ich daran erinnern, daß auch in Zeiten des alten Griechenlandes die Verwahrlosung der Jugend beklagt wurde.

    Man sagt, viele Witze und eben auch Sprachschöpfungen stammen von Gefängnisinsaßen. Es würde mich nicht wundern, denn ich meine, daß in den Gefängnissen immer schon nicht nur die Blödesten, sondern originelle Typen einsaßen.

    Wann wurde „dies ist eine Ente“ kreiert? Wann und wo „mit dieser Masche brauchst Du mir nicht zu kommen“, wann und wo „ich kriege dies nicht auf die Reihe“, wann und wo „der latscht neben den Schuhen“?

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  15. Thom Ram sagt:

    Kunterbunt 02:02
    an Alle sowieso.

    Erstens Uhrzeit, zum Purzeln.

    Zweitens Deine Assoziation „Nach der Wände“…..Du hast meine Laune um mindestens 7 Klare gehoben.
    Ich nenne das „Sprachwitz“.

    Ich hole einen Alten hervor.
    In Berlin, vor vielleicht 20 Jahren, da hörte ich von einem meiner Freunde erstmalig „dies ist in keinster Weise bewiesen“.
    Ich lachte mich krumm ob dieses Sprachwitzes. „kein“ ist kein, ist nichts. „Nichts“ zu komprimieren, nämlich „kein“ in den Komparativ, falsch, in den Superlativ „keinst“ zu setzen, ich fand es sowas von köstlich.

    Stellte dann fest, daß es nicht köstlich gemeint war, sondern Bier Ernst.

    Es gibt Leut, die kreieren eben auch spracklicken Seich, haben wohl etwas Unordnung im Cerebrum. Und dann gibt es Leut, die übernehmen dies, un Reflex Ihr T.
    Heute auch Bekannte und Freunde von mir, von denen ich meinte, sie seien helle auf der Platte, präsentieren mir im Schrift und Sprache „in keinster Weise“.
    „Zu hülf“, so denke ich dann manche Male.
    Wahr.

    Wird mir hier ja, neben Anerkennung, durch die Blume auch nachgesagt mit meinem „aufwänden“ statt „aufwenden“ ich Sprache verseiche, nicht bös – aber dummwillig.

    „Aufwenden“…..was bitte bitte bitte könnte sollte müßte ich mir darunter vorstellen?

    Ich, schlichtes Bauerngemüthe, ich kann mir nur denken „auf“ und „wenden“. Es bedeutet „öffnen“ oder „über etwas sich befinden“, verbunden mit „Richtung ändern“ oder mit „in Horizontalachse umdrehen“.
    „Der Bauer wendete das Heu.“ Korrekt.
    „Der Bauer wändete das Heu.“ Unsinn.

    Ich habe mich nicht neuerdings ins ä verliebt. Ich folge den Bildern, welche per Sprache mir gezeigt werden. Dette ist alles.

    Die von mir höchst geschätzeten Herren Stephanus und Volli, sie mögen mir doch bitte erklären, welch Bild in mir erzeuget werden soll, wenn ich zum Speibeil eh Beispiel vernehme:

    „Er wendet jeden Trick an, um…..“
    Was hat das mit Richtungsänderung oder etwas mit „in Horizontalachse drehen“ zu tun????????

    Ich bitte um Ansage von Euch zweien. Bitte.

    „Er wändet jeden Trick an“, da sehe ich an die Wand geknallt und offenbart die Tricks per Leuchtschrift.

    Lieber Volli,

    der ich Dich als etwas wie meinen geistigen Paten erlebe, dies Sprachdetail mit „wenden“ und „wänden“ erstens ist meines eigenen Mistes erwachsen, ist mir zweitens ein sprachliches Anliegen; nicht Bock Bier ernsthaft, aber es guets rächts Bitzeli ärnschthaft, das würkli scho.

    Ich übersetze: Ein exakt bemessenes Bisschen ernsthaft, dies wirklich schon.

    Ich befleißige mich ehr und redlich, Sprache zu hegen und zu pflegen verantwortungsbewusst. Mache dabei Fehler. Bin nicht Luther, nicht Schiller und nicht Drewerman.

    Ich weiß wohl die Relationen zu wahren. Ob wir hier ein Ä statt eines E setzen………..

    Heute graute mir.
    Sah Kurzvideo.
    „Kämpfer Kiews“ sprach, begeistert froh in sein Telefoh: „Schaut, wir haben hier einen echten Ork, und passend verpackt ist er.“
    Könnte es verlinken, ist auf Telegramm. Lasse es.
    Sarg.
    Kämpfer Kiews hebt Deckel.
    Darinne auf der Seite liegt ein Mann in Uniform, Hände gefesselt, Brust mit Klebefolie umwickelt, Füße vermutlich auch gefesselt.
    Sein Gesicht sieht man nicht. Meine trübe Phantasie assoziiert mir, sein Mund sei zugeklebt.
    Meine trübe Phantasie assoziiert mir, daß die Kämpfer Kiews den Sarg beerdigen, mit dem russischen Mann darinne so als wie abgebildet.

    Solches passiert, jetzt, vielleicht ist dieser Mann heute unter der Erde und entschläft hoffentlich sanft kraft Übersättigung mit CO2.
    Machte mich heute halb krank, dies Geschehen. Und ist ja einer, was auch heute erdenweit analog gemacht wird…Grauen.
    .
    Gerade AUCH angesichts solchen Grauens – lebendig eingemauert oder begraben zu werden – setze ich mich auseinander mit kritischer Betrachtung unserer SprachGEWOHNHEITEN.

    Bis vor einem Jahr war mir das falsch assoziierte Bild nicht aufgefallen, hatte gedankenlos „wenden“ geschrieben, da „wenden“ null nicht keinen Sinn macht.

    Sollte keiner meiner Sprachberichtigung folgen, bah.

    Ich rede so wahr als wie ich es vermag. So ist das.
    .

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  16. Thom Ram sagt:

    14:00 Barbara

    Yepp, da sind bei Dir sex oder sieben Uhren. Schuldige bitte dette x statt chs auf mein Karmanegativ konnt oh.
    🙂
    Will sagen, ich glaube wohl, daß Du grad zu dem Zeitpunkte früh gestücket hast.

    Frühstücke zu Dir nehmen….
    Also Stücke zu nehmen, welche früh sind,
    statt
    früh Stücke zu nehmen, hiemit zu frühstücken ….eben diese Dreher, sie sind … zumindest für mich, einfach herzerhebend saulustig.

    Köstlich, ich umarme Dich dafür.

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  17. Äi kraß fett was hir abget, man.
    Hamse maa’n Hamma? (Haben Sie mal einen Hammer?)
    Haumiblau und du bekommst die Mütze voll und ich zeig dir was ne Harke ist.

    Ob ‚wänden‘ oder ‚wenden‘
    ob wären oder wehren
    gären oder mehren
    laß dich nicht blenden

    ist ein Reim, den man nur im Zusammenhang mit diesem Beitrag verstehen kann.

    „Um [ein] Loch zu bohren[,] bediene ich mir meiner Bosch Bohrmaschine.“
    Nicht: mich ?

    Ich kann zwar bayrisch, schwäbisch, niederdeutsch, hessisch, schweizerdeutsch oder eifeldeutsch lesen und verstehen,
    aber wenn sich Menschen in diesen Sprachen unterhalten, verstehe ich kein Wort – also ich verstehe dann Bahnhof.

    „Speak German“, schrieb Shakespeare = „Sprich deutlich“ (nicht: ‚Sprich deutsch‘)

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  18. Texmex sagt:

    @ Kunterbunt
    Ich empfehle ein „ Quöllfrisch“, wenn es schon aus dem Appenzell kommen soll.

    Prost

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  19. Kunterbunt sagt:

    @ TexMex

    Hätte nie gedacht, dass du dieses Bier kennst – nie und nimmer, da du schon lange ausserhalb CH wohnst. Sombrero ab! Die deutschen Gäste in unserer Region lieben dieses Bier (das will was heissen), zum Nachteil der zwei regionalen Brauereien hier. Neu experimentiert Quöllfrisch mit +/- natürlichen Aromen, so auch dem Ginger Beer. https://www.appenzellerbier.ch/de/bier/quoellfrisch-hell.html. Gute Alternative zum Corona extra 🙂

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  20. Ludwig der Träumer sagt:

    „Um Loch zu bohren, setze ich meine Bosch Bohrmaschine ein. “

    Ich bevorzuge die ÖKO-Variante. Die bohrt auch noch während des Blackouts.

    Gefällt 2 Personen

  21. Stephanus sagt:

    Thom, 21.11.22, 15:17
    Ich antworte mit einem Limerick;
    Ein Kanufahrer am Ganges,
    ein Sportler besonderen Ranges,
    sah ein Riff (!!!!),
    doch er fuhr sein Schiff
    nicht gegen ihm – sondern entlang es,,, 🙂

    Gefällt 1 Person

  22. petravonhaldem sagt:

    Stephanus….grandios
    Hättest Du korrekt gedichtet..ähhh geschrieben, hätte es öd‘ geklungen… :):):)

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  23. petravonhaldem sagt:

    Nun hab‘ ich den Ohrwurm vom Kanufahrer am Ganges drinne und es eröffnen sich mir „Inhaltswelten“.
    Zwiebelschalengleich ist es unmöglich, zum Kern vorzudringen, da Selbiger Selbige sind……

    Stephanus: der Tag ist gerettet! Danke.

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  24. Thom Ram sagt:

    Stephanus 10:17, lach, was ich Solches liebe.
    Fällt mir der Alte ein:
    Der Dativ ist dem Genitiv sein Feind.

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