bumi bahagia / Glückliche Erde

Unzählige Menschen berichten davon, was sie erlebt haben, als sie „klinisch tot“ oder in Totalnarkose waren – und sich hier wiedergefunden haben. Wer von uns ist nicht neugierig, was uns erwartet, wenn unser Körper wieder zu Erde wird?

Die Meisten sind sich einig, dass das Essenzielle dessen, was sie erlebt haben, schwer in Worte zu fassen ist. Es ist die Rede von „zuhause sein, geborgen sein, bewusst sein, schwerelos aber doch körperlich zu sein, frei sich zu fühlen“. Jeder Mensch erzählt andere Versionen, jeder erlebt etwas Anderes.

Gerne möchte ich hier nach und nach Erfahrungen einstellen von Menschen, welche drüben „geschnuppert“ haben und eine Erinnerung in ihr Tagesbewusstsein haben rüberziehen können.

thom ram feb2014

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Realerlebnis am 30.8.1980

Zuerst war alles Aussen

Und kam entgegen mir.

Und nun bin ich im Innen

Und ich begegne mir:

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Als Kern mir in der Schale

Als Schale um den Kern

Als Blumenkelch der Sonne

Als Licht im Blütenstern

.

Als Grün im Blätterrauschen

Als Lebensblut in Rot

Begegne mir als Erde

Erwacht aus Sternentod

.

Als Erde in der Sonne

Als Wärmelicht im Stein

Wird Aussen nun im Innen

Und Innen Aussen Sein

.

.


3 Kommentare

  1. ewald1952 sagt:

    Ich konnte diese Erfahrung schon 2 mal machen als junger Mensch mit 22 Jahren und während einer schweren OP mit Herzstillstand .Nachweislich Krankenbericht liegt vor.Wie auch immer es ist unmöglich wenn man „Tod“ ist sich und andere zu sehen und ganz klar zu erkennen was die personen mit einem tun und weit darüber hinaus .Aber genau das ist passiert 🙂 Ich bin kein „Wissenschaftler“ Aber ich weis was ich erlebt und gesehen habe und nicht nur einmal ….

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  2. Petra von Haldem sagt:

    Eine Erinnerung auf frühster Kindheit.

    Nachkriegszeit.
    Eltern Flüchtlinge aus Polen..
    In der mittleren Kleinstadt ist Scharlachepidemie.
    Zwei Jahre alt bin ich und bekomme rote Punkte auf dem Körper, also ab in Quarantäne ins Krankenhaus.
    Eine Woche sehr hohes Fieber, über 40°C und dann eine ganz schwere Mittelohrentzündung mit hochgradiger Vereiterung.
    Es gibt kaum Medikamente im Krankenhaus. Die Eltern dürfen nicht rein, Quarantäne.
    Das alles weiß ich aus Erzählungen.

    Ab einem gewissen Moment bin ich sehr wach, sehr bewußt, staune, was da so alles passiert, mein Bewußtsein ist so in etwa unter der Decke des Zimmers.
    Habe keinen Bezug zu dem Kind da unten, mehr interessieren mich die anderen Kinder in ihren Bettchen.
    Wir sind 10 Kinder in dem Zimmer.
    Staunend schaue ich zu, wenn die hochfiebernden Kinder Milch zu trinken bekommen, wie die Milch auf deren Lippen gerinnt, klumpig wird, oft ausgespien wird.
    Irgendwann wird das Kind aus dem ersten Bettchen neben der Tür (später weiß ich, dass ich das war) aus dem Bettchen heraus gehoben und weggetragen, es schreit und wimmert.
    In der nächsten Sequenz bin ich unter der Decke im OP-Saal, auf dem OP-Tisch liegt ein Kind (wieder ich) und 8 Menschen stehen um den Tisch und operieren.
    Ich schaue genau zu und beobachte, ob alles richtig abläuft!!!
    Plötzlich schieße ich von oben herab und reiße dem Arzt etwas aus der Hand , das dann runterfällt und die OP geht irgendwie anders weiter, wie weiß ich nicht.

    Später erfahre ich, dass ich Masern bekommen hatte und nicht Scharlach und somit alle Kinder im Zimmer beides bekamen, Masern und Scharlach zusammen.
    Das veranlasste den leitenden Arzt, zu den Militär-Besatzern, Amerikaner, zu gehen und um Medikamente für die Kinder zu bitten, vor allem das neue in Amerika schon übliche Penicillin und auch Narkosemittel, um operieren zu können.
    Ein dreiviertel Jahr war mein Aufenthalt dort.

    Ich wurde an beiden Ohren operiert, die Knochen mußten teilweise herausgemeißelt werden, da sie von Eiter zerfressen waren.
    Das Eine Ohr konnte gerettet werden, auf dem höre ich ganz gut, das andere ist taub.
    In dieser Zeit entstand ein Entschluß in mir, später mal etwas mit Kranken und Essen tun zu wollen. was dann in meinem „ersten“ Leben auch geschehen ist, bin Diätassistentin geworden.

    Nun könnte ich noch stundenlang erzählen, was ich über die anderen Kinder alles „von Oben“ mitbekommen habe und noch weiß, aber das ist hier nicht relevant.
    Diese „Fähigkeit“, schnell was zu „überblicken“ ist mir seit diese Zeit geblieben.

    Bin auch absolut neugierig auf Berichte von anderen.

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  3. Garten-Amsel sagt:

    Vielen Dank liebe *PvH* !

    So wie Du das hier beschreibst, habe ich einiges auch bei meiner Mutter erlebt, als sie im Gehen begriffen war … Blick zur Zimmer-Decke und Rat-Suchend/fragende Gespräche mit ihrer Zieh-Mutter …

    Erinnerungen von mir :

    Nach-Kriegs-Zeit. Im Keller höre/sehe ich Bomben auf das Nebenhaus fallen. Ich bin ein kleines Kind, aber meine „Sicht“ ist deutlich „höher“.
    => Niemand soll mehr eingesperrt sein und bleiben. Ich beschließe, die Mücken, die nicht rauskönnen und vor der Keller-Fenster-Scheibe tanzen, nach draußen in die Freiheit zu bringen.

    Am letzten Gleis auf dem Hbf: Blick auf die Ruinen hinter dem Gleis. Irgendwie tot, aber doch lebendig, es dampft vor Zerstörung. Niemals solle ich dahingehen, sagt mir mein Vater. Mein *GOTT* ! aber mit meinen Gedanken stehe ich oft in dem Keller-Eingang eines der zerbombten Häuser … später auf meinem Schul-weg …

    Nach der Beburt meines mittleren Sohnes (die ältere Ärztin hatte „aus Versehen“ -trotz der Wahnung der begleitenden Hebamme- beim Damm-Schnitt die Blutführende Ader durchgeschnitten und konnte die Blutung nicht mehr stoppen. Sie sagte, sie hätte mehr als die halbe Stadt entbunden, aber so etwas habe sie noch nicht erlebt … so dermaßen viel Blut …).
    Mein Be-Wußt-Sein ging frei. Aber dann war da eine flüsternde Stimme, die mich irgendwie überreden wollte, aufzugeben. „Du hast doch deinen Part hier getan, was willst du also hier noch ?!? Zwei Kinder hast du geboren, was willst du dann noch mehr ?!?“ irgendwie war da auch so ein „Geschmack“ von Sünde, am Leben festhalten zu wollen, HABEN zu wollen, da.
    Ich bat um Musik oder irgendetwas, was ich hören könnte, aber die Schul-Schwester hatte kein Verständnis dafür. Da ich am Tropf hing und nur jaaa still liegen bleiben sollte und mich auch sowieso kaum bewegen konnte, vor Schwäche, fing ich ein „Gespräch“ mit *GOTT* an : HERR, WAS willst DU jetzt von mir ? Ich lege mein Sein in DEINE Hände ! – Da wurde die Flüster-Stimme immer leiser und ich brauchte mich nicht mehr zu recht-fertigen. Alles lag ja nun in *GOTTes* Hand. 😀

    soweit , so kurz erstmal.

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