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ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – 71. von 144 – Boden unter den Füßen

„Bis ans Ende der Tage“

Eckehardnyk

1.
Das sichere Nest, das du für deine Kinder gebaut hast, besteht nicht nur aus den vier Wänden, dem Fußboden und der Decke. Außer diesem „Würfel“, in dem wir hausen, brauchen wir alle nicht nur Nahrung und Wärme, sondern ach Ansprache (und Anforderung) aus unserer Umgebung. Ein Experiment von Friedrich II. aus dem Mittelalter des 13. Jahrhunderts, das von René Spitz in seiner Tragweite bestätigt wurde, zeigt uns Säuglinge, die zwar gefüttert und gewickelt, aber ohne Worte und Zuneigung versorgt – heute würde man schon sagen: „entsorgt“ wurden. Die Babys im Mittelalter starben; die von Spitz untersuchten Heimkinder litten unter Marasmus, also Kräfteverfall und Abmagerung, Schäden also, die man „Hospitalismus“ (oder anaklitische Depression) nennt.

2.
Man kann daraus schließen, daß im Menschen von Anbeginn an ein Bedürfnis nach Gefühlen lebt, die da sein müssen, aber wie? Im staatlichen Bereich haben wir die Grundrechte durch die Verfassungen garantiert. Im Völkerrecht gelten die Menschenrechte als grundlegend. Für das Neugeborene gibt (oder gab) es eine Geburtsurkunde und für das Schulkind die Schulpflicht. Doch weißt du, daß mehr als 100 Millionen Kinder ohne Schule aufwachsen?(1) Für den Umgang mit den Kindern gibt es nur ein minimales Versorgungsziel. Man erwartet wohl, daß Eltern ihre Kinder lieb haben. Eine Vorschrift dazu gibt es freilich nicht. Wo kämen wir da hin?
3.
Die Menschen wären keine Menschen, wenn sie nicht schon längst anderweitig vorgesorgt hätten, damit ihr Nachwuchs am Leben bleibt. In die Grundversorgung hineingemischt ist immer so etwas wie eine feste Zusicherung, bei ihm zu bleiben, „bis ans Ende der Tage“ zumindest der Unselbständigkeit. Diese Zusicherung wird mit jedem Füttern, Wickeln oder Spielchen wiederholt und geschieht (natürlich durch die Mütter) unwillkürlich, aus Liebe, Zärtlichkeit und Lust, aus was auch immer, aber hinein gemischt ist ein Gefühl, daß es so bleibt. Für die Heranwachsenden ist das so wichtig wie der Boden unter den Füßen für die, „die schon länger hier sind.“.
4.
Das Merkwürdige an dieser lebenswichtigen Einrichtung: Sie ist ein Vertrag. Doch niemand glaubt ihn je abgeschlossen zu haben. Das liegt wohl daran, dass keine Schriftform vorliegt. Aber Verträge ruhen bereits verborgen in der Natur und bedürfen keiner Schriftlichkeit.(2) Jedes Tierkind bekommt von „Mutter Erde“ einen Vertrag mit seinen Eltern, an den diese sich gemäß ihrer Genstruktur strikt halten. Sie können gar nicht anders. Der Mensch überspringt das Tierreich auch dadurch, daß er Verträge, beispielsweise mit seiner „Brut“, frei(heit)lich auch brechen kann. Bleiben wir aber beim Normalfall: das Neugeborene bekommt (s)einen Vertrag mit seiner Mutter oder, und das ist wieder ein Hinweis auf das Vertragswesen, mit seiner Amme. Den Vertrag mit der Amme schließen zwar die Eltern, vielleicht schriftlich; aber es gibt einen Moment, wo die Amme zu ihrem (Gast) Säugling auch Ja sagt und dabei ein Gefühl für ihn sendet.(3) Dieses Gefühl verspricht, dauerhaft für die Zuwendung zu sorgen. Und das Kind antwortet auf seine, noch rudimentäre Weise, indem es sich gern versorgen läßt. Du kannst das „eine Beziehung“ nennen. Jedenfalls basiert sie auf einem (einzuhaltenden) Vertrag.
5.
Nennen wir dies den Grundvertrag zwischen Eltern und ihrem Baby, dann werden daraus weitere Verträge abgeleitet, die sich alle um das Heranwachsen und Selbständigwerden drehen. Du merkst an der Tatsache, daß es sich um „normale“ Abläufe handelt: Es kommt mir hier auf eine verbindlichere Sichtweise im Verhältnis zwischen dir und deinen Kindern an. Daraus ergeben sich Konsequenzen, die wir oben im Beispiel mit dem „Weihnachtsvertrag“ (70. von 144) geschildert fanden. Die Folge dieser geänderten Sicht wird eine Form von gesitteter Sicherheit sein – Wir dürfen sagen: Rechtssicherheit -, die dir und deinem Nachwuchs eine ruhige, weitestgehend beschwerdenfreie (oder „pflegeleichte“) Entwicklung garantiert.
© eah
2.-5.Januar 1999 und 23. September 2020


(1) In der Printausgabe von 2013 setzte ich hinzu: „Ob das allerdings nur ein Nachteil ist, angesichts dessen, was durch das Schulsystem angerichtet wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. (Siehe Abenteuer Erziehung, Seite 179 www.eahilf.de.)
(2) Am angegebenen Ort (a.a.O.), Seite 180: Kaufleute haben noch heute das Recht, gültige Verträge per Handschlag zu besichern.
(3) Konrad Lorenz hat das mit einem Gänsekind erlebt, das mit ihm nach dem Schlüpfen Blickkontakt bekam und danach nur ihn als Gänsemutter akzeptierte. Alle Versuche, das Küken einer wirklichen Gänsemutter unterzuschieben, scheiterten.


Encounter Education – Englische (Zusammen-)Fassung dieser Seite

Rules for Relationship

1

John Irving introduces the reader (of A Widow for One Year, 1999, Black Swan Book 0 552 99796 X, pages 264-265) into Ruth Cole‘s “now-notorious … ‘rules for relationships‘“. Ruth (the main character of this novel) tells her best friend Hannah: “‘Rules among friends are especially necessary … For example, I don‘t go out with anyone who ever went out with you – or who asked you first .‘

‘And vice versa?‘ Hannah had asked.

‘Well … that‘s your choice,‘ she‘d told Hannah, who had never tested the rule.“ But later, at page 341, we are informed: “Now her thought of Hannah with her father took her breath away. … ‚So Hannah stood me up because she was fucking my father,‘ Ruth thought.“ At page 343 Ruth is confronted with her father with her best friend, treading water in the pool of her father‘s house: “‘Most families have rules, Daddy‘ Ruth told her father. ‘Most friends too,‘ Ruth said to Hannah.

‘Okay, okay – I‘m lawlessness personified,‘ Hannah told her friend.“ Later, on page 383, „Ruth found herself weeping in the bathtub … becaus her father had reduced her best friend to an ‘episode‘. Or was it Hannah who‘d reduced their friendship to something less than a fling with her father?

Oh, don‘t pick it apart – just get over it! Ruth told herself. So they had both betrayed her – so what?“

2

The injury of rules, the betrayal of friends – all this can be found in the early history of men and of childhood, and is found in the best families. Royals are crowded with breaches (Brüchen) of faith. This can‘t be a reason for exemption from agreement for todays non-noble parents. In contrary, the greater nearness between family members requires more care to the rules of relationship than in the eras before.

3

The safe nest you built for your children doesn‘t consist only of the four walls, the floor and the ceiling. Apart from this cube of dwelling we need both care and address. The neglection of speeking to newborn babies in a medievan experiment of the emperor Frederic II ended with the death of all of them. Renewed by René Spitz in the last century it led the babies into hospitalism or mutism. The requirement of rules of relationships for a developped human being like Irving‘s Ruth Cole (a “best selling writer“) as for a newborn are both based on the foundation: the faith of contract. Both children and adults need contracts more than instructions. Arrangements by order may be all.important, especially for soldiers or employees, but orders are useless without contract. Contracts cause and protect treaties and alliances among partners with equal rights as well as between partners on different levels of force, knowledge and ability. In every case the contractors respect the balance of power. The mightier side uses only the strength which is afforded to fulfill the arrangement, not more and not less. In that respect the less mighty one experiences the origin of trust, to which development refunds as a very strong feeling tunneling all later decisions.

© eah April 19-26, 2005 and September 23, 2020


16 Kommentare

  1. Wolkenfürst sagt:

    Wenn ich den Begriff des Vertrages mal aufgreife, verstehe ich darunter die bedingungslose Liebe und Zuwendung der Eltern, um dem Kleinkind seine eigene Entwicklung zu ermöglichen. Ganz aus freien Stücken das Kind zu lieben, ohne es verändern zu wollen.
    Dass das in unserer heutigen Zivilisation sehr selten geworden ist, erkennt man allein an dem Umstand, wie sich 90 Prozent der Bevölkerung den total irrationalen Beschränkungen unterwerfen. Denn das hat sehr viel damit zu tun , ob ein Kind um seiner selbst Willen geliebt wurde, oder ob es sich bestimmten Erwartungen der Eltern unterwerfen musste. Dies meine rein subjektiv-also keine wirklich ausgesprochenen Erwartungen und Zwänge,

    Menschen die nicht von äusseren Erwartungen und Ansprüchen geleitet werden, die würden zumindest solche Beschneidungen ihrer Freiheit wie wir sie heute erleben, hinterfragen und sich dagegen auflehnen.Das etwas grundsätzlich nicht stimmt in der Gesellschaft ist offensichtlich.Und das hat nicht zuletzt mit der Beziehung des Kleinkindes zu den Eltern zu tun.
    Freiheit wird oft verwechselt mit Besitz oder Macht- ein Kind muss sich so verhalten oder so . Das Kleinkind wird noch heute von Vielen als eine Art leere Hülle betrachtet, die es zu füllen gilt.
    Wie sollten auch Eltern, die selbst nie bedingungslose Liebe erfahren haben ,Kleinkinder begleiten können in ein selbstbestimmtes, freies Leben unabhängig von Erwartungen einer äusseren Macht.

    In Primitiven Gesellschaften mag das noch sehr viel anders sein.

    Nur so am Rande -eine Geburtsurkunde zeigt einen Besitz an-in wessen Besitz wechselt da das Neugeborene?

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  2. mkarazzipuzz sagt:

    Nein Wolkenfürst,

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  3. mkarazzipuzz sagt:

    die Eltern wollen dem Kind ihren „Stempel“ aufdrücken, in dem sie ganz natürlich ihre Lebensweise und Art zu denken durch Kommunikation weiter geben. Es gäbe keine Kulturen, wenn dem nicht so wäre.
    Man erzieht seine Kinder während der Zeit bis zur Pubertät nicht ohne Ziel. Aber man ist gut beraten, die Ziele der Kinder in und nach der Pubertät zu verstehen, auch zu akzeptieren und manchmal zu diskutieren. Nicht immer ist der Lehrende auch auf der richtigen Spur.
    Aber die Zöglinge haben eine vernehmliche Prägung erhalten. Daran gibt es für mich keinen Zweifel.

    krazzi

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  4. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  5. eckehardnyk sagt:

    „Menschen die nicht von äusseren Erwartungen und Ansprüchen geleitet werden, die würden zumindest solche Beschneidungen ihrer Freiheit wie wir sie heute erleben, hinterfragen und sich dagegen auflehnen.“ Das greif ich mal raus, weil es eine interessante Behauptung ist. Sollten das in der Kindheit nicht von festen Vorstellungen geleitete Menschen sein, dann wundert mich am heutigen Konformismus nichts mehr. Man ist so, wie die Obrigkeit es wünscht, ob diese legitim ist oder nicht – danach fragt niemand.
    Die „Obrigkeit“ der Eltern, die ihre Kinder nach einem fremdbestimmten Bild heranziehen, es quasi hineinpressen, überträgt sich auf die Kinder und sie werden unbewusst diesem Schema treu bleiben und ihre Kinder ebenfalls so heranziehen. Inzwischen ändert sich die Mode und die Kleiderordnung. Heute bekommen wir gezeigt, dass die Regierungen da mehr mitbestimmen als bisher im „freiheitlichen Demokratismus“ vermutet, und behaupten, Maske tragen in gewissen Szenarien sei „Pflicht“. Und da fängt die Verkehrung an. Einer Pflicht kann der Mensch aus sittlichen Gründen nicht ausweichen. Einem verordneten Zwang sehr wohl. Die Masken“pflicht“ ist eben (analog zum Grüßen des Gesslerhutes oder eines „Führers“ durch „Heil“) keine echte Pflicht, weil Ausnahmen aus „medizinischen und sonstigen Gründen“ (Corona-Verordnung Baden-Württemberg § 3 (2) 2.) möglich sind.
    Der aus Gründen des monetären Selbstschutzes willfährige ÖPNV-Fahrer setzt halt die Maske auf, wenn er kein Attest dabei hat. Das sind die meisten Jugendlichen und auch wohl sonst die Mehrheit. Dann gibt es welche, die glauben tatsächlich an den Schutz durch eine Maske. Mögen auch sie damit gesund bleiben. Dann gibt es aber selbsternannte Gendarmen, die Menschen ohne Masken meinen zurechtweisen zu müssen. Das sind in der großen Mehrheit ältere Leute, robuste Omas und Opas, die solche, die aus der Reihe tanzen den Großen Bruder oder sonst was androhen.
    Das sind diejenigen die in keinem Gedanken auf die Lösung verfallen, allem Verordnungsgeschehen etwas entgegen setzen und dem wo immer man kann, und sei es durch Denunziation oder Gewalt, glauben Geltung verschaffen zu müssen.
    Schau ruhig in diesem Zusammenhang die Art und Weise an, wie Thomas Berthold (Ex-Fußball-Weltmeister von 1990) das Thema hier behandelt: https://youtu.be/owErF2eFi5o. Hier kannst du sehen, wie jemand als Kind gewiss frei genug gelassen wurde um sich als Erwachsener sein Recht auf freies Denken einfordern zu können.

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  6. Mujo sagt:

    @krazzi

    „die Eltern wollen dem Kind ihren „Stempel“ aufdrücken, in dem sie ganz natürlich ihre Lebensweise und Art zu denken durch Kommunikation weiter geben. Es gäbe keine Kulturen, wenn dem nicht so wäre.“

    Das wiederspricht ja nicht was Wolkenfürst sagt. Es geht doch vielmehr darum wie ich etwas den Kindern vermittel.
    Mit Liebe, Achtsamkeit und ihrer Würde gerecht. Oder wie so oft Trainiert mit Angst und verbote wie es zu funktionieren hat.

    Letzteres ist Leider die häufigere Realität bei Kindern und zeigt sich beispielhaft wie die Erwachsene in Form von politiker die Lügenhaft diese Pandemie durchziehen.

    Ein Frei Denkender Mensch dem das wohl des eigenen als auch des anderen auf gleicher höhe stellt würde dies was gerade ist nie zulassen.
    Das können nur Menschen machen die in der Kindheit ähnliches bei sich selbst erfahren haben und folgen nun den selben Mustern.
    Ich Glaube sogar die meisten erkennen nicht einmal welchen Schaden sie tatsächlich an der Menschheit anrichten.

    Das ich das so Schreibe wie ebenso Denke zeigt auch wie meine Eltern mich geführt haben. Ich hatte als Kind sehr viele Freiheiten und nur ganz wenige Verbote und Regeln. So konnte ich sehr oft meiner Kindlichen Intuition folgen was mich bewegt hat.
    Dafür bin ich meinen Eltern Dankbar das sie den Mut hatten soviel Vertrauen in mir zu haben.
    Aus meiner sicht hatte ich eine schöne Kindheit. Und dieses (Ur-)Vertrauen schenke ich wiederum meinen Kindern weiter.

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  7. eckehardnyk sagt:

    Ausgezeichnet! Wenn Mujos Kindheit bei der Mehrheit statt gefunden hätte, würde sich die reglementierende „Gesetzgebung“ erübrigen. Nur mal die Straßenverkehrsordnung. Sie wäre mit ein paar Sätzen wie dem vorbildlichen Paragraphen eins, der als Gummiparagraph geschmäht wird, erledigt. Jeder Verkehrsteilnehmer würde sich so verhalten, dass niemand gefährdet, beschädigt oder mehr als nach den Verhältnissen unvermeidbar behindert oder belästigt wird.
    Oder jeder würde seine Geschwindigkeit so einstellen, dass er jederzeit mit seinem Fahrzeug einem sichtbaren Hindernis ausweichen oder es davor zum Stehen bringen könnte.
    Weltweit den physiologisch richtiger en Linksverkehr eingeführt und in den Fahrschulen Vernunft und Aufmerksamkeit im Verkehr trainiert habend, wären hunderte von Begrenzungen und Verboten überflüssig. Aber nein, man muss 30er Zonen einführen.
    Aber ich möchte nicht von einem 30 km/h fahrenden, der gerade von seinem Kontostand oder einem seiner letzten Seitensprünge abgelenkt wird, angerempelt werden.

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  8. Mujo sagt:

    @eckehardnyk

    Im Bhutan gibt es keine Ampeln. Als man eine mal in der Hauptstadt einführte brach das Verkehrschaos aus. Das hat man dann schnell wieder abgebaut 😉

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  9. Thom Ram sagt:

    Hm. Ich Plaudere aus meinem persönlichen Nähkästchen.

    „Dem Kind seinen Stempel aufdrücken.“ „In der Erziehung Ziele verfolgen.“

    Hat mich zum hirnen angeregt. Wie hielt ich das damals, als Papa?

    Ich fühlte mich vom Moment der erkannten Schwangerschaft an schlicht in der selbstverständlichen Pflicht. Ich übernahm einfach die Aufgabe, zu sorgen für Nahrung, wasserdichtes Dach, Freiraum für selbständiges Tun, Freiraum für geistig-seelische Entwicklung (was das auch immer sein mag, grunz), Schutz vor bösen Einflüßen, Anregung für dies und das und zu dem und jenem.
    Wenn ich das schwangere Bäuchlein der Mutter meiner Kinder, nach Anleitung von einer Fachfrau täglich massierte, hatte ich da eine Vorstellung, wie dieses Kind denne zu sein habe? Einfach null nicht. Ich ließ mich dann täglich überraschen, wer da geboren wurde -hahaha, welch Komik. Hab nicht sorgfältig genug korrigiert. Muss heißen Ich ließ mich dann überraschen, wer da geboren wird, später täglich überraschen, was unsere Kinder sagten, unternahmen, liebten, ablehnten.
    Hatte ich jemals eine Vorstellung, wie meine Kinder als Erwachsene denne zu sein hätten? Einfach nicht. Sowas kam mir nie hoch. Ich sah im Geiste, wenn ich mal an ihre Zukunft dachte, ein offenes Feld.
    Selbstverständlich sah ich besondere Neigungen, vermutete schon, dass mein Sohn, der sich als Zehnjähriger beim Baumhüttenbau nicht interessiert zeigte, wohl kaum Zimmermann werden wird. Er arbeitet als erfolgreicher Informatiker. Gut so. Dass er für Versicherung und Bank mal arbeitete, das ist ein ganz anderes Thema, denn zwar bin ich unumstößlich sein Papa, doch wenn längst erwachsener Sohn Papa nicht fragt, hält Papa des erwachsenen Sohnes die Schnauze.

    War es „Stempel aufdrücken“, wenn wir unsere Kinder forderten? Beim Abwasch hilfst du. Abends räumst du deine Sachen ordentlich zusammen. Nach der Schule Pause, dann Hausaufgaben machen. Wenn Grosi da ist, dann lass das Rülpsen. uuund so weiter.
    Ja, das ist „Stempel aufdrücken“, nämlich Stempel sozial verträglichen Verhaltens.
    Ha, ich haps nunn. Ich habe doch Stempel aufdregückt. LoL

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  10. Thom Ram sagt:

    Mujo 17:47

    Geil, einfach nur geilo.

    Hier ist fast so wie in Bhutan. Es gibt Ampeln, doch nicht viele, und an Ort, da optische Übersicht möglich ist, da fährt man bei Rot, wenn die Fahrspur klar erkennbar frei ist.

    Und an all den vielen Kreuzungen, mein Gottchen, was ich das genieße hier, man muss halt kucken, die Situation erkennen, den anderen Respektieren, die eleganteste Lösung finden innert Zehntelssekunden. Links vorbei oder rechts vorbei oder leise bremsen oder anhalten oder leise beschleunigen oder kleinen Schwenker machen….. und wenn‘ s ausnahmsweise unkalkulierbare Grenzsituation gibt, dann stopp und sich gegenseitig anlachen und zuzwinken.
    In 99,99% der motoresken Begegnungen an Kreuzungen ist mir vergönnt, dies zu erleben. Hier auf Kreuzung verhält sich unelegant 0,01%. In DACH 99%.

    So, und nun muss ich gockeln, wo denn diese gesegnete Stadt Bhutan schon wieder ist.

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  11. Thom Ram sagt:

    Ecki, du nimmst nicht übel, dass ich hier Strassenkreuzungen einwerfe? Was hier auf Strassenkreuzungen geschieht, ist, so meine ich, auch eine Folge der Kinderstube.

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  12. Mujo sagt:

    Es gab mal eine Austellung aus Bhutan in Augsburg im Bezug zu ihrer Webkunst. Meine Stadt ist ja früher Reich und berühmt geworden wegen den Fuggern die mit der Weberei ein Weltimperium aufstellten. Könige, Päpste und Kaiser standen auf deren Gehaltsliste. Das nur mal am Rande.

    Jedenfalls aus der Geschichte herraus wurde diese besondere Austellung in Augsburg statt wie sonst in München gemacht, wo sogar die Königin von Bhutan anwesend war. Eine Frau die nicht nur umwerfend schön sondern auch eine ganz besondere Aura hatte das erfülllt war von Frieden und Ausgeglichenheit. Ich konnte sie persönlich antreffen bei der Eröffnung. Ist jetzt gute 10 Jahre her.

    Spätestens seitdem Faziniert mich dieses Land das sich nie hat kolonisieren lassen und besonders im Einklang mit der Natur Leben. Tourismus findet nur sehr kontrolliert statt damit ihnen nicht das passiert wie in vielen anderen Asiatischen Ländern.

    .https://de.wikipedia.org/wiki/Bhutan

    So einiges wird dort gelebt wie Menschen Leben sollten. Die konnten dank ihrer eigenen gewollten Isolation vieles von den bewahren was ständig Thema auf bb ist.

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  13. Thom Ram sagt:

    Mujo 18:51

    Schön. Sehr gut. Es strahle aus.

    Nicht an dich gerichet, sondern allgemein gesagt:

    Ich habe für die These, woran die Erde am deutschen Wesen genesen werde, keine Verwendung.

    Die Erde wird genesen an vielen verschiedenen guten Eigenschaften, welche die erdenweiten Völker bewahrt haben und leben. Dass deutsches Wesen dabei ein Schwergewicht sei, das kann ich als Möglichkeit annehmen.

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  14. Wolkenfürst sagt:

    In Bhutan gibt es seitens des Königs alljährliche Umfragen-wie glücklich sich die Menschen fühlen.
    Dort geht es nicht um den Verdienst im ökonomischen Sinne, in Bhutan herrscht das Brutto-Sozial-Glück.
    Ja , da hast du Recht , Mujo , ein interessantes Land.

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  15. Vollidiot sagt:

    Was ist mit einem Kind. das eine epigenetisch breit angelegte Belastung (natürlich nicht nur) in sich trägt?
    Es hat sich diese offensichtlich ausgesucht, weil sie seinem Aufgabenfeld optimal dünkt.
    Da ist also schon mal ein Stempel der drückt, epigenetisch wirken könnend.
    Diese Epigenetik wirkt auch in den Generationen, also liegt hier eine transgenerative Bedingung vor (die Sünden der Väter*innen).
    Wieviel davon wirkt unbewußt?
    Menschsein, Mensch sein, ist jedenfalls nix für Feiglinge………………….

    Thommes
    „am deutschen Wesen genesen “
    So ein klein wenig mag stimmen, siehe bei Goethe „……. freier den Menschen…..“.
    Rudimente, oder mehr, sind bei den Querdenkern zu erkennen.

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  16. eckehardnyk sagt:

    Das Nein der Kleinkinder – es grhört zur Welt der freien Menschen und fehlt in der Welt derer, die schon länger hier sind.

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