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Schweiz / Vollgeldinitiative steht / Christian Müller fächert auf

Ich gestehe: Die gute Botschaft ist an mir unbemerkt vorübergegangen. Die notwendigen 100’000 Unterschriften, welche zur Lancierung einer Volksinitiative notwendig sind, sind zustandegekommen und eingereicht worden. Das bedeutet, dass wir Schweizer Stimmbürger über die Initiative werden abstimmen können, voraussichtlich im Jahre 6 (entspricht 2018).

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Mit grosser Genugtuung habe ich die Beobachtungen und Ueberlegungen von Autor Christian Müller im Infosperber gelesen. Ich kann dort leider nicht direkt gratulieren, denn liebe Leute des Infosperbers haben mich gesperrt (wegen verschwörungstheoretisch gefärbten Rundumschlägen). So tue ich es hier:

Danke, Christian Müller, für deine aus meiner Sicht kluge Rede, und danke, Infosperber, für deren Veröffentlichung.

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Für an Eidgenossen und Geldsystem interessierte Leser, hier die zwei dicht gefassten Artikel:

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Vollgeld-Initiative: bestätigte Argumentation

Christian Müller / 16. Jul 2017 

Unser Geld auf der Bank könnte schon bald sicherer sein – nicht zur Freude der Banken. Die lieben das Geld, das sie nicht haben.

Was kaum jemand für möglich gehalten hätte: Ein paar Wirtschaftswissenschafter, unterstützt von ein paar wirtschaftlich und politisch Interessierten, haben vor ein paar Jahren eine Systemänderung in der Geldordnung vorgeschlagen und diese Idee in der Schweiz als Volksinitiative lanciert. Und weil diese Leute innerhalb der nötigen Frist mehr als 100’000 gültige Unterschriften für die neue Geldordnung zusammengebracht haben, muss bald einmal darüber abgestimmt werden, vermutlich im Jahr 2018.

Die Grundidee ist gar nicht so kompliziert. Im jetzigen System produzieren die Banken das Geld, das sie ausleihen, selber. Dieses sogenannte Giralgeld existiert praktisch nur im Computer. Damit ist die Menge des Geldes, das im Umlauf ist, überhaupt nicht mehr begrenzbar und verliert damit, global gesehen, auch an Wert. Nach dem System des Vollgeldes aber dürften die Banken nur noch Geld ausleihen, das sie ihrerseits bei der Zentralbank – in der Schweiz bei der Nationalbank – ausgeliehen haben. Auch das Geld im Computer würde damit so sicher wie das von der Zentralbank herausgegebene Bargeld.

Ganzen Artikel lesen.

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Vollgeld: Die NZZ hat bereits kapituliertChristian Müller / 10. Aug 2017

Entgegen allen Erwartungen: Die NZZ verzichtet auf grosses Kaliber gegen die Einführung des Vollgeld-Systems. Was sagen die Banken?

Man durfte echt gespannt sein: Was würde die meist bankenfreundliche NZZ zum Vollgeld sagen, nachdem klar ist, dass nach der erfolgreichen Initiative zur Einführung des Vollgeldes darüber abgestimmt werden muss?

Eine erste grössere Geschichte zum Vollgeld kam aus dem PC von NZZ-Wirtschaftsredaktor Hansueli Schöchli. Und man durfte schmunzeln: Der NZZ-Finanzmarkt-Mann referierte ausführlich über das Vollgeld und seine Vorteile, fand aber eigentlich keine gewichtigen Argumente gegen diese Reform der Schweizer Geldordnung. Sein einziges Argument dagegen: Die Initianten sähen so viele Vorteile beim Vollgeld-System, dass es gelte, vorsichtig zu sein. Wo zu viel Positives aufgetischt werde, sei äusserste Vorsicht angebracht (Infosperber berichtete).

Aber wer ist denn schon Hansueli Schöchli? Jetzt durfte man gespannt sein, was Peter A. Fischer schreiben würde, der Leiter der Wirtschaftsredaktion der NZZ. Und nun ist es passiert: Jetzt hat sich auch pfi. – im Artikel sogar mit vollem Namen – zum Vollgeld geäussert, und zwar gleich doppelt: mit einem Artikel und mit einem Kommentar in der Rubrik Reflexe, nachzulesen in der NZZ auf Papier vom 9.8.2017 auf den Seiten 21 und 32 und auch auf NZZ online hier und hier.

Das Überraschende:

Ganzen Artikel lesen.

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Ich bin überrascht. Ich gratuliere der NZZ und dem Blatt 20Minuten zu ihrer Berichterstattung: Im grossen Ganzen sachlich.

Autor Christian Müller denkt weiter und äussert die Möglichkeit, diese Sachlichkeit sei Kalkül, sinngemäss: „Jetzt nicht gegen das Vollgeld wettern, auf dass die Banken umso grössere Beträge einsetzen, damit man mit Wettern beginne.“ Möglich, doch meine ich, doch allzu weit hergeholt. Wir werden sehen.

Jetzt geht es um weitere Aufklärung. Wenn allerdings NZZ und 20Minuten weiterhin sachlich rapportieren, (nota bene, ich spreche heute mit Freude nicht von grossen Klopapieren. Was gut ist, das ist gut. Wenn Journalisten tun, was ihre eigentliche Aufgabe ist, bin ich der erste, der halleluja ruft und eine Zeitung empfehle), wenn also NZZ und 20Minuten sachlich rapportieren, dann werden eine Menge von Eidgenossen auf das Thema sensibilisiert.

Sehr gut!

Liebe Deutsche Brüder. Fällt mir zu, und es dauert mich. Bitte mal den Massstab hervornehmen; 100’000 in der Schweiz, das entspricht 1’000’000 in der BRD. Wenn ich mir zum Vergleich vorstelle, wie mühselig die Deutsche Mitte ihre 25’000 Stimmchen zusammengekratzt hat, um auf Wahlzetteln erscheinen zu können, dann gratuliere ich meinen Landsleuten einerseits und spreche anderseits den Deutschen, welche in ihrem Lande gute Initiativen ergreifen, gleich dreifache Hochachtung aus, denn sie haben es wirklich und wahrhaftig verd schweren Stand.

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thom ram, 10.08.im Jahre 05 des Säuglings mit Namen „Neues Zeitalter“.

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5 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. haluise sagt:

    S U P E R

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  3. chaukeedaar sagt:

    Nun gut, dass einige NWO Jünger in Redaktionsstuben auf staatlich zentralisiertes Vollgeld stehen, kann ich noch nachvollziehen 😉 Kann aber auch sein, dass sie die Thematik mit Lügen nicht überquellen lassen wollen, haben sie doch bei der Ganser-Hetze gemerkt, wie schnell die Suppe in der Schweiz hochkochen kann…
    Erstaunen tut mich an der ganzen Geschichte eigentlich nur, dass „private Geldschöpfung“ als Thema in den MSM objektiv berichtet wird, ohne Relativierungen und Abschwächungen. Bisher habe ich immer Unglauben in der Schafens Augen gesehen, wenn ich darüber erzählt habe. Nun kann ich sagen: Guckst du 20-mi-nutten, he, he

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  4. Vollidiot sagt:

    Thom

    Bei einer Volksabstimmig würde ich auch mein Chrüzli machen.
    Aber außer Seehofer will die niemand mehr in der ABZ.
    Also bleibt die Deutsche Mitte….

    Eine Wahl als Volksabstimmung?
    Ja oder Nein.
    Die Wahl unter mehreren Parteien ist ein Ja.
    Und wenn ich etwas ablehne, so wie das der Schweizerbürger kann, bei einer Abstimmung, mache ich bei Nein ein Kreuz.
    Das aber sieht wundersamerweise die „demokratische Wahl“ nicht vor.
    Man darf ja ein Elend aus dem Sumpf ziehen und rufen: das will ich haben.
    Was aber, wenn mir der Sumpf, ob seiner üblen Gerüche, stinkt?
    Und Trockenlegen das Gebot der Zeit wäre?
    Statt alle 4 Jahre Kampfkrampf als Schrecken ohne Ende – einmal Wahlbeteiligung null – dann käme das Ende mit Schrecken.
    Denn wer nicht gewählt wurde kann auch nicht regieren.

    Wenn man den demokratischen Strukturen auf die Zähnchen fühlt, dann wird das verborgene Abgefeimte deutlich.

    Vollgeldinitiative?
    In der BRD könnten nur Nazis und Rechtsextreme auf die Idee kommen.
    In der Schwiiz sind dann Leute wie Du sowas ähnliches…………………………..

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  5. ziegenlippe sagt:

    Stimmt Volli, ne Wahl sollte auch ein ‚Nein‘ ermöglichen. Vom Wunsch die in der Schweiz üblichen Volksabstimmungen auch haben zu wollen,mal ganz zu schweigen. Solche Meinung gegenüber Linken u. ä. geäußert, ergibt Antworten wie ‚bist du verrückt, die wählen doch rechtsextreme, die wissen doch gar nicht was gut ist)

    Null Beteiligung = Null Legitimation

    Null Legitimation = ?(mag jeder selbst rechnen/formulieren )

    = (Mein Ergebnis) Ihr sprecht nicht in unserem Namen, schert Euch von dannen.

    Eine demokratische Lösung wird die vielen argen Dinge hier nicht mehr beheben können und ja ich hätte es gerne anders. Absolut gerne.
    Aber es wird vermutlich so weitergehen, allerdings wird dann der Druck auf die Bevölkerung unweigerlich auf längere Zeit gesehen unermesslich werden.

    Danke für den Beitrag und den Kommentar.

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