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Liebe oder Angst

von Angela, 22.06.2019

Es gibt im Leben nur zwei Grund-Gefühle  ,- Liebe und Angst–   , von diesen beiden wird  unser Leben in entscheidender Weise geprägt.  Alle anderen Gefühle und Emotionen, die uns so vertraut sind, wurzeln in diesen beiden Gefühlen… Hinter jeder Wut, jedem Hass, Verurteilung, Schuld und hinter Traurigkeit liegt eine tief verborgene Angst. Ebenso ist hinter jeder Freude, Mitgefühl, Vergebung und  Dankbarkeit  tiefe Liebe vorhanden.

Angst und Liebe sind polare Gegensätze, mehr als Liebe und Hass. Hass entsteht häufig aus enttäuschter Liebe und ist die stärkste Form der Abneigung. Bei manchen Paaren spricht man ja auch von Hassliebe. Was beide gemeinsam haben, ist die enorme Intensität des Gefühls.

Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion geboren. Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen, zu lieben. Denn Liebe ist ein viel natürlicheres Empfinden im Herzen eines Menschen als Hass.

Wo Liebe ist, hat  Angst keine Chance. Liebe und Angst können nicht gleichzeitig  existieren Es ist immer eine der beiden real, während die andere eine Illusion ist. Angst ist nichts anderes als Abwesenheit von Liebe.

Bedingungslose Liebe ist unser eigentliches SEIN.  In menschlicher Gesellschaft wird Liebe oft gleichgesetzt mit Verliebtheit, Leidenschaft, Heirat, Verpflichtung, sich umeinander kümmern, umsorgen. Diese Art Liebe ruft eine gewisse Abhängigkeit hervor und erweckt oftmals Angst, sie wieder zu verlieren.

Sentimentalität, das süßliche Zurechtrücken der Realität nach eigener Auffassung ist eher das Gegenteil von Liebe. Sentimentale Menschen wollen die Welt in einer bestimmten Weise sehen und fühlen sich oft von vermeintlichen Ungerechtigkeiten zutiefst ergriffen, jedoch zumeist ohne eigenes Engagement, etwas daran zu verändern.

Alle Ängste wurzeln in EINER Angst, der Angst vor dem Tod , dem großen Unbekannten.  Doch eigentlich dreht es sich gar nicht um den Tod, die unbewusste Angst vieler Menschen besteht darin, unerfüllt zu sterben. Der Tod naht und sie haben noch nicht einmal gelebt. Sie wissen noch immer nicht, wer sie sind, sie sind nicht gewachsen, nicht aufgeblüht. Daraus entsteht Angst.

Angst ist Dunkelheit und deshalb ist es kaum möglich, direkt gegen sie vorzugehen. Niemand kann die Dunkelheit vertreiben, doch es genügt, ein Licht anzuzünden und sie wird  von selbst verschwinden.  Wenn wir die Liebe gefunden haben und sie leben, hat die Angst keine Chance.

Liebe lässt sich nicht herbeizwingen, aber wir können ihr unsere Bereitschaft erklären. Nicht nur grundsätzlich und allgemein, sondern immer wieder von neuem im gegenwärtigen Augenblick.

Das Leben wird vielleicht anfangs weder leichter noch angenehmer, wenn wir den Weg der Liebe gehen. Doch es wird wahrer. Und dadurch werden wir mehr eins mit uns und gewinnen an Kraft. Jedes Rechthaben, jedes Bestehen auf Ansichten und Meinungen und jede Identifikation mit bestimmten Eigenschaften und Gewohnheiten wird mit der Zeit entfallen. Unsere Gegenwart wird reicher und unser Erleben tiefer.

Freude und das Wahrnehmen von Schönheit sind ein Gegenmittel für jede Angst. Die Freude des Herzens kommt aus der Liebe. Liebe bedeutet Wachstum und Wachstum wird auch immer als Freude empfunden.

In religiösen und spirituellen Kreisen wird häufig verkündet, dass Gott Liebe sei. Und aus einer höheren Sicht ist das auch so: Gott, das Göttliche- ist Liebe, nämlich ein absolutes Zulassen, denn ansonsten könnte sich das Leben auf unserer Erde gar nicht entfalten.

Wenn man jedoch jemandem, der sich in einer katastrophalen Lage befindet, erzählt, dass Gott Liebe sei, wird er diesen Satz nicht verstehen und ihn eher als Hohn auffassen.. Seine Verwirrung liegt an der menschlichen Auffassung der Bedeutung des Wortes „Liebe“.

Liebe in ihrer höchsten Form ist Annahme des Seins, so wie es ist. Wer JA sagt zum Leben in seiner gegenwärtigen Form, mag sie auch noch so unvollkommen erscheinen,  lebt bedingungslose Liebe. 

Aus  einem höheren Verständnis heraus kann das Göttliche nicht als konstant bezeichnet werden, es verändert sich fortlaufend und jede Veränderung ist ebenfalls ein Teil des umfassenden Seins.

Menschliche Maßstäbe von gut und böse, von richtig und falsch sind in dem Sinne begrenzt und ohnehin oft abhängig vom Kulturkreis und der herrschenden Zeitepoche, das haben wir im Laufe unserer Geschichte oft erfahren. Das bedeutet nicht, jede Eigenschaft und jedes Verhalten eines anderen gutzuheißen, doch es bedeutet,  jedes Wesen, uns selbst eingechlossen, in seinem SO-SEIN zu respektieren.

In Liebe zu sein, heißt zu erkennen, dass sich jedes Lebewesen hier auf der Erde so verhält, wie es ihm im Moment möglich ist .Ob sich das Handeln später als Irrweg herausstellt, – nach den Maßstäben anderer oder eigener Beurteilung- ist für die Augen der Liebe unwichtig. Da Liebe vor nichts flieht, umarmt sie auch die Finsternis und durchschaut sie mit den Augen des Verstehens.

Das Universum ist nicht „gerecht“. Es ist viel mehr als das, es ist Liebe. Liebe ist die Kraft, die alles antreibt, alles bewegt, alles bewirkt und allem zugrunde liegt. Solange die Liebe nicht unser ganzes Bewusstsein füllt, müssen wir uns notgedrungenerweise an die Gesetze der Gerechtigkeit halten . Entgegen landläufiger Ansicht müssen Akzeptanz  und Liebe keineswegs zu grenzenlosem Egoismus und Mord und Totschlag führen. Diese Zustände haben wir eher im Augenblick zu beklagen, wo bedingungslose Liebe noch keinen hohen Stellenwert besitzt.

Jederzeit können wir eine Wahl aus unserem Herzen heraus treffen und damit eine Veränderung herbeiführen, sofern wir das wünschen. Es liegt in unserer Macht, welchen Weg wir gehen möchten. Wenn wir unseren Mitmenschen mit bedingungsloser Liebe entgegentreten, werden sie eines Tages keine unheilvollen Taten mehr nötig haben, denn Liebe verwandelt alles. Aristoteles sagte schon vor Jahrhunderten: “ Wenn auf der Erde Liebe herrschte, wären alle Gesetze entbehrlich.“

Wer liebt, erkennt das Göttliche  in ALLEN Menschen , denn  wahre Liebe ist grenzenlos. Wir können nicht den einen Menschen lieben und den anderen von unserer Liebe ausschließen. Es ist nicht notwendig, lieben zu LERNEN, wir müssen nur zulassen, dass die Liebe, die unsere innere Wirklichkeit ist, frei fließen kann. Es gilt nur, die Blockaden und Hindernisse aufzulösen, damit Liebe geschehen kann.

Dann empfinden wir großes Mitgefühl mit unseren Mitmenschen und können doch gleichzeit in einer Art Losgelöstheit handeln. Auch ein klares Nein ist manchmal erforderlich und widerspricht in keinem Fall der Liebe.  Die allgemeinen Verhaftungen, wie Eifersucht, Brauchen und Gebrauchtwerden, Verlassenheitsgefühle, Egozentrik finden dann keinen Platz mehr in uns. In dieser Art Liebe sehen wir den ganzen Menschen vor uns und konzentrieren uns darauf, wie wir ihm helfen und ihn zu seinem höchsten Wohl unterstützen können.

Auf dem Weg zu einer allumfassenden Liebe können wir alles willkommen heißen, was Liebe in uns weckt, welcher Art auch immer. So ist es eigentlich gleichgültig, wo und wodurch wir die Liebe entdecken, wem oder was wir sie widmen. Die Liebe zu jedem einzelnen Wesen, zu Menschen, Tieren, Bäumen, Blumen und vielem mehr kann der Schlüssel zu einer allumfassenden, bedingungslosen Liebe sein.

Angela

 

 

 

 


10 Kommentare

  1. wahrheitssucher777 sagt:

    Moment, das Gegenteil von Liebe ist Egal, wer keine Liebe hat, der muss nicht unbedingt hassen, deswegen halte ich von Guruartigen Belehrungen
    gar nichts.

    g

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  2. Angela sagt:

    @ Jpr.

    Deinen unten verlinkten Essay Angst/ Angstgesellschaft hatte ich seinerzeit gar nicht gelesen.

    Zitat daraus : „… 2. Kann das funktionieren ?
    Ja, indem man zunächst sein eigenes Leben von Angst auf Liebe umstellt.
    Danach versteht man, dass eine solche oder ähnliche Gesellschaftsform/Kultur die einzige Möglichkeit ist, die Gesellschaft weiter zu entwickeln.
    Alle bisherigen großen Kulturen sind jedenfalls wieder verschwunden. Denn ihre Basis war Angst… “

    Hat mir gut gefallen und ich stimme Dir zu.

    Lg Angela

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  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. Mujo sagt:

    @Angela

    Guter Themen Beitrag diese zwei gegenpole.

    Möchte zu Liebe oder Angst noch jemand anderen einbringen mit einen weiteren Blick von einer anderen Seite.

    Vielleicht spricht es ja auch den Kritischen webmax an weil Dieter Lange in meinen Augen es schafft Spirituelle Themen
    in die Verstandes ebene zu bringen wie kein anderer.

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  5. Angela sagt:

    @ Mujo

    Sehr schöner Vortrag!

    „Es geht nicht um Haben oder Tun, es geht um SEIN! und „Werde, der du bist…( es geht darum)… einen Beitrag zu leisten in einer Welt, in der wir leben möchten“…..

    Dieter Lange strahlt eine großartige Ruhe aus. Dass es solche Menschen gibt, lässt hoffen.

    Lg Angela

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  6. Mujo sagt:

    @Angela

    Er ist mein Mentor, ich kenne ihn seit einen Jahr Persönlich durch seine Seminare. Mit seinen 70 Jahren die man ihn kaum ansieht hat er einen Erfahrungs-und Wissensspektrum der seines gleichen sucht.

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  7. Mujo sagt:

    @Mensch

    Mit welchem Recht masst du dich an andere zu Urteilen die du garnicht kennst ?

    Du hast dich selber gerade als „Mensch“ Disqualifiziert. Das ist Bewertungsebene aus der Tiefsten Ego schiene.
    Ihn mit Merkel auf einer ebene zu stellen zeigt doch wie wenig dein bewusstsein Entwickelt ist.
    Glaubst du etwa nur dein Weg sei der einzige Richtige ?
    Die Welt ist bunt und Verschieden, also braucht es auch Lösungen auf Verschiedenen ebenen.
    Menschen die sehr im Verstand Leben erreichst du nicht mit Spirituellen bewussten Themen.
    Dazu braucht man Menschen die eine Brücke schaffen können. Das gelingt denn wenigsten.

    Nein mein Lieber Mensch, lerne erst einmal dich selber kennen. Denn kennst du nähmlich noch garnicht.

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  8. Peter Werner sagt:

    Vielleicht habt ihr ja schon mal von Ramtha gehört. Hier ein Auszug aus der Wiki:

    JZ Knight (* 16. März 1946 in Roswell als Judith Darlene Hampton) ist die Gründerin einer neureligiösen Bewegung um das sogenannte göttliche Geistwesen Ramtha, als dessen Medium sie seit 1978 auftritt. Die Bewegung organisiert sich hauptsächlich in der von Knight geleiteten Ramtha’s School of Enlightenment mit Sitz in ihrem Wohnort Yelm, Washington. Ihre Lehre verbindet Vorstellungen aus dem Hinduismus, dem Gnostizismus und dem Neopaganismus mit Erklärungsmustern aus Physik und Psychologie.[

    Knight ist die Autorin mehrerer teilweise in verschiedene Sprachen übersetzte Bücher rund um Ramtha und war zu Gast in bekannten Fernsehsendungen.[4][5][6] Von ihren Anhängern besuchten 2008 mehr als 6000 die Ramtha’s School of Enlightenment und Prominente wie Linda Evans und Shirley MacLaine bekannten sich zu Ramtha. Kritiker bezeichnen Knight als manipulative „Sektenführerin“ und Ramtha als betrügerisches Konstrukt zur Geldeinnahme.

    Zitat Ende.

    Was hat daß mit uns zu tun?
    Einige bekannte Q follower in den Staaten haben mit ihr Verbindungen. Der von mir sehr geschätzte NeonRevolt hat das aufgedeckt. Ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen. Was mich nur verstört ist das diese Frau es geschafft so viele Menschen um sich zu scharen. Das ist genauso merkwürdig wie bei NXIVIM.
    Hier ein Video einer ihrer Sitzungen wo sie Linda Evans aufs übelste beschimpft.

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  9. Wolf sagt:

    „Gefühl“ ist ein sehr allgemeines Wort.
    Es gibt auch noch den körperlichen Schmerz – ein konkret gefühltes Gefühl (eine motorische Reaktion), das weder mit Liebe noch mit Angst etwas zu tun hat.

    Um Mißverständnisse zu vermeiden, würde ich daher die Begriffe Liebe und Angst als „Grundgemütsbewegungen“ bzw. „Grundgemütszustände“ (umständliche Wörter, die mein Rechtschreibprogramm nicht kennt) bezeichnen. Dann paßt Angelas Aussage entgegen der bisher hervorgebrachten Kritik.

    Ergänzend zum Inhalt des Artikels möchte ich bemerken, daß ein „gerechter“ (angemessener) Zorn auch und vor allem aus der Liebe heraus entsteht.

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  10. Thom Ram sagt:

    Makulatur-Kommentare gelöscht. Thom Ram

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