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3. von 144 – ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – Woran erkenne ich mein Kind?

Eckehardnyk 2. Dezember NZ 10

Frage dich selbst! Schon in der vorangegangenen Szene war diese Frage mit angedacht. Und dazu dieses Wörtchen mein – weshalb ist denn das so wichtig? Bei der „Entstehung“ deines Kindes ist das besonders bedeutungsvoll. Denn eigentlich gibt es auf die Frage, wann ein Kind entsteht, keine Zweifel, naturwissenschaftlich gesehen. Mit dem gelungenen Zeugungsakt ist es „nachweisbar“, egal was daraus für gesellschaftliche Folgerungen gezogen werden.

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Besser zurecht komme ich mit der Anschauung: Mein Kind ist da, wenn ich Ja zu ihm gesagt habe. Das ist unabhängig vom Zeugungsakt und kann dazu führen, daß ein Kind bereits geboren ist, schon bei mir lebt und immer noch nicht mein Kind ist, weil mein bestätigendes Ja niemals in meiner Seele erklungen ist. Für ein solches Kind wird eine tragische Karriere vorgezeichnet: Was es auch anfängt, es fühlt sich immer irgendwie schuldig.

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Das Annehmen und Ja-Sagen sind mit deiner Einstellung verbundene Handlungen. Sie werden täglich und tatsächlich von jedem verlangt. Verantwortung hat mit Antworten zu tun. Ja ist eine Antwort. Ist diese erfolgt, beginnt das Erkennen.

Das Eigene bedeutet das zu mir Gehörige. Das eigene Kind ist das zu mir gehörige Kind. Wieder die Frage: Wer bin ich, daß ich etwas als zu mir gehörig anerkenne? Du tust etwas für sich selbst – und gleichzeitig für dein Kind! Das gehört sich so im digitalen Zeitalter. Wenn schon das digitale Telefon „erkennt“, welche Nummer gleichzeitig zu einem Anschluß gehört, dann kann der Mensch das erst recht – gleichzeitig für sich und andere sorgen. Vergiss alles, was du bisher über „Egoismus“ „gelernt“ hast: Du wirst immer Egoist sein, aber ein digitaler, um Brauchbares zu leisten.

Damit sollte auch klar sein, daß dein Kind weder dein Besitz noch Eigentum sein kann, sondern eben dein dir Angehöriges. Dadurch /er)ziehst du etwas aus dem Unermeßlichen von Eigenschaften an dich heran, sodass du eine Besonderheit empfindest, ein „So und nicht anders paßt es zu mir“. Du fühlst: „So ist es richtig. Ja, das ist mein Kind“.

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Du erkennst als Mutter, wie es in deinem Leib sich bewegt, du wirst es nach seiner Geburt an seinen Klängen und Lauten erkennen, an seinem Duft, an seinem Lächeln, an seinen Experimenten und Exkrementen. Überall spürst du das Eigene und findest Liebe dazu, wenn du dieses Eigene auch bei dir wiederfindest. Aus diesem augenblicklichen Hin und Her der Gefühle wächst die anfängliche Bindung. Hier kann sich jeder Mensch beteiligen und selbstverständlich auch Väter. Im Grunde aber jede Person, die das Kind annimmt und pflegt. Im Mythos stellt sich der Mensch sogar ein Tier als Ziehmutter vor, wie jene Wölfin, welche die Gründer Roms gesäugt haben soll. Das solltest du bedenken, wenn du Tiere zu Hause hast: Auch die müssen dein Kind als ihr Kind anerkennen und eine Bindung zu ihm entwickeln. Erst recht gilt das für vorhandene Geschwister, die ihr eigenes Wesen in dem Neuankömmling wiederfinden müssen.

Das Eigene im Andern entdecken – damit schaffen wir Beziehung zum Anderen, die zum Angehörigsein führt. Nun aber gibt es da ein Problem: Nicht alles an mir selbst kann ich leiden. Folglich werde ich diese Wesenszüge, die ich bei mir nicht akzeptiert habe, beim Anderen erst recht ablehnen. Viele Kinder werden mit diesem Bad ausgeschüttet, ohne daß es die Eltern merken. Wir sehen also wieder, wie entscheidend unser Umgang mit uns selbst ist für unsere Kinder.

©️ 🦄 (eah)

12. Oktober 1998 und 2. Dezember 2022


2 Kommentare

  1. eckehardnyk sagt:

    Zum mittleren Beitrag „Seele und Empfängnis“ vom 3. April NZ 4 hab ich Folgendes beigesenft: eckehardnyk
    03/12/2022 um 05:08

    Obiger Beitrag ist als Ergänzung zu dem meinigen (3. von 144 – Eltern, Kind und Kinderstube – Woran erkenne ich mein Kind?) sehr aufschlussreich. Aus meiner heutigen Sicht ist Abtreibung des „Ungeborenen“ und Verweigerung des Geborenen gleich zu setzen, wogegen im glücklicheren Fall das Ja bereits vor der Empfängnis stattfinden kann. Manche Mütter begannen bereits Söckchen und Anderes zu häkeln, bevor sie mit dem jeweiligen Vater zum Vollzug gekommen waren. Ob Dr. Dahlke auch anthroposophischer Arzt ist oder „nur“ als Psychotherapeut die Seele bejaht, mag unbedeutend scheinen gegenüber seiner eindringlichen Sicht auf das mörderische Abtreibungsverfahren und seine Einfühlung in das vor dem Speer flüchtende Embryo.
    Es müsste, wenn nicht als hellsichtig so doch als hell fühlend anerkannt werden, was er da „beobachtet“ haben konnte. Es stimmt auch mit der spiralförmig geistigen Form, in die eine Seele vor Eintritt in die Leibeshülle „hinunter“ wächst. Während der Zeit im Mutterbauch präpariert (und inzwischen sehr notwendig: imprägniert) sich der geistig-seelische Mensch in einer von mir „Sternfähre“ benannten Region und empfängt alle Veranstaltungen mit dem Fötus als „zu Herzen gehende Nachrichten“. Da die Seele noch ohne sinnliche Organe ist, wirkt auf ihre geistigen Organe fast ausschließlich die Gesinnungswelt (Absichten, Pläne, Berechnungen, aber auch Musikhören, Landschaft erleben, Freude und Liebe) der Eltern auf die zur Geburt entschlossene Individualität.

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  2. Mujo sagt:

    Eckehardnyk, sehr stimmig das ganze und sehr Wichtig dieses Wort „Ja“ zu sagen. Es hat eine Unglaubliche Kraft wo die meisten nicht merken wie Stark es wirklich ist.
    Wie auch überhaupt im Leben zu allen ja zu sagen.
    Nicht ohne Grund sagen beide Partner bei der Vermählung sich gegenseitig „Ja“ zum gemeinsamen Weg den man geht.

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