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118. von 144 – ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – Was soll denn gelingen?

Eckehardnyk, 11. Dezember NZ 9

0 Präambel
Wir wissen nun, dass Bildung ein Akkord, ein Dreiklang sein muss, um sie als die beste Anlage eines vollständigen Menschenlebens brauchen zu können.
1
So viele geglückte Existenzen wie Menschen könnte es geben. Doch wie viele sind am Ende überzeugt, daß sie „gelungen“ ist? Wer aus jeder Gelegenheit versucht, das Beste daraus zu machen, gehört sicher dazu.

Wenn wir genau hinschauen, geht bereits ein Neugeborenes „an die Arbeit“, damit es seine Chancen nutzt. Verluste entstehen indessen, wo diese Versuche nicht wahrgenommen oder gar unterbunden werde. Forschung ist immerhin so weit, daß einem Säugling bestätigt werden kann, er nehme alles um sich herum mit wachen Sinnen auf und verarbeite, was mit ihm geschieht.
2
Als dieser Text im Frühjahr 1999 entstand, ließ das Fernsehen einen Vater zu Wort kommen, der selbst erfahren hatte, wie seine Tochter, Wochen lang im Koma gelegen, im tiefen Innern auf seine Ansprache reagiert habe. Als sie dann erwacht war, gründete dieser Herr eine Fachklinik für ähnlich schwer zu versorgende Fälle. Wenn also selbst „Bewußtlose“ ein Bewußtsein haben, wie viel mehr dann ein Kind, das mit offenen Sinnen die Welt wahrnimmt und befühlt.
3
Es ist weit mehr Sinnlichkeit im Neugeborenen als im größeren Menschen: Nichts lenkt von der Erfahrung durch die Sinne ab und langsam wächst die intellektuelle Persönlichkeit im Innern heran zur begrifflichen Verarbeitung des Erlebten zur Wirklichkeit. Jetzt kommt es also viel stärker, als man früher gedacht hatte, darauf an, die Sinnlichkeit des Kleinen sinnvoll zu erziehen. Seine Eindrücke zielen darauf ab, eine widerspruchsfrei geordnete und doch lebendige Welt aus der Nähe zu erleben. Mutter oder andere wichtige Bezugspersonen sollten für das Kleinkind begreifbar und verläßlich sein, sodaß es mit Vertrauen in „Bindungen“ hineinwachsen kann. In solchem Können liegt der Schlüssel zu allem, was deinem Liebling noch im Leben einst gelingen soll.
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Manche werden bei diesem einen Wort erschrecken: Was ist, wenn dieses Wesen gar nicht als „Liebling“ empfunden wird? Es gibt nicht wenige Mütter mit einem schlechten Gewissen, die verzweifelt darum ringen, ein liebevolles Verhältnis zu ihrem Säugling zu bekommen. Gar nicht zu sprechen von jenen, die gar kein Gewissen haben und dem kleinen Erdenbürger diese Welt hier gleich von Anfang an als Hölle bereiten, aber lassen wir das.
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Du als mitfühlender (und mitdenkender) Mensch wirst nicht den Stab über Eltern brechen, die zwar besten Willens, aber nicht in der Lage sind, einen guten Draht zu ihrem Baby zu entwickeln. Du weißt, daß es jedem passieren könnte. Denn in der Art, mit den Kleinsten herkömmlich umzugehen, ist leider Gefühllosigkeit enthalten, weil nicht mit dem „Sinneswesen Kleinkind“ gerechnet wird. Es gibt zur äußeren Entwicklung in den kinderärztlichen Praxen, im Internet oder in den sozialpädiatrischen Zentren genügend Tabellenmaterial, um sich über den äußerlichen Entwicklungsstand eines Kindes zu unterrichten. Entscheidend aber ist, dass der innere, begrifflich gewonnene Status deines Kindes jeden Tag Fortschritte macht und entsprechende Begleitung durch die Eltern hervor rufe.
6
Durch diese Aufmerksamkeit, die du deinem Kind schenkst, wird es nicht nur, wie wir schon früher sagten, schneller gesund, wenn es mal krank ist, sondern es wächst und gedeiht prächtig. Bist du gut? Wenn du dein Gutsein gelingen lässt, wirst du vortrefflich. Von einem großen Kenner der frühen Kindheit (Donald W. Winnicott) stammt jedoch der entschärfende Hinweis: Du brauchst nur „hinreichend“ (good enough) gut zu sein, damit dein Kind gedeiht. Mit Feinfühligkeit für Bedürfnisse deines Kindes – etwa für ein passendes „Übergangsobjekt“, das ihm zeitweilig seine Mutter ersetzt – kannst du alles andere, was dich auf der Erziehungsbahn durcheinander bringen könnte, getrost vergessen. Auch dieses Buch wirst du beiseite legen, wenn dir ein eigenes Erkenntnisorgan im Innern zu Hilfe kommt. Die einzige Autorität für das Leben deines Kindes ist es selbst. Doch dir wird es vertrauen, und du übergibst ihm Schritt für Schritt die Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen.

©
(eah) 9. März 1999 und 11. Dezember 2021


5 Kommentare

  1. helmutwalch sagt:

    Ja schön!

    Der Unterschied! Ob Götter!

    Oder Menschenkinder heranwachsen !

    Aber jeder kann nur geben ,was zu geben er,sie zu geben im Stande ist !

    Es sind alle Informationen da,darum ist das Treiben der MSM und Experten (Energiefresser) so verwerflich !

    Oberstes Gebot for President!

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. eckehardnyk sagt:

    https://www.rubikon.news/artikel/der-anfang-vom-ende-3 : Ein – etwas zu lang geratener – Blick in die Hölle von heute und besonders morgen zeigt uns, was wir hier stattdessen durch eigenes Denken (und alles was dazu gehört) bewegen können. Es wird nicht so kommen, wie der Rubikon-Artikel glauben lassen könnte. Menschen verfügen über einen ihnen heute meist noch unbewussten Zugang zur göttlich geistigen Welt, der nicht zerstört, allerdings verdeckt werden kann. Dazu die passende Geschichte: Johannes Offenbarung 17, 10-18.

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  4. haluise sagt:

    mich hamse nich kleingekriegt durch gehorsam — jedoch hab ichse erkannt in ihren schwavchheiten und warum se sich verhielten, wie se sich verhielten
    so leicht kommt es anders als man denkt … luise

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  5. palina sagt:

    Lieber Ecky
    danke für deine Artikel.

    Habe mir die letzten Tage wieder mal einen vorgelesenen Artikel von „etquest“ angehört.
    Er liest Vorträge von Rudolf Steiner aus den Gesamtausgaben vor.

    Ist zwar ein bisschen Offtopic“ aber dennoch sehr interessant.
    Die Arbeit des ICH am Kinde (GA 127)

    Gefällt 1 Person

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