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Sonntagspläuderchen / Vorher-Nachher

Habe heute einen lustigen Erfolg zu verzeichnen.

Gestern hatte ich den Kindern versprochen, heute mit ihnen zum Strand zu gehen. Um drei heute erinnerte mich Agus daran. Ich, missgelaunt, weil ich heute nämlich kläglich fruchtlos an einem Artikel rumgekaut hatte, der das Zusammenspiel von Krone, Impfe, Lockdaune, Geldresette, Wirtschaftsresette und Menschenversauungsette schlechthin hätte klarlegen sollen, ich grummelte, es sei mir nicht danach. Agus sagte nur leise, ich hätte es doch gestern versprochen, und zog ab.

Ich wieder ann Komputer, und nach einer halben Stunde raffte ich mich zusammen, erinnerte mich meiner heiligen Pflicht von Verlässlichkeit, liess Agus rufen, reifelte zu den andern Kindern und wir fuhren zum Gegerbeach. Wie erwartet, war die Flut in einer Phase, da die Wasseroberfläche ein bisschen kabbelig, und 50cm Wellen den kleinen flachen Sandstrand beleckten.

Waren bei unserer Ankunft etwa 30 Leute dort, Einheimische natürlich, wir haben ja keine Touristen, alle oben auf dem Felsen, unten war keiner.

In meiner Grummeligkeit hatte ich nicht die Absicht gehabt, zu schwimmen. Hatte lange Hös an. Da neckte mich der Schalk.

Ich ging runter, Agus natürlich gleich mit, und wir stürzten uns in die so sehr gefährliche Brandung. (Badehose ist hier nicht. Ich also in der langen Hos, da kuckt haha keiner plöt.) Ich führte der Gesellschaft in der selbstmörderischen Distanz von 15m vom Strand entfernt Rücken- und Brustcrawl sowie Delphin vor, so eitel bin ich auch heute noch, es macht mir Spass zu medonstrieren, dass dieser Faden, ich meine dieses  Knochengestell so gut schwimmen kann, indes Agus auch bereits bis zu den Schultern im Wasser rumhüpfte und seine kleinen Schwimmkünste zeigte.

Nicht lange, da waren unsere drei anderen Kinder, drei Mädchen der dritten Klasse, auch im Spiel mit den anbrandenden Wellchen.

Und, hehehe, innert einer halben Stunde waren da, ich hab sie gezählt: 34 sich in und am Wasser Tummelnde, 21 oben sitzende, davon deren 12 mit Masken.

Meine gute Tat von heute.

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Am Rande:

Eine der Maskierten war eine Kleingebäckverkäuferin mit ihrer kleinen Glaskiste auf dem Schoss. Ich fragte sie, warum sie eine Maske trage. „Wenn nicht, dann gibt es im Dorf Leute, welche wütend mit mir sind.“

Ich dachte: Huch. Ich fahre seit einem Monat nackt herum, wenn die auf mich wütend werden, dann gute Nacht für mich in Bali.

Nö. Unnötige Befürchtung.

Nach Gespräch mit Eka (mein hirn- und herzhochintelligenter Bester auf Bali) begriff ich dann. Die Frau am Strand braucht eine Lizenz, um Speise verkaufen zu dürfen, und Lizenz ist heute mit Gesichtswindelauflage verbunden.

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Ja. Vorher / Nachher. Ich bedaure, den Streichföhn nicht mit dabei gehabt zu haben. Zuerst das leere Strändchen, dann die vielen Spielenden. So viel Spass hatten alle, Springen, Jumpen, Tauchen, Lachen! Ich meine, unserer grossen Schwester Meer hat es gut gefallen.

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Herzensgruss in die Runde.

Thom Ram, 28.06.NZ8 (Beginnendes Neues Zeitalter im Jahre acht, da gleichzeitig finstere Zerstörung und frohe Herzlichkeit walteten)

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5 Kommentare

  1. Hat dies auf uwerolandgross rebloggt.

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  2. christinasuriya sagt:

    Köstlich, lieber Thom – so ist Leben!
    Ich wünsche dir in dieser Richtung noch viel mehr solcher Erlebnisse, die Mut und Hoffnung geben, dass die Verblödung der Menschen noch nicht überall Raum gegriffen hat.
    Das ist hier bei uns leider ganz anders, mehr ist nicht zu sagen. Wenn ich daran denke, dass gestern mehrere Milliarden!! von den Blinden für bzw. wegen Corona gespendet wurden, ich selbst mir noch nicht mal die wichtigen Lebensmittel für meine Gesundheit kaufen kann – und wie mir geht es inzwischen mehreren Millionen!! – dann habe ich ja fast schon ein schlechtes Gewissen, mich ohne Spende unter das Volk zu mischen, es überhaupt noch zu wagen.
    Weitermachen und solche Freudenspenden kreieren, das wünsche ich Uns.

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  3. Mujo sagt:

    Ja, weiter so, schöne Geschichte. Denn Mutigen gehört die Welt.

    Gefällt 2 Personen

  4. eckehardnyk sagt:

    Einfach schön und lieb erzählt.

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  5. palina sagt:

    von Kindern kann man sehr viel lernen, wenn man gut beobachtet.

    Sehe euch förmlich im Wasser rumplantschen.

    Gefällt 2 Personen

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