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Wie werden wir über- oder weiterleben

Der Artikel gibt Hinweise und Impuls.

Das Interview ist mitreissend inspirierend! Diese Iren, haha!

thom ram, 08.01.2015

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Uebernommen von: http://www.eco-world.de/scripts/basics/eco-world/service/main/basics.prg?session=7f0000014b30a0e6_38051&a_no=211&suchbegriff=www.geben-gibt.de

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Manfred Max-Neef)

erforschte über viele Jahre die Prinzipien der Selbsthilfe, Eigenorganisation und Kooperation in armen Gemeinschaften und entwickelte daraus den Ansatz der ‚Barfuß-Ökonomie‘. Mit dem ‚Zentrum für Entwicklungs-Alternativen‘ (CEPAUR) fördert er Ansätze, die sich an Grundbedürfnissen orientieren, das lokale Selbstbewusstsein stärken und auf eine kleinräumige nachhaltige Entwicklung ‚im menschlichen Maß‘ setzen. Er erhielt den Alternativen Nobelpreis 1983.

Aus wenig viel machen – Der Wiederaufbau von lokalen Gemeinschaften
Wenn die Aktivisten des ‚Finish Village Action Network‘ mit ihren Zielen an die Öffentlichkeit gingen, dann wurden sie in der Regel erst einmal gründlich missverstanden. Da wollte, so nahm man an, eine Initiative Geld sammeln, um den ‚armen Hinterwäldlern‘ in den abgelegenen Dörfern helfend unter die Arme zu greifen. Das es im Gegenteil darum ging, die Eigeninitiative und Eigenständigkeit vor Ort zu fördern, damit die Entwicklung in die Unterentwicklung gestoppt werden kann, wurde meist nicht begriffen. Sieht man nach dem konventionellen mechanistischen Weltbild Dörfer als abgelegene tote Verwaltungseinheiten, dann können sie nur durch spendable Finanzspritzen aus den zentralisierten Metropolen erhalten werden. Versteht man menschliche Gemeinschaften aber als lebendige Systeme, die sich in ihrer natürlichen Umwelt selbst erschaffen, eigenständig organisieren, selbst erhalten und evolutionär entwickeln, dann entsteht daraus ein ganz neues Konzept wirtschaftlicher und kultureller Entwicklungspolitik: Denn dann geht es im Wesentlichen darum, menschlichen Gemeinschaften die Freiheit und den Raum zu geben, sich nach ihren eigenen Bedürfnissen, Kenntnissen, Traditionen und Möglichkeiten eigenständig zu organisieren.

Statt ‚Versorgungsstrategien‘ braucht es‘ Unterstützungsstrategien‘
Entwicklungshilfe muss immer eine gemeinschaftsbildende Maßnahme sein und den Betroffenen dabei helfen, sich zusammenzuschließen, ihre Bedürfnisse zu formulieren und ihre eigenen Projekte durchzuführen. Statt ‚Versorgungsstrategien‘ braucht es’Unterstützungsstrategien‘. Um überall auf der Welt stabile Gemeinschaften zuschaffen muss das Verständnis von Macht neu definiert werden: Statt Macht als die Möglichkeit staatlicher Institutionen zu verstehen, anderen zu sagen, was sie tun sollten, sollte der Schwerpunkt darauf gelegt werden, den Menschen die Macht zu geben, ihre Fähigkeiten zu entwickeln, das zu tun, was sie selbst tun können.

Gemeinschaftsorientierte Entwicklungsansätze verweisen darauf, dass sich gerade in den ärmsten Ländern längst Modelle entwickelt haben, die ganz anders funktionieren, als die moderne Geldwirtschaft, die wir für ’normal‘ halten. „Das System, was wir jetzt haben auf der Welt, das neoliberale Modell, ist im finanziellen Sinn vollkommen verrückt“ betont der deutschstämmige chilenische Ökonom Manfred Max-Neef (RLA 1983): „Kein Mensch kontrolliert es. Das wird innerhalb von wenigen Jahren kollabieren. Darauf müssen wir uns vorbereiten.“

Statt das westliche Konsummodell als einzige Wahrheit zu sehen,
beginnen alternative Ökonomen sogar damit, aus der Not geborene kooperative Modelle als Vorbild zu studieren. Die Weltbank hat bereits Experten zum Lernen in Regionen des russischen Fernen Ostens geschickt, in denen seit Jahren keine Löhne gezahlt werden und die Versorgung trotzdem funktioniert. Max-Neef hat seine ‚Barfuß-Ökonomie‘ entwickelt, nachdem er jahrelang in den Slums, bei armen Kleinbauern oder indianischen Gemeinschaften in die Lehre ging: „Und da habe ich entdeckt, dass sämtliche Wirtschaftstheorien, die ich kannte, wertlos sind, wenn man der Armut ins Gesicht guckt. ‚Barfuß-Ökonomie‘ heißt, die Probleme zusammen mit den Leuten zu lösen. Und nicht durch Theoretisieren, weit weg, in einem schönen Büro, sondern direkt da, wo die Armut und das Leiden ist. Ich glaube, es wäre ungeheuer gut, wenn sämtliche Ökonomen, bevor sie promovieren, ein Jahr ohne einen Pfennig in einem Armutsviertel überleben müssten. Was man da lernt, das ist ganz unglaublich. Da gibt es keine Konkurrenz, sonst wären die Überlebensmöglichkeiten gleich Null. Die Ökonomie muss die fundamentalen menschlichen Bedürfnissen befriedigen. Und die fundamentalen Bedürfnisse sind Selbstversorgung, Schutz, Liebe, Partizipation, Identität, Kreativität, Muße, Freiheit. Und das kann man bloß im ‚menschlichen Maß‘ auf lokaler oder regionaler Ebene machen. Das funktioniert zu Hause, in der Schule, in der Gemeinschaft, in der kleinen Gesellschaft.“

Quelle: Goethe Institut 2005

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„Die Armen sind kolossal kreativ“

Quelle: http://www.taz.de/1/archiv/?id=archivseite&dig=2005/03/12/a0154

MODERATION REINER METZGER

taz: Meine Herren, Konzerne werden zwar zunehmend als die Verantwortlichen für die Auswüchse der Weltwirtschaft erkannt, können aber offensichtlich alle von den ihren Kritikern verkündeten Grenzen des Wachstums ignorieren. Stehen da Globalisierungskritiker nicht machtlos vis-à-vis?

Nicanor Perlas: Es stimmt, die Nationalstaaten haben ihre Entscheidungsfindung an die transnationalen Konzerne abgeben. Diese Konzentration der Macht ist allerdings nicht nachhaltig. Deshalb wird das System zusammenbrechen.

Manfred Max-Neef: Wir Ökonomen können sogar in der Theorie beweisen, dass diese Macht zusammenbrechen muss – es ist allerdings unmöglich, den genauen Zeitpunkt zu berechnen. Das System wird entweder aus ökologischen oder aus finanziellen Gründen kollabieren. Ich glaube, der finanzielle Kollaps wird zuerst kommen, denn am Steuerruder sitzen nur die globalen Spekulanten – das ist offensichtlich nicht nachhaltig.

Nicanor Perlas: Das gegenwärtige System der Globalisierung muss sich doch einigen wirklich großen Fragen stellen:

1. Das Phänomen „big oil“, die Abhängigkeit vom Öl. Wir kommen bald zum Punkt, wo die Nachfrage größer wird als das Angebot. Das wird ein großer Schock. Denn der Aufbau der kapitalistischen Strukturen der vergangenen zweihundert Jahre beruhte auf dem billigen Nachschub an Energie und Öl.

2. Die globale Erwärmung. Sie kommt viel schneller, als die Leute dachten. Das jetzige globale System ist aber auf der heutigen Klimaverteilung aufgebaut.

3. Zum ersten Mal erkennen die Massen, wer das Finanzsystem kontrolliert und warum. Es gibt zunehmend Kritik – nicht nur in den USA, sondern auch in Europa, Asien und Lateinamerika – gegenüber dem Projekt des „Global Empire“, des kapitalistischen Weltreichs. Das ist wichtig, weil es einen sehr fruchtbaren Boden bereitet. Es schafft Chaos im System, und ein chaotisches System ist anfällig für Veränderungen. Dieses Wissen treibt diejenigen im Untergrund an, die all die Alternativen schon erproben.

Manfred Max-Neef: Wir bereiten uns nicht genügend auf den kommenden Kollaps des Systems vor. Denn wenn es zusammenbricht, werden wie immer die Armen die härtesten Konsequenzen tragen. Und da ist auch Perlas‘ Punkt der Energie von größter Wichtigkeit: Selbst wenn man alle alternativen Energien plus die Atomkraft zusammennimmt, wird es nicht möglich sein, eine Weltwirtschaft zu erhalten mit dem gegenwärtigen Megawatt-Verbrauch. Alle Gesellschaften werden sich an einen geringeren Energieverbrauch anpassen müssen. Das bedeutet: Sozialer, politischer und ökologischer Wechsel ist absolut notwendig. Doch wir sind nicht darauf vorbereitet, und es gibt auch keine Politik, um das zu entwickeln.

Wie bereitet man sich, bitte schön, auf eine globale Krise vor?

Manfred Max-Neef: Leider sind die Antiglobalisierungsbewegung und all diese lokalen Gruppen nicht ausreichend fokussiert. Nehmen Sie die großen Treffen wie in Porto Alegre. Da haben Sie 50.000 Leute, jeder mit seiner eigenen Botschaft. Und die Summe des ganzen ist null. Es ist lediglich eine Art psychologischer Befreiungsschlag. Besser wäre es, die Bewegung würde sich auf ein oder zwei grundlegende Themen konzentrieren. Nicht mehr. Bewegungen sind meist sehr periodisch, ihr großer Schwung lässt auch schnell wieder nach. Da verlieren sie nur Energie mit solchen Treffen …

Welche Organisation könnte denn die weltweiten Graswurzelgruppen dazu bringen, sich auf eine Prioritätenliste der abzuarbeitenden Themen zu einigen?

Nicanor Perlas: Es geht auch ohne die Art von Organisation, die für die sozialen Bewegungen der vergangenen 200 Jahre charakteristisch war. Es wird viel diskutiert in den Bewegungen über die Eigenschaften von horizontalen Netzwerken, über Strategien. Es ist aber ein Kampf mit der Zeit, eine Art Notsituation. Die neuen sozialen Initiativen erwachsen aus sehr dezentralen Organisationen. Die Frage ist: Wird sich ihre Kraft schnell genug entwickeln, um den Kollaps des Systems auszugleichen? Noch dazu, wo der drohende Kollaps die Unterdrückung erst mal verstärken wird.

Tapio Mattlar: Die Situation in jedem Land ist natürlich einzigartig, und ich will unser Rezept daher nicht jedem empfehlen. Aber wir Finnen haben eine lange Tradition, über Autoritäten zu lachen. Das hat viel geholfen. Wir lachen auch über Schlagworte wie Globalisierung oder Kapitalismus. Wir denken frech, das wissen wir besser. Wir versuchen die besten Teile der Globalisierung anzunehmen, und den Rest lassen wir weg. So verdienen zum Beispiel die Bauern jetzt weniger als früher, wegen des Weltagrarmarkts und wohl auch wegen der Klimaveränderungen. Aber wir nutzen jetzt auf dem Land Internet, Mobiltelefon und so weiter. Dadurch sind viele neue Arbeitsmöglichkeiten auf das Land gekommen. Die Leute müssen nicht in die Stadt gehen, um ihr Brot zu verdienen.

Nicanor Perlas: Haben Sie in Finnland staatliche Programme, um den Dörfern zu helfen?

Tapio Mattlar: Solche Programme haben wir, auch von der Europäischen Union. Aber unsere Dorfinitiativen sind eine echte Graswurzelbewegung. Sie wurden gestartet ohne Staat. Auf lokaler Ebene funktionieren sie sogar gegen den Staat: Die größten Feinde der Eigeninitiative sind oft die mächtigen Verwaltungen vor Ort. Trotzdem gibt es in 3.900 Dörfern nun ein Dorfkomitee, das sich um Gemeinschaftsarbeiten und Kultur kümmert. Und wir haben nur 4.000 Dörfer in Finnland. Das Wichtigste auf dem Land in Finnland aber ist: Die Leute leben halb außerhalb der modernen Welt. Zum Glück. Wir brauchen zum Beispiel sehr viel Energie in Finnland, weil es so kalt ist. Aber wir in den Dörfern sind überhaupt nicht verbunden mit dem Energiesystem der Welt. Wir heizen mit Holz aus unserem eigenen Wald.

In Deutschland schätzen auch viele Menschen das Leben auf dem Land. Und auch sie würden gern in ihrer Heimatregion bleiben. Aber sie sagen: Hier gibt es keine Jobs. Wir müssen wegziehen.

Manfred Max-Neef: Diese Menschen denken in der Kategorie von abhängiger Beschäftigung, von Anstellung, von Jobs, nicht in der Kategorie Arbeit. Das passiert in vielen Ländern. Und das Schlechteste dabei ist: Da wo die Leute hinziehen, gibt es auch keine Jobs. Sie ziehen weg für eine Anstellung, die es gar nicht gibt. Wir müssen die Arbeit wieder neu erfinden. Wir brauchen wieder mehr Arbeit statt Anstellung.

Tapio Mattlar: Es gibt auch auf dem Land in Finnland nicht viele Jobs. Es gibt jedoch andere Wege, um zu überleben, als für jemanden zu arbeiten. Du kannst für dich selbst arbeiten oder deine eigene Firma oder Farm haben. Dafür braucht man wenig Geld. Als ich 1980 von der Stadt aufs Land gezogen bin, hat mein 35-Hektar-Bauernhof samt großem Haus und Anteil an einem See weniger gekostet als eine Dreizimmerwohnung in Helsinki.

Schön und gut. Aber irgendetwas muss man auch an die Außenwelt verkaufen, um die von dort bezogenen Produkte zu bezahlen. Was ist das in Ihrem Fall?

Tapio Mattlar: Da gibt es so viele Wege. Wir hatten unlängst eine Kampagne, um noch mehr Leute für das Land zu interessieren. Wir haben eine Anzeige geschaltet und auf leer stehende Höfe in unserer Gegend hingewiesen. Es meldeten sich viele Leute. Von jedem wollten wir wissen, wie er seinen Lebensunterhalt zu bestreiten gedenkt. Da kamen viele tolle Ideen: Einer wollte Funkgeräte für Kinder bauen, der Nächste alte finnische Autos nach Russland exportieren, jemand anderes Brautkleider nähen. Für all diese Sachen müssen sie nicht in der Stadt wohnen.

Manfred Max-Neef: Das sage ich ja: Arbeit wieder erfinden, anstatt nur angestellt zu sein. In den sprichwörtlichen guten alten Zeiten gab es keine Arbeitslosigkeit. Arbeitslosigkeit ist eine Erfindung der industriellen Revolution. Die Frage ist: Was kann davon wieder entdeckt und an die heutige Zeit angepasst werden? Was war die Struktur, die es damals ermöglicht hat, dass alle Arbeit fanden? Manche Arbeit damals war natürlich schlecht. Aber derzeit haben wir mehr als eine Milliarde Menschen, die von weniger als einem Dollar pro Tag leben müssen. Das ist doch verstörend in einer Welt, in der die Ressourcen im Überfluss genutzt werden.

Kann denn so etwas wie die finnische „Dörferbewegung“ auch in anderen Ländern funktionieren?

Nicanor Perlas: Ja, auf eine andere Weise. Es gibt auf den Philippinen und in anderen Ländern Asiens ein weit verbreitetes System von Mikrofinanzierung für Arme, von Kleinstkrediten über wenige Dollar. Die Hälfte der philippinischen Wirtschaft ist informell, taucht also in irgendwelchen Bilanzen überhaupt nicht auf. Wir organisieren die Wirtschaft der Armen ganz anders. Wir leihen nicht nur Geld, wir verbinden auch die einzelnen Kleinbanken. Wir schaffen ein sich selbst erhaltendes System für die Genossenschaften, anstatt eine kleine Version des Kapitalismus nachzubauen.

Manfred Max-Neef: Ein Merkmal der Armen ist, dass sie kolossal kreativ sind. Wir haben in Chile die Wirtschaft der Armen erforscht und klassifizierten allein in einer Stadt über 200 Arten von Überlebensjobs. Fantastische Sachen. Aber diese Dinge genießen keinerlei Unterstützung vom Staat. Der erste Schritt müsste doch sein: hinausgehen und sehen, was da an Kreativität da ist. Und dann diese existierende Kreativität unterstützen. Und nicht in einem Ministeriumsbüro ein Programm für die Schöpfung von Jobs aushecken. Eine Eigenschaft von Leuten, die über Armut reden, ist leider, dass sie Armut nicht verstanden haben und was das bedeutet. Sie werden sie erst verstanden haben, wenn sie arm waren oder zumindest mit den Armen gelebt haben. Wenn Sie im Dreck stehen, von Angesicht zu Angesicht mit dem sprichwörtlichen José Lopez – er hat keine Arbeit, fünf Kinder, ist arm und hungrig -, wollen Sie ihm dann sagen: „José, du solltest froh sein, das Bruttosozialprodukt wächst um fünf Prozent?“ Nach den Ergebnissen der herkömmlichen Volkswirte brauchen sie José übrigens gar nichts zu sagen – ökonomisch gerechnet müssten theoretisch alle Armen längst tot sein.

Das klingt nach Galgenhumor: Die armen Länder sind gegen weltweite Wirtschaftsschocks besser gerüstet, weil dort viele Menschen notgedrungen unabhängiger von der Weltwirtschaft überleben?

Nicanor Perlas: Ja.

Manfred Max-Neef: Aber trotzdem brauchen wir eine Hängematte, in die wir bei einer Krise fallen können. Und wir haben keine ausreichende Hängematte zur Zeit.

Aber was ist, wenn die großen Firmen wirklich in Schwierigkeiten kommen? Sie sind immerhin sehr effektive Maschinerien, die Waren günstig herstellen und vertreiben. Kommen wir ohne ihre Güter überhaupt noch aus?

Manfred Max-Neef: Ich würde eher fragen: Müssen wir wirklich mit denen untergehen? Was die treiben, ist manchmal einfach unausstehlich. Nehmen sie zum Beispiel das neue Saatgutgesetz der US-Verwaltung für den Irak: Alle Bauern im Irak sind demnach gezwungen, ihr Saatgut zu verbrennen. Sie dürfen Saatgut nur noch beim US-Konzern Monsanto kaufen. Das steht wörtlich so im Gesetz. Und das bringt Monsanto einen Schritt näher an sein Unternehmensziel: Monsanto hat nämlich den bescheidenen Anspruch formuliert, in 20 Jahren den Weltmarkt für Saatgut zu 100 Prozent zu beherrschen. Das ist alles, nur 100 Prozent. Die arbeiten daran, und viele bemerken es nicht.

Also Widerstand leisten?

Nicanor Perlas: Die Zivilgesellschaft hat eine gewisse Prominenz erlangt durch ihren Widerstand gegen viele Auswüchse. Aber Widerstand allein kann keine andere Welt erschaffen.

Manfred Max-Neef: Die Konzerne mit ihren Mitteln schlagen, geht nicht. Du kannst nicht gegen ein Nashorn kämpfen, wenn du nicht selbst ein Nashorn bist.

Nicanor Perlas: Wir müssen nun identifizieren, wo die großen Lösungen liegen und wo sie schon verwirklicht sind von den vielen zehntausend Aktiven überall auf der Welt. Das ist bisher zu lokal. Der nächste Schritt – und das ist wirklich die Herausforderung für die weltweite Zivilgesellschaft – wird sein, dieser Kreativität einen Schub zu verleihen, damit die Kräfte zusammenkommen und sich gegenseitig verstärken zur Veränderung der Gesellschaften. Das ist meiner Meinung nach das Wichtigste. Es kann auch auf internationalem Niveau passieren. Es ist nicht unmöglich, denn das Bewusstsein ist jetzt da.

 

 

 


20 Kommentare

  1. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG sagt:

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt.

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  2. Ludwig der Träumer sagt:

    … Es schafft Chaos im System, und ein chaotisches System ist anfällig für Veränderungen…

    Es schafft nicht nur Chaos im System – das Chaos ist bereits da. Ich habe den Eindruck, daß die ‚Elite‘ das heute mehr fühlt als der Hamsterradler, der aber auch bald aufwachen wird.

    Daher auch der verzweifelte Versuch, immer mehr zu regulieren und zu überwachen. Die von der Kanonenuschi von der Leiden bestellten Radpanzer sind sicher nicht gegen den Putin gedacht, wie uns weisgemacht wird, sondern gegen Tumulte aus der eigenen Bevölkerung.

    Das wird jedoch nichts mehr nützen. Die Zeit ist endgültig reif für die Veränderung der gesamten Wirtschafts- und Geldordnung. Und – das Schöne an der ganzen Sache ist, daß sich auch Zeitgenossen aus Konzernzentralen, Banken und Ökonomen dazugesellen, die zur Einsicht kommen, daß sie bisher nur zerstört haben. Diese werden also noch eine wichtige Rolle im künftigen friedlichen Miteinander spielen. Also, nicht gleich draufhauen, sondern ihnen Gelegenheit für eine Anschlußverwendung geben. Diejenigen, die nicht kapieren, daß die Welt künftig anders tickt, werden sich schon von selbst irgendwie entsorgen.

    Das Chaos sollten wir nicht bekämpfen, sondern es uns kreativ zunutze machen. Dazu gehört auch die Erkenntnis:

    — Die Konzerne mit ihren Mitteln schlagen, geht nicht. Du kannst nicht gegen ein Nashorn kämpfen, wenn du nicht selbst ein Nashorn bist….

    Ich denke, es braucht nicht mehr viel zum gewaltigen Umbruch.

    Die Zeit teilt, eilt und heilt. Nicht das Fieber als Krankheit bekämpfen; es ist der genialste Helfer um die krankmachenden Bazillen loszuwerden.

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  3. heureka47 sagt:

    Die Wahrheit kennen nur einige wenige Menschen in der zivilisierten Gesellschaft: Die wenigen, die als Ausnahmefälle – durch „Zufall“ – Heilung erlangten von der KRANKHEIT der zivilisierten Gesellschaft, die in der Literatur „Die Krankheit der Gesellschaft“ genannt wird oder in der Soziologie (die) „Kollektive Neurose“. Ich erkannte sie 1991 und nenne sie seit 1992, dem Beginn meiner Aufklärungsbestrebungen, die „Kollektive Zivilisations-Neurose“.

    Gleichzeitig machte ich mich 1992 auf den intensiven Weg der Heilung und forschte nach den tiefern Ursachen von Krankheit und Gesundheit. Heute weiß ich als Laie mehr als der mainstream der wissenschaftlichen Fachleute. 2011 konnte ich die letzten Lücken im „Puzzle“ meines Weltbildes füllen, welches mir offenbarte, was die tiefere Ursache von GANZHEITLICHER, wahrer, Gesundheit ist: Der Aufstieg zur höheren Bewußtseins- / Seins-Ebene und die Übernahme der Herrschaft dort und Kontrolle über die LEBENS-ENERGIE. Gesundheit steht und fällt mit der Versorgung mit dieser Energie. Und leider sind die Menschen der zivilisierten Gesellschaft von diesem Wissen und dieser Kontrolle und Versorgung ENTFREMDET. Nur deswegen gibt es die Probleme, denen wir uns gegenüber sehen und für die es keine Lösung(en) zu geben scheint:

    – alle Krankheiten;
    – alle Probleme in menschlichen Beziehungen und Kinder-Erziehung;
    – alle sonstigen Probleme (99 davon kumuliert im „Netz der Welt-Probleme“. Siehe auch „Globale Krise“);
    – alle Kriege, Bürgerkriege, Gewaltherrschaften, Unterdrückung, Ausbeutung und Massaker aller Art.

    Tragfähiger Weltfrieden ist möglich: Durch die GRUNDLEGENDE – kurative und präventive – HEILUNG mit Hilfe der LEBENS-ENERGIE. Diese Energie ist die gleiche wie die spirituelle Liebe, die „Selbst-Heilungs-Kraft“ und einiger weiterer, die nur verschiedene Aspekte der EINEN, universellen, Energie sind.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Öffner

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  4. luckyhans sagt:

    Der Anfang muß, wie schon oft gesagt, von jedem Einzelnen gemacht werden. Mit der Reduzierung der persönlichen Ansprüche – ich sage bewußt nicht Bedürfnisse – auf ein vernünftiges, ausreichendes Niveau, mit einer durchgängigen Veränderung unserer täglichen Abläufe in Richtung auf „sinnvoll UND naturfreundlich“.
    Dazu die Zusammenschau unserer sog. Umgangsformen, d.h. wie wir miteinander umgehen (kommunizieren, uns gegenseitig helfen, uns gegenseitig achten etc.), und unseres Umganges mit Mutter Natur, d.h. wie wir sie „in Anspruch nehmen“, wie sorgsam wir mit ihren Reichtümern umgehen etc.

    Dann das Loslassen aller uns aufgedrängten, nicht real existierenden Probleme, wie Erderwärmung, Klimaveränderung, Pegida etc. – all diese Dinge kommen ganz natürlich wieder in eine vernünftige Ordnung, wenn wir wieder lernen, mit der Natur im Einklang zu leben – da braucht niemand sich „darum zu kümmern“ – wenn sich jeder mit Blick auf die Gemeinschaft um seine eigene Ernährung und Wohlstand kümmert und die anderen nicht bei ihren Tätigkeiten stört sondern unterstützt, wenn alle nicht nur an sich, sondern auch an die anderen Menschen, an die anderen Wesen, an die Natur denken und dementsprechend handeln, dann werden sich fast alle „Probleme“ in kürzester Zeit „von selbst“ lösen.

    Es braucht also keine „angeordnete“ Reduzierung der Erdölförderung oder eine „Regelung über den Markt“ (was angesichts des weltweiten Energie-Oligopols eh nur eine Traumvorstellung wäre) – wenn alle Menschen beginnen, sich vernünftig zu verhalten, wenn nicht so mancher versucht, „seine Steuerlast zu optimieren“, indem er täglich 100 km Anfahrt zur Arbeit in Kauf nimmt und ähnlichen Unsinn, dann wird der Kraftstoffverbrauch von ganz allein auf ein vernünftiges Maß schrumpfen. Und so geht es mit vielen anderen Mißständen…

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  5. Mein persönliches Konzept:

    Schon aus Trotz statt Weltschmerz lohnt es sich, lange glücklich zu leben. Mit freundlich gebender, herzlicher Lebensfreude ringsum Achtung, gar Freunde gewinnen. Bösen Krankheiten angenehm vorbeugen:
    Wie?
    Ich stehe auf
    – Netzinfo und Fernsehvermeidung (gut gegen Verblödung und gerechte Zornsausbrüche),
    – reichliche Monogamie (gegen eine recht neue Immunschwächeerkrankung),
    – no drugs (gegen Illusionen von Wohlbefinden),
    – täglich Spiele mit reichlich Bewegung (gegen Einrosten),
    – Moringa (gegen jedwede Mangelernährung),
    – Beifuß (gegen Zellwucher, habe ich mir von Jauhuchanam erlesen) und
    – Strophanthus gratus (gegen Herzensbruch).

    Und zu guter Letzt bin ich mindestens doppelt verliebt, gebe aber reichlich Reinfälle zu, die,
    auf meinen eigenen O p t i m i s m u s .

    Klaus-Peter Kostag
    kostag@gmx.net

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  6. luckyhans sagt:

    @ KPK:

    Danke – super „Rezept“ !!

    Darf ich ergänzen?
    – täglich Kontakt zu Mutter Natur (Garten am Haus, Spaziergänge in der Au oder auch im Wald)
    – achtsamer Umgang mit allen Menschen rundum (Familie, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Sportskameraden, Blockkollektiv…)
    – allwöchentlich etwas verändern am eigenen Tagesablauf und an der eigenen Sicht darauf (Artikel)
    – lesen von guten, hilfreichen Büchern („Klassiker“, aber auch „moderne“ Sach-Bücher, aber keine „Mode-Literatur“)
    – auswärtige Verpflichtungen (Termine) stets verbinden mit anderen Erledigungen (Kontaktpflege etc.)
    – alle kurzen Wege zu Fuß oder per Rad, mit Auto maximal einmal pro Woche (eher pro 2 Wochen) zum Einkaufen, da reduzierte „Freßmengen“.
    😉

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  7. Frieda sagt:

    @KPK und luckyhans
    ich sage auch Danke für diese Rezepte.
    Ich habe mir übrigens diesen Spruch von Walter Bagehot auf die Fahne geschrieben: “ Das größte Vergnügen im Leben besteht darin, das zu tun, von dem die Leute sagen, du könntest es nicht.”

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  8. Ludwig der Träumer sagt:

    Eine Würze zum Rezept:

    Keine Kredite aufnehmen – es geht auch ohne – ausnahmslos.

    EC-Karte nur noch zum Bargeld abheben benutzen – geht leider nur noch so. Alle Kundenkarten fortschmeißen.

    Omas Kochbuch rauskramen. Da kommt kein Sternekoch mit, die oft nur künstlerisch verschmierte Teller servieren anstelle was zu Essen. Hab das selbst erlebt. Anschließend gingen wir noch in eine Wurstbude um satt zu werden.

    Kurz vor Schluß auf den Wochenmarkt gehen. Dann gibt’s Gemüse billiger als beim Aldi. Nuß- und Obstbäume ersteigern – da gibt’s manchmal zwei Zentner Obst für drei €. Man muß nur seinen Arsch bewegen und einsammeln. Das kann man dann gegen Pullover oder anderes eintauschen, die die Nachbarn basteln.

    Dem Nachbarn kundtun, daß man eine Bohrmaschine hat, die man ihm gerne ausleiht. Er hat dafür was anderes, das er mir gerne ausleiht.

    Die neue Waschmaschine beim letzten Dorfhändler einkaufen, den es noch gibt, auch wenn sie fuffzig Euronen mehr kostet als im Blöd-Markt. Auf den werden wir uns besinnen, wenn die Blödl-Märkte zusammenbrechen.

    Vor allem ist eins wirklich wichtig;

    Der Crash kommt. Der kapitalistische Tsumani kann uns aber nichts anhaben, wenn wir uns darauf vorbereiten. Nicht hysterisch davor weglaufen oder ankämpfen. Hat keinen Sinn. Er wird uns einholen. Einen Schritt zur Seite machen und er kann uns am A vorbeigehen. Lassen wir ihn in seinen Weg auslaufen.

    Besinnen wir uns auf das Danach. Das ist die größte Herausforderung zur Menschwerdung.

    Es soll kein Totschlag für das materiell Geschaffene sein. Das möchte ich weiternutzen. Vor allem die Dinge, die uns und den Waschfrauen, Pferden, Esel und Ochsen die Plackerei ersparen.
    Kommunikation über Handy, Fernsehen und I-Net können künftig eine ungeahnte Bereicherung sein.

    Es gibt heute ein so geniales Netzwerk der Logistik, das wir sicher in Zukunft für kleinzellige regionale Strukturen nutzen können – eine Errungenschaft des Kapitalismus. Sie wird uns künftig ermöglichen, aus kleinzelligem Handwerk größeres zu schaffen, das alle Menschen verbindet.

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  9. luckyhans sagt:

    Lieber Ludwig,
    leider ist das vom Menschen geschaffene Künstliche immer nur „halb so gut“ wie das natürliche „originale“.

    Beispiel1:
    Fernsehen/Kino = augenschädliche (da ständig in derselben Entfernung befindliche) 2D-flache Darstellung von 3D-Prozessen – ggf. mit künstlich hergestelltem, unrealistisch übertriebenem 5+1-Raum-Sound (Kino: Großleinwand und 12- bis 36-Kanal-Ton) – Übertragung von vorgegebenen (meist völlig manipulativen) Inhalten, komplett „vorbestimmter“ Ablauf bis zum Schluß –
    natürlich: menschliche Träume = 3D-Film mit Original-Sound, Geruch (!) und Original-Gefühlen – und persönlicher Einflußmöglichkeit (erwachen)!

    Beispiel 2:
    Mobiltelefon heute = gesundheits- und naturschädigender E-Smog auf Basis Hertzscher Wellen – alternativ: saubere Mibiltelefone auf Skalarwellen; –
    natürlich: Gedankenverbindungen zwischen den Menschen – heute bekannt zwischen Eltern und Kindern oder liebenden Partnern

    Beispiel 3:
    Bildung/Schule/Internet = künstliche Sammlung, meist von Postulaten (genannt „Wissen“ – überwiegend unnütz und daher gern vergessen) –
    natürlich: Naturweisheit resultierend aus dem Aufwachsen in und dem ständigen Kontakt mit der Natur, im Maße des für das Leben jeweils Notwendigen und daher tief in Gedächtnis und Gefühl verankert

    Weiter.
    Die kapilistische „geniale“ Logistik ist nicht mehr erforderlich, wenn fast alle lebenswichtigen Waren wieder regional erzeugt werden…

    Waschmaschinen: klar, tolle Erfindung – wenn wir nur mit natürlichen „Waschmitteln“ darin arbeiten würden… so wie jetzt machen wir systematisch die Natur kaputt, und zwar das wichtigste gleich nach der Luft: das Wasser…

    Und so weiter – genau das meinte ich, als ich heute hier von einem Durch- und Umdenken der täglichen Abläufe durch jeden einzelnen Menschen schrieb… wir sollten „liebgewordene“ aber unnütze materielle Dingen loslassen lernen und uns wieder den natürlichen zuwenden… nicht erst „danach“.

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  10. Ohnweg sagt:

    Wie wärs denn damit? Proteine und Vitamine auf einen Schlag. Ideal für Selbstversorger da nicht Kapitalintensiv. Eigenleistung kein Problem für handwerklich Begabte. Kann man so nach und nach an den Bedarf anpassen. Ideal um regional eine Kreislaufwirtschaft ohne oder mit Geld anzukurbeln.
    Englischsprachig: http://earthweareone.com/this-aquaponic-farm-holds-20000lbs-of-fish-and-grows-70000-vegetables-in-a-14-acre-areal/
    Deutschsprachig: http://aquaponics-deutschland.blogspot.de

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  11. Ohnweg sagt:

    Englisch funktioniert nicht. Vielleicht ein Fehler von mir. Dann eben einfach http://earthweareone.com anklicken.

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  12. Cimi sagt:

    Danke an alle. Ich wusste garnicht, dass ich zum großen Teil schon seit Jahren so „gesund“ lebe,
    dass es mir zum Über- und Weiterleben verhilft, juhu 🙂
    Mal ein anderer Gedankenansatz für die geneigte Stammschreiberschaft 😉

    „Jeder hat das Recht, so zu sein, wie er ist. Lehre Menschen, die Qualität ihrer Arbeit zu erhöhen,
    in dem du ihren Denkweisen gerecht wirst und nicht von dir selbst ausgehst.”

    „Menschen sollten sich nicht zu sehr verändern müssen, um ihre Arbeit zu tun. Setze sie gemäß
    den vorhandenen Stärken ein.”

    „Erleichtere Veränderung und gib Unterstützung für die, die Veränderung wählen.
    Bestrafe die übrigen nicht, für das, was sie sind (und bleiben wollen).”

    „Die Lösungen von gestern sind die Probleme von heute, die Lösungen von heute
    die Probleme von morgen.”

    Clare W. Graves (1914-1986)

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  13. heureka47 sagt:

    @ luckyhans:

    „Der Anfang muß, wie schon oft gesagt, von jedem Einzelnen gemacht werden. „:

    Eine seit „Ewigkeiten“ schon unzählige Male wiederholte „Binsenwahrheit“.

    Beantworte doch statt dessen mal die Frage, WIE es gehen soll, gehen KANN?
    Bzw. lokalisiere zuvor die URSACHE und gib sie deinen Mitmenschen mitsamt der Lösung bekannt – als Anregung (zum „Nachdenken“).

    Denn wir sehen doch, daß die große Mehrheit den massenhaft veröffentlichten „Tipps“ und „Anregungen“ nicht Folge leistet.

    Die zivilisierte Gesellschaft ist seit einigen Jahrzehnten auf die „Globale Krise“ aufmerksam geworden – und es wird allerorten appelliert.
    Aber wir merken auch, daß die allermeisten Appelle „verhallen“. Die erhoffte WIRKUNG bleibt aus.

    WARUM?

    -.-.-.-.-

    >>“Mit der Reduzierung der persönlichen Ansprüche – ich sage bewußt nicht Bedürfnisse – auf ein vernünftiges, ausreichendes Niveau, mit einer durchgängigen Veränderung unserer täglichen Abläufe in Richtung auf “sinnvoll UND naturfreundlich”.<<

    Wie können wir angemessen mit der ÄUSSEREN Natur umgehen, wenn / da wir die INNERE Natur, UNSERE eigene WAHRE Natur nicht kennen??

    -.-.-.-.

    "… all diese Dinge kommen ganz natürlich wieder in eine vernünftige Ordnung, wenn wir wieder lernen, …":

    Wie soll das ("LERNEN") gehen – in einer Gesellschaft wie der "(selbst-)entfremdeten" zivilisierten – in der die große Mehrheit von einer schweren krankhaften geistigen Störung befallen und beeinträchtigt ist?
    Diese Störung beginnt bei den meisten in der frühen Kindheit als eine Störung – ein "Bruch" – des (Ur-)Vertrauens, dementsprechend einer "Angst-Störung" und infolge dessen einer "Frage-Störung", einer Störung der Bereitschaft, die Wahrheit zu sagen, wahrhaftig / authentisch zu sein; zusammengefaßt: einer Kommunikations-Störung und einer Störung der inneren Kommunikation mit der Seele und einer Störung der seelischen, emotionalen bzw. "Selbst"-Entwicklung / "Persönlichkeits"-Entwicklung. Das ist also auch eine Störung des ganzheitlichen Lernens.

    Derart gestörte Menschen sind zwar noch in der Lage, rational(e) Informationen aufzunehmen und/oder körperliche Fähigkeiten / Fertigkeiten zu lernen, aber das WAHRE MENSCHSEIN lernen sie so nicht.
    Und das ist sehr, sehr, schlimm. Obwohl es in der mehrheitsnormal kranken Gesellschaft kaum auffällt. Weil wir alle schon in diese kranke Normalität hineingeboren und -sozialisiert wurden. Auffallen wird es nur solchen Menschen, die durch irgendwelche Umstände gesunde Anteile bewahrt oder wiedererlangt haben.

    -.-.-.-.-

    " … wenn sich jeder mit Blick auf die Gemeinschaft um seine eigene Ernährung und Wohlstand kümmert und die anderen nicht bei ihren Tätigkeiten stört sondern unterstützt, wenn alle nicht nur an sich, sondern auch an die anderen Menschen, an die anderen Wesen, an die Natur denken und dementsprechend handeln, dann werden sich fast alle “Probleme” in kürzester Zeit “von selbst” lösen.":

    Dieser "Blick" (auf die Gemeinschaft) ist ein Blick durch das "dritte Auge" – welches bei den allermeisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft naturwidrig nicht eröffnet wurde. Eigentlich soll das in der Anfangsphase der Pubertät mit dem Aufstieg zur höheren Bewußtseins- / Seins-Ebene geschehen, aber davon ist die zivilisierte Gesellschaft ENTFREMDET. Das Wissen, die Kultur, usw. sind verloren gegangen bzw. unseren Vorfahren gewaltsam ausgetrieben worden. Durch die Römer und ihre Kirche.
    Und (was) nun?

    "… wenn alle Menschen beginnen, sich vernünftig zu verhalten, …":

    Immer wieder dieses "wenn" bzw. "wenn ALLE".
    Ich wiederhole: Das ist überflüssig! Weil: Schon zur Genüge gesagt und geschrieben. Zur ÜBER-Genüge gesagt und geschrieben.
    Die Menschen können es schon nicht mehr hören! Die meisten WISSEN das sogar – aber sie KÖNNEN es nicht tun.
    In DIESEM Punkt ist Hilfe gefragt.

    Wenn du also helfen willst, beginne, auf dieser Ebene zu arbeiten. Alles andere mag deinem Ego gefallen – mehr aber bringt es nicht.
    Und das Ego wird – und wurde – in der gesunden Erwachsenen-Gesellschaft nicht / nie gebraucht.
    Denn in der gesunden Erwachsenen-Gesellschaft hat das Ego abgedankt, hat sich auf's Altenteil zurückgezogen und räkelt sich da gemütlich auf dem Sofa – und weiß sich bedingungslos geliebt. Denn "Herr(in) im Haus" ist NICHTmehr das Ego und sein Kumpan, die Angst, sondern die reine, bedingungslose Liebe des "Höheren / wahren Selbst".
    Und das bist dann DU.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Oeffner

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  14. heureka47 sagt:

    @ Ludwig der Träumer

    „Der Crash kommt. Der kapitalistische Tsumani kann uns aber nichts anhaben, wenn wir uns darauf vorbereiten. Nicht hysterisch davor weglaufen oder ankämpfen. Hat keinen Sinn. Er wird uns einholen. Einen Schritt zur Seite machen und er kann uns am A vorbeigehen. Lassen wir ihn in seinen Weg auslaufen. „:

    Vor dem finanziellen / ökonomischen Crash werden wir ja schon vielstimmig gewarnt.
    Was aber die meisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft – einschließlich der „Großkopferten“ in den Führungsetagen überall – NICHT sehen (können), ist das im Unbewußten der Menschen exponentiell wachsende Ursachenpotenzial für einen „Crash“ von der Intensität des 1. oder 2. WK bzw. einer neuen, bisher nicht gekannten Größenordnung.

    Denn alle Kriege, Bürgerkriege, Gewaltherrschaften, Genozide und Massaker entstamm(t)en IMMER diesem Ursachenpotenzial, ebenso wie die Untergänge aller „Hochkulturen“ der nachvollziehbaren Geschichte. Siehe: „Der Untergang des Abendlandes“ von O. Spengler.
    Nicht nur das „Abendland“ befindet sich im Untergangsprozeß. Die selbe „Krankheit der Gesellschaft“, über die auch Dr. Wilhelm Kütemeyer Anfang der 50 Jahre sprach und schrieb, die im „Abendland“ grassiert, wütet auch unter den Menschen in diversen (Hoch-)Kulturen des „Morgenlandes“.

    Was mit zunehmender Geschwindigkeit naht, ist eine Krise / Katastrophe, die die LETZTE sein könnte – weil daran die Menschheit aussterben könnte.

    Wir sollten uns nicht darauf verlassen, daß es „nur“ ein „Crash“ der Art und Intensität sein wird, wie du ihn andeutest.

    Deshalb bin ich mit meiner kleinen Initiative seit 1992 bestrebt, über die „Krankheit der Gesellschaft“ – die ich die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ nenne – und über die gegebene Möglichhkeit der grundlegenden Heilung aufzuklären. Denn nur wenn ein erheblicher Anteil der Bevölkerung diese Heilung vollzieht, gibt es die Chance einer Zukunft.
    Die große Frage für unsere Spezies ist – JETZT – ob wir am Ende unseres Entwicklungspotenzials angekommen sind und aussterben (müssen), oder ob wir unser weitergehendes Potenzial ergreifen und DAS wahrnehmen / erkennen, was dem typischen zivilisierten – neurotisch beeinträchtigten – Menschen nicht wahrnehm- / erkennbar ist: Einerseits diese genannte Krankheit und andererseits das Potenzial für die HEILUNG (und dessen Aktivierung / Nutzung).

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Oeffner

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  15. Ludwig der Träumer sagt:

    Hallo Lucky,

    es geht mir nicht ganz rein, warum das vom Menschen geschaffene Künstliche immer nur “halb so gut” wie das natürliche “originale” sein soll. Immerhin stellst Du ein ‚leider‘ vor Deine Festststellung. Jch schließe daraus, daß Du das bedauerst.

    Ein Vergleich ist mir nicht möglich – außer bei Nahrungsmitteln.

    Nartürlisches ist natürlich; Künstliches künstlich.

    Beides kann gemeinsam nebeneinander existieren – im Einklang weiß ich noch nicht, denke aber, daß es gehen könnte, da alles Geschaffene ingendwie aus Schöpfers Gedanke entsprungen scheint.

    Künstliches ist heute vom Natürlichen so weit entfernt wie meine Brille auf der Nase vom Himalayagipfel. Und dennoch gibt das Künstliche mir Kurzsichtigem die Möglichkeit über Kino oder Fernsehen die faszinierende Welt dort oben zu beäugen. Zusammen mit meiner kindlichen Phantasie kann ich mich sogar für kurze zeit dorthin beamen. Sicher könnte mir auch ein Gipfelkletterer, der mal dort war, die Schönheit dieser Berge erzählen – aus seiner Sicht. Wäre das weniger künstlich? Die Filmkamera kann da ein emtiomsloseres Bild, ein authentisches liefern.

    Jetz kommen vermutlich wieder diese Zeigefinger mit ihrem wenn und aber. Manipulation derch Bilder und geschickte Kameraführung, die uns ein verklärten Bild der Wirklichkeit zur Verdummung der Menschen liefern. Muß ich dshalb die Filmkamera und das Fernsehen verdammen, nur weil ein paar Idioten dieses Medium noch für ihre Zwecke nutzen. Ich denke nein.

    Ich kann und will das künstliche in der Welt – vom Fernsehen, Kino, Handy, Auto und Waschmaschine, Traktor, Mähdrescher und bedingt auch die moderne Medizin (die ich fast nur in der Unfallchirurgie schätze) … und und… nicht verbannen, nur weil wir es noch nicht gelernt haben, damit vernünftig umzugehen.

    Seit wann gibt es diese Erfindungen?

    Noch nie hat die Menschheit in so kurzer Zeit gewaltige Umwälzungen bewältigen müssen.

    Gleichzeitig mit diesen fantastischen Erfindungen, die uns das erbärmliche Leben – es war eins, jedenfalls für die meisten Menschen – erleichtern können, werden wir auf die Gefahren in genauso rasanter Zeit hingewiesen, die diese Technologien mit sich bringen.

    O. Spengler hat das Problem in seinen zwei m. E. besten Kapiteln – über die Maschine, und Geld (wenn ich mich recht erinnere) nur unzureichend beschrieben. Er war ein Kind gleicher Gesinnung wie E. Fromm, der Club of Rome, Gurus, Pfaffen u. A., die nur Ängste schürten.

    ‚Der Untergang des Abendlandes‘. Diese ‚Seher‘ lebten alle bestens davon. Von anderen Idioten wie Nostradamus etc. gar nicht erst zu sprechen. Hat jemals einer von denen einen Ausweg gezeigt?

    Keiner von diesen hat jemals angedacht, was wir besser machen können. Wenn einer dabei war, faselt er nur etwas von Flucht nach hinten – zurück in eine Zeit, die uns versperrt ist, jedenfalls, wenn wir nicht untergehen wollen.

    Je mehr ich mich mit diesem Thema beschäftige, fallen mir immer mehr Projekte ‚Zurück zur Natur‘ ein. Die meisten haben eines gemeinsam: sie verdammen das neugeschaffene – das Künstliche. Es ist m. E. eine Flucht vor den weiteren Aufgaben, die uns bevorstehen.

    Das annehmen was ist. Meinen Schlepptop und das Handynetz, über das ich meine Gedanken mit euch austausche kann, egal wo ihr gerade in der Welt seid – ist das nicht etwas Wunderbares? Ich liebe meinen Schlepptop dafür.

    Um dafür nicht wieder Schelte einstecken zu müssen, weise ich vorsorglich darauf hin, daß mir umfänglich bewußt ist, welche ‚Umweltsünden‘ und Elend herhalten mußten für diese Erfindung.

    Es wird unsere künftige Aufgabe sein, die Schätze, die uns die Erde liefert, so zu nutzen, damit kein Regenwurm zu Schaden kommt. Das ist es, was der Schöpfer mit seinem Ebenbild gemeint hat.

    Es gibt kein Zurück mehr – es sei denn in ein erbärmliches Leben. Wenigen möge das genügen und gelingen. Die Meisten werden daran scheitern und untergehen. Viele von denen, die das Leben zurück zur Natur propagieren, leben prächtig von den frustrierten Jüngern, die denen zumindest in ihrer Freizeit folgen.

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  16. heureka47 sagt:

    @ Ludwig der Träumer

    „Es gibt kein Zurück mehr – es sei denn in ein erbärmliches Leben“:

    Da spricht der selbst-entfremdete Mensch, das Bewußtsein der Materie, das Ego, die Angst, die begrenzte Vorstellung, die Unwissenheit von der wirklichen Wirklichkeit, usw.

    „Zurück“ in die Vergangenheit gibt es allerdings wahrlich nicht – aber in eine ZUKUNFT, in der die Menschen wieder regelhaft erwachsen, glücklich und gesund sind. OHNE all die unzähligen Hilfsmittel der Zivilisation, die doch in Wahrheit nur zum großen Versuch der Kompensation der „Krankheit Zivilisation“ gehören.

    Deshalb hat Zivilisation keine Überlebens-Chance: Weil sie als Krankheit sich selbst mit ihren „Wirten“ ausrottet.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Oeffner

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  17. Ludwig der Träumer sagt:

    @ heureka47,

    dann hau Dir den Horstmann rein, den ich so haßliebe. Hab auch mal so wie Du gedacht.

    http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/das-untier-konturen-einer-philosophie-der-menschenflucht-ulrich-horstmannD

    Der könnte auf Deiner Ebene sein.

    Tschuldigung, bin gerade ausgerastet.

    Tschüß, gehe jetzt noch in die kleine Kneipe im Dorf, der Bus fährt gleich.

    Dort menschelst es noch. Dort finde ich den civis (lat.) den Bürger.

    Die haben noch Ideen, wie es weitergehen könnte, zusammen mit dem Wirt.

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  18. luckyhans sagt:

    @ Ludwig:

    Genau – „zurück zur Natur“ funktioniert nicht – „Zurück in die Natur“ ist richtig – dies bedeutet nämlich: nicht mehr hier „wir“ und dort „die Natur“ und nun zurück zu ihr, sondern hier „wir in der Natur“ (also EINS), an unserem natürlichen Platz, als Mensch, als Teil der Natur – das ist der Schied unter – schon in der Betrachtungsweise, mehr noch im Wesen. 😉

    Und in der Natur muß alles, was eine Existenzberechtigung haben will, besser sein als das (bisherige) natürliche Pendant, sonst bleibt es beim Natürlichen.
    Sorry, aber so ist das nun mal überall im Leben – nur das Beste bleibt, das Zweit- und Drittbeste geht – nennt sich Entwicklung. 😉

    Daß wir auf dem Wege dorthin (in die Natur) vielleicht zu bestimmten Zeiten noch das eine oder andere unserer künstlichen „Hilfsmittel“ benötigen werden, weil wir die natürlichen Originale noch nicht „im Griff haben“, will ich nicht in Abrede stellen – das hängt auch weitgehend davon ab, wie heftig die jetzige Konstruktion von Gesell-schaft gegen die Wand klatscht und wieviel real Verwendbares dabei noch übrig bleibt…

    Und: das was Du jetzt noch, mit Deinen Prägungen und Konditionierungen, als „erbärmliches Leben“ ansiehst, könnte Dir schon bald als „das schönste Leben auf Erden“, als Paradies erscheinen – bitte bleib offen für alles. 😉
    GLG
    Dein Lucky

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  19. heureka47 sagt:

    @ luckyhans

    >> “zurück zur Natur” funktioniert nicht – “Zurück in die Natur” ist richtig <<:

    Das ist zu voreilig von dir kritisiert – finde ich.

    "Zurück ZUR Natur" – nämlich zu unserer inneren, wahren, Natur ist m.E. wichtiger als "IN DIE" Natur.

    Primär muß der Mensch wieder seine wahre Natur erkennen und LEBEN. Alles andere wird sich dann finden / fügen.

    "Trachte zuerst nach dem Reich Gottes, alles andere wird dir dann zufallen."

    Und "Das Himmelreich (Reich Gottes) ist INWENDIG in euch."

    Auf geht's!

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang

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