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Gespräch mit E. / Karma

Lieber Leser. Gestern habe ich kurz berichtet, wie neuerdings das Wasser zu E. spricht, und wie das unsere Herzen schneller schlagen lässt. Zuvor hatten wir ein langes und sehr angeregtes Gespräch über Reinkarnation. 

Ich bin fast dreimal so alt wie E. Sie kommt aus einem Haus, da das gängige Christentum als Religio gedacht und gelebt wird. Ich erwähne das, um meine Begeisterung dafür begreiflich zu machen, dass E. selber forscht, eigenständig denkt und offen ist, jede ihr neue Sichtweise zu beäugen. So selten, das. Man kann auch sagen: Sie ist eine perfekte Schülerin. 

Einschub.

Guten Schüler gibt es nur mit gutem Lehrer. Die Voraussetzung heisst: Beide, Lehrer und Schüler, müssen wertfrei denken. Wenn der Lehrer meint, er sei besser als der Schüler, weil er 278 Flüsse oder den Niuuten auswendig herlabern kann, ist er auf dem falschen Posten. Wenn der Schüler meint, der Lehrer habe immer recht, ist er als Schüler bereits versaut.

Ein gutes Lehrer Schüler Verhältnis zeichnet sich durch freies Geben und Nehmen aus. Es ist logo, dass ich fast ganz alter Mann mehr habe sammeln können als ein so viel jüngerer Schüler. Und es ist logo, dass es mich nicht ziept, dass E., welche auf gewissen Gebieten meine Schülerin ist, auf andern Gebieten meine Lehrerin ist, einfach dessentwegen, weil sie ihrerseits in vielerlei Hinsicht mir gibt und mich lehrt.

Nun also zum vorhergegangenen Gespräch. 

Ich skizzierte mein Weltbild. 

Auf der Erde gab es schon mannigfaltige Lebensformen, auch hochentwickelte, bevor die Spezies Mensch hervorgebracht wurde. Erdenmenschen (es gibt auch Sternmenschen, ich komme noch darauf), sie waren im Göttlichen All Einen und haben sich als Funke dafür entschieden, einen Zyklus in der polaren Welt, das heisst in unserem Kosmos, zu machen. Dass sie sich für einen Zyklus auf der Erde entschieden, das war die Wahl aus Millionen von anderen Möglichkeiten im Kosmos. Die Entwicklung lief über Inkarnation in Gestein, einfache Pflanzen, hoch entwickelte Pflanzen, einfache Tiere, hoch entwickelte Tiere, um dann in Menschenkörpern zu inkarnieren. Es dauert ein Weilchen, das Ganze. Jede Art der Inkarnation hat seine eigene Art der Bewusstheit. Auch ein Stein hat seine Bewusstheit, auch eine Pflanze, auch jedes Tier. Ein Stein schwingt unendlich langsam, seine Bewusstheit ist eng. Des Menschen Bewusstheit ist im Vergleich dazu wie ein Meer zu einer Pfütze.

E. stellte zwei ebenso schlichte wie tiefstgreifende Fragen, leuchtenden Auges stellte sie sie.

Wann wurde Karma installiert?

Wer hat Karma installiert?

Wie funktioniert Karma?

Lieber Leser, wenn die Fragen so dastehen, sind sie doch wirklich simpel und klar – und sie sind zwingend zu stellen, so man sich mit Karma beschäftigt. Meine Schülerin war meine Lehrerin. In dieser weisen – weil schlichten – Form hatte ich noch nie darüber nachgedacht.

Die erste Frage brachte mich ins Schleudern. Gab es Karma schon vor der heute bekannten Menschheit? Die Antwort darauf interessiert mich wenig. Hochinteressant aber für mich ist es, darüber zu sifflieren, ob die Frühmenschen karma – frei gelebt haben.

Die Antwort, die mir heute gewachsen ist, lautet so: 

Die ersten Menschen waren sehr einfache Gemüter. Die Entwicklung der Bewusstheit der Menschheit ging über Jahrhunderttausende in Wellenform, auf und ab, generell, im Gesamten, jedoch aufwärts, in Richtung „immer bewusster“. Ausreisser nach oben wie zum Beispiel die Atlanter es waren, ändern daran nichts.

Heute ist in mir das Bild entstanden: Karma gab von Beginn der Menschheit an, dem Karma waren schon die ersten Menschen unterworfen. Weil sie ein denkbar einfaches Leben führten, waren die Gesetze des Karmas verhältnismässig einfach, im Grundzug so, wie sich Hänschen (und nicht nur Hänschen) Karma vorstellt: Habe ich gemordet, werde ich im nächsten Leben ermordet. 

Nach Massgabe der Entwickelung der Bewusstheit wurde es differenzierter. Heute ist Karma ein so hochkomplexes Programm (nach meinem Dafürhalten ist es ein Programm), dass jede einzelne Handlung im gesamten Kontext einer Inkarnation betrachtet werden muss, um die Spur zu erahnen, was für Folgen ein Tun hat. 

Ich gebe ein Beispiel. 

Ein eigentlich sehr bewusster Mensch vögelt blödsinnig rum, das heisst, er tut es lieblos, das heisst vor allem, er tut es ohne sich zu kümmern, ob er einen Balg macht. Und prompt schwängert er ein hübsch Mädel. Damit zieht er eine Seele an. Wer eine Schwangerschaft kreiert, zieht zwingend eine Seele an. Man muss sich dieses gewaltige Geschehen vor Augen führen! 

Nun ist dieser blödsinnig gevögelt Habende aber ein Mensch, der im Grunde weiss, was er tut, wenn er eine Frau schwängert. Und von dieser Frau wollte er im Grunde kein Kind. Er drängt auf Abtreibung. Sie treiben ab. Die hergezerrte Seele muss das Feld wieder verlassen

Das schafft schwerwiegendes Karma, denn: Der Mann hat die Frau und die herbeieilende Seele in die Unfreiheit getrieben. Er wird noch und noch in Situationen kommen, da er selber Unfreiheit erlebt, und er wird noch und noch in Situationen kommen, da er geprüft wird, ob er nun verantwortungsvoll oder -los handeln will.

Ziemlich unlustig. Karma eben.

Der andere Fall. 

Die Frau geht wohlgemut etwas die Beine vertreten. Hinter der übernächsten Ecke wird sie vergewaltigt. Der Schwanzträger verschwindet unerkannt.

Nun, es gibt die Möglichkeit, dass die Frau sich innerlich für das Kind entscheidet, es austrägt, zur Welt bringt und eine liebende Mutter wird. 

Es gibt aber den andern Fall, und der dürfte die Regel sein, dass die Frau nicht nur traumatisiert ist, dass sie das Kind vielmehr überhaupt nicht will. Sie lässt das Kind aus diesem Grunde abtreiben. 

Was wiegt dieses Karma? 

Dieses Karma wiegt so viel wie eine Daunenfeder.

So ist das.

Es ist nicht Dasselbe, ob ich, der ich alles zum Leben Notwendige zur Verfügung habe, auf dem Markt einen Apfel stehle, oder ob das der, welcher zu wenig hat und nur durch Diebstahl zum Apfel kommen kann, das scheinbar Selbe tut! Ich schaffe mir mit einem geklauten Apfel oder einem geklauten Bleistift ein viel schwereres Karma als der Bedürftige.

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Die zweite Frage, wer hat Karma installiert.

Ich lese im Netz Berichte, wonach böse Mächte die Menschen ins Rad des Karma hereingezogen und damit an schier unendliche Reinkarniererei gefesselt haben

sollen. Auf den ersten Blick leuchtet das ein, denn Negativkarma ist denkbar schmerzhaft, und wer anders als böse Wesen und Mächte wollen Schmerzen verursachen? Eben. 

Ich glaube nicht daran. 

Ich glaube, dass wir selber uns für dieses hochinteressante Instrument, dieses Programm, entschieden haben. Was wären Menschenleben ohne Wiedergeburt? Und was wären Wiedergeburten einfach halli hallo nach Wunschprogramm? 

Wir wollten ja in die Polarität. Und damit wollten wir auch in die Dualität. Wir wollten es erleben, wie es ist, als Unbewusster nach Bewusstheit zu streben! Und ohne Karma wäre es mehr als langweilig. Nach jeder Inkarnation könnte man sagen: Grunz, im nächsten Leben will ich mal Schweine züchten. Oder. Im nächsten Leben will ich mal ein ganz Lieber sein. Oder. Im nächsten Leben probiere ich mal Mord und Totschlag aus. Ohne Sinn und Zweck. 

Nö. So blöd waren wir nicht. Wir selber haben dieses heute so höchstdiffernzierte Programm geschaffen. 

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Bleibt die Frage:

So ich aus dem Karmarad raus will, wie stelle ich das an? Muss ich dann einfach immer lieb sein?

Das ist natürlich der Oberquatsch. Auch der, der immer Lieb sein will, er hat seine Persönlichkeit mit all ihren Eigenschaften, und auch der Liebste zertritt mal einen Käfer nur halb, und der leidet dann noch drei Stunden, und auch der Liebste muss mal eine ihn Liebende abweisen und die geht in die Hölle der Verschmähten und so weiter. 

Nö. So jeht das nüschd.

So geht es: 

Ich muss erkennen, dass ich es bin, der zusammen mit dir das Rad der Leben unter den Gesetzen des Karmas geschaffen haben. Ich muss erkennen, dass ich jederzeit raus kann, so ich denn will. 

Das Blöde: Kaum einer von uns will das in reiner Form, haha. Man muss es in der reinen Form wollen, und das ist so schwierig wie sich keine roten Elefanten in der Stube vorzustellen. Das Wollen muss schwerelos sein. Das Wollen muss selbstverständlich sein. Und es hat Rattenschwänze. Der raus will, muss das Werten des Denkens und Tuns der Anderen und seiner selbst hinter sich lassen. Verzeihen darf für ihn kein Thema mehr sein, denn er tut es permanent, indem er nämlich niemandem, auch sich selber gegenüber, eine Schuld ausmacht. Lieb sein darf für ihn kein Thema mehr sein, denn er fühlt, denkt und lebt Liebe.

So geht das, hihi.

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Die dritte Frage. Wie funktioniert Karma.

Unbeabsichtigt habe ich davon bereits vorweggenommen. Ich möchte das Wichtigste wiederholen.

Je differenzierter eine Inkarnation in ihrer gesamten Struktur, je vielfältiger ihre Möglichkeiten der Betrachtung der Dinge, desto differenzierter und schärfer sind die Folgen ihres Tuns.

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Andekdotisch Lustiges dazu.

Ich persönlich habe drei Mal eine besondere Form von Karma erlebt. Es ist eine Form mit kosmischem Augenzwinkern und heisst:

Eins zu Eins / Lass Solchen Blödsinn doch nun wirklich hinter dir:-)

A) Ich nahm in Spanien Wechselgeld entgegen, merkte, dass es zuviel war (mein „Vorteil also“) und schwieg. Klarer Betrug meinerseits.

Drei Tage später machte ich mit dem Auto was Verbotenes. Die Polizei war gleich da. Sie knöpfte mir exakt den erschlichenen Betrag ab.

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B) Wieder Wechselgeld, diesmal an einem SBB Schalter. Ich kannte den Mann, ein guter, friedvoller Mensch. Der zählte mir doch glatte 200 Kröten zuviel aus. 

Ich schwieg, fuhr nach Prag inn Urlaub und musste dort nochmal Geld wechseln. Auf einer der Brücken kam mir ein Heini entgegen, schlug mir vor, Geld zu wechseln. Wir wechselten zu einem für mich guten Kurs, und er haute ab. Es begann mir zu dämmern. Ich las genauer, was auf den Scheinchen stand. Hahaha. Geld des Nachbarlandes. Er hatte mich fast genau um den gestohlenen Betrag erleichtert. 

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C) Ich Gutmensch half einer Freundin in Berlin beim Umzug. Normalerweise passier mit sowas nicht, ich bin am Steuer saugut, doch mit diesem Umzugswagen fuhr ich rückwärts in die Flanke eines Opeli Corsa. Ich hinterliess keine Nachricht, liess den Schaden beim Besitzer. 

Zwei Monate später, da schickte mir mein hohes Selbst eine klare Botschaft. Ich näherte mich meinem Punto Turbo, und da fehlte was. Der linke Rückspiegel war weg. Zwei Tage später, ich hatte (in einem komplett andern Stadtteil!!) geparkt um in einer Kürsche die Orgel zu tracktiiren, was war? Der rechte Rückspiegel hing an den Drähten der elektrischen Spiegelverstellungssteuerung. Schweineteuer, elektrische Aussenspiegel. Ich vermutete, ähnlich teuer wie die eingedrückte Flanke des Corsa.

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Aber nochmal. Das ist Karma spezial. Strafe auf den Fuss, und sie tritt dann in Funktion, wenn der Mensch befähigt ist, den deutlichen Wink zu verstehen.

Ich dankte meinen Führern und meinem hohen Selbst jedesmal schmunzelnd. 

Äh, und seither habe ich nix mehr so Saublöded jemacht. Irgendwann mal ist wirklich Schluss mit solch idiotisch unsozialem Verhalten. 

Sonst……kommt Karma 😉

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Oben habe ich versprochen, noch von Sternenmenschen zu sprechen. 

Sternenmenschen sind Wesen, welche ihren polaren Zyklus auf einem anderen Planeten vollkommen durchlebt haben und frei sind, sich im Kosmos zu bewegen wie sie es möchten. 

Das sind Sternenmenschen. Heute sind – meine Schätzung – zwischen 10 und 20% der Menschheit Sternenmenschen. Sehr oft erkennen sie sich. Man weiss einfach: Ich kenne dich, ich bin dir innerlich nah und verbunden.

Es gibt zwei Sorten.

A) Sie sind vor Jahrhunderttausenden als Weise Wesen zur Erde gekommen, um der Menschheit Führung zu geben und Hilfe zu leisten…..und haben sich in die Seinsweise der Erdenmenschen schrittchenweise hineinverbohrt, liessen sich …..in das Rad des Karma hineinziehen und sanken tief und tiefer bis runter auf den Level der beschränkten Bewusstheit der Erdenmenschen. 

Diese Sorte ist die Mehrzahl. 

B) Sie kommen für eine oder einige wenige Inkarnationen her, um besondere Aufgaben zu übernehmen, welche den Menschen dienen sollen.

Mozart war einer.

Mozart hatte vor seiner Inkarnation bloss eine einzige unbedeutende Inkarnation gemacht, um sich es bitzeli zurechtfinden zu lernen. Weil Mozart himmelweit weg von Erdenmenschen war, war er so komisch (wie die Menschen sagten). Sein Sinn für Humor erschloss sich Wenigen, und mit den ungeschriebenen Gesetzen der Erdenmenschen konnte er nix anfangen. 

Joshua war einer. 

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Lieber Leser, noch Vieles gibt es dazu zu sagen. Ich lade dich ein, zu widersprechen, zu affirmieren, zu ergänzen, zu erweitern 🙂

Ein herrliches Wochenende wünscht dir

thom ram, und dies am 30. Juli 2015

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16 Kommentare

  1. Angela sagt:

    Hallo, ThomRam

    Ich persönlich halte überhaupt nichts vom „Gesetz des Karma“. Für mich ist es ein Begriff, der aus alten Religionen stammt, um die Menschheit zu versklaven. Ähnlich der Erbsünde im Christentum.

    Natürlich hat jede Handlung eine Folge, doch warum müssen ein oder mehrere Leben dazwischen liegen? Wenn man z.B. EIN Karma abgetragen hat, erschafft man sich schon wieder ein neues, von dem man nichts weiß …. Und so geht es immer weiter…. Trostlos ….

    Handlungen und Folgen gehören meiner Ansicht nach zu ein-und demselben kontinuierlichen Prozess. Ich säe und ich ernte, das sind auch nicht zwei getrennte Dinge, sondern EIN Prozess.

    Die Konsequenz jeder Handlung geschieht hier und jetzt, mal früher, mal später… genau, wie es in den Beispielen beschrieben wurde. Und man zieht sie sich selbst herbei, denn das Gesetz des Karma ist in meinen Augen etwas Psychologisches.

    LG von A n g e l a

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  2. gabrielbali sagt:

    Gefaellt mir, deshalb auch gerne gegebene 5 Sterne.

    Allerdings, eines gefaellt mir weniger. Den Begriff „Strafe“ in folgendem Absatz finde ich irrefuehrend.

    Zitat: „Aber nochmal. Das ist Karma spezial. Strafe auf den Fuss, und sie tritt dann in Funktion, wenn der Mensch befähigt ist, den deutlichen Wink zu verstehen.“

    In Wahrheit gibt es keine Strafe, zumindest nicht in dem Sinn, wie der Begriff allgemein Verwendung findet. Der Himmel, das Universum, der „liebe Gott“, wie auch immer man „Es“ nennen mag, gibt uns nur das zurueck, was wir saeen. Das mag in gar vielen Faellen als Strafe empfunden werden, damit gehe ich konform, aber es ist dennoch keine Strafe, niemals! Es sind stets Geschenke! Wunderbare, extrem wertvolle Geschenke sogar – fuer den, der es wagt, da genauer hinzuschauen…

    Wir haben bloss zu ernten, was wir gesaet haben und das ist doch fair oder etwa nicht? So perfekt arbeitet die himmlische Gerechtigkeit!

    Doch wer ist schon bereit diese Perfektion zu erkennen? Ich erkenne nur wenige, die erkennen wollen, aber es werden jeden Tag mehr… 😉

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  3. gabrielbali sagt:

    Habe mir heute mit Interesse wieder einmal einen Armin Risi Vortrag angeschaut. Diesen hier.

    Wieder einmal ein hoechst bereichernder Vortrag von unserem weisen Schweizer Freund!

    Da gibt es eine Stelle, die ich meinem Freund und Gefaehrten Dude liebevoll ans Herz legen mag. Diese Stelle hier.

    Armin Risi: “Unrecht ist im Grunde genommen nur ein subjektives Erlebnis. Objektiv gibt es kein Unrecht… weil es das Gute und das Boese, die sich als zwei Prinzipien gegenueberstehen, gar nicht gibt… Es gibt keine Schuld oder Suende.”

    Ich pflichte Risi gerne bei, widerspreche ihm allerdings in einem Punkt. Der letzte Satz ist nur fuer Eingeweihte verstaendlich. Selbstverstaendlich gibt es Schuld und selbstverstaendlich existiert auch Suende, beides sehr massiv sogar. Und da wir es nicht immer mit Eingeweihten zu tun haben, sollte es erklaert werden, dass sowohl die Schuld wie auch die Suende – wie auch das allerorts (aber dennoch nur scheinbar) wahrgenommene Unrecht – nur als illusionaeres Konstrukt in unserer (wackeligen, wie auch armseeligen!) persoenlichen, subjektiven Vorstellungswelt existieren. Da allerdings existieren sie ganz massiv und sie sind auch kaum auszurotten, was aber notwendig ist, will man seine eigene persoenliche Not wenden. Wer frei werden will kommt darum nicht herum, wann immer der erste Schritt dazu getan wird, er muss getan werden (der zweite Schritt selbstverstaendlich auch – und auch der dritte und der vierte!).

    😉

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  4. thomram sagt:

    @ Angela

    >>>Die Konsequenz jeder Handlung geschieht hier und jetzt, mal früher, mal später… <<<
    Du sagetest es.
    So sehe ich das auch.
    Was macht es für einen Unterschied, ob wir das Karma oder Konsequenz nennen, lieber Engel?
    Für mich sind Konsequenz und Karma Synonyme.

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  5. thomram sagt:

    @ Gabriel

    Wortklauberei, du meine Güte.
    „Strafe folgt auf den Fuss“ ist ein Sprichwort, und ich habe es eingesetzt. Mönsch, habe ich mich denn wirklich nicht klar ausgedrückt?
    Geht aus dem Text nicht hervor, dass es nicht darum geht, dem Kind den Hintern zu versohlen, sondern dass das Kind lustig freundlich darauf aufmerksam gemacht wird: „So ist Scheise“, und dass durch die durchgeführte Retourkutsche sowas wie materielles Gleichgewicht wieder hergestellt wurd?
    Meine Schreibe scheint komplett unverständlich zu sein, meine, etwas mitzuteilen und stelle fest: Kommt komplett anders an.
    Na ja, ich heisse Voegeli, nicht Göte.

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  6. Angela sagt:

    @ThomRam

    Das ist der Fluch des Internets. Da wird man oft missverstanden. Oder „triggert“ einen wunden Punkt an. Immerhin wurde der Karma-Gedanke ja früher oder bei ganz einfachen Gemütern als Bestrafung gesehen.

    Einst lebten wir auf dem Land, dann in Städten und von jetzt an im Netz. – Auszug aus „The Social Network 😀 ( passt zwar nicht so richtig, aber ich fand´s trotzdem nett…. ) Network 😀

    Liebe Grüße von Angela

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  7. thomram sagt:

    @ Angela

    Ich war eben erstaunt und – ich gebe es zu – sogar ein klein bisschen enttäuscht. Und ich freue mich leicht gut über deine eben so leichte Einsicht und entsprechende Rückmeldung.
    Wir üben nicht, um Meister zu werden.
    Wir sind Meister, welche üben.
    Smothermon.

    Herzlich, ram

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  8. Angela sagt:

    @ ThomRam

    Bin jetzt ganz verwirrt… Worüber warst Du erstaunt oder enttäuscht? Kann nur ein Missverständnis sein… ?

    Meine Sätze über den Fluch des Internets bezogen sich auf die „Wortklauberei“ und folgende Bemerkung an Gabriel:

    Meine Schreibe scheint komplett unverständlich zu sein, meine, etwas mitzuteilen und stelle fest: Kommt komplett anders an…“

    Aber dadurch habe ich wieder was Neues erfahren: Smothermon ! Habe eben gegoogelt. Ich kannte ihn noch gar nicht. Tolle Sprüche.

    LG von Angela

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  9. thomram sagt:

    @ Engelchen

    Jetzt bin ich vielleicht noch verwirrter als du eben. Aber ich verzeihe mir, du mir gewiss auch, ich dir sowieso, ich sinkele ins Kistchen— und dass du auf Smothermon neu stössest durch unsere Verwirrenenisse, das ist jans hübbschjut,, ich liiebe seine sachliche Art, dette jansse Jeschehen in Worts zu fassen. Ich kenn nur ein Buch von ihm aber das hab ich viermal gelesen, man kann lustig Kapitelweise, und diese Kapitel sind eine bis drei Seiten lang – auch von der Länge nach meinem Gusto, und bezüglich Konzentriertheit der Aussage erst recht:
    „Meisterschaft im Leben“.

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  10. gabrielbali sagt:

    Interessant, ich lobe den Autor ueber den gruenen Klee, weil ich seinen Beitrag auch wirklich treffend und somit gut finde, erlaube mir jedoch ein leises “Woertchen” der Kritik anzuhaengen und schon fuehlt sich der Mann angepisst…

    Man mag es Wortklauberei nennen, damit kann ich leben. Sehr gut sogar. Aber sollte nicht gerade der Paedagoge der erste sein, der das Wort “Strafe” aus seinem Wortschatz verbannt und der seinen meist eher juengeren Schuetzlingen hilft, dies ebenfalls zu tun?

    Verdanken wir diesen unseeligen Begriff “Strafe” nicht den diversen verirrten Religionsstrategen, allen voran die in Manipulation bestens versierten Katholen, die seit vielen Jahrhunderten bereits ihre Schaefchen genau mit diesem Begriff (neben etlichen anderen!) in Angst und Schrecken versetzen und auch darin halten? Fuerchten sich die meisten von uns nicht auch heute noch vor den Bussgeldstrafen strenger Politessen bei Parkvergehen oder vor den meist erheblichen Strafen, wenn wir beim Schnellfahren geblitzt werden oder gar vor der gerechten Strafe Gottes, wenn einer vielleicht etwas mehr an seinem Kerbhoelzchen hat?

    Auch wenn “Die Strafe folgt auf den Fuss” ein weitverbreiteter Ausspruch sein mag, muessen wir das nachbeten, noch dazu wenn es geradezu verhaengnisvoll ist? Waere es nicht eher angebracht, dafuer einzutreten, dass es ab sofort “Die Konsequenz folgt auf den Fuss” heisst? Wir koennten den wichtigen Anstoss geben!

    Ich bin sehr dafuer, auch an der Sprache konsequent zu arbeiten und diese, wann immer wir es schaffen, zu durchleuchten und zu verbessern. Damit erweisen wir unseren Kindern und Kindeskindern doch einen wesentlich besseren Dienst, als dumme Aussprueche zu wiederholen und nachzubeten. Noch dazu wenn diese Aussprueche Begriffe beinhalten, die endlich ausgemerzt werden sollten, weil sie die uns Anvertrauten in diesselbe Irre fuehren sollen, in die wir selbst lange Zeit gefuehrt wurden.

    Ich plaediere beherzt dafuer, unseelige Begriffe wie “Strafe”, “Suende”, “Schuld”, “Unrecht”, “schade”, “leider” – und noch einige andere mehr – aus unserem Sprachschatz zu eliminieren. Solches koennte einiges dazu beitragen, unser aller “Bewusstwerdung” entscheidend zu foerdern.

    Wer mag mir beim “vergnuegten Wortklauben” helfen und weitere unseelige Begriffe fuer unsere Liste anliefern?

    Thom waere doch auch ein guter Wortklauber oder etwa nicht? Ob mit seiner Hilfe zu rechnen ist? Zumindest, nachdem er wieder aus seinem Kistchen gekrochen ist… 😉

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  11. thomram sagt:

    @ Gabriel

    Frisch aus dem Kistchen gekrochen hätte ich anders geantwortet.
    Ich würde jetzt sagen: Dein Anliegen ist berechtigt und zu fördern.
    Ich bedaure indes, dass meine Ironie nicht ankommt.

    „Strafe folgt auf den Fuss“ ist ein Seitenblick, und ich kann es dir erklären: So hat man die Sache bislang betrachtet. So ist es nicht. Das was man als Strafe auffassen könnte, ist in der Tat Ausgleich und Hinweis, darüber sind wir uns ja einig.

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  12. gabrielbali sagt:

    @ Thom

    DANKE! 😉

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  13. Ohnweg sagt:

    Ich lese immer wieder von Eingeweihten. In was eingeweiht? Das würde mich mal interessieren.
    Meine Meinung dazu:

    Jeder ist eingeweiht wenn er nach Innen geht. Jeder hat seinen eigenen Gott in sich den er finden muss. Sowie man andere Götter oder Scheinphilosofien oder sogar Ideologien annimmt und an sogenannte Einweihungen teilnimmt verliert man seine ureigenste Verbindung zu seinem Gott, seiner eigenen Seele. Und damit geht die ureigenste schöpferische und selbstständige Eigenschaft der Suche und des Findens verloren! Anstatt authentisch wird man zum Nachschwätzer und Nachäffer.

    Eingeweihte die anderen etwas beibringen wollen? Das ich nicht lache. Sie halten die Menschen von der Selbstfindung ab. Für wie blöd und böse hält man eigentlich die Menschen? Manche sind eben anders. Bösartig werden sie nur wenn sie geistig von sogenannten „Eingeweihten“ gefesselt werden. Ein Bach den man begradigt kann auch bösartig werden.

    Und Karma habe ich schon einmal erklärt: Es gibt das Gesetz des Ausgleichs das nicht immer auf dem Fusse folgen muss. Und das Gesetz der Serie das sich im guten, oder im schlechten Sinne auswirkt aber sich am Ende doch auch wieder ausgleicht. Roulettespieler kennen sich in diesen Gesetzen aus und verzweifeln daran wenn sie eine Spieltaktik daran anwenden wollen. Denn da wurde eine kleine Hürde von den Spielbanken eingebaut. Die sogenannte Null und das Limit der Einsätze. Und somit gewinnt die Bank immer. Das gilt auch für Religionen und Geldbanken die Limits einbauen. Die begrenzen. Grenzen ziehen. Der freie Geist ist grenzenlos. Seine Natur ist das gute Leben.

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  14. thomram sagt:

    @ Ohnweg.

    Ja. Einweihungen und der ganze Quatsch. Alles meinetwegen Schritte auf einem Lebenspfad, meinetwegen auch von der Seele gewollter Umweg, aber Einweihung und all die 1001 Techniken bringen einen allenfalls näher an den zu durchdringenden Schleier, jedoch nicht durch ihn hindurch.
    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Was Eingeweihe oder auch nur gewöhnliche Schulmeister indes tun können:

    Sie können einen Fragesteller darauf hinweisen, dass er seine Antworten selber finden kann. Sie können ihm zu diesem Zwecke auch einige Anregungen geben, wie er das anstellen könnte. Könnte!
    Die Jünger machen dann jedoch aus diesen Anleitungen stets eine neue Lehre. Beispiel: Du MUSST lernen, nicht zu denken, um zu Erleuchtung zu kommen.

    Blödsinn. Erleuchtung kommt, wenn es Zeit ist, es kann beim Füdliputzen passieren, wenn der Putzende grad über die Stärke seines Motorrades nachdenkt und sich gleichzeitig über eine sirrende Mücke ärgert.

    Möcht noch anmerken, dass „eingeweiht“ für mich „höher“ steht als „Erleuchtung gehabt haben“.
    „Eingeweiht“ ist einer, der dauerhaft fundamental einsichtig ist in andere Bereiche als nur Physik und Philosophie.

    Auch denke ich, es gibt unendlich viele Grade des Eingeweihtseins. Wie auch Erleuchtung nie gleich Erleuchtung ist. Allen Erleuchtungen ist nur Eines gemeinsam, ich bestätige das aus eigener Erfahrung: Sie lässt sich ebenso wenig beschreiben wie es unmöglich ist, zu sagen, wie Salz schmeckt. Salz schmeckt eben wie Salz, und Erleuchtung ist eben Erleuchtung, hihi.

    Und, das will ich unbedingt anfügen: Ich bin eingeweiht! Und du bist es auch, und jeder Leser auch. Jeder auf andere Art, jeder in unterschiedlichem Masse. Es gibt weniger Eingeweihte als ich es bin, und es gibt Eingeweihtere.

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  15. Ohnweg sagt:

    @thomram,
    dem kann ich nur beipflichten. Man kann durchaus Brücken benützen. Aber das letzte Vertrauen kann man nur in sich selbst finden. Jeder hat seinen Gott im Innern und den kann er nicht teilen. Jeder ist ein Unikat. Alles andere ist Vielgötterei. Dies ist das Wissen eines sich selbst eingeweihten. Wissen schlägt Glaube.

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