bumi bahagia / Glückliche Erde

Lebens-weises 2

Wir setzen die „Weisheiten für ein gutes Leben“ von Lew Wjatscheslawowitsch Klykow nachfolgend fort; Quelle ist seine Weltnetzseite https://edinoeznanie.com/ .

© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 22. August 2018Hervorhebungen von mir.
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Vom Menschen, seinem Leben und der Welt, die er erschafft (Fortsetzung von Lebens-weises 1)

Im Konzept des Kampfes von Gut und Böse ist die Liebe als Lebensspender «ersetzt» durch das Goldene Kalb, das heute die eben dargestellte «Wertehierarchie» der Welt der Gewalt und des Parasitismus anführt.
Im Westen, der mit der Bibel und dem Koran erzogen wurde, sind ¾ der Bevölkerung diesem Wertesystem anhängig. In Südostasien beten 97% der Bevölkerung dieses an. Und das ist nicht zufällig so gekommen.

Als das Göttliche Wertesystem von den Füßen auf den Kopf gestellt wurde, entstand an der Stelle der Liebe als Grundlebensspender eine Leere.
An der Stelle des Hauptlebensspenders hat man statt dessen etwas untergeschoben — das Gold.
Gold diente auch als universelles Tauschmittel, solange nicht die Wechsel auftauchten, die von den Besitzern großer Goldvorräte herausgegeben wurden.
Die Wechsel verwandelten sich nach und nach in Papiergeldscheine — Tauschmittel in Form von Papiergeld, und als Garantie für dessen Zahlungsfähigkeit dienten die Unterschriften der verantwortlichen Personen auf dem Geld und das Vorhandensein von Goldvorräten zur die Bezahlung allen gedruckten Geldes.
Heute haben viele Währungen nicht mal diese Garantien, und es ist erneut die Leere entstanden.

Und das Geld (nun schon anstelle des Goldes) wird als Hauptlebensressource aufgefaßt. Und die Bedeutung eines Menschen wird von seinem Reichtum bestimmt, unabhängig von der Methode von dessen Erlangung.

Da jedoch das Geld nur der Gegenstand des Gesellschaftsvertrages über die Tauschmittel ist, hat es seine Bedeutung nur in der Zeit des «Fließens», des Umlaufes, und in der übrigen Zeit ist es nichts — im Unterschied zum Gold.
Diese wundersame Eigenschaft hat eine Menge von Spielen (Machenschaften) mit Geld erzeugt, bei denen keine realen Werte bewegt werden, sondern genau das genannte «Nichts», die Leere. Im modernen Ware-Geld-Umlauf nehmen die realen Waren einen sehr bescheidenen Platz ein — etwa 5%, und das «Nichts» macht 95% des Umsatzes aus.

Allerdings sind, wie jegliche materielle Sachen, die in die Hände des Menschen gelangen, diese Papierchen oder Münzen die Träger von Informationen und Energie.
Gold und Wasserzeichen auf den Papierchen haben eine große Informationskapazität.
Im Ergebnis dessen gibt es leeres Geld als Träger von Information (unabhängig von seinem Nominal»wert»), mit dem man nichts Sinnvolles anfangen kann (wie gekommen, so zerronnen). Und es gibt — beim selben Nominalwert — Geld, das gewichtig und viel einbringend ist.

So stellt sich heraus, daß bei ein und demselben Nominalwert das Geld eine unterschiedliche Wertigkeit haben kann. Zum Beispiel hat mein Nachbar sein Geld vom Weiterverkauf von Büchern getrennt aufbewahrt von jenem Geld, das er für seine Arbeit als Fotograf bekam. Und auch ausgegeben hat er es mit dem Verständnis für dessen Werthaltigkeit.
Ein wissender Besitzer eines Basars teilt seinen Gewinn in zwei Häufchen: das für ihn gewichtige, und das leere für die Bezahlung seiner Untergebenen.

Das bedeutet aber, daß das Geld selbst keine Energie sein kann, aber daß man mit ihm Energie erhalten kann.

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Aber an die Liebe als Hauptlebensspender erinnert sich keiner mehr. Um so mehr, als die Mehrzahl der Menschen schon «an der Geld-Nadel hängt».
Aber gegen die Natur kommt man nicht an: ohne Geld leben geht, aber ohne Liebe nicht.
Sie muß also entweder gestohlen werden, oder mit Betrug erlangt, oder sie muß mit Geld gekauft werden — oder ihr gebt sie als Göttliche Wesen einfach an jemanden weiter.
Gebt, weil ihr gar nicht anders könnt als geben.

Kurz noch zur Opferbereitschaft, denn nicht alle verstehen richtig, was das ist.
Hier erinnert man sich an die alte göttliche Regel: »Zahle nicht Böses mit Gutem heim, denn womit wirst du dann für Gutes zahlen?»
Das Gerede von der Opferbereitschaft wird auch von den Sklavenhaltern aufgewärmt und von schönfärberischen Dilettanten geführt, die nicht kapieren, worüber sie reden.
Wenn du liebend gibst, dann ist das kein Opfer, sondern das ist eine Wohltat.
Nun nennt man eine Wohltat eben Opfer.
Aber ein Opfer ist stets das Ergebnis von Gewalt. Und diese Dinge muß man unterscheiden. Opferbereitschaft wird zum Nutzen der Gewalttäter und Parasiten erzogen. Tschernyschewski hat das richtig bezeichnet: Opferbereitschaft als «Stiefel weichgekocht».

b) Als zweiter Wert im Göttlichen Wertesystem steht die Weisheit. Das ist die Fähigkeit, die richtige Lösung auszuwählen vom Standpunkt der Ursache-Wirkungs-Beziehungen.
Die Ursache-Wirkungs-Beziehungen sind die Wirkmechanismen in der Schöpfung des Schöpfers, seine Gefühle und deren Erscheinungsformen — die Emotionen.
Einfach ausgedrückt, ist Weisheit die Fähigkeit, richtig (nicht zerstörend, sondern schöpferisch) auf das Leben und seine Erscheinungsformen zu reagieren.

Das Leben lehrt uns genau dieses, und Schicksal und Gesundheit sind unser Benotungsheft. Daher, weil innen viel Böses ist, sind diese Ausformungen oft zerstörerisch, und der Mensch kann sich nicht aus der Falle der Selbstzerstörung befreien.
Nur Weisheit führt ihn in das Licht.

Die Weisheit wird in der modernen Gesellschaft nicht nur nicht erzogen, sondern es wird deren Gegenstück erzogen — die sittliche Unwissenheit und emotionale Ignoranz. Ein unerzogener Mensch ist viel leichter zu steuern.
Warum werden beispielsweise von Firmen nur ungern ältere Menschen eingestellt?
Sie sind unbequem — sie wissen zuviel.

Seine Unwissenheit muß man intellektuell und sittlich erkennen und sich selbst eigenständig umerziehen.
Das bedeutet, sich von schädlichen emotionalen Gewohnheiten zu befreien.
Je weniger in eurem Alltag negative Emotionen vorkommen, desto weiser werdet ihr.
Und das kann man lernen.
Habt ihr übrigens mal ein Lehrbuch zu diesem Thema gefunden? Ich nicht.

Unterschiedliche Parasiten, Dämonen, Magier und Besetzungen, die auf dem Menschen leben und seine Energie stehlen, erschaffen extra solche Situationen für die Verringerung der Energiequalität des Menschen bis zur roten, denn nur solche können sie vertragen — die Energie der negativen Emotionen.
Deshalb hilft die Weisheit, sich von Parasiten und Schmarotzern zu befreien.

c) Der dritte Wert des Göttlichen Wertesystems ist die Arbeitsamkeit (Sanftmut).
In einem gesunden Geschlecht wird diese Eigenschaft vererbt und durch die Arbeitserziehung in der Familie unterstützt. Wenn man im Wertesystem die Arbeitsamkeit höher stellt als Liebe und Weisheit, dann kann man die Arbeit des Menschen zur Vernichtung anderer Menschen (des äußeren Bösen, zum Beispiel) benutzen. Was in der modernen Welt auch getan wird.

Die wichtigste Arbeit im Leben ist das Erlangen von Weisheit.
An zweiter Stelle kommt das Schöpferische, die Erschaffung, aber diese Arbeit wir nirgends gelehrt.
Die Rede ist von der Erschaffung von Gedankenformen, von der Unterscheidung der Gedankenformen in erschaffende und zerstörerische; von der Unzulässigkeit des Erhalts der zerstörerischen Gedankenbilder und -formen in seinem Bewußtsein.
Das ist angewandte Weisheit. Meldet euch, die ihr soetwas gelehrt bekamt-

Aber Arbeit ist auch Handarbeit im weiten Sinnes des Wortes, physische Arbeit. In unserer Gesellschaft gibt es Schichten, da ist die Arbeit eine verhaßte Beschäftigung. Dort wird gelehrt, wie man andere herumkommandiert oder sie überwacht. Wenn hinter dieser Beschäftigung nicht ein Mensch mit hoher Würde steht, dann gleitet er hinab zur Selbstbestätigung durch Selbstüberhebung, Ruhmsucht, Erniedrigung anderer und ähnliches. Leider ist dies in unserer Gesellenschaft eher die Regel denn die Ausnahme.

Die Mehrzahl der Menschen ist das ganze Leben lang mit eher Routine-Arbeit befaßt, und oft auch mit die Kräfte übersteigender Arbeit — sie arbeiten dafür, um leben zu können. Das ist schon keine Arbeit mehr, sondern das ist das Schicksal eines Sklaven.
Arbeitsamkeit als Wert wird entwertet. Das Bewußtsein wird das eines Sklaven, wie auch im Falle des Kommandierens und Überwachens. Halten wir fest, daß in einem Sklavenbewußtsein die Arbeitsamkeit als Wert nicht existiert.

In der parasitären Welt ist die Sklaverei, oder in der Sklavenwelt ist Parasitismus, eine gewöhnliche Erscheinung. In der geistigen Welt gilt das menschliche Bewußtsein als versklavt bis hin zur Grenze zwischen Hölle und Paradies — und das ist auch so.
Und alle existierenden Wissenssysteme, alle Religionen außer der Lehre Christus, sind ebenfalls als sklavisch anzusehen.
Und egal welche schönen Worte (wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) die Redner von den Tribünen und Altaren auch sprechen mögen, wir leben in einer Welt der Sklaverei, die nun zu Ende geht.
Menschen mit einem Sklaven-Bewußtsein werden auf der Erde nicht verbleiben nach dem Übergang.
Deshalb kann man mit dem Weltuntergang nur Sklavenhalter und unwissende Sklaven erschrecken.

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d) Der folgende vierte Wert im Göttlichen System ist das Verantwortungsbewußtsein als Eigenschaft der Liebe. Der Sinn dieses Wortes fällt mit dem allgemein üblichen Sinn das Wortes «Verantwortungsbewußtsein» zusammen. Allerdings ist dazu eine Bemerkung erforderlich.

In der freien Göttlichen Welt, wo alle gleichberechtigt sind und es keinerlei Macht gibt außer dem inneren Göttlichen Gesetz, wirkt das Verantwortungsbewußtsein auf der Horizontalen. Zum Beispiel die Verantwortung für alle, oder aller für jeden.
Es ist ein Herzensbedürfnis, das bekannte «einer für alle, alle für einen».
Bei einer solchen Herangehensweise können kollektive Entscheidungen nur einstimmig sein, was in der slawischen Gemeinde — dem Kreis — auch der Fall war.

In der Welt der Sklaverei mit ihren äußeren Mächten und Machtvertikalen hat die Verantwortlichkeit eine ganz anderen (unpersönlichen) Sinn. Ich verantworte mich vor denjenigen, die über mir stehen, für jene, die in der Vertikale (Pyramide) der Macht unter mir sind, und der Sklave ist für seine Arbeit verantwortlich.
Keinerlei andere Beziehungen tragen prinzipiell den Stempel der Verantwortlichkeit.
Zum Beispiel gibt es keine Verantwortlichkeit des Sklavenhalters gegenüber dem Sklaven.
Das ist übrigens einer der charakteristischen Züge der Demokratie. Demokratie ist verschleierte Sklaverei.
Jede andere Verantwortlichkeit, die ein Mensch trägt, ist seine persönliche Angelegenheit. Er kann sie übernehmen, zum Beispiel, aus Tradition. Aber die Traditionen sind an unterschiedliche Orten verschieden.

e) Der fünfte Wert ist die Selbstbestätigung.

In der modernen Welt ist «Selbstbestätigung» so dargestellt wie eine Abbildung in einem Zerrspiegel. Im Sklaven-Bewußtsein erlangt «Selbstbestätigung» nur der Sklavenhalter, nicht der Sklave. Der Sklave ist zur Selbstvernichtung vorgesehen.
In hierarchischen Beziehungen erhält «Selbstbestätigung» nur der höherstehende («du bist Chef, ich bin der Depp; ich bin der Chef, du bist der Depp»).
Das Christentum bringt uns — den Sklaven (Gottes) — sogar die Selbstvernichtung als Tugend dar. Gleichzeitig wird die Selbsttötung als schlimme Sünde verurteilt. Aber die Selbsttötung ist doch nichts anderes als eine Selbstvernichtung, nur bis zur Konsequenz, zur Vollkommenheit geführt. Selbsttötung ist die Vollendung in der Selbstvernichtung, in der Kriecherei.
Einem Sklaven Gottes ist es nicht gegeben, «sich selbst zu bestätigen». Was anderes ist es bei einem Chef. Dem ist zur «Selbstbestätigung» alles erlaubt. Hier wird die Speichelleckerei geboren, die Machtliebe, modern gesprochen.

Im Göttlichen Wertesystem reden wir von der Selbstbestätigung des Schöpfers, der die Welt gestaltet. Die Welt, die der Schöpfer gestaltet, ist dessen Abbild.
Wenn wir eine helle, gute und ewige Welt haben wollen, dann muß der Schöpfer seine Göttlichen Qualitäten darin einbringen. Ohne sich als Göttliches Wesen selbst zu bestätigen, ohne Liebe zu sich selbst ist das nicht möglich.

Eine richtige Erziehung muß unbedingt auf der Liebe gründen und auf der Achtung zum Zögling, der Nichtzulassung von dessen Erniedrigung mit beliebigen Methoden der offenen und versteckten Gewalt.
Die Selbstbestätigung des Schöpfers ist erforderlich, denn sie ist ein Teil der schöpferischen Befriedigung und ein Stimulus zur Erhöhung seiner schöpferischen Möglichkeiten.

Wenn man sich die höhere Qualität der Liebe als Wurzel vorstellt, aus welcher der Stiel der Qualität der Blume Liebe herauswächst und schließlich die Blume, so ist diese Blume genau die Verkörperung des Schöpfer-Menschen. Wie sagte der Christus-Erretter: «seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater». So muß man die fünfte Eigenschaft fühlen und verstehen — die Selbstbestätigung.

Für jene, welche beschlossen haben, die Neue Welt aufzubauen, ist die Annahme des Göttlichen Wertesystems die verpflichtende Bedingung. Einer der Kennwerte der Geistigkeit ist die quantitative Bedeutung des Wertesystems des Menschen.
Eine Testung nach diesem Kennwert erlaubt es zu bestimmen, ob ein Mensch bereit ist, den Übergang durchzustehen, oder ob er sich im Risikobereich befindet, das nicht durchzuhalten.

Das Erlernen von Weisheit, Sittlichkeit und Selbststeuerung

Nach dem Willen des Schöpfers ist der Mensch auf Erden mit dem Erlernen von Gott befaßt, d.h. er lernt in jenem Medium, wo die Göttlichen Gesetze wirken. Die Menschen reden davon wie vom Leben im Paradies. Dort wird das Erlernen effektiv.
Die Welt, in der wir leben, ist die Hölle, aber die Methoden des Erlernen sind universell, sie wirken auch hier. Die Welt der Feindschaft und Gewalt lehrt Feindschaft und Gewalt.
Deshalb müssen die Erbauer der Neuen Welt unterscheiden: die Ziele des Lehrsystems, die Erziehungsmethoden des Menschen und die Ergebnisse, die sich in dessen Lebensweise widerspiegeln.

Ein beliebiges Sozium ist ein Lehrmedium und brauchbar für das Erlernen der Weisheit, der Sittlichkeit und der Selbststeuerung. Nur stellt die Welt der Feindschaft und Gewalt sich solche Ziele nicht. Sie benötigt unterwürfige, ungezogene und verantwortungslose Menschen. Sie erzieht zur Sittenlosigkeit.
Was ist Sittlichkeit? (im umfassenden Sinne des Wortes; d.h. nicht so, wie es inzwischen fast überall verengend auf die «Sitten und Gebräuche» verwendet wird, sondern in Sinne eines umfassend gesitteten, der Güte, Ethik und Moral entsprechenden, dem Gewissen gefälligen Verhaltens — d.Ü.)

Das Bewußtsein des Menschen beinhaltet den Verstand und die Seele. Sittlichkeit ist eine Seelenqualität. In der Seele stecken unsere Schöpfungswerkzeuge. Die Sittlichkeit zeigt, wie der Mensch schöpft.
Die Sittlichkeit in der geistigen Welt sieht so aus, wie ein Gebiet, in dem die dem Menschen eigenen Gefühle lokalisiert sind, die Emotionen.

Der oberste Punkt in diesem Gebiet ist der Punkt des Wachstums. Der Mensch positioniert sich nach seinen allerbesten Taten und will, daß andere sich genauso zu ihm verhalten.
Wir nennen diesen Punkt Verantwortlichkeit, im Verständnis dessen, daß man für seine Taten nach dem maximal erreichten Bewußtseinsniveau Verantwortung tragen muß.
Der unterste Punkt des Gebiets – die Würde — zeigt die niedrigsten Taten, die der Mensch vollbringen kann. Sie liegen im Schatten des Unbewußten, und werden vom Unterbewußtsein gesteuert. Für das Durchstehen des Übergangs müssen beide Punkte (und das bedeutet: das gesamte Gebiet der Sittlichkeit) im Paradies liegen.

Der Mensch erschafft sein Leben mit positiven Emotionen, mit deren Hilfe er Gedankenformen schöpft, darunter auch sich selbst.
Dieser Schöpferische Akt ist stets begleitet von Ausdrücken des Willens, dank den willensbildenden Emotionen.
Aus der ganzen Menge der möglichen positiven Emotionen (es sind 72) sind nur 26 willensbildend.
Den Willen läßt der Intellekt zutage treten, und das Gutheißen dazu kommt von der Seele. Der schöpferische Akt dauert 1/3 Sekunde. Die anderen positiven Emotionen unterstützen des Erschaffene.
Die Qualität des Erschaffenen hängt, neben der Qualität der Emotionen, von der Qualität der intellektuellen Absicht ab. Die Absicht kann auch zerstörerisch sein (zum Beispiel Verderben).

Neben den positiven Emotionen ist der Mensch auch negativen Emotionen unterworfen. Diese Seelenzustände sind prinzipiell zerstörerisch.
In dieser Zeit zerstört der Mensch sich selbst, seine Welt und sogar diejenigen, die sich darin befinden können. In dieser Zeit ist es unmöglich zu erschaffen. Das heißt, bei negativen Emotionen ist es auch nicht möglich, etwas in der Welt oder bei sich zu verändern im Sinne der Schöpfung.
Diese Emotionen müssen nicht immer heftig zutage treten, aber die Zerstörungen treten dennoch auf.
Das Leben kann vor einem ständigen negativen emotionalen Hintergrund ablaufen. Der Mensch ist dann faktisch aus dem Leben ausgeschaltet und kann keinen Einfluß darauf nehmen. Das ist genau das, was die Welt der Feindschaft braucht.
Das Leben eines solchen Menschen wird von außen gesteuert. Und er ist darin nicht mal Statist, sondern Zerstörer. Genau das ist der sittenlose, emotional unerzogene und unwissende Mensch.

Da solche Menschen in der Mehrheit sind, wird die Welt ständig zerstört und kann nur bei ständiger Energiezuführung existieren. Das ist die Welt der Parasiten.
Und sie ist tot, im Unterschied zur Welt der Natur, zum Beispiel, welche die Energie des Schöpfers für das Leben (Erschaffung) nutzt.
Unerzogene Menschen werden als Sklaven benutzt, die Unwissenheit wird beigebracht, indem man Angst schürt, eigene Unsicherheit und Unbefriedigtheit und andere negative Emotionen aufdrängt.

Die Lage wird dadurch verschlimmert, daß der Mensch seine Selbststeuerung verliert und letztendlich sein Verantwortungsgefühl.

Das Lehren der Sittlichkeit ist die Erziehung der Seele des Menschen, d.h. jenes Satzes von Emotionen, die dann den Kreis seiner Sinnesempfindungen ausmacht oder den Zustand seiner Seele.
Der Mensch lernt Sittlichkeit, indem er für sich neue positive Emotionen findet und positive Charakterzüge herausbildet. Und in unserer Gesellenschaft ist die Hauptaufgabe, sich zu befreien von den negativ-emotionalen Reaktionen im Umgang mit den Menschen und beim Eintreffen anderer negativer Einwirkungen der Außenwelt.

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Der Hauptinhalt der Weisheit ist eine hohe Sittlichkeit, aber das ist nicht alles.
Das ist auch noch das Erwerben eines Heiligen Geistes. Der Heilige Geist bestätigt und unterstützt das Gleichgewicht, das Fehlen von Spannungen, die Ruhe.
Es gibt Methoden des Nichttuns in den unterschiedlichsten Traditionen. Aber diese geistige Arbeit folgt auf das Erreichen einer hohen Sittlichkeit. Das ist schon ein Feinschleifen der Sittlichkeit.
Das kann man auch schon in der Neuen Welt tun. Aber zuerst muß man in die Ruhe kommen und diese nicht verlieren — in jeder euch treffenden Situation.

Ein lehrendes Sozium findet euch immer einen Lehrer für die vorsätzliche Aufgabe. Vorsätzlich, weil sehr viele Umgebende euch steuern wollen. Aber dafür müssen sie bei euch negative Emotionen erreichen. Ihr seid aber auf die Erde gekommen, um ein Leben ohne ethische Fehler zu erlernen.
Wozu? Um frei zu sein und selbst euer Leben zu lenken.

Wie sieht in der modernen Welt die vorsätzliche Aufgabe aus?

Der Lehrer tut alles, um bei euch einen zerstörerischen Seelenzustand zu erreichen. Schläge, Erniedrigung, Beleidigungen — alles kommt zum Einsatz. Ihr denkt, daß euer Beleidiger etwas gegen euch hat, und braust auf.
Aber eure Aufgabe ist: verstehen, daß dies eine Prüfung ist, ruhig zu bleiben.
Eure Selbstüberhebung oder Bedeutungsdrang treten gegen euch auf.
Der Sinn des Vorganges besteht darin, daß man euch lenken will. Und das ist am einfachsten, wenn ihr im Zustand zerstörerischer Emotionen seid. In dieser Zeit kann der Mensch keinen Willen entwickeln, keine Gedankenformen erschaffen — er ist niemand und nichts, er ist machtlos.

Dies ist die wunderbare Voraussetzung und der Moment, euch zu steuern. Dies benutzen die Machthaber, die Religionen, die Chefs, die Verwandten, die Freunde — alle, wer auch immer. Die Mehrzahl der Leute befindet sich hauptsächlich im emotionalen Bereich des Bewußtseins, d.h. sie leben nach Gefühl.
Und dort hat man sie unvorbereitet erwischt.
Die dümmste, aber verbreitetste Reaktion ist es, zu beginnen, sich seelisch aufzuregen. Der einen negativen Emotion folgt die nächste, die dritte. Eure Kräfte sind bald geschmolzen, und der von euch verlorene Zweikampf endet mit einem Schrei der Kraft- und Willenlosigkeit.
Jetzt seid ihr auf den Knien, und eure ganze Energie hat man euch genommen. Genau dies ist oft das persönliche Ziel des Schmarotzers und Lehrers.

Eine andere Variante der Antwort ist Aggression. Hier ist die Seele in zerstörerischem Zustand, aber die Aggression gründet sich nicht auf Kraft (die ist nicht da), sondern auf Verzweiflung, Erbitterung und andere negative Emotionen. Das Ergebnis ist dasselbe wie im ersten Falle. Ihr seid ohnmächtig.
Und nur eure Ruhe kann eure Kraft zeigen.

Wie kommt man dazu, in jeder beliebigen Situation seine Ruhe zu bewahren?

Sogar wenn ihr schon aufgebraust seid, muß man die Aufmerksamkeit aus dem emotionalen Bereich in den intellektuellen verlegen und die Situation analysieren. Mit anderen Worten, anstelle der Emotionen den Verstand einschalten, den Intellekt.
Die Analyse ist ein rein intellektueller Vorgang.
Folglich braucht man zur Erhöhung der Sittlichkeit einen funktionierenden Intellekt.
Oft wird der körperliche Verstand benutzt, der nur das Gedächtnis an Durchlebtes hat.
Aber der Intellekt — das ist neben dem Gedächtnis auch noch die Analyse, die Verallgemeinerung, die Logik und Berechnung.

Warum vergibt Christus Fehler auch dann, wenn ihr diese nach Berichtigung erneut begeht? Weil ihr ein Verständnis des Wesens der Lehrstunde, seines Ziels erlangt habt.
Ihr steuert noch nicht die Situation, aber sie ist euch schon verständlich.
Das Verstehen der Situation und deren Lenkung sind zwei aufeinanderfolgende Etappen des Erreichens der Selbststeuerung.
Vielleicht ist es euch nicht gelungen, ruhig zu bleiben, aber dafür habt ihr eure Schwächen gesehen, wo ihr euch «habt gehenlassen», wie es gelungen ist, euch «aufzubringen»: mit Seelenschmerz, mit Wut, mit Kränkung.
Und das wichtigste: ihr könnt zur Schlußfolgerung gelangen, daß der persönliche Willen des Beleidigers für das Geschehene zuwenig ist, obwohl er das vielleicht nicht versteht.

Wenn euch die Analyse gelungen ist, dann wird eine Wiederholung der Situation für euch keine Lehre mehr sein (die habt ihr schon gezogen), sondern eine Prüfung auf Selbstbeherrschung, auf das Ruhigbleiben und schöpferische Konditionen.
Wenn ihr die Prüfung bestanden habt, trefft ihr die für euch nötigen Entscheidungen.
Diese Entscheidungen, deren geistig-seelischer Inhalt verändern euch und beeinflussen die Organisation eures Lebens. Faktisch wächst eure Fähigkeit zur Steuerung überhaupt.
Es vergrößert sich die Freiheit. So lernt ihr es, keine neuen Fehler zu begehen, erhöht eure Verantwortlichkeit.
Ihr befreit euch von jeglichen Einflüssen und unmerklichen Zwängen von welcher Seite auch immer.

Dieses Erlernen dauert das ganze Leben lang, auch dann, wenn ihr die Prüfung besteht. In welchem Sinne Erlernen?
Ihr lernt auf Gott, von dessen Leben uns sicher bekannt ist, daß ER steuert.
Ihr habt nun zuverlässig gelernt, eine Situation zu beherrschen, auf einem Niveau der Selbstorganisation, der Selbststeuerung, und hier wirft euch keiner mehr aus dem Sattel.
Dann übt ihr auf einem höheren Niveau, mit höherer Verantwortlichkeit für den Vorgang oder unter komplizierteren Bedingungen. Und da schwimmt ihr wieder.
Es muß erlernt werden, auf einem neuen Niveau die Ruhe zu behalten. Ihr lernt die Steuerung auf allen Ebenen der Selbstorganisation des Lebens, immer höher und höher, bis zur Beherrschung in beliebigen Situationen.
Und je höher ihr aufsteigt, desto größer wird eure Freiheit. Und wenn ihr die Grenze von der Hölle zum Paradies überschritten habt, dann wird euch niemand mehr dabei stören können, euer Leben aufzubauen.

Ein großer Poet und Eingeweihter hat das in Kürze so gesagt:
«Es gibt kein Glück auf der Welt, aber es gibt Ruhe und Willen.»
Der Sinn dieser Worte ist einfach: in dieser Welt gibt es kein Glück, aber es gibt einen Weg zum Glück. Das ist der Weg zur Freiheit.
Wenn ihr euch in der geistig-seelischen Entwicklung voranbewegt, werden die Prüfungen häufiger werden. Und wenn ihr euch daran gewöhnt habt als Standard-Lernsituation, dann wird das Erlernen ruhiger und schneller vor sich gehen.
Eure Ruhe wird euch zum Erwerb des Heiligen Geistes führen.
Indem ihr euch an das ständige geistige Lernen gewöhnt, geht ihr schon heute zu einer neuen Lebensweise über.

L.W. Klykow

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