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Wo ist hier der Ausgang? Und wo führt er hin?

(LH) Wir hatten hier vor Kurzem ein paar Hinweise zum „Ausstieg aus der Matrix“ wiedergegeben. Am Schluß blieb jedoch die Frage offen, wohin wir gelangen (wollen), wenn wir aus dem jetzigen System aussteigen. Im Teil 1 hatten wir den ersten Teil der Frage behandelt – heute nun Teil 2.
Luckyhans, 31. November / 3. Dezember 2018

think!———————————————-

Versuchen wir es also mit selbst denken.

Dabei kommen wir nicht umhin, uns kurz zu einigen Grundbegriffen zu verständigen.

Zum Staat mit seinen drei Komponenten (Volk/Völker, klar abgegrenztes Territorium, Ordnung/Einrichtungen/Gewalt beruhend auf vom Volk bestätigter Verfassung) wurde – abgesehen von der Fragwürdigkeit der 3 Kennzeichen bezüglich „Deutschlands“ – schon mehrfach auf den Prozeß der Kommerzialisierung hingewiesen, der heute diese Frage überschattet: staatliche Strukturen (Ämter, Behörden) werden nach und nach in Unternehmensstrukturen (Agenturen, Firmen) umgewandelt und als solche auch registriert, sie bekommen DUNS-Nummern, haben Umsatzsteuer-Nummern usw., auch wenn manche noch „Amt“ genannt werden.

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Weiter sehen wir, daß staatliche Funktionen, wie der Schutz der äußeren Grenzen der BRvD, einfach nicht mehr wahrgenommen werden – und zwar von der Regierung, ohne daß dazu vom Par­lament eine gesetzliche Grundlage geschaffen wurde: Verfas­sungsbruch nennt man sowas, bei uns wohl „Grundgesetzbruch“. Und wenn man sich die lächerlichen Kopfstände betrachtet, mit denen auch von Juristen versucht wird, den Verdacht des Hochverrats von der hiesigen Regierung abzulenken, dann fragt man sich, was noch alles passieren muß, damit in diesem Land vernünftige, gesetzestreue und ethisch-moralisch saubere Menschen wieder das Sagen bekommen.

Entlarvend ist die bereits zum 1.1.2000 (!) in Kraft getretene Änderung der Regelun­gen zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit, die seitdem jeder in D Geborene, dessen Eltern sich seit 8 Jahren hier aufhalten, automatisch erhält. Sprich: ab 2023 sind alle Kinder aller Zudringlinge genauso „deutsch“ wie die hiesigen Ureinwohner…

Aber gehen wir nochmal einen Schritt zurück und betrachten, wie und warum überhaupt Staaten gebildet wurden.
Der bürgerliche Nationalstaat brachte – im Unterschied zu seinem Vorgänger, der willkürlichen Adelsherrschaft, – für den Angehörigen des Staates als wesentlichen Vorteil die schriftlich fixierten „Gesetz und Ordnung“, egal ob Monarchie oder Republik, wenn auch auf der Basis eines künstlich erdachten „Römischen Rechts“.

Dieser Staat war auch für den einfachen Menschen sinnvoll, denn er hatte eine neue Grundfunktion: den Schutz des Einzelnen gegen die Übergriffe von inneren wie äußeren Instanzen, denen der einzelne Angehörige des Staates nicht gewachsen ist, also Großkonzerne, Banken/Versicherungen, aber auch kriminelle Banden, fremden Armeen usw., ein Schutz, auf den wir bis vor kurzem auch noch rechnen konnten, auch wenn dessen Auslegung („Recht“) bisweilen recht willkürlich gehandhabt wurde.

Man beachte bitte auch die Bezeichnungen: Staatsangehöriger – ein Angehöriger ist sowas wie ein Verwandter, einer aus derselben Sippe, aus demselben Volksstamm – mithin jemand, mit dem man sich verbunden fühlt; wogegen ein Staats-Bürger nur in seiner finanziellen Funktion gesehen wird, eben als Bürge für die Schulden des Staates… die Worte sagen uns im Deutschen deutlich, was tatsächlich „gemeint“ ist.

Der moderne Staat – sofern man ihn noch als solchen wahrnehmen kann – kommt jedenfalls dieser seiner Hauptfunktion Schutz immer weniger nach – im Gegenteil: er hat sich so weit von seinem Wesen ent­fernt, daß er ein reiner Ausbeuter der Massen und Umverteiler (von FLEISSIG nach GELDREICH) geworden ist.
Übrigens auch wieder völlig unabhängig von der jeweiligen „-ismus“-Tarnbezeichnung…

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Was taugt nun ein „Staat“, der seine Grundfunktionen nicht mehr wahrnimmt?
Wer braucht einen solchen „Staat“ noch?
Keiner, oder?
Nicht mal die vielen, die von ihm – direkt oder indirekt – so gut leben, denn auch sie sind nicht blind und sehen, daß der Staat seine Legitimation verliert, d.h. daß die Menschen hier im Lande nicht mehr bereit sind, ihm jene Funktionen weiter abzutreten, die er sich im Laufe der Zeit angeeignet hat. Darunter sogar das Gewaltmonopol, das immer stärker zur Überwachung und Knechtung der Menschen mißbraucht wird.

Der Staat schafft sich offenbar selbst ab, indem er seine Grundlage – die Zustimmung der Bevölkerung – zerstört.
Ob das nun „gut“ oder „schlecht“ ist, sei dahingestellt: es ist der gegenwärtig laufende Prozeß.

Die menschliche Gesellschaft (im nichtjuristischen Sinne) entspringt dem natürlichen Bestreben des Menschen, sich mit seinesgleichen gemeinsam zu organisieren und mit anderen zu wechselwirken, zum gegenseitigen Vorteil.
Sie ist das Subjekt, dem der Staat zu dienen hat

Wobei die Interessen der Gemeinschaft stets vor die Interessen des Einzelnen gehen müssen, sonst kommt wieder nur der heutige schrankenlose Egoismus her­aus, der sich nun wirklich umfassend als völlig untauglich erwiesen hat.
Bis hin zur heute weit verbreiteten geplanten Obsoleszens, der Bankrotterklärung der technologischen Zivilisation schlechthin: Natur und Mensch zerstörend.

Und die Freiheit des Einzelnen in der Gemeinschaft endet nicht erst dort, wo die Frei­heit der anderen Mitglieder der Gemeinschaft beginnt, sondern schon vorher: an den übergeordneten Interessen der Gemeinschaft.
Wenn jetzt einer „Kommunismus“ schreien will, so kann der das gerne tun – ich bin gespannt auf seine Denifition von „Kommunismus“…

Jetzt geht es ans Eingemachte. woh-4

Viel interessanter ist nämlich die Frage nach dem Eigentum. Der bürgerliche Mensch wird hier sofort sehr harsch reagieren, denn für ihn ist das private Eigentum heilig.
Zumindest in Worten.

Denn in Taten wird auch im Kapita­lismus sehr wohl manches Privat­eigentum enteignet – oder was sind Zwangsversteigerungen sonst?

Und wie war das mit den Worten und deren Bedeutung: lat. „privare = berauben“?
Von wem wird da etwas geraubt?
Und bei wem?

Ist es denn nicht tatsächlich so, daß die Schöpfung allen Menschen und sonstigen Wesen bereits gehört?
Weil sie ihnen vom Schöpfer geschenkt wurde?
Der Boden und seine Schätze, sowie die ganze Natur, zum Beispiel, also die Grundlage unseres Lebens.

Wie kann sich jemand etwas aneignen, was allen gehört?woh-5
Ist das jener Raub, der sich im Wort „privat“ versteckt?
Wo bleibt da die „rechtliche“ Grundlage des Privateigentums?
Gibt es eine solche überhaupt?

Nach meinem Verständnis ist es so, daß wenn – von wem auch immer – irgendwelche Teile der Schöpfung zur Nutzung beansprucht werden, dann ist die jeweilige Gemeinschaft / Gemeinde dafür zu entschädigen.
Mindestens. Und sie ist an den daraus gezogenen Vorteilen gleichmäßig zu beteiligen.

Vor allem hat die Gemeinde darauf zu achten, daß die Reproduktion der Natur ge­währleistet ist, und daß eine durchgängige Kreislaufwirtschaft nach dem Vorbild der Natur eingerichtet wird.
Alles andere sind untaugliche Konzepte.

Macht resultiert heutzutage aus privatem (also geraubtem) Eigentum. Wollten wir die Macht auf eine breite Basis stellen, d.h. im Volk verteilen, dann müßte dies mit dem Privat-Eigentum erfolgen – wer sollte das tun?
Sinnvoller ist es doch, das sowieso in seiner Berechtigung fragliche (siehe oben) private Eigentum als solches ganz abschaffen und durch Verfügungsgewalt und durch garantierte Nutzungsrechte ersetzen.

Zum Beispiel so:
Die Natur, der Boden und seine Schätze usw. gehören allen („Eigentümer“).
Die reale Verfügungsgewalt darüber erhält die jeweilige Gemeinde („Besitzer“).
Und das Nutzungsrecht am jeweiligen Anteil (Grundstück, Feld, Schürfrecht usw.) kann jedes Gemeindemitglied, wenn keines will auch ein „Zugereister“, erwerben – gegen Pachtzahlung und Ansiedelung natürlich.

Und wahrlich: Was brauche ich denn noch, wenn ich ein unkündbares lebenslanges Nutzungsrecht auf das Haus und den Garten habe?
Das ich auch vererben kann, wenn Kinder und/oder Enkel dort weiter zu leben wünschen?
Mit der einzigen Verpflichtung, alles in einem ordentlichen Zustand zu erhalten und für die Nutzung einen adäquaten Obolus (Bodenrente) zu entrichten?

Was kümmert es den Bauern, wer der „Eigentümer“ des Feldes ist, auf dem er seine Landwirtschaft führt, wenn er das garantierte Nutzungsrecht gepachtet hat, lebenslang solange er es gesundheitlich wahrnehmen kann? Mit der Möglichkeit, dieses vorrangig an einen Nachfolger aus der Familie weiterzugeben?woh-6

Wir befinden uns da alle noch in den Denk-Schienen des bisherigen Systems…

Freilich müssen die oben genannten Verpflichtungen (Reproduktion der Natur und Kreislaufwirtschaft) berücksichtigt werden, aber für den bäuerlichen oder handwerkli­chen Kleinbetrieb mit einem konkreten Menschen als Verantwortlichen sind da die geringsten Probleme zu erwarten – denn es ist stets jemand da, mit dem man alles bereden kann und den man ggf. auch zur Verantwortung ziehen kann.

Die Schwierigkeiten beginnen da, wo die persönliche Verantwortlichkeit durch kollektive Verantwortungslosigkeit ersetzt wird: im „gemanagten“ Großunternehmen.
Und deshalb ist es ein ganz wesentlicher Punkt, das Konstrukt „juristische Person“ zu beseitigen.
Es ist nämlich gar nicht einzusehen, warum ein seelenloses Konstrukt „Unternehmen“ dem verantwortungsbewußten schöpferisch tätigen Menschen an Rechten gleichgestellt werden soll, da es doch tatsächlich keinerlei ethische und moralische Schranken hat.

Ja, das ist alles „starker Toback“, und es fällt vielen schwer, da mitzudenken.
Davon sollte sich aber niemand abschrecken lassen.
Die Chancen auf grundlegende Veränderung, die sich aus der jetzigen Krise ergeben, werden so bald nicht wiederkehren.

Und es wird immer klarer, daß diese not­wendigen grundlegenden Veränderun­gen nicht im Rahmen der bisherigen Denkweisen und erst recht nicht im Rahmen des bisherigen Regel- und Wertesystems durchgeführt werden können. woh-7

Wir müssen neue Grundlagen schaffen, und vieles „Gewohnte“ wird sich dabei als nicht mehr sinnvoll erweisen.
Dabei ist jeder aufgerufen mitzutun.

Daraus resultiert jedoch die Notwendigkeit zur Bereitschaft, viele Dinge neu zu denken und keine Furcht vor Veränderung zu haben.
Auch bei bisher als „naturgegeben“ und unverrückbar angesehenen Verhältnissen: die meisten davon sind menschengemacht.
Und also veränderbar – von uns selbst.

Der Weg zeichnet sich ab, der zu gehen ist.

Wirst Du den Mut haben, diese tiefgreifende Erneuerung anzupacken?

Sie beginnt in Dir…


5 Kommentare

  1. DET sagt:

    „…Was kümmert es den Bauern, wer der „Eigentümer“ des Feldes ist, auf dem er seine Landwirtschaft führt,
    wenn er das garantierte Nutzungsrecht gepachtet hat, lebenslang solange er es gesundheitlich wahrnehmen kann?
    Mit der Möglichkeit, dieses vorrangig an einen Nachfolger aus der Familie weiterzugeben?

    Die Landwirtschaft in dieser größten Bundesrepublik der Welt hier kann nur noch durch
    Fördermittel geradeso am Leben erhalten werden. Da liegen so viele Kosten auf den
    Flächen, dass es fast unmöglich ist, solch einen Betrieb ohne Fördermittel wirtschaftlich zu führen.

    Da sind
    – Steuern abzuführen
    – Kosten für die Gewässerunterhaltung,
    – Straßenreinigungdgebühren, für Flächen, die an einer Straße liegen,
    – die Berufsgenossenschaft ;

    Und warum macht man das ???

    Ein Bauer, der die Nutzungsrechte an einer Fläche hat und auf Fördermittel
    angewiesen ist, geht mit jedem Fördermittelantrag einen kommerziellen Vertrag
    ein und jede Unterschrift die er dafür leistet, ist die Grundlage für Bonds,
    die an der Börse gehandelt werden, denn der Bauer haftet mit seiner Unterschrift
    mit allem was er hat, denn seine Unterschrift ist die Deckung für die Bonds,
    denn nur Menschen können unterschreiben;
    und das ist es wo ich im Teil 1 dieser Serie, wie man aus der Matrix herauskommt,
    hingewiesen habe.

    Normalerweise müsste die Landwirtschaft, aus finanzpolitischer Sicht, sich selbst tragen,
    was hier nicht gewollt ist.

    Gefällt 1 Person

  2. luckyhans sagt:

    Lieber DET,
    die jetzigen Zustände sind eindeutig darauf ausgerichtet, den Bauern ihre Landwirtschaft zu „vergraulen“ und sie zu Landarbeitern zu machen, die nur noch das genmodifizierte Saatgut der Montanso-Bayer & Co. (möglichst den „Energie“-Mais) ausbringen, artig die künstlichen Düngemittel und chemischen Spritzmittel verarbeiten und möglichst wenig daran verdienen.
    Die meisten Bauern hier am Ort sind längst sog. „Nebenerwerbs-Landwirte“, d.h. sie gehen tagsüber arbeiten und bestellen ihre Felder abends und am Wochenende…
    Es läuft darauf hinaus, daß sie aufgeben sollen, das Land an die Agrar-Großkonzerne hergeben sollen, damit auch in ländlicher Gegend keine echte Alternative zu den Chemie-Produkten der Supermärkte mehr existieren kann…
    So meine Erkenntnis.

    Gefällt mir

  3. Thom Ram sagt:

    In die Runde:

    Ich bin versucht, Gesagtes über die Landwirtschaft bestätigend zu besenfen. Wahrscheinlich einem jeden Leser ergeht es gleich.
    Ueberflüssig.
    Wer hier liest, hat im grossen Zuge Ahnung davon, was Lück in Kommentar oben 06:25 gesagt hat.

    Aufruf.

    Bitte vermelde ein jedes landwirtschaftliche Projekt, welches in gutem Sinne nach den Gesetzen von Natur und Biologie geführt wird!

    Ich möchte solche Projekte noch und noch veröffentlichen!

    Gefällt mir

  4. DET sagt:

    @ Thom Ram
    07/12/2018 UM 08:11

    Ich kenne hier keine solcher Projekte, die ohne Fördermittel existieren können.
    Die Krux an der ganzen Geschichte ist doch, dass wir in einem System leben,
    das eine Produktion von wirklichen Bio-Produkten aus finanzpolitischer Sicht
    fast unmöglich macht.
    Geht man der Sache auf den Grund, wird man zwangsweise feststellen müssen,
    dass das, was sich unsere Regierung nennt, nicht unsere Regierung ist!
    Was meint Ihr wohl warum Putin Firmen wie Monsanto & Konsorten aus Russland
    verbannt hat ??? Die lassen sich dort nicht ihre Äcker vergiften und die sind heute
    dort mit der größte Produzent von bezahlbaren Bio-Produkten.

    Gefällt 1 Person

  5. Thom Ram sagt:

    DET 17:52

    ja und ja!

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