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121. von 144 – ELTERN KIND UND KINDERSTUBE – Buchstabe tötet, aber Geist macht lebendig

(Aus der Urschrift von „Abenteuer Erziehung“)

Eckehardnyk, 22. Januar NZ 10

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Es reizt mich, den Text auf die heutige Welt anzuwenden: Ein schwacher Ruf auf „Gesundheit für alle“ hat einen starken Geist schwach herbeigerufen und seine Ausgestaltungen legten sich lähmend über unser Land; denn „Gesundheit“ hat die schwach Rufenden noch nie wirklich stark interessiert, wohl aber die an geschwächten Menschen ihre Geschäfte Verrichtenden, siehe Abschnitt 4, Fußnote 1.

Heute noch einmal per Sie. Die in Du-Form gewandelten Beiträge enthalten – wieder künftig – redaktionelle Änderungen.

Der Originaltext wurde 1998-99 an „Sie“ geschrieben und findet sich sowohl auf https://www.facebook.com/groups/667905050382907 sowie überarbeitet in der Buchausgabe von 2013, siehe http://www.eahilf.de.

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Alles, was der Mensch sich erarbeitet, kann in Worte gefaßt werden. In dem Moment, wo diese Wortschöpfung irgendwo geschrieben steht, is sie auch schon zentnerschwer durch den Grabstein, auf den sie gemeißelt, oder die Tonnen Papier, auf die sie gedruckt sein könnte. Die Fassung Ihrer Lebensweisheit, so groß sie sein mag: Einmal gedruckt, ist sie tot. Das gilt freilich auch für das, was Sie hier lesen. Doch Sie gehören zu den besten aller Menschen, wenn Sie den Sinn der tötenden Buchstaben wieder zum Leben erwecken und durch Ihr Verstehen und durch das Umsetzen in Ihre Wirklichkeit.

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Diesen blitzartigen Wechsel zwischen Sterben und Werden erleben wir täglich durch alles, was wir geschrieben vorfinden und durch unser Lesen wieder zu neuem Leben erwecken. Und wie viel wird dabei täglich für immer in den Papierkorb geschickt, weil wir es nicht wieder beleben wollen und können und es sich nicht lohnt!

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Wenn Sie also mit Hilfe von Zetteln und sonst wie gedruckten Botschaften das Reich Ihrer Familie regieren, denken Sie an die oben zitierte Weisheit aus dem Zweiten Korintherbrief, Kapitel Drei, Vers Sechs! Sie können nämlich nur lebendig gehaltene Nachrichten für Ihre Kinder verwenden. Aber wie verankern Sie Ihre Worte und Reden so, daß sie im Gedächtnis am Leben bleiben und umgesetzt werden? Es ist – wie immer in diesen Fällen – ganz einfach, aber deshalb auch ein bißchen schwierig: Sie brauchen nämlich Geist. Und wie, fragen Sie, bitte soll man den bekommen? Auch das – sehr einfach: Indem man ihn ruft! Sie brauchen allerdings kein Zaubersalz 🙂 Denn das sind Sie mal schön Selbst: Das Salz der Erde.

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Nun zum Geist: Sie rufen und er kommt. Aber genau so, wie Sie rufen, so erscheint er auch. Ein schwacher Ruf bringt einen schwachen Geist hervor. Ein unsicherer einen Unsicheren, ein pfiffiger einen Pfiffigen, und so weiter. – Es kommt noch schärfer: Rufen Sie schwach einen starken Geist, dann erhalten Sie einen starken Geist schwach, und der legt sich dann lähmend über alles, was Sie vorhaben.1

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Also, seien Sie klug bedacht auf das, was Sie da wünschen und wollen, und vor allem darauf, wie Sie’s haben möchten. Probieren Sie das aus bei Verabredungen, die Sie mit Ihren Angehörigen treffen. Haben Sie einen Plan wie es gehen könnte, dann bringen Sie ihn mit aller Frische so zur Kenntnis, daß Ihr „zu Hilfe gerufener“ starker Geist darin wirken kann. Sie werden finden, daß so zügig noch nie eine Vereinbarung mit den Anderen zustande kam.

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Auch mit Ihren Kindern werden Sie auf diesem Weg viel Freude haben. Sie werden merken, daß die und Sie immer einen Ausweg und für jedes Problem eine Lösung finden.2 Es sind nicht Sie, sagen Sie im Innern zu sich selbst, sondern Ihr Geist; aber das spielt keine Rolle, denn verantwortlich sind nur Sie. Der Geist schwebt „über den Wassern“ oder weht wie der Wind, wo er will. Er übernimmt nie Verantwortung. Ihm fehlt die Verbindlichkeit oder Verwurzelung in der irdischen Welt. Dazu sind Sie nämlich da, dem Geist eine Einbindung in das alltägliche Geschehen zu besorgen. Andernfalls irrt er ohne Auftrag in der Weltgeschichte umher und Sie bleiben „geistlos“ oder werden „dummes Salz“, das man wegschüttet3

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Vieles geschieht auch dadurch „geistvoll“, indem Sie es einfach geschehen lassen, immer bereit, einzugreifen oder aufzuzeichnen, um es für Spätere wieder nutzbar zu machen. Aus dem, was Sie aus den Buchstaben Ihrer Erinnerung lebendig herausschlagen, wird ein Schatz für Ihre Kinder und Enkel entstehen. Erwachsen gewordene Kinder wollen eines Tages von Ihnen wissen, wie sie gewesen sind und was sie geredet haben. Ihr Werkzeug ist der Umgang mit Geist4, der Ihnen zur Verfügung stand, wann immer Sie es wünschten. Ob Sie Ideen zur Wundheilung oder für einen Familienfilm brauchen: ER wird Ihrem Ruf folgen.

© eah 9. März 1999 und 22. Januar 2022

1 Es reizt mich, diese Kombination auf die heutige Welt anzuwenden: Ein schwacher Ruf auf „Gesundheit für alle“ hat diesen starken Geist schwach herbeigerufen und seine Ausgestaltungen legen sich lähmend über unser heutiges Leben. Denn „Gesundheit“ hat die Rufenden noch nie wirklich stark interessiert, wohl aber die an geschwächten Menschen ihre Geschäfte Verrichtenden.

2 Auch ein einbezogenes Sausen lassen oder Scheitern kann eine starke Lösung sein.

3 Auf den „Kehricht der Geschichte“ wie Trotzki mal gesagt hat.

4 Im Gehirn lagern nachweislich keine Erinnerungen.


7 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt 1 Person

  2. Nach deiner Definition lieber Eckehard ist diese Weisheit auch bereits tot. 😀 Oder doch nicht? Wer findet den Fehler in dieser Erkenntnis?

    In diesen wirren Zeiten zeigt sich diese Weisheit jedoch besonders in meinem Umfeld als richtig / wirkungsvoll. Einige meiner Freunde und Bekannte haben sich jahrelang mit esoterischen Geschwafel einlullen lassen mit solchen Sprüchen wie „Alles ist zu deinem Besten“ und „Jeder Tag ernährt dich wenn du nur positiv denkst“ und „Du hast jeden Tag genügend Ressourcen um glücklich zu leben“. Jetzt scheißen sie sich in die Hose wg. Coronatis. oder wg. dem bevorstehenden Finanzcrash. Lassen sich sogar mehrfach impfen um ja nicht ihren Status ihrer Souveränität zu verlieren.

    Will sagen: Diejenigen die am Meisten sich auf fremde Feder verlassen, ohne selbst zu denken werden die ersten sein die untergehen. Somit ist deine Weisheit allgemeingültig.

    Gefällt 3 Personen

  3. palina sagt:

    guter Artikel Ecky.

    @Ldt

    Bei manchen klappt es eben nicht mit der Erleuchtung und dem positiv denken.

    Die holt die Realität und ihre Ängste ein. Schwach sind sie.
    Sehr schwach.

    Gefällt 1 Person

  4. Thom Ram sagt:

    1A Artikel. Danke, Ecki.

    Gefällt 1 Person

  5. eckehardnyk sagt:

    Es geht noch weiter, seid dankend mitgedacht in allem was folgt. Ludwig hat Recht: Was nützt Weisheit, wenn sie – selbst in Gedanken – nur gemeißelt „herumsteht“? Weshalb sind Kinder so bezaubernd, wenn man sie in Frieden lässt? Weil sie Weisheit SIND! – Und einiges mehr.

    Gefällt 2 Personen

  6. palina sagt:

    Lieber Ecky
    es wäre alles so einfach mit dem Kinde, wenn Eltern begreifen würden, dass die menschliche Entwicklung einer geistigen Menschen-Entwicklung unterliegt.

    Siehe Menschenkunde von Rudolf Steiner.

    Zahnwechsel im ersten Jahrsiebt – schulreif
    usw.

    Und jetzt zur Praxis:
    Polnische Putzfrau bei meiner Tochter – 5 jährige Enkelin wird mit eingebunden.

    Wäsche aufhängen – gibst du mir 2 Klammern. Gut gemacht.
    Und nochmal 2 Klammern. Gut gemacht.

    Putzen wir das Bad.
    Gibst du mir Putzlappen – nein die andere.
    So jetzt putzen wir den Spiegel.

    Usw.
    Einfach nur gut diese Frau und eine gute Seele.

    War viel auf Reisen Ecky und habe immer Familien beobachtet wie sie mit ihren Kindern umgehen.

    Es ist eine wahre Freude zu beobachten, wie in anderen Ländern, fern von uns, die Erwachsenen mit ihren Kindern umgehen.

    Da werden sie als Menschen behandelt.

    In Deutschland sind Kinder eher ein „Beiwerk“ dass man sich zulegt.

    Wie ein neues Auto oder einen Schrank bei IKEA.

    Meine 5 jährige Enkelin ist einmal die Woche bei mir. Mit ihr koche ich und wir machen Handarbeiten.
    Sie ist das zufriedenste Kind wenn sie bei mir ist.
    Da wird eben was gemacht.

    Ist interessant für mich das zu beobachten.
    Weil genauso habe ich es mit meinen Kindern gemacht.
    Nachahmung ist sehr wichtig.

    Gefällt 2 Personen

  7. Thom Ram sagt:

    Palina 04:05

    Ja und ja und nochmal ja!!!

    Ich erinnere an das afrikanische Sprichwort: Kinder brauchen ein Dorf.
    Damit ist halt nicht ein DACH-Schlafdorf gemeint, sondern ein Dorf mit freundlichen Menschen, mit offenen Fenstern und Türen, mit natürlicher Straße, mit Handwerkern und kleinen Läden, mit rumrennenden Hühnern und spielenden Hunden, mit der Geiss hinter dem Hause, ein Dorf, da Kinder sich frei bewegen und ihren Neugierden nachkommen können.

    Und ja und ja und ja. Kinder wollen mit dabei sein. Du sagst es:

    „Meine 5 jährige Enkelin ist einmal die Woche bei mir. Mit ihr koche ich und wir machen Handarbeiten.
    Sie ist das zufriedenste Kind wenn sie bei mir ist.
    Da wird eben was gemacht.“

    Gefällt 1 Person

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