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Was will M. in M.?

Nicht schwer zu erraten, wer oder was sich hinter den Abkürzungen in der Überschrift verbirgt, oder?
Ja, der 2. Mai steht kurz bevor, und nachdem die Bankenzinsluder (oh sorry, da sind wohl die Buchstaben durcheinandergekommen) sich bisher so bravourös an die Anweisungen von übern Teich gehalten hat, und Donny ihr ja unlängst gehörig den Marsch geblasen hat, brauchen wir wohl nur einmal raten, was denn ihr Begehr dort sein wird.
Ganz gewiß nicht die Interessen der deutschen Volksstämme; höchstens vielleicht die der sog. deutschen (längst vollständig in ausländischer Hand befindlichen) Großkonzerne, aber auch nur soweit es der Big Brother erlaubt…
Was eine russische Netzseite zur folgenden neuen Überschrift und Ergänzungen zur nachfolgenden betont sachlichen Tass-Meldung veranlaßte…
© für die unwesentlich gekürzte Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 28. April 2017
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Merkel ist eine Bauernfigur in den Händen der schwarzen Aristokratie. Wozu fährt sie nach Rußland?

27. April 2017

 

Der Besuch der A. M. in Moskau am 2. Mai trägt pragmatischen Charakter, die Kanzlerin ist bemüht, die Wirtschaftsinteressen zu vertreten. Dies teilen die Quellen im außenpolitischen Block Rußlands mit.
„Es haben sich viele Fragen angesammelt, die für Berlin wirtschaftlich kritisch sind, und diese gehören gelöst“, sagen Diplomaten.

Offiziell ist die Tagesordnung des deutschen Kanzlerbesuchs mit der bevorstehenden Tagung der G20 verbunden. Diese findet im Juli in Hamburg statt. Und bis dahin muß Madam M. als Führer der G20-Gruppe (bitte keine feuchten Träume: das ist stets der Gastgeber – d.Ü.) sich mit allen anderen Führern treffen. In der Presseerklärung des deutschen AA wird gesagt, daß die Chefin der BRD in Moskau aktuelle Fragen des (G20-)Tagungsprogramms und die zweiseitigen Beziehungen erörtern will.
Aber das ist nur die Spitze des Eisberges.

Man muß sagen, unter welchen Bedingungen dieser Besuch stattfindet. A.M. war vor 2 Jahren das letzte Mal in Moskau. Sie kam damals zur Feier des 70. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg. Aber sie kam demonstrativ nicht zum 9. Mai zur Parade, sondern am Folgetag.
Die Beziehungen beider Länder waren damals wie heute nicht einfach. Seither haben sich W.P. und A.M. noch mehrmals auf neutralem Boden getroffen. Aber die deutsche Kanzlerin ist im Dialog nicht über hochgestelzte Sentenzen zur Situation in der Ukraine und zu den Minsker Vereinbarungen hinausgekommen.
Im Grunde hat sie vollständig die inneren, in erster Linie die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands der politischen Zweckmäßigkeit der EU und den Forderungen der ‚Freunde‘ von übern Ozean geopfert.

Und nun ist Frühjahr 2017. Unangenehm für Frau Kanzlerin: bei ihrem Hauptverbündeten (besser: ihrem direkten Befehlsgeber – d.Ü.) – den Vereinigten Staaten – wechselt das „Haupt“. Und der neue amerikanische (besser: VSA-)Präsident folgt schon einer anderen außenpolitischen Linie. Darunter auch in den Beziehungen zu Deutschland (besser: zur BRvD – d.Ü.).
Der Besuch Merkels bei Trump hat ihr klar zu verstehen gegeben, daß der Chef des Weißen Hauses ihre Interessen nicht berücksichtigen wird.
Und noch mehr.
Er ist bereit, ‚Schulden‘ von Deutschland einzutreiben. Zum Beispiel für den Unterhalt der Nato hat er schon eine Rechnung über 380 Milliarden Dollar vorgelegt, aber momentan deren Bezahlung noch nicht gefordert, solange Berlin folgsam bleibt.
(man könnte solch Verhalten auch Erpressung nennen, aber wozu eine Marionette erpressen? einfacher ist: an der Strippe ziehen… – d.Ü.)
Offensichtlich werden die VSA in den Wirtschafts-Beziehungen mit der EU und deren Hauptlokomotive BRD nicht mehr viel Federlesen machen.

„Kanzler-Stabilität“

Für A.M., die „Frau Kanzler-Stabilität“ genannt wird, kann solch geopolitisches Schwanken kritisch werden. Sie hat im Herbst 2017 Wahlen. Diese laufen vor dem Hintergrund des Brexit in Großbritannien und der Wahlen in Frankreich, mit einer unbestrittenen Popularität der Marin LePen. Euroskeptiker, die Hauptfeinde A.Merkels, umringen sie in allen Hauptrichtungen.
Daheim sieht es für die Kanzlerin besser aus: Die Opposition ist schwach, weil die Wirtschaft Deutschlands wächst. (aber nur in den getricksten Statistiken, damit die Stimmung vor den Wahlen „hingebogen“ wird; nach der Wahl wird die Wahrheit, wie üblich in Form von „plötzlich entdeckten“ riesigen Haushaltslöchern usw., offenbar werden – das hatten wir doch bereits sooo oft… alles schon wieder vergessen? – d.Ü.)
Aber für ein Wachstum sind stabile Lieferungen der Energieträger lebenswichtig. In erster Linien Erdgas. Und das ist die Forderung der ‚deutschen‘ Geschäftsleute, die A.M. nicht wegschieben kann.

Zu diesem Zeitpunkt wird die Vereinbarung zum Bau der zweiten Gasleitung „Nordstream-2“ abgeschlossen. Der Chef von Gasprom, Alexej Miller, hat Anfang dieser Woche den Journalisten mitgeteilt, daß die Finanzierung des Baus der Gasleitung „Nordstream-2“ geklärt ist. Die eine Hälfte der Investitionen übernimmt die russische Firma, die andere die französischen Engie, die österreichische OMV, die holländisch-britische Royal Dutch Shell und die ‚deutschen‘ Uniper und Wintershall. Die Europäer haben versprochen, 50% vom Gesamtumfang zu finanzieren, der auf 9,5 Mrd Euro geschätzt wird.
Jeder von ihnen wird ca. 950 Mio beisteuern. Gasprom investiert die restlichen Mittel und bleibt einziger Aktionär der Projektfirma Nord Stream-2.

Solch eine mächtige Teilhabe der westlichen Energie-Giganten gibt die Basis zu vermuten, daß die politischen Hindernisse für den Bau der Gasleitung überwunden sind. Dagegen waren vor allem die Ukraine, Polen und seit kurzem auch Dänemark aufgetreten. Kiew und Warschau sind die Transit(-Profit)eure des Gases, die Monopolisten, sie sind sehr daran interessiert, ihre Einkünfte von der Durchleitung des Gases zu behalten. Dänemark wollte seine eigene Gasleitung bauen, hat aber kapiert, daß das Gas aus „Nordstream-2“ billiger sein wird. Und gibt daher seine heftige Rhetorik auf.

Und es gibt noch Deutschland, Finnland und Schweden, durch deren Aquatorien die Gasleitung verlegt wird, und auch Lettland, Litauen, Polen und Estland, die an den Konsultationen zu NS-2 teilgenommen haben. Es ist geplant, daß die Konsultationen mit ihnen bis zum Ende des Sommers abgeschlossen werden. Und zwar positiv, weil sie in hohem Maße nur noch formal sind.
Nachdem die fünf europäischen Geschäftspartner es abgelehnt haben, zu Aktionären der NS-2 zu werden, braucht man das dritte Energie-Paket der EU nicht mehr zu berücksichtigen, das eine Abstimmung des Baus der Gasleitung mit den nationalen Regulierungsbehörden erfordert hatte.

Unter diesen Bedingungen muß A.M. einen Weg zwischen Skylla und Charybdis – den wirtschaftlichen und politischen Interessen – finden. Sie kommt nach Moskau in dem Wissen, daß die deutsche Wirtschaft und die Wähler ihr ein erneutes Ignorieren ihrer ökonomischen Interessen nicht verzeihen werden.
So auch eine solche Variante der Entwicklung der Ereignisse, daß sie an der Spitze der EU-Bürokratie auch weiterhin den Bau der Gasleitung Nordstream-2 blockiert. Und eine solche Variante gibt es. Dieses Geschäft aufzugeben, fordern von Berlin sowohl Warschau als auch Kiew. Sie kapieren, daß ein zweiter Strang Erdgasleitung in der Ostsee und der „Turk stream“ dann vollständig die Notwendigkeit der ‚Vermittlung‘ der Lieferungen russischen Erdgases nach Europa ab 2019 aushebt.
Und so schreiben sie ihre Proteste an die EU-Kommission.

Ein Kompromiß

Nach den Angaben der Tass-Quellen in russischen diplomatischen Kreisen bereitet die deutsche Delegation einen Kompromiß vor. Und wird versuchen, in der Frage zu handeln, wem von den Transitländern man den Druck in der Leitung läßt. Ausgehend von den vorhandenen Informationen ist der wertvollere Verbündete Polen. Als EU-Mitglied, Nato-Partner und Nachbar, dem schon in den 90er Jahren viel zuviel versprochen wurde.
Gegenüber der Ukraine hat die BRD ein solches Gepäck nicht. Mehr noch, viele Deutsche erkennen Kiew als ernsthaftes Problem. Sowohl wegen der Energie-Erpressungen, als auch wegen des Unwillens, die Minsker Vereinbarungen zu erfüllen, aber auch wegen der ausufernden Korruption und der Unfähigkeit der Machthabenden.

Dabei hatte Alexej Miller am 25. April erklärt, daß Gasprom hypothetisch bereit wäre, durch die Ukraine auch nach der Inbetriebnahme von NS-2 jährlich 15 Mrd Kubikmeter Gas hindurchzupumpen. Dieses Volumen genügt, um den Druck in der Leitung aufrechtzuerhalten. Aber das Geld für den Transit reicht Kiew nicht mal dafür aus, um die Gasleitung in arbeitsfähigem Zustand zu halten, die sie im Jahre 2019 eher benötigen werden, um Revers-Gas aus Europa zu beziehen.
(eine ebenso große Sauerei der jüdischen Junta in Kiew: sie kauft „aus politischen Gründen“ zu Lasten der Verbraucher in Europa russisches Erdgas zu höheren Preisen als sie es aus Rußland direkt bekommen würde, eine ebensolche eklatante Mißachtung der Interessen des eigenen Volkes, wie wir sie von der hiesigen Verwaltungsorganisation nun schon seit Jahrzehnten gewohnt sind – d.Ü.)

Deshalb steht jetzt für die Verhandlungen in Moskau eher die aktuelle Frage: geht der gesamte rechtliche unterirdische Gas-Transit in die EU durch Weißrußland und Polen? Oder bekommt auch die Ukraine noch ein wenig ab?
Für das pragmatische Berlin ist eher eine Wahl des kleineren Übels charakteristisch. Und von oben drücken die politischen Risiken, wenn die Wähler von der ständigen Bejahrung der Forderungen und Caprizen der Nachbarn endlich die Nase voll haben.

Georgij Trenjow

Quelle: http://webnovosti.info/n/47691/

– – – – – – – – –
Na, dazu wäre wohl einiges zu sagen.
Zunächst erst mal der Fakt, daß „Berlin“
gar keine eigene Meinung zu haben hat, wenn die Interessen der internationalen Finanzoligarchie ein bestimmtes Verhalten verlangen. Insofern braucht jeder nur überlegen, wie denn die Interessen „jener“ aussehen, und er weiß, wie unsere Ober-Marionette samt ihren Assistenten sich verhalten wird.
Wenn alle Stricke reißen, und das ist für Marionetten so ziemlich die schlimmst-mögliche Vorstellung von den Ereignissen, dann kann auch eine stets devote Marionutte mal abgelöst werden – wenn auch nur durch eine andere ebensolche.

Sodann darf daran erinnert werden, daß es „Staaten“ im Sinne des Völkerrechts kaum noch gibt, denn die meisten sind bereits – nach dem Vorbild der Verwaltungs-Organisation BRvD – in Firmen umgewandelt.
Das wurde hier schon mehrfach nachgewiesen.
Somit ist also auch die den obigen Erörterungen zugrundeliegende „nationale Sichtweise“ – wobei Nationen wieder etwas anderes sind – längst überholt: es gibt (leider) in der jetzigen Zeit nur noch Interessen, und zwar in erster Linie die der internationale Finanzoligarchie, und diesen hat sich alles andere unterzuordnen. Von vorgeschriebenen taktischen Winkelzügen mal abgesehen…

Ja, was bleibt als Extrakt?
Wir bekommen einen neuen Akt der Polit-Show „Verein EU und Firma BRvD gegen Putins Russen“ zu sehen – bereitwillig mit Lügen rund um die Uhr assistiert von der gesamten weltweiten Medien-Kamarilla.
Und solange wir nicht unseren Hintern hochkriegen und diesem Spuk ein Ende bereiten, wird dieses ganze Schauspiel immer so weitergehen – bis die Regie zu einem neuen Spiel aufruft, in dem wir wieder nur dieselbe Rolle – die der Melkkuh – werden spielen dürfen.
Es liegt also an uns, und zwar NUR an uns…


6 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. luckyhans sagt:

    … hier nochmal eine ausführliche Betrachtung aus BRvD-offizieller Sicht:
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59585

    Besonders lustig sind die Einlassungen zum „Rüstungs-Wettlauf“ – gerade bringt Rußland seine Import-Ablösungs-Maschinerie in Schwung und hat bewiesen, daß man auch mit niedrigem Ölpreis und störender Blauschild-Zentralbank in der Lage ist, zurechtzukommen, schon träumen die Leute entgegen jeder Einsicht wieder von Zwangsmaßnahmen – naja, manche lernen’s nie – und andere noch später… 😉

    „Es gibt 100 Arten, einen Bären aus seiner Höhle zu locken, aber keine einzige, ihn dort wieder hineinzubringen…“ (Jägerlatein?)

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  3. Vollidiot sagt:

    Luck

    Unsere Politiker sind Schadensstifter für das Volk.
    Meineidiger Schwemmsand.
    Heute da, morgen dort.
    Auch der Wechselwähler wählt diesen Schwemmsand.
    Heute da, morgen dort.
    Aber in aller Regel Scheiße.
    Des Volkes Willensbildung findet nicht an der Urne statt, nur weil die Herrschenden meinen ihre Kastration zum Urnengebrauch sei vollendet.
    In der Urne wird gemeinhin ein Rest begraben.
    Wir wollen keinen Rest mehr.
    Keine Urne mehr nur noch Unmittelbares und Bedingungsloses – welches Recht meinen diese das sie es hätten uns Bedingungen zu stellen?

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  4. luckyhans sagt:

    … hier gibt’s in Kürze Neues zum Thema:
    http://en.kremlin.ru/events/president/news/54430

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  5. luckyhans sagt:

    zu Volli um 17:21
    Mein guter, das sind nicht „unsere“ Politiker, sondern das sind die Politiker, die man uns vorsetzt.
    Oder glaubt noch jemand, daß es bei den sog. Wahlen hier im vereinigten Wirtschaftsgebiet mit rechten Dingen zugeht?
    Daß tatsächlich Stimmen ausgezählt werden für diesen oder jenen „Kandidaten“?
    Es geht doch nur noch um eine Zahl: wieviele vom Stimmvieh haben ihre Stimme abgegeben!
    Weil das ist die Zahl derjenigen, die egal wer als „Sieger“ verkündet wird, das System als solches weiterhin brav unterstützen werden…

    Und da keiner nachprüfen kann, was in der Wahl-Kneipe passiert, wenn grad keine NAME/SACHE anwesend ist, wird hier mal schnell ein Kreuz auf der Wählerliste gemacht, und da auch mal, und dann ein paar Stimmzettelchen ins Ürnchen geworfen, natürlich für die Etablierten, was sonst… war schon vor 12 Jahren so, als wir damals nochmal wählen gegangen waren, weil unserer Sohn darauf bestand: da war auf der Wählerliste bei meiner Frau bereits ein Kreuzchen, daß sie schon gewählt hatte, als wir kamen – „ach, da bin ich wohl in der Zeile verrutscht…“ war der freche Kommentar…
    Übrigens:
    In Rußland wird der Wahlraum rund um die Uhr videoüberwacht und ins Netz gesendet, was schon zur Aufdeckung ähnlicher Manipulationen geführt hat.

    Man sollte sich wirklich den Spaß mal machen und ein Volks-Wahlbeobachter-Team bilden, das als zeitweilige gesellschaftliche Organisation (ggf. auch als Verein) – ordentlich angemeldet beim örtlichen Wahlleiter – die Stimmabgabe in den Wahllokalen den ganzen Tag lang umschichtig überwacht und eine eigene Strichliste führt, wieviele Leut ihr politische Selbstbestimmung freiwillig aufgegeben haben. Und dann mit DER ZAHL vergleicht, die der Wahllokalleiter – meist nur per Telefon! – an den örtlichen Wahlleiter weitergibt.
    Und die „Auszählung“ der Stimmen beobachtet… und deren Weitergabe usw.
    Wäre doch mal interessant, was dabei so alles rauskäme…

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  6. luckyhans sagt:

    … die Pressekonferenz in deutsch – ab 9:45 min:

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