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Savignyplatz / Interview mit dem freiwillig obdachlosen Carsten

Hä? Freiwillich obdachlos? Macho odea wadd?

Allüberall auf der Erde gibt es unter der Riesenhorde Nichterkennenwollender Weise, es gibt sie unter den Obdachlosen bis „hinauf“ zu materiell sehr Reichen.

Es gibt keinen „richtigen“ Weg. Ein jeder Mensch hat die Freiheit und die Möglichkeit, seinen Weg selber zu wählen. Der Weg, den er wählt, das ist für ihn der richtige Weg.

Insofern verherrliche ich Carsten nicht. Auch der Bier trinkende Fussballschauer, der täglich Scheisse aber auch seinen Dschobb abschuftet…er ist auf seinem Weg, nämlich auf seinem richtigen Weg. Er hat ihn gewählt. Aus höherer Sicht ist es so. Des Dschobbabarbeitenden Seele, erst recht des Dschobbabarbeitenden Hohes Selbst wird es dir bestätigen. Er will es so. Wem das zu eso oder zu zynisch klingt…ja, er lebt hier in den Zwängen, sie sind mir bekannt, zum Speibiel, dass man in der Be Er De heute, korrekt gerechnet, 80% seines Einkommens an den Staat abliefert, der in Wahrheit kein Staat, sondern Verwaltungsgebiet lieber vormals sogenannter Westtaliiierter ist.

Und doch verherrliche ich Carsten. Er nimmt nämlich Unbill in Kauf, das sich gewaschen hat. Einfach das Filmchen schauen, und dann weisst du, wovon ich rede. Er tut es aus Überzeugung. Er tut es, der Stimme seines Herzens folgend. Er tut es auf Grund hoher Einsichtsfähigkeit.

Nun muss nicht ein Jeder denken, er müsste Dasselbe wie Carsten tun. Doch mir und einem Jeden empfehle ich, des Carstens schlichte Vorgehensweise zu befolgen: Horche deiner leisen inneren Stimme.

Eingereicht von Chaukeedaar.

Thom Ram, 20.12.07

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12 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. chaukeedaar sagt:

    Carsten zuzuhören ist für mich Gold. Jedes Wort lohnt. Macht er alles perfekt, ist fehlerfrei und gottgleich? Natürlich nicht. Aber er macht Vieles konsequent richtiger als z.B. ich. Wer kein Messias-Komplex hat, höre hin und lerne 😀

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  3. Angela sagt:

    Sehr gut! Erinnert mich an Uwe Schade: http://www.uwe-schade.herzbild.com/

    Eines Tages in Hamburg: Ein älterer Herr saß am Jungfernstieg am Straßenrand, vor ihm eine kleine Schachtel und ein Schild mit dem Text:
    „Lyrik eines Landstreichers“.
    Davor lagen drei kleine Hefte:

    „Die Harmonie der Welt „.

    Ich fragte den Herrn, was das sei und was es kosten würde. Er antwortete mit einer leisen, unendlich ruhigen Stimme:

    „Eine milde Gabe.“

    Ich setzte mich zu ihm auf
    den Fußweg und begann, die ersten Verse zu lesen.
    Ich war ergriffen und verwirrt. Auf meine Frage, wie denn darauf gekommen wäre, das zu schreiben, sagte er:

    „Ich hatte eine Vision. Den Text habe ich in einer Nacht aufgeschrieben, weder vorher noch nachher etwas anderes.“

    Vielen Dank,
    lieber Uwe Schade.

    Ins Netz gestellt
    von Michael Becker
    http://www.allesgut.com
    http://www.herzbild.com

    Uwe Schade

    Lyrik eines Landstreichers

    Dein Schicksal überrascht Dich nicht
    Denn Du bist Dein Schicksal
    Deine Begegnungen wundern Dich nicht
    Denn Du bist nicht getrennt von ihnen
    Dein Tod schreckt Dich nicht
    Denn Du bist tausendmal gestorben.

    Deine Bewegungen sind die Bewegungen der Welt
    Deine Verwandlungen sind die Verwandlungen der Welt
    Dein Stillstehen ist nur ein Schein
    Dein Sterben ist nur ein Wort.

    Du meinst, Du seiest etwas Bestimmtes
    Doch Du bist nur eine Welle im Weltenmeer
    Du meinst, Du seiest selbstständig
    Doch Du bist nur ein Treffpunkt von hunderttausend Kräften

    Du meinst, Du kannst Dich lenken
    Weil Du nicht siehst, was Dich zieht und treibt
    Du meinst, Du müßtest etwas tun
    Doch Deine Anstrengung ist nur Widerstand.

    Hast Du Schmerzen, lauf nicht davon
    Hast Du Hoffnungen, halt sie nicht fest
    Suchst Du die Freiheit, bindet Dein Suchen Dich
    Ergreifst Du das Gute, ist Dein Greifen das Böse.

    Weil Du unglücklich bist, strebst Du
    Weil Du Angst hast, denkst Du
    Doch Dein Streben wird kein Glück
    Dein Denken wird keine Ruhe.

    Du suchst eine Zuflucht
    Doch es gibt keinen Schutz
    Du suchst einen Ausweg
    Doch es gibt keine Öffnung.

    In Deiner Rede reden tausend Menschen
    In Deinem Gang gehen Lurche und Pferde
    Aus Deinen Augen blicken Vogel und Reh
    Deiner Hände Greifen ist das Greifen der Steinzeitmenschen.

    Dein Fühlen ist Wahrheit
    Dein Vorstellen ist Schein
    Du jagst nach dem Schein
    Und die Wahrheit verfolgt Dich.

    Du hast Schmerz an der Welt
    Und suchst Trost im Vergnügen –
    Sie schnitten mit Messern durch Deine Seele
    Und trösteten Dich mit Süßigkeiten.

    Deine Augen machen aus tausend Strahlen eine Farbe
    Deine Ohren machen aus tausend Schwingungen einen Ton
    Deine Händen fühlen in tausend Bewegungen einen Körper
    Dein Denken macht aus tausend Wahrnehmungen eine Idee.

    Dein Wahrnehmen ist gefilterte Welt
    Dein Denken ist gefilterte Wahrnehmung
    Dein Streben ist gefiltertes Denken –
    Was ist es, das Du da greifst?

    Des kreisenden Vogels Spähen gilt nur der Beute
    Des Rehes Lauschen gilt nur der Gefahr
    Des Hundes Schnüffeln gilt nur den Reizen
    Deiner Gedanken Umherlaufen gilt nur der Befriedigung.

    Du gehst zu den Lustigen
    Doch ihr Lachen ist ohne Freude
    Du suchst den Reichtum
    Doch er lastet auf Deiner Seele
    Du suchst den Erfolg
    Doch der Glanz blendet Dich
    Du gehst zu den Weisen
    Doch ihre Weisheiten sind Gefäße ohne Böden
    Du rufst Deinen Gott
    Und hörst nur Dein Echo
    Du fliehst in die Stille
    Doch Dein Schreien will niemand hören
    Du suchst den Tod
    Doch Dein Suchen ist das Leben –
    Was Du suchst, erreichst Du nicht
    Was Du fliehst, verläßt Dich nicht.

    Ist jeder Halt zerbrochen
    Fällst Du nicht um
    Ist jedes Haus zerstört
    Fällt Dich nichts an
    Ist jeder Wunsch vergiftet
    Reißt Dich nichts fort
    Ist alles verloren
    Kommt die Welt zu Dir.

    Die Welt ist offen
    Du suchst zu schließen
    Die Welt ist verbunden
    Du suchst zu trennen
    Die Welt ist Verwandlung
    Du versuchst die Form.

    In Deiner Mitte fühlst Du die Welt
    Mit Deinen Sinnen veränderst Du die Welt
    Mit Deinem Denken fliehst Du die Welt
    In Deinem Streben zerstörst Du die Welt

    Du zwingst die Stoffe in Deine Form
    Doch sie zerfallen
    Du zwingst Deine Kinder in Deine Form
    Doch sie wenden sich gegen Dich
    Du zwingst die Gesellschaft in Deine Form
    Doch Menschen werden das nicht
    Du zwingst Dich selber in Deine Form
    Und sie zerbricht Dich.

    Die Strahlen der Welt durchdringen Dich
    Die Schwingungen der Welt erschüttern Dich
    Die Kräfte der Welt bewegen Dich –
    Dein Reden von Freiheit betrügt Dich.

    Du redest von Freiheit
    Und Dein Motiv ist Zwang
    Du redest von Sicherheit
    Weil Du sie suchst
    Du redest von Unabhängigkeit
    Und wartest auf Beifall –

    Du kannst nichts Böses tun
    Denn Du bist die Konstellation
    von hunderttausend Konstellationen.

    Du hast Mut, in den Weltraum zu fliegen
    Doch Du zitterst vor Gespenstern
    Du beherrschst Atome und Raketen
    Doch Dein Denken beherrscht sich nicht
    Du ordnest das Leben von Völkern
    Doch Deine Gedanken ordnen sich nicht
    Du verfügst über den Tod anderer Menschen
    Und weißt nicht, ob Du nicht an Dir selbst zerbrichst.

    Die Mechanik Deiner Logik täuscht Dich
    Lebendiges bewegt sich nicht gradlinig
    Materie bewegt sich nicht beziehungslos
    Kannst Du ungradlinige Bewegung verstehen
    Kannst Du allseitigen Bezug sehen
    Ist die Mechanik Deiner Logik zu Ende.

    Du bewahrst Deine Täuschung
    Und erlebst Deine Macht
    Du bewahrst Illusionen –
    Und fühlst Deine Ohnmacht.

    Du redest von Fortschritt
    Und bewegst Dich auf der Stelle
    Du machst Revolutionen
    Und wiederholst die Unterdrückung
    Du glaubst an das Neue
    Und Dein Denken orientiert sich beim Alten
    Du strebst nach vorn
    Und schaust nach hinten.

    Dein Lebensraum erhebt sich aus dem Dunkel der Welt
    Du schaust Deine Krone an
    Und fühlst Deine Wurzeln
    Zwischen beiden spannt sich Dein Leben –
    Du hängst an dem einen
    Und meidest das andere.

    Willst Du in der Welt ruhen
    Mußt Du den Geschmack der Welt lieben
    Willst Du den Geschmack der Welt lieben
    Mußt Du ihn kennenlernen
    Willst Du ihn kennenlernen
    Mußt Du feinfühlig werden
    Willst Du feinfühlig werden
    Mußt Du allen Widerstand aufgeben
    Willst Du allen Widerstand aufgeben
    Mußt Du auf dem Fleck sitzen bleiben
    Mußt stehen bleiben, wo Du stehst –
    Das Festgehaltene weicht von Dir
    Das Unterdrückte gesellt sich zu Dir
    Dein Ich stirbt tausend Tode
    Die Welt wird in Dir geboren.

    In Deinem Widersstehen spannt sich die Welt
    In Deinem Streben erhebt sich die Welt
    In Deinem Wirken verwandelt sich die Welt
    In Deinem Sterben entspannt sich die Welt

    In Spannung und Entspannung erklingt
    Die Harmonie der Welt.

    Du greifst nach Reichtum und verurteilst die Diebe
    In beidem wirkt Dein Widerstand
    In beidem wirkt die Spannung der Welt
    Du baust Atombomben und verfluchst ihre Wirkung
    In beidem wirkt Dein Widerstand
    In beidem wirkt die Spannung der Welt
    Du baust eine Welt und hast Angst vor Zerstörung
    In beidem wirkt Dein Widerstand
    In beidem wirkt die Spannung der Welt
    In Dir erhebt sich ein Ich und sucht sein Heil
    In beidem wirkt Widerstand und die Spannung der Welt

    Das Böse ist nur ein Schein
    Im Spiegel Deiner Moralen
    Zerstörung ist nur ein Schein
    Im Spiegel des Formens
    Verlieren ist nur ein Schein
    Im Spiegel Deines Ergreifens
    Dein Weilen ist nur ein Schein
    Im Fluss der ewigen Bewegung.

    Die Arbeit Deiner Sinne ist Ergreifen und Widerstand
    Drum entstehen Schönes und Häßliches
    Wohlklang und Mißklang, Schmackhaftes und Schmackloses
    Die Arbeit Deines Denkens ist Ergreifen und Widerstand
    Drum entstehen Verstehen und Nichtverstehen.

    Dein Lieben ist Nichtergreifen
    Dein Sterben ist Nichtergreifen
    Dein Weltoffensein ist Nichtergreifen –
    Diesem gilt Deine verborgene Sehnsucht.

    Deine Zellen sind permanenter Austausch
    Dein Blut ist permanenter Fluss
    Dein Hirn ist permanente Reaktion
    Deine Idee ist der Versuch, alles anzuhalten.

    Die Basis Deines Ideenturmes ist Dein Widerstand
    Die Steine Deines Ideenturmes sind Deine Vorstellungen
    Der Mörtel ist Dein Ergreifen
    Die Spitze ist Dein ICH.

    In Deinem Spiel erscheinen Möglichkeiten
    Dein Denken erkennt diese Möglichkeiten
    Dein Streben ergreift diese Möglichkeiten
    Dein Leben wird abhängig von diesen Möglichkeiten.

    Deine Gedanken ruhen sich aus
    Wenn sie von einem Buch geführt werden
    Wenn sie von einem Spiel amüsiert werden
    Wenn sie von einer Aufgabe diszipliniert werden
    Wenn sie in einen Traum entlassen werden
    Deine Gedanken ruhen sich aus
    Wenn sie von Dir nicht festgehalten werden.

    Wenn das Leben an sich selber leidet
    Heilt sich das Leben
    Schiebt sich eine Vorstellung dazwischen
    Bleibt Dein Leiden steril.

    Du willst Deinen Schmerz nicht sehen
    Denn Du schaust lieber die Heilmittel an
    Du wagst Deine Qual nicht zu bekennen
    Denn Du meinst, Du müßtest ihr Meister sein
    Du wagst nicht Deinen Gott zu verfluchen
    Denn Du denkst, er müßte Dein Ebenbild sein.
    Du willst nicht zur Wurzel gehen
    Denn dort bist Du klein.

    Du sagst, Du magst dieses Essen nicht
    Es ist Dein Geschmack, den Du nicht magst
    Du sagst, Du magst dieses Wetter nicht
    Es ist Deine Erwartung, die Du nicht magst
    Du sagst, Du magst diese Gesellschaft nicht
    Es ist Deine Anschauung, die Du nicht magst
    Du sagst, wenn Du es wagst, Du magst diese Welt nicht
    Es ist der Geschmack von Dir selber, den Du dann wahrnimmst.

    Du meinst, Du kannst wie ein Kindlein bleiben
    Daß Du das denkst, zeigt, daß Du es nicht bist
    Du meinst, Du kannst ohne Ideen bleiben
    Was Du da denkst, ist eine Idee
    Du meinst, Du kannst ohne Absturz bleiben
    Wenn Du das hoffst, ist er Dir nahe.

    In Deinem Leibe entwickelt das Lebendige Härte
    Um, zerbrechend, heimzukehren in die Verwandlung
    In Deinen Ideen entwickelt das Lebendige Verirrung
    Um, zerbrechend, heimzukehren in die Wahrheit
    In der Menschheit entwickelt das Lebendige Brutalität
    Um, zerbrechend, heimzukehren in die Schönheit.

    Du mußt gewaltig irren
    Um die Wahrheit tief zu erfahren
    Du mußt gewaltig triumphieren
    Um Deine Nichtigkeit zu erfahren –
    Glaubst Du, Du kannst eines Menschen Weg abkürzen?

    Du rückst die Stoffe zurecht
    Und Deine Mühe nimmt kein Ende
    Du rückst die Kreaturen zurecht
    Und Dein Töten nimmt kein Ende
    Du rückst die Welt zurecht
    Und die Zerstörung kommt auf Dich zurück.
    Kannst Du ein Spinnennetz nachmachen?

    So, wie Du diesen Augenblick erlebst
    Will das Lebendige in Dir den Augenblick erleben
    So, wie die Menschheit diesen Augenblick erlebt
    Will das Lebendige in der Menschheit sich erleben
    .
    Verdammst Du einen Gedanken in Dir
    Verdammst Du eine lebende Zelle
    Verfluchst Du ein Gefühl in Dir
    Verfluchst Du lebendiges Blut
    Verurteilst Du einen Schuldigen
    Dann verurteilst Du einen Menschen
    In dem Dein Gedanke Fleisch und Dein Gefühl Blut wurden.

    Deine Häuser sperren Dich ein
    Dein Wissen kettet Dich an
    Deine Wünsche zerren Dich umher
    Doch Leben ist Bewegung aus sich selbst
    Dein Atem wird nicht von Dir gemacht
    Dein Feuer wird nicht von Dir entfacht
    Dein Wirken wird nicht von Dir verursacht
    Denn Leben ist Bewegung aus sich selbst.

    Mal zerschlägst Du den Stein
    Mal erschlägt er Dich
    Du siehst Deine Farbe aus dem Übrigen Grau hervorstechen
    Doch unterschiedlos ist der Allzusammenhang.

    Wird Lebendiges gereizt
    Wächst Widerstand oder Begehren
    Werden Menschen gereizt
    Wächst das Ich
    Ist das Ich stark
    Ist die Blindheit groß
    Und die Zerstörung nimmt kein Ende.
    Drum mußten die, die Menschen verändern wollten
    Vor ihnen fliehen
    Drum wurden die Worte derer,
    Die Menschen etwas Gutes verhießen
    Die Quelle endloser Zerstörung –
    Weil das Ich gestärkt wurde.

    Hast Du etwas im Auge, sieht Dein Auge nicht klar
    Hast Du Dein Denken gebunden, ist es unbeweglich
    Ist Dein Ich stark
    Ist Deine Orientierung schwach.

    Die Gnade Deiner Krankheit ist
    daß sie Dich Dein Kranksein nicht sehen läßt
    So bleibt Dir großer Schmerz erspart
    Der Fluch Deiner Krankheit ist
    Daß die Dich Dein Kranksein nicht sehen läßt
    So bleibt Dein Kranksein bewahrt.
    Doch wenn Lebendiges an sich selbst leidet
    Geht es aus allem heraus.

    Entsteht in Deiner Mitte das Gefühl von Mangel
    Bewirkt es an Deinen Rändern Ergreifen
    Die Augen suchen reizvolle Bilder
    Die Ohren reizvollen Klang
    Der Gaumen reizvollen Geschmack
    In Deinem Denken entstehen reizvolle Vorstellungen.
    Bleibst Du in der Mitte
    Erfüllt sie sich selbst.

    Binden leibliche Freuden Dich
    Wird in leiblichen Freuden Lebendiges sich entspannen
    Binden Worte und Bücher Dich
    Wird im Gebrauch von Worten Lebendiges sich entspannen
    Binden Mystik und Glauben Dich
    Wird in Mystik und Glauben Lebendiges sich entspannen
    Binden hoch und niedrig Dich
    Wird im Höherstreben Lebendiges sich entspannen
    Will Dir jemand Deine Fesseln abnehmen
    Wirst Du Dich zur Wehr setzen
    Niemand ist gerne seines Erlösungsmediums beraubt.
    Doch will Lebendiges sich befreien
    So wird es geschehen –
    Du aber kannst das Atmen Deiner Seele nicht verändern.

    Es ist so schwer
    Aus dem Schein der Macht
    Hinabzusteigen in die Wahrheit der Ohnmacht
    Du bist süchtig wie ein Moskito
    Der für einen Tropfen Blut alles riskiert
    Du bist geblendet, weil Du sagen kannst
    „Es werde Licht“, wenn Du den Schalter betätigst
    Du eroberst die höchsten Gipfel
    Doch Deine Triumphe werden durch Deine Finger rinnen
    Und das Tal der Schmerzen wartet auf Dich
    Denn, schau, leicht ist Dein Nichtsein zu erkennen:

    Tag und Nacht
    Aufstieg und Abstieg
    Wachsen und Zerfallen sind Reaktionen
    Hunger Frieren Angst sind Reaktionen
    Sehen Fühlen Erkennen sind Reaktionen
    Verstehen und Nichtverstehen
    Sich Zuwenden und Abwenden
    Sich Öffnen und Verschließen sind Reaktionen
    Verschlingen und Ausscheiden
    Gnade und Fluch
    Verfinsterung und Erleuchtung sind Reaktionen

    Du aber bist dieses alles.

    Lebendiges erlebt den Schein der Form
    In wiederkehrender Bewegung
    Im Zyklus vollzieht sich Gebären
    Im Zyklus vollzieht sich Ernähren
    Im Zyklus erlebt es die Seligkeit des In-der-Welt-Seins
    Doch nichts wiederholt sich.
    Der Zwang zur Wiederkehr ist in all´ Deinem Tun –
    Und leicht geraten die Kreise steril.

    Zu wiederkehrender Bewegung
    Organisiert sich die Materie
    Um in Spannung zu erleben
    Die eigene Bewegungsform
    Das eigene Kreisen
    Aus mystischer Energie.
    Den Rhythmus zu wahren
    Ist des Vitalen Interesse
    Die Zerstörung des Rhythmus
    Erlebt es als Tod –

    Wenn der Rhythmus Deiner sterilen Kreise gestört wird
    Zerbrechen sie
    Und Du erfährst die Gnade des Sterbens.

    Als Störung wirkt das Neue
    In den Kreisen Deiner Gedanken
    Als Störung wirkt das Neue
    Auf die Richtung Deines Gehens
    Als Störung wirkt das Neue
    In das Verhängnis Deines Strebens –
    Die Welt holt das Verirrende zurück.
    Du aber kannst das Tor zur Freiheit nicht sehen.

    Einst sahest Du ein Land von namenloser Schönheit
    Hast Du das vergessen?
    Einst kam Dein Tun aus der Quelle der Unschuld
    Hast Du das vergessen?
    Einst war in Deinem Fühlen die ganze Welt
    Hast Du sie weggeschmissen?

    Es ist alles noch in Dir.
    ————————————————————–
    http://www.uwe-schade.herzbild.com/

    Angela

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  4. chaukeedaar sagt:

    Danke Angela. Tiefgehend. Ob es uns allen helfen würde, draussen zu leben? Ich denke schon.
    Schon nur meine Kalt-Duscherei seit diesem 11. September hat mich merkwürdig verwandelt. Die Schatten können mich kaum noch täuschen.

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  5. Seychello sagt:

    Hier noch einen Ohrenschmaus.
    Ein Gespräch mit Hans A. Pestalozzi. 10 Jahre alt, aber so aktuell wie damals😄
    „Beim Run nach Mehr und Wachstum bleibt alles auf der Strecke“

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  6. Wolf sagt:

    Die Nutznießer der jüdisch-christlichen „Wertegemeinschaft“ haben ihre menschlichen Mitbürger und alle anderen Tiere zum Frondienst bestimmt. Man vergleiche dazu die folgende, unglaublich dreiste Behauptung:

    1. Mose 3:19: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“
    Ex 23:12: „Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber am siebenten Tage sollst du ruhen, auf dass dein Rind und Esel sich ausruhen und deiner Sklavin Sohn und der Fremdling sich erquicken.“

    EINIGE ZITATE VON DR. MATHILDE LUDENDORFF, VERÖFFENTLICHT IM JAHRE 1935:

    «In meinen Werken zeigte ich, daß das Tier sich nur solange müht, als ihm Gefahr oder Hunger droht, sonst aber ruht. Ich zeigte, welchen tiefen und heiligen Sinn es für den Menschen hat, wenn auch er erkennt, daß Gier nach Reichtum, die zum Hasten und Zweckmühen ohne Ende verführt, ihm die heiligen Stunden der Ruhe und Sammlung nimmt, daß Arbeit also auch ein Verbrechen am Sinn des Lebens sein kann. Ich zeigte auch, daß der Mißbrauch des Besitzes zur Ausnützung der Armen Verbrechen ist, der abertausende von Menschen zwingt, ohne Rast und Ruhe in täglicher Überarbeitung für ihr Dasein zu ringen. Seht euch die Europäischen Staaten mit ihren Städten, ihrem Gehaste, Gelärme bis tief in die Nacht an! Gottfernster Widersinn ist das Leben der meisten Christen geworden. Ruhe und Sammlung kennen sie nicht mehr, das dulden der „Fortschritt” und die „Konkurrenz“ und die. „schlechten Zeiten” nicht. Sehen sie nun Völker, die noch nicht solchen Wahnsinn an Stelle des sinnvollen Lebens setzten, sehen sie Bedürfnislosigkeit, die nicht über das nackte Dasein hinaus sich müht, so nennen sie das „Trägheit“. Wenn ein Eingeborener 6 Ziegen hat, so dient er nicht, sondern Iebt als Freier. Wenn die Eingeborenen das nötigste für die Nahrung und die Viehversorgung geleistet haben, so sitzen sie beieinander und plaudern und ruhen. — Der Christ aber lernt nicht etwa von ihnen, nein, er spricht voll größter Verachtung von der „Trägheit und Faulheit“. Sicherlich hat er da in vieler Hinsicht und bei vielen Eingeborenen recht, nämlich immer dann, wenn die Ruhestunden „verdöst“ werden, denn der Mensch kann Höheres erleben als das Hindämmern des Tieres in den Stunden der Ruhe. Aber die Christen prüfen das gar nicht; machen nicht den geringsten Unterschied! Jedes rastlose Arbeiten ist ihnen Tugend; jedes Ruhen ist ihnen verächtliche Faulheit.»

    Der heutige Europäer ist von den Wahnlehren der Bibel durchdrungen, von denen er, selbst wenn er Atheist oder Andersgläubig ist, dank empfangener Suggestionen in der Kindheit, mehr durchsetzt ist, als er ahnt.

    Ich wünsche Carsten viel Glück, und ich danke Jens und Chaukeedaar für ihre Vermittlung!

    Gefällt 2 Personen

  7. Wolf sagt:

    Hinweis zu [Wolf 12:01]
    Wer der Welt, dessen Teil er/sie ist, Dünkel entgegenbringt und sich deshalb an der Formulierung „alle anderen Tiere“ stört, der möge stattdessen zur Selbstbestätigung die Formulierung „alle übrigen Lebewesen“ lesen.

    Gefällt 1 Person

  8. Martin Theodor Schrage sagt:

    Sehr schön für mich. Ich hatte vor 2 Jahren selber vor, auf der Straße zu leben. Es kam anders was ich sehr bereue, jetzt durch diesen Film.

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  9. Thom Ram sagt:

    Martin 17:29

    Vielleicht magst du, etwas davon zu erzählen?

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  10. palina sagt:

    @Seychello
    danke für den Hinweis. Habe alle Bücher von ihm. War ein toller Mensch.
    Eines sogar Handsigniert.

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  11. palina sagt:

    muss man wirklich sein Leben auf der Straße verbringen um diesem System auszuweichen?

    Der Herr Lehrich ist in mancher Beziehung wirklich sehr naiv.

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  12. palina sagt:

    bedient genau diese Meinung, die ich von vielen höre: „die Obdachlosen wollen das so.“

    Und das ist eben nicht so,

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