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Diese sonderbaren Russen

Sie sind so gar nicht wie wir, so ganz anders, so unverständlich… oder gerade so, wie wir mal waren?
Vielleicht sind sie einfach noch näher an der Natur, so wie wir es einst waren, bevor man uns vor 500 (?) Jahren einen Dreißigjährigen Krieg aufzwang, und viele viele weitere Kriege?
Bis heute?
Freilich immer mit der „Begründung“, daß es in unserem „teutonischen Naturell“ liege, Kriege zu führen, obwohl es tatsächlich genau umgekehrt ist: wir sind eines der friedliebendsten Völkchen auf dem Planeten…

Sehen wir uns also mal an, was wir alles vielleicht schon verloren haben.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 30. Mai 2017
——————————————————

Russische Bräuche, die dem westlichen Menschen absolut unverständlich sind

29. Mai 2017

Viele Ausländer halten die Russen für seltsam, sprechen von der rätselhaften russischen Seele und absolut unlogischen Handlungen. So haben wir eine Menge Traditionen und Gewohnheiten, welche die Ausländer weder verstehen noch erklären können.
(wir probieren es trotzdem einmal – d.Ü.)

Wir haben hier die in der ausländischen Presse am häufigsten anzutreffenden Fakten, welche die unglücklichen Gäste unseres Landes so stark verwundern, zusammengestellt.

1. Die Russen lächeln Fremde selten an. Das Lächeln ist für die nahen Angehörigen bestimmt, und es kommt von ganzem Herzen. (ja, der Russe trägt sein Inneres nicht so zur Schau wie der Ami – und das hat mit „Freund-lichkeit“ oder „Höf-lichkeit“ nichts zu tun – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

2. An Essen zu einer Feier oder wenn Gäste kommen wird viel mehr zubereitet als nötig.
(das ist einfach nur dazu da, damit jeder von den ihm selbst am besten schmeckenden Speisen auch wirklich genug zur Verfügung hat – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

3. Das Neue Jahr ist der wichtigste Winterfeiertag – es wird viel pathetischer gefeiert als Weihnachten. (das stimmt nur zum Teil, denn die Russen feiern gern und bei jeder Gelegenheit, oft auch doppelt, d.h. nach dem jetzigen und nochmal nach dem „alten“ julianischen Kalender; und es liegt vor allem daran, daß es in den 70 Jahren Sowjet-Macht kein Weihnachten gab; wenn die Volks-Traditionen der Wintersonnenwende und der Rauhnächte erst wieder aufgenommen werden, dann wird man auch dort wieder „durchfeiern“ – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

4. Die Russen sprechen bei Feiern sehr lange und ausschweifende Trinksprüche. (und lassen dabei teilweise bemerkenswerte literarische, psychologische und philosophische Bildung sowie Lebenserfahrung erkennen; da kann man wirklich viel lernen – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

5. Bei den Russen ist es üblich, den Frischgereinigten nach Sauna, Bad oder Dusche so zu begrüßen: «С легким паром!» = „Mit leichtem Dampf!“ (der Sinn ist der Wunsch, daß es einem leicht gefallen sein möge, sich schwitzend zu reinigen; Hintergedanke: daß man auch nur wenig seelischen „Schmutz“ zu bereinigen hatte – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

6. An den Tisch setzt man sich nicht nur, um zu essen, sondern auch, um miteinander zu reden, und diese Gespräche können viele Stunden dauern. (und es muß auch nicht immer Alkohol dabei sein – ich habe schon einige sehr tiefschürfende und begeisternde Unterhaltungen mit Russen erlebt, bei denen weder Alkohol noch Karten noch Fußball eine Rolle spielten – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

7. Alle Frauen beliebigen Alters, außer Omas, werden mit „junge Frau“ («девушка») angesprochen. (im Unterschied zu Djewotschka = „девочка“, dem kleinen Mädchen, ist Djewuschka = „девушка“ mindestens ein „Backfisch“… – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

8. Die Russen erzählen Witze/Anekdoten egal ob angebracht oder nicht. Sie können ein beliebiges Gespräch mit den Worten unterbrechen „Mir ist da eine Anekdote eingefallen“ und einen Witz erzählen, der keinerlei Beziehung zum Gesprächsthema hat. (nun, das mit dem „keinerlei Beziehung“ ist schon wieder eine Interpretation, die eher darauf hinweist, daß der „westliche Partner“ diese Beziehung nur nicht erkennt… – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

9. Auf die Frage „Wie geht’s?“ antworten die Russen mit einer ausführlichen Erzählung und nicht mit dem Klischee „Danke, bestens.“. (was ist wohl sinnvoller? – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

10. Die meisten Russen schauen regelmäßig sowjetische Trickfilme an. (vielleicht in dem unbewußten Drang nach anständigem, ordentlichem, menschlichem Verhalten? – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

11. Sogar wenn sie nur in den nächsten Laden einkaufen gehen, ziehen sich die russischen jungen Frauen an wie zum Feiertag. (ein wenig übertrieben, aber es ist „was dran“: eine junge Russin – siehe oben: bis sie Oma ist – achtet stets auf ihr Äußeres: sie möchte einfach gefallen, ihre Wirkung auf die Männerwelt überprüfen und ist für harmlose Komplimente jederzeit dankbar – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

12. Bevor man sich auf eine Reise begibt, setzt man sich nochmal kurz hin, „auf den Weg“. (ein schöner Brauch, vor dem Abschied nochmal kurz zur Ruhe zu kommen – der nicht selten zum Erinnern an etwas wichtiges, das man vergessen hat zu tun, führt – d.Ü.)

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

13. Die Russen leben oft mit ihren Eltern zusammen. Das Leben unter einem Dach mit Omas, Kindern und Enkeln wird als ganz natürlich angesehen. (es ist ja auch natürlich und nicht nur ökonomisch sinnvoll – früher haben die naturnah lebenden Menschen stets mit 3 oder 4 Generationen unter einem Dach gelebt, teilweise sogar, in der russischen Blockhütte aus ganzen Stämmen, in einem einzigen großen Raum, der mit aufgehängten Laken „aufgeteilt“ wurde; warum wir uns so „vereinzeln“ lassen und die Sippe schon zum Schimpfwort verkommen ist, darf uns Anlaß zu überlegen sein – d.Ü.

Русские обычаи, абсолютно непонятные западному человеку

14. Wenn man zu Gast geht, gehört es zum guten Ton, ein Geschenk mitzubringen. Auch wenn es „nur“ Süßigkeiten oder Blumen sind – egal, nur nicht mit leeren Händen kommen. (da zeigt sich der alte Volksglaube, daß so, wie man anderen begegnet, man auch selbst wahrgenommen und behandelt wird, und gewiß nicht unbegründet – d.Ü.)

Quelle: Источник


6 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  2. AUF DEM Gebiet, welches Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation genannt wird, wurden zwische 1618 und 1648 mindestens 36 Millionen von Säügling bis zum Greis ERMORET !!!

    Zufällig WEIß ich das von meiner Tante — deren Vorfaharen 1648 nach dem sogenannten ‚Dreißigjährige Krieg‘

    NACH “Rußland“ auswanderten … “Wir lebten in Westfalen … nix blieb unseren Ahnen übrig — ***um nicht zu verhungern***:

    “BESSER ist es: sich nach Rus aufzumachen“ : “Hier werden wir *so oder so verrecken* … … “aber: VIELLEICHT können wir DORT

    ÜBERLEBEN (?)

    … UND diese mir unbekannten Menschen— — meine AHNEN — — !!!! … … … theoretisch: “Ich wäre wohl niemals ge-bor-en!!!

    Ein Mensch Großer Weisheit:

    Freilich weiß ich:

    Die meisten Menschen wurden in ihrem Denken KASTRIERT …

    … und können daher nicht GLAUBEN,

    Daß ich wirklich LIEBE!!!

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  3. luckyhans sagt:

    zu Jauhu um 04:05
    Schon seltsam, daß in den 30 Jahren Krieg, wo sich angeblich alle möglichen Heere (außer einem deutschen) auf deutschem Boden ausgetobt haben und „kein Stein auf dem anderen blieb“, daß in dieser Zeit aber viele Bauten in vielen Städten erhalten blieben: Münster, Kirchen, Abteien, Dome, Festungen, auch viele Wohnhäuser… da paßt doch wieder vieles nicht zusammen…

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  4. Archivar sagt:

    Was den 1. „Dreißigjährigen Krieg“ angeht, dem empfehle ich folgendes zu lesen.
    http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11086429_00005.html

    Über Rußland findet man ebenfalls reichlich in diesem Digitalisierungszentrum. Beim Stöbern fliegen die Stunden so dahin 🙂

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  5. Vollidiot sagt:

    Luck

    Warum alles kurz und klein machen?
    Damals (1618-1648) handelte man schon im Vorwissen der Neutronenbombe.
    Ich will Menschen töten. Es gab ja gar nicht so viele Schlachten.
    Aber 30 Jahre mit Heeren über Land ziehen, die essen, saufen und ficken wollen.
    Was macht da Schleifen von Kirchen Sinn?
    Auch damals ging es ums Massakrieren, Reduzieren.
    Kennen wir doch alles.
    Das Zerbomben war ja nur interessant im WK2, weil damit Leichenberge erreicht werden konnten (neben Kulturzerstörung).
    Das Tavistock-Institut begleitete diese Maßnahmen aus psychologischer Sicht (Levin, M. Mead).
    Ein guter Leumund für die Psychologen-Kaste.
    Damals zu Pappenheims Zeiten stach man lieber ab oder erschlug (u.Ä.) – wieder aufgenommen in Polen, Tschechien und Jugoslawien nach WK2 als effektive Weise zu reduzieren.
    Manche Herrschaften finden es ergötzlich wenn Blut von Deutschen und Russen fließt.

    Gefällt 1 Person

  6. luckyhans sagt:

    zu Volli um 15:29
    Ja, das hat was.
    Fällt ja auch auf, daß vor allem „heilige“ Bauten verschont blieben – ein Schelm…

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