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Zum Sonntag / Musikerin des Jahres 2017 / Busch pur

Ja. Musiker des Jahres 05 eh 2017, Musikerin des Jahres sei die Yuja Wang.

Also dagegen habe ich nichts. Ich hätte noch andere Favoriten gehabt, doch weil bei einer Rangierung es immer nur einen gibt, der auf dem höchsten Podest steht (warum eigentlich? in bb gibt es auf dem höchsten Podest unbeschränkten Raum, dem Gestrigen unlogisch, dem polyphon Denkenden selbstverständlich), also weil dem so sei, setze ich eben meine anderen Favoriten auf die Plätze zwei ff).

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Ich hoffe schon, dass man mir glaube, wenn ich sage, dass meine Zustimmung nicht nur daran liegt, dass ich sie auf Grund dessen, was mein Auge in ihrem Gesicht sieht, auf der Stelle fressen könnte. Wenn die eine absolut irr nicht spielbare Passage hinlegt mit Gesichtsausdruck, wie wenn ihr Geliebter sie gerade es bitzeli streichelte, dann haut das mich abgehalfterten Lolakmathadorklavierspieler einfach um und um. Technik? So wenig eine Frage wie bei Horowitz (in seinen guten Phasen), Argerich, LangLang und all der weiteren Welt – 1A Spieler.

Ich möchte dir, lieber Leser, erklären, was ich mit Technik meine. Unser sehr grosser Bruder Wilhelm Busch hat diesbezogen für mich vorgearbeitet. Was ich hier von ihm zeige, kennst du hoffentlich längst, und hoffentlich erfreut es dich ein 100stes Mal. Mich schon, und ich habe das schon 100 mal angschaudd.

Kopiert, mit Gedanken der Dankbarkeit von  hier.

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Ein Neujahrskonzert

Zum neuen Jahr begrüßt euch hier
Ein Virtuos auf dem Klavier.
Er führ“ euch mit Genuß und Gunst
Durch alle Wunder seiner Kunst.

B1
Silentium
B2
Introduzione

B3
Scherzo
B4
Adagio
B5
Adagio con sentimento
B6
Piano

B7
Smorzando
B8
Maestoso

B9
Capriccioso

B10
Passagio chromatico

B11
Fuga del diavolo

B12
Forte vivace

B13
Fortissimo vivacissimo

B14
Finale furioso

B15
Bravo-bravissimo!

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Danke, grosser Bruder Busch du.

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Nun die Yuja. Chinesin. Spielt die gesamte europäische Literatur, na ja, ab Romantik, Bachfuge wäre ihr wohl zu langsam, LoL, doch spielt sie sie wie der Meister des Wilhelm Busch. Unbeschreiblich, nur bezeichnerisch durch einen Meister wie Busch.  Mein Cousin ist Japanologe, wohnt dort, spielt ein japanisches Traditionalinstrument und singt dazu. Auch gut. Den ersten Fall bewundere ich. Die musikalische Botschaft des zweiten Falles erschliesst sich mir nicht. Ich Banause sein halt.

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Genug gelabert. Und laber gleich weiter.

Ich habe mich gestern erdrücken lassen von der Kenntnisnahme des Umstandes, dass scheinbar biedere und gesunde Behördenmitglieder in Täuschland enge Beziehungen pflegen mit ‚an tief a‘ sowie mit auch lokalen Medien, zum Zwecke, noch halbwegs eigenständig denkende Menschen kaltzustellen. Zum Speibiel in München gebe es sowas, aber eben nicht nur in München, sondern in kleineren Verwaltungen auch.

Da ist durchatmen angesagt, auch für mich. Und wieder einsteigen in diese Welt mit Elementen, welche das Leben bejahen.

Was die Wang auf dem Klavier macht, das ist Ausdruck sprühenden Lebens. Menschen wie Wang lassen mich aufleben, wenn ein Teil in mir mal hängt und Wasser braucht. Danke, du Wang du. Dass du so exorbitant virtuos spielst, haut mich um und begeistert mich. Diese Kombination ist umwerfend. Dass du dabei lächelst, erheitert und beglückt mich sekündlich. Dass du deine Beinchen exponierst, verzeihe ich dir; solltest du wollen, dass ich darauf anspringe, dann müsstest du nebst Klafünf üben täglich ein Stündchen dschöggelen.

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Tja, lieber Leser, dieser Blockschef ist eben nicht möglich, er ist unmöglich.

Ram, 02.09.05 (2012 war ein Tiefstpunkt)

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Tipp für Zeitgenossen in Zeitnot:

20:40, aus Sacre du Printemps von Igor Strawinsky. Eine Fassung, die mich überrascht hat, lustvoller und lustiger geht nimmer, und die Musiker, harch, auch die Musiker überkommt beim rasenden Spiel immer mal das Grinsen.

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10 Kommentare

  1. Pieter sagt:

    und supersexy noch dazu

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  2. Matthias sagt:

    Lieber Thom, danke für den zauberhaften Hinweis…
    Ich hab gleich mal im Netz gesucht und auch gefunden: seit einer für mich legendären Brahms-Einspielung des ersten und zweiten KK von Misha Dichter mit dem Gewandhausorchester unter Kurt Masur vor dreißig Jahren habe ich keine so gelungene (und mMn auch autentische) Aufnahme des ersten KK mehr gehört.

    Viele Grüße und viele Dank,
    Matthias

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  3. thom ram sagt:

    Matthias 05:20

    Das ist ja witzig 🙂
    Mein Topfavorit des KK2 ist:
    Cécile Ousset / AUCH Gewandhaus / AUCH Kurt Masur 🙂

    Was nun KK1 mit Yuja Wang betrifft…bei allem Gigarespekt, wirklich, in bescheidenster Bescheidenheit flüstere ich doch: Sie spielt mir ein kleeines Bisschen zu glatt. Nicht nur bei Brahms ist es so, auch in andern romantischen Werken hie und da. Nun…Wenn es mir etwas zu glatt ist, dann hehe entschädige ich mich, indem ich in ihr Antlitz schaue – ach Gottchen, das ist wirklich direkt von dir geschaffen; diese Freude, frohe Gelassenheit in der höchsten Konzentration, diese Freundlichkeit…Mensch pur.

    Herzensgruss.
    Ram

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  4. thom ram sagt:

    Für Supereilige, welche sich kurz und heftig amüsieren wollen…

    gehe bei der Yuja, oben im Artikel, auf 20:40

    🙂

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  5. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  6. Tabburett sagt:

    Hi Thom

    Stimmt doch gar nicht, das mit dem angeblich „abgehalfterten Lolakmathadorklavierspieler“..! Ab 20:42 sieht man deutlich, wie Du die Felle der Trommeln mit Hingabe bearbeitest… (verheimlichst Du uns da irgendetwas?) – Aber es ist wirklich kein Wunder, dass das keinem sonst aufgefallen ist, angesichts der „Fruehlingsrolle“, die da Bein und Virtuositaeten zeigt… 😀
    (Liegt wohl auch daran, dass ich selbst Trommler bin und just @20:42 ein Viertel meiner Blauaeugigkeit – vom eigentlichen AugenOhrenSchmaus abgeschweift – den Trommel-Schlaeger linkerseits im Videobilde unverzueglich erfasst hat, ha ha ha…)

    Bleib(t) sauber 😉 (sagte er zu sich selbst)

    Schoenes Rest-WE allen!

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  7. thom ram sagt:

    Taburettli 19:57

    LoLLoLLoLLoL.

    Selten soo gelacht.

    Danke dir!

    Gefällt mir

  8. Tabburett sagt:

    Gerne, lieber Th(r)om(mler) 😉

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  9. Vollidiot sagt:

    Wie die die Hammerklaviersonate spielt…………..
    Das hab ich mir rausgepickt.
    Beethoven sollte man nie wie frisch aus der Maschine spielen.
    Nun sie ist jung und den späten Beethoven haben schon ganz andere mißverstanden.
    Da lobe ich mir die Ugorskaja.

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  10. thom ram sagt:

    Vollilein 20:29

    Das Werk von Giganten Bach, Beethoven, Brahms, Bruckner, Mahler, Franck, Hermann Suter, Rachmaninov, Mozart zu spielen….es ist immer eine Interpretation. Ich, der Musiker, ich habe da die Noten. Sie geben Tonhöhe, Tonlänge und in sehr beschränkgem Masse Artikulation und Lautstärke an.
    Jedem Komputer kann der heutige Techniker das eingeben, und rauskommt das irre Gespenst von leeren Tönen.
    Bei Bach nicht ganz. Bach’s Musik ist in dieser wichtigen Hinsicht einzigartig. Bach kann man nie komplett versauen. Weil sie in Töne gefasste Architektur ist, unter Anderem. Und Architektur ist klar definiert durch Länge Höhe Breite Kurve Farbe Proportionen.
    .
    Es scheint mir, wir hören Aehnliches, oder sogar das Gleiche. Das Element der Yuja ist das virtuose Schlagzeug. Bartok Klavkonz legt sie so hin, wie ich mir das wünsche, auch Prokofieff. Ich war soo gespannt, vom Lang Lang und von der Yuja endlich die Brähmser zu hören. Bei allem Gigarespekt vor der Durchsichtigkeit des Spieles der oberreizenden Yuja…ich werde nicht richtig warm dabei – wobei Wärme ausnahmsweise nichts mit Schwuligkeit gemein hat, also hätte es, dann würde ich auch nicht Schwuli darob.

    In der vierten Klasse war die vierte Sümpfonii unseres grossen Bruders Ludwig van meine Lieblingsplatte. Trotzdem war in meinem Leben Bett Ofen nicht mein Nächster unter den Komponists. Bach war einfach der Güggel auf dem Dach – in meinem Repertuaar. Ich konnte (und kann noch und noch) mir einen einzigen Takt vornehmen (heute im Geiste) und drehen wenden grübeln ausprobieren: Wie spiele ich den. Und an Ideen mangelt es nicht.
    Beim Hören war das teutsche Requiem unseres Bruders Johannes stets und immer ganz hoch oben. Heute grübele ich darüber nach, wie ich meine Emfpindungen dabei in Einklang bringe mit sone hübschen Sachn wie den Posaunen jüngsten Gerichtes. Ungetrübt aber „ihr habt nun Traurigkeit“ oder „zu der Zeit der jüngsten Posaune“ stehen meine Haare auch heute senkrecht zu meiner nicht mehr ganz glatten Haut, also ich meine die Haare, die ich optisch materiell noch vorweisen kann.

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