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Wer seines Vital-Ich’s Stimme in den Wind schlägt…

…hat mit Lehrstunde zu rechnen.

Vergangenen Sonntag fuhr ich drei Stunden in den Norden. Normalerweise auf Langstrecke wappne ich meinen Körper, dieses Mal fuhr ich mit Kurzhös und Tiischöört. Auf der ganzen Strecke immer wieder warnte mich Harry, mein Treuer Begleiter, mein Vital-Ich, etwas mehr Kleidung mir umzuhängen. Ich tat es nicht, da mir nicht kühl war (Lufttemperatur 28 Grad C.), ich tat es nicht, törichterweise.

Jeder beseelte Mensch wird begleitet von einem Vital-Ich. Das Vital-Ich hat die Aufgabe, alle Körperfunktionen zu überprüfen und nach Maßgabe des Einverständnisses der Seele und des Tages-Bewusstsein-Willens des Chefs zu steuern; zu steuern im Sinne von Gesunderhaltung des Körpers.

Mein treuer Harry hatte mich gemahnt, und ich hatte nicht hingehört. Töricht von mir.

Tags darauf war alles normal. Tag 2 danach, da hatte ich ein leises Unwohlsein allgemein und im Speziellen in der linken Nierengegend.

Tag 3 dann ging die Post ab. Ich war energielos, und zunehmend schmerzte mich die linke Nierengegend bei noch so harmlosen Bewegungsabläufen.

Die Nacht danach war schlimm. Ruhig liegen ging ja noch, doch den Körper von einer auf die andere Seite zu wälzen im guten Bett, das war adrett. Auch wenn ich alle Hände und Füße zu Hülfe nahm, um den Vorgang unterleibsentlastend zu bewerkstelligen, auch wenn ich das noch so langsam tat, ich konnte Schmerzens-Huchs und- Uffs nicht unterdrücken.

Mich aus dem Bett wälzen war eine Filmnummer. So jede Bewegung landete als Schmerzauslöser in der linken Nierengegend. Der ächzende Kranke. Ich konnte Schmerzstöhn nicht lassen, wahr.

Ich machs kurz. Hatte danach noch zwei solcher Nächte, und die Tage, die waren einfach so: Stillhalten und sorgfältigst leicht leise schreiten und den Körper durchfühlen und durchbewegen.

Altersheimakrobatik, so möchte ich es nennen.

Verrückte Sau, die ich nun ma bin, fuhr ich trotzdem weiter, zusammen mit Agus, wollte ihm die Nachbarinsel Nusa Penida zeigen. Wirklich ziemlich verrückt. Illustration: Wenn meine Braut, die Inazuma, geparkt stand, also auf den Seitenständer geneigt, dann musste ich sie ja mittels seitwärts gerichtetem Körperschubs aufrichten. Unmöglich. Wenn Schmerz zu groß ist, verweigert der Körper die Ausführung des Befehls. Definitiv. Aber da war ja Agus, haha, der stieß, und meine Braut stand senkrecht fahrbereit unter mir.

Der detailverliebten Schilderung Fazit:

So noch nicht geschehen: Verbinde Dich mit Deinem Vital-Ich.

Horche seiner Stimme. Tue dies permanent.

Folge seinem Rate!

Thom Ram, 12.06.10

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5 Kommentare

  1. Mujo sagt:

    Gibt es denn keine Nierengurte bei euch ?
    Ist ne gute Erfindung da ich Früher auch im Sommer mal mit T-Shirt schwere Maschinen gefahren habe war das immer Pflicht bei mir.
    Und jetzt weis ich Dank deines Berichtes auch warum es so Sinnvoll ist 😉

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  2. rechtobler sagt:

    Mein lieber Thom Ram, als ‚alter‘ Töfffahrer kann ich dazu nur Eines sagen (und Mujo beipflichten), Kurzhös und Tiischört in Ehren, aber IMMER einen Nierengurt, das ist doch einfach ein Muss, noch vor Handschuhen, Helm und Schutzbrille. Aufgrund soeben (wieder) gemachter Erfahrung auf dem sehr hart gefederten Oldtimer (Royal Enfield, Jg. 63) auch als Stütze für den Unterkörper. 😉

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  3. palina sagt:

    habe keine Ahnung vom Töfffahren, aber die Argumente von Mujo und rechtobler leuchten mir ein.

    Nun, jetzt ist er wieder gesund. Gott sei Dank.

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  4. Thom Ram sagt:

    Liebe Töfffreunde.

    Damals i de Schwiiz fuhr ich keinen Meter ohne 300Fr. Stiefel, 300Fr. Schutzhös, 400Fr. Schutzjacke, 300Fr. Helm, 100Fr. Handschuhe und………..Nierengurt. Nierengurt immer, und das UNTER Hös und Jack.
    War eben prinzipientreu, hahaha.
    Und den Kohl für den ganzen Plunder hatte ich auch, wobei…ich wär froh, hätt ich den Kohl, Schutzanzug mir wieder leisten zu können für längere Strecken, da es manche Male schon äh eher es bitzeli heiß zugeht. Stiefel hab ich noch, mit zweiter Sohle und drittem Reissverschluß, Alter: 28 Jahre. Echt gut CH Rindsleder halt. Und immer schön gewixt eh gewichst von mir.

    Hier kostet Helm, und ich schätze, es ist dieselbe Kwalität als wie die 400- Fränkigen in der CH 300’000 oder maximal 500’000, das sind also maximal 35 Franken. Bitte reinziehen. Guter Helm für 35 Kröten. In der CH zehnmal teurer der gleiche Scheiss.

    Und natürlich ist Eure Rede berechtigt. Die Windwirbel im Rücken des Fahrers, die haben es in sich. Sind hier 28 Grad warm, doch eben 9 Grad kälter als unser Mönschenblut es mag.

    Viel viel wichtiger aber ist das Thema „der inneren Stimme horchen“ – wessen ich vernachläßigte.

    Anderen Tages könnte ich dieselbe Strecke in T Schört fahren, und alles wäre in Ordnung, hätte keine unliebsame Folge. Garantiert!

    Nur waren die (von mir nicht zu erkennenden) In- und Umstände im vorliegenden Falle so, daß mein Körper den Wind nicht schadlos ertragen konnte.

    Nochmal. Lasset uns horchen und gehorchen unserer guten inneren Stimmen.

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  5. Mujo sagt:

    Also Thom innere Stimme immer Top.
    Nur Nierengurt bin ich ganz bei rechtobler ist schon Absolute Pflicht. Sieht auch gut aus macht eine schlanke Taille 😉

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