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Essay / Warum es im Paradies trotz vollkommener Harmonie doch nicht langweilig ist

Ich wähle das Wort „Paradies“, meine damit all die vielbeschriebenen, vielbelobten und von Vielen ersehnten Gefielde in anderen Dimensionen, Ebenen, Schwingungszuständen und so fort.

Immer wusste ich, dass ich mich im Paradies einfach nur noch langweilen würde. Wenn einfach immer alle sehr lieb sind, wenn einfach immer alle Apfelbäume strotzvoll mit aromatischsten Früchten sind, wenn das Wetter einfach immer so ist, wie ich es mir grad wünsche, wenn ich eh alles grad habe, wenn ich es nur denke, ausser natürlich Schlechtes, denn Schlechtes ist disharmonisch und kann daher dort nicht hergestellt werden. Puh, auch heute will ich dort nicht hin.

Ich besuchte einen Kurs für Obertonsingen in Zürich, der Kursleiter war fantastisch, plöt, dass ich mich seines Namens nicht erinnere. Wir trainierten das Heraushören von Obertönen, das selber Erzeugen von Obertönen, fertigten ein (obertonreiches!) Monochord an, also einen Resonanzquader aus Holz mit 20 gleich gestimmten Saiten.

Anfang des Kurses gabs eine Gong-Session. Wir lagen auf dem Rücken, mit geschlossenen Augen, und der Leiter wandelte durch den Raum, dabei einen grossen Gong leicht schlagend. Es war wunderschön. Mein Analyst vermeldete mir drei Töne, der Rest war Rauschen.

Zum Kursende (ich meine, es waren fünf Wochenenden) gabs die Wiederholung dieser Session.

Du liebe Güte!

Welten taten sich mir auf, die waren mir bei Kursbeginn verschlossen gewesen! Was bei Kursbeginn ich als Rauschen wahrgenommen hatte, das waren nun Kaskaden von Obertönen in den herrlichsten Farbschattierungen, es war, zum Vergleich, wie ein vormals trübes  Gewässer in betoniertem Bachbett und danach frei und frisch strudelndes und wirbelndes kristallklares Wasser.

Das muss ich nun erläutern.

In der Renaissance, da war die Terz im Dreiklang, also das Mi in Do-Mi-So in den Ohren der Leute unangenehm, und die Kirche sagte, das sei kein Wunder, denn die Terz, die komme vom Satan. Und sie wurde verboten.

Irgendwann war das in der Entwicklung nicht mehr zu halten, und die Terz wurde fleissig gebraucht. Jeder Europäer empfindet den Dreiklang als Harmonie pur, gar erst dann, wenn er rein gestimmt ist (was das Klavier nicht ist, auf dem Klavier gibt es keine rein gestimmten Dreiklänge. Warum das so ist zu erläutern, führte hier zu weit.)

Dann kamen in JAZZ und Klassik das La, auch das Re mehr und mehr dazu, als harmonische Würze, gar das scharfe Ti. Musik mit Ti als Zusatz zu Do Mi So wird auch heute noch vom Durchschnittshörer einfach nur als unangenehm wahrgenommen…….ist aber auch ein Oberton, schwingt hoch oben in jedem Grundton, den du singst oder posaunst, mit.

Kannst du das auf der Zunge zergehen lassen? Was schon immer in einem jeden Ton war, etwas davon war mal kirchlich geächtet, und weiteres Natürliches, zum Beispiel das unter Do Mi So zugefügt wird, wird noch heute von der Mehrheit der Menschen als unangenehm wahrgenommen, wird abgelehnt.

Uff, ich hoff, es werde nicht zu umständlich, was ich sage. Ich fass‘ so kurs wie möklick.

Im Laufe des Kurses öffnete sich meine Hörerei. Sie lernte, die im Verhältnis zum Grundton mit zunehmender Höhe im Grossen und Ganzen nach oben hin immer leiseren Obertöne herauszufiltern,  also nicht unbestimmtes Rauschen, sondern klar erkennbare bunte „Tonsträngchen“ zu hören, sich mir darbietend als sagenhaftes feines Strömen und Wirbeln und Wirken. Göte und so könnten es (so hoff ich weh nie gstens, träfer, weil bildhafter, in Wort fassen).

Wo waren wir?

Beim Paradies.

Genau so stelle ich mir Paradiese vor. Statt Grundton und zwei Obertöne sind mir selbstverständlich erkennbar 8 oder 80 oder 800 Obertöne. Da geht es nicht mehr um Do Re Mi, hihi, das sind dann Halbtöne, Vierteltöne, Achteltöne, dette isse denne eine Palette von Farben, die hat sich gewaschen.

Und immer noch ist da das, was als Dissonanz empfunden wird!!! Doch ist diese Dissonanz nicht mehr Schmerz, sondern köstlichste Würze.

Das ist der Kernsatz, ha, heut bin üsch ma widea richdich jut.

Dissonanz, in kleiner Dose, sie erzeugt nicht Schmerz, sie wirkt als belebende Würze.

Fällt mir Alex Wagandt ein. Sagte mal, sinngemäss: „Wenn ich zu meiner Geliebten sage „du kleines Teufelchen““, dann ist das eine Liebesbezeugung, gewürzt mit angedeuteter Dissonanz.

Also was ist nun mit meinen Paradiesen? Sie werden „nach oben hin“ immer „obertonreicher“. Was ich hier als Hammer auf den Kopf erlebe, ist, weiter „oben“ der leise, mich amüsierende Schlag eines Bleistiftes, ausgeführt von einem oder einer, welche nicht immer nur ganz harmonisch Do Mi So singt, sondern Ti und viel viel „Schlimmeres“, Halbobertöne, Viertelobertöne, auch immer auf Lager hat.

Anmerkung.

Ich spreche von Paradiesen innerhalb unseres polaren Kosmos. Wie es ausserhalb jeglicher Polarität aussieht, davon habe ich null nie nix nicht keine Ahnung. Doch spreche ich tatsächlich davon, wo ich mich nach Verlassen dieses Körpers einfinden werde.

Der Wechsel in die Nichtpolarität, will ich den? Heute nicht.

Viel lieber, so denke ich, hier im touristisch toten Bali hockend, da sich mehr und mehr Leute die Haare zu raufen beginnen, viel lieber will ich mal ein Äon ein Gestirn oder Planet SEIN.

Viel lieber noch Planetenreisender, frei, mächtig, meine Macht mit äusserster Sorgfalt einsetzend.

Jo. Das isses. Planetenreisender. Mit Macht, doch weise, weil in dieser Beziehung gebranntes Kind. Ich brauchte 1000 Inkarnationen, um endlich wieder mal es bitzeli aufzuwachen, nachdem ich mich damals während 100’000en Jahren wissentlich und abnehmend weise runtergeschraubt hatte.

Sind da auf Erden Millionen, vielleicht eine Milliarde, welche Ähnliches in ihrer Bio gra Vieh verzeichnet haben. Auf bb hatz auch.

Big Love.

Ram

14.07.NZ8

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3 Kommentare

  1. arnomakari sagt:

    Ja Thom auf andere Planeten zu reisen ist gut, es gibt doch in unsere Galaxie viele Planeten die bewohnt sind, davon habe ich schon viele besucht, aber das meiste davon schnell wieder vergessen,ich weiss nur eines das meine Seele sehr alt ist, das hat mir schon 1950 Moses gesagt, und eines weiss ich je mehr ich weiss, weiss ich das ich nicht viel weiss.
    Aber der Planet Mehret ist der Planet der Frauen, der ist sehr schön, ich war öfter da weil da meine Schwester regiert für eine gewisse zeit, wenn ich dann wieder hier auf der Erde bin in meinen Körper, dann weiss ich nicht was für komplizierte arbeit ich da gemacht habe, es wird bei der Reise zu der Erde das meiste gelöscht, es bleiben nur noch bruchstücke übrig….

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  2. Vollidiot sagt:

    Die Reise in die Dissonanzen hat der späte Beethoven angetreten. Da warer seiner Zeit weit voraus.
    Z.B. in der Großen Fuge. Das ist Himmelsmusik.

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