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Kleine Feuer / Wir schaffen zuKUHnft / Der Hof Narr

Zuerst die bewegende Geschichte von Toni und Yvonne mit den ihnen anvertrauten Freunden, den Kühen.

Ich bitte um Nachsicht, ich kriege die Formatierung nur teilweise hin.

Eingesandt von Irene.

Original: hier.

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Wir schaffen zuKUHnft – Ein neuer Lebenshof entsteht

Es ist ein grosser Schritt, ein Schritt in Richtung einer fürsorglichen, friedlichen und nachhaltigen Landwirtschaft für Mensch und Tier. Ein Schritt für die Bewahrung und Verschönerung unseres wundervollen Planeten für unsere Kinder und Kindes-Kinder. Ein Schritt für den Schutz von über 50 Kühen vor dem viel zu frühen Tod durch uns Menschen.

Mit Hilfe von Hof Narr wird der Bauernhof von Toni und Yvonne zum Lebenshof. Sie steigen für immer aus der Milch- und Fleischproduktion aus! Willkommen in der Narren-Familie – zusammen verändern wir das heutige System der Herstellung tierischer Produkte. Ein System das nicht nur einzigartige Mitlebewesen zu gefühllosen Waren degradiert, sie quält und meist im Kindesalter tötet, sondern auch die Lebensgrundlagen zukünftig lebender Menschen, unserer Kinder, zerstört.

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—->  Hier ist ein Video eingestellt, welches für mich weder auf der Quellseite noch hier auf der Kopie abspielbar ist. Thom Ram

Die Veränderung der Welt zum Besseren wirkt: 

sie hat ganz klein mit der verrückten Rettung vom Pferd Lucky angefangen, ist zum gemeinnützigen Verein Hof Narr mit rund 80 geretteten Tierpersönlichkeiten, mehr als 5000 Besucher*innen pro Jahr und nationalen Medienberichten gewachsen. Nun kommt ein Lebenshof für über 50 Kühe dazu. Damit können wir immer mehr Tiere schützen und Menschen mit unserer Friedens-Botschaft zum Mithelfen bewegen. Die Wirkungskraft von Lebenshöfen ist von unschätzbarem Wert, da Tierschutz nicht mehr nur Theorie ist, sondern in der Praxis realisiert und für die Besucher*innen erlebbar wird.

Die wundervollen Kühe und auch Toni und Yvonne brauchen nun Menschen, die sie unterstützen und zeigen, dass ihr Herz den richtigen Weg weist. Um zu verhindern, dass der Hof seine Kühe verkaufen muss, weil der Unterhalt nicht alleine aus eigener Tasche finanzierbar ist, suchen wir nun Patenschaften und Einzelspenden für die Sicherung des Unterhalts der Kühe und die Öffentlichkeitsarbeit auf dem neuen Lebenshof. FÜR AUSKÜNFTE ZU DEN TIEREN, DEN PATENSCHAFTEN UND FRAGEN ZU BESUCHSTAGEN MELDE DICH VIA zukunft@hof-narr.ch oder 076 517 41 17 an Sarah Heiligtag, Präsidentin des gemeinnützigen Vereins Hof Narr. 

Jede Patenschaft wird für eine spezifische Kuh abgeschlossen und mit einer Urkunde verdankt. Diese kann auch jemand anderem zu Weihnachten, zum Geburtstag oder zu jedem anderen Anlass verschenkt werden. Auch Einzelspenden können nach Wunsch mit einer Urkunde für eine spezifische Kuh verdankt werden. Das Patentier kann (nach Vereinbarung) besucht, gepflegt und in seiner wunderbaren Umgebung erlebt werden.

Toni erzählt wie es dazu kam

Von der Milchproduktion… 

Ich wuchs auf einem Milchbetrieb auf und lernte, dass alles richtig und normal war. Trotzdem spürte ich schon früh, dass etwas nicht stimmte. Bei jedem Kälbchen das grad nach der Geburt von der Mutter getrennt wurde und dann später zum Schlachter musste, spürte ich einen Stich im Herzen. Heute würde ich sagen, ich litt von Anfang an mit.

Wenn eine Kuh Milch produzieren soll, dann muss sie gebären und wenn diese Milch für den Menschen sein soll, dann muss ihr das Kalb weg genommen werden, denn eigentlich kommt die Milch ja deshalb, weil das Kleine genährt werden soll. Wie beim Menschen, wie bei allen Säugetieren. Die kleinen Männchen enden nach kurzer Mast beim Schlachter, die kleinen Weibchen werden selber zu kinderlosen Milch-Produktions-Müttern. Damit die Milch immer üppig fliesst, werden die Kühe jedes Jahr erneut besamt und verlieren jedes Jahr erneut ihr Kind.

Das Kleine ist Beiprodukt der Milch. Die Kuh jedoch bildet wie jede Mutter bereits während der Schwangerschaft eine enge Beziehung zu ihrem Kind, auf das sie sich freut und das ihr Augenstern ist. Die Trennung direkt nach der Geburt ist extrem schmerzhaft, die sanften Mütter rufen oft Wochen lang nach ihren Kindern. Die Kleinen sind verwirrt und orientierungslos. Diese routinemässige Trennung ist Teil der Milchproduktion und wahrscheinlich etwas vom Drastischsten was die Nahrungsmittelindustrie zu bieten hat. Für Kuh und Kalb dramatisch, für die Milchkonsumenten oftmals nicht bekannt. Eine Kuh gibt halt Milch, so der Irrglaube. So sehr ein Bauer auch will, er kommt um diese Mechanismen nicht herum, wenn er Milch verkaufen möchte.

… über die Mutterkuh-Haltung…

Ich war mittendrin in diesen unaufhörlichen Trennungsgeschichten, die für mich nur schwer auszuhalten waren. Ich merkte, was um mich herum geschah und konnte es immer weniger ertragen. Ich sah das stille Leiden der Tiere und es tat mir weh. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass jeder Mensch die Verantwortung für die Geschehnisse trägt und dass jedes Handeln hinterfragt werden kann. Die Tiere vertrauten mir und ich musste sie immer wieder aufs Neue verraten. Das wurde unerträglich. Ich konnte die Offenheit der sanften Wesen nicht mehr länger hintergehen.

So wagten Yvonne und ich den ersten Schritt und hörten mit dem Melken auf. Wir liessen die Kinder bei ihren Müttern und wechselten zur Mutterkuh-Haltung für die Produktion von Fleisch.

Dies war ein erster Versuch, den Kühen ihre Rechte auf ein Leben im Familienverband zurück zu geben. Mutter und Kind verbringen immerhin durchschnittlich zehn Monate zusammen, idealerweise auf der Weide. Doch dann kommt auch hier der Abschied, denn die Rinder müssen zum Schlachter. Viel zu früh und wiederum vom Menschen bestimmt. Der Appetit nach Fleisch, keine Notsituation, schickt die Rinder zum Schlachter. Auch hier spürte ich bei jedem Verkauf und Abtransport der Rinder eine grosse Schwermut. Es scheint überheblich und kalt, dass den Tieren alles genommen wird, um eines kleinen Gaumenkitzels willen.

… zum Lebenshof zuKUHnft!

Ich wollte das alles nicht mehr. Ich wollte keine Tiere mehr in den Tod schicken, nur weil das irgendwann mal so entschieden wurde. Ich wollte nicht mehr verantwortlich sein, für das Leid, das gut vermeidbar wäre. Besonders heute, besonders hier, wo wir einen Überfluss an Alternativen haben.

Doch für mich und meine Familie war nicht klar, wie so etwas funktionieren könnte. Gemeinsam mit meiner Frau Yvonne, ebenfalls Bäuerin, suchten wir nach Möglichkeiten und nach einem Licht am Ende des Tunnels. Irgendwie fehlte uns der Mut, irgendwie wussten wir einfach auch nicht wie wir den Hof weiter führen sollten, ohne Teil dieses Schlachtsystems zu sein oder ihn aufgeben zu müssen.

Yvonne und Toni mit ihrer Familie
Yvonne und Toni mit ihrer Familie

Die Begegnung mit dem Hof Narr war dann für uns der Wendepunkt. Unterstützt durch die Narren zum Lebenshof werden, das war und ist eine wunderbare Vorstellung, das ist die Lösung nach der wir gesucht hatten. Die Kühe sollten nicht nur gerettet werden, sondern auch Botschafterinnen werden für alle anderen Kühe. Wir wollten nicht nur aufhören mit dem Schlachten, sondern auch ein Beispiel sein für eine andere Landwirtschaft, ein Beispiel für die Veränderung die wir in der Welt sehen wollen, können und müssen. Nichts hat meiner Meinung nach mehr Kraft als ein Experte, der in seinem Fachgebiet neue Wege geht und erzählen kann warum.

Die Zeit ist reif für eine nachhaltige Landwirtschaft ohne Instrumentalisierung der Tiere. Eine Landwirtschaft, die ohne die brutalen Umwege über die Tiernutzung gesunde Lebensmittel für Menschen produziert. Die Zeit ist reif für einen Richtungswechsel hin zu einem friedlichen Miteinander. Lasst uns gemeinsam neue Wege gehen, lasst uns gemeinsam Zukunft schaffen.

Noch stehen wir ganz am Anfang und wir brauchen deine Unterstützung. Danke für jeden Beitrag. Jede Patenschaft verändert ein Leben und ist ein Zeichen für die grosse Friedens-Botschaft, die mit diesem Projekt die Welt zum Besseren verändert.

FÜR FRAGEN, AUSKUNFT ZU DEN TIEREN UND ZU PATENSCHAFTEN UND BESUCHSTAGEN MELDE DICH VIA zukunft@hof-narr.ch oder 076 517 41 17.  Der Verein Hof Narr ist steuerbefreit und alle Spenden sind von den Steuern absetzbar.

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Quelle: hier.

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Ich möchte etwas dazu sagen.

Ich bin berührt, gerührt und beeindruckt. Toni und Yvonne haben sich nicht abstumpfen lassen, ihr Mitgefühl für die lebende Kreatur war und ist wach. Das ist sehr schön, das ist zukunftsweisend in Richtung bb, bumi bahagia, glückliche Erde.

Sie nehmen es auf sich, auf (wohl den grössten Teil) gesicherten Einkommens zu verzichten mit dem einzigen, grossen Motiv: Bruder und Schwester Tier mögen glücklich leben. Das ist selbstlos, zudem ist es mutig. Ich verneige mich vor euch, Toni und Yvonne.

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Nun habe ich eine Frage, die ich ungern aufwerfe, doch ist sie da, die Frage:

Wie soll Solches unter dem Strich funktionieren? Dass in einer Uebergangszeit Spenden notwendig sind, das leuchtet mir ohne weiteres ein, doch langfristig ist es keine Lösung. Holzschnittartig gesagt: Toni und Yvonne lassen etwas Böses sein, doch das Neue, was sie tun, hat eine grosse Lücke. Zusammenleben, zum Teil auf Spendenbasis, das geht nicht auf.

Ihr Hof muss selbsttragend werden. Die glücklichen Tiere können etwas geben. Kuhmist ist schon mal sehr gut, doch geht die Rechnung mit lediglich Mistproduktion nicht auf, von selbsttragend kann die Rede nicht sein.

Die Tiere können etwas geben.

Sie können Kindern etwas geben, Familien etwas geben. Sicher gibt es viele gute Ideen, die bloss geboren werden müssen. Ich stelle die Idee vor, die mir auftaucht.

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Abends und am Wochenende ist Kinder- und Familienbesuchszeit. Kinder und Familien kommen, schauen den Kühen zu, gehen in Körperkontakt mit ihnen, reichen ihnen ein besonders feines Kleeblatt, erhalten von den Kühen Ruhe, Geduld, Langmut, Friedfertigkeit.

Vielleicht wird den Kindern eine kleine Kuhgeschichte erzählt?

Statt aus der Ferne zu spenden sind die Besucher gehalten, dem Hof einen Obolus zu entrichten. Pro Nase ein Fünfliber? Bei Familien zahlen nur die Erwachsenen?

Es ist ausbaubar. Immer ist Mensch für einen Tee, einen Kaffee oder ein Bierchen dankbar. Vielleicht ist die Yvonne gute Bäckerin und kann gutes Brot anbieten? Oder wie wäre es mit der Narrenhofsuppe? Narrenhof – Gemüsesuppe? Das Gemüse auf dem Hof gezogen?

Ich weiss, da kommen gleich die Behörden und wollen Betriebsbewilligung, WC mit automatischer Reinigung, wollen Steuern und weiss Gott was. Vielleicht wollen die Behörden das aber nicht, wenn Toni mit ihnen die Sache gründlich bespricht? Die Suppe wird auf Spendenbasis ausgegeben? Kühe schauen wiederkäuend zu, wenn die Kinder die Suppe löffeln?

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Visionen brauchen wir. Ideen brauchen wir. Wir setzen sie um, Schritt für Schritt.

Thom Ram, 15.12.05

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6 Kommentare

  1. VIMEO einbetten So geht’s.

    wichtig: In HTML-Editor wechseln, rechteckige Klammer, vimeo tippen, Leertaste, Zahl nach video/ reintippen, rechtekige Klammer

    Gefällt 2 Personen

  2. thom ram sagt:

    LdT

    Gut, dass wir Arschiteckten haben, welche mehr können als Striche machen.

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  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. eckehardnyk sagt:

    Es gibt zwei Arten, mit den Tieren umzugehen: Zum Beispiel die indianische Einstellung zum Bison: Mensch dankt Tier oder seinem Geist für das Opfer. Alle Teile, Vom Feinsten bis zum Köddel werden genutzt. Die etwas andere Einstellung zum Bison: Mensch knallt Tier ab, schneidet ihm die Zunge oder was sonstwie Feinstes raus, kassiert von einem Handlanger, der die Delikatesse insFeinschmeckermaul und von dort ins Lokus befördert. Der Rest von Tier (Bison) vergammelt in Prärie. Variante dazu: Bison wird nur abgeknallt, nix für Feinschmecker, nur um Indianer auszuhungern.
    Ich möchte sowohl Feinschmecker als auch Totalnutzer von Tier sein dürfen, ohne mich oder meinen Metzger als Mörder beschimpft zu wissen. Wie kann das heute geschehen?

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  5. gabrielbali sagt:

    H u t a b ! – Diese beiden Menschen verdienen jede nur erdenkliche Unterstuetzung!

    Der Link, den ich hier setze, soll ebenfalls unterstuetzen, und zwar, das Thema „Milch“, insbesondere „Tiermilch und der Mensch“ besser zu erfassen.


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