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Die Russophibie der Nichtbrüder / Chance für Russland

Motto: Aus der Not geborene Kreativität und Tatkraft.

Kommentare und Übersetzung aus dem Russischen von Luckyhans.

Thom Ram, 25.01.NZ8 (Neues Zeitalter, Jahr acht)

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Chancen für Rußland?

Nein, tut mir leid, das ist jetzt nicht die vielleicht erwartete Nachschau der angeblich so „erdbebenartigen“ Putin-Botschaft – dazu vielleicht ein andermal mehr, denn diesen (überfälligen?) Schritt auf einem langen Weg sollte man jetzt nicht überbewerten: wir werden da gewiß noch heftige Reaktionen zu beobachten haben.
Nein, nachfolgend geht es um Wichtigeres: das künftige Verhältnis zwischen „richtigen“ Russen, d.h. den Völkern der Russischen Föderation, und „Auch-Russen“, d.h. den Weiß­russen, Ukrainern und anderen Rand-Völkern des früheren Imperiums. Die beiden Eben­genannten befinden sich seit Jahren unter dem akuten Druck des Westens, sich weiter als ‚Speerspitzen gegen die RF‘ zu profilieren, was auch bei den Menschen dort nicht ganz folgenlos geblieben ist: Russophobie wird machtvoll anerzogen, die russische Spra­che verboten oder behindert usw. Daher sucht man in der RF nach einem brauchbaren Verhältnis, wie mit dieser neuen „Blutsfeindschaft“ umzugehen sein könnte… und was wir daraus für uns an Schlüssen ziehen können.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 18. Januar 2020,
Hervorhebungen und Kommentare von mir
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Die Russophobie der Nichtbrüder als Chance für Rußland

Sergej Wassiljew 9.1.20 09:16


Plakat: „Stoppen wir die russische Aggression!“ – Buch: „Heilung von akuten psychischen Störungen“

Der Präsident Russlands nannte den Zusammenbruch der UdSSR ‚eine geopoli­tische Katastrophe‘ (falsch: er sagte, das sei DIE geopolitische Katastrophe des ver­gangenen Jahrhunderts gewesen!). Es wäre richtig an mir, der ich mich unter anderem außerhalb der historischen Heimat wiederfand, dem vorbehaltlos zuzustimmen, aber eine umfassende Analyse der Folgen dieser Vorgänge läßt mich nach dem Zitat ein großes, fettes ALLERDINGS setzen:

So kam es, dass – beginnend mit Chruschtschow seit dem Jahre 1953 – die Führung in der UdSSR das Dogma „a la Brzezinski“ über die Neue Weltordnung auf Kosten Ruß­lands, gegen Rußland und auf den Ruinen Rußlands konsequent und stetig umge­setzt hat.
Zunächst wurden grandiose Projekte zur Transformation der Natur eingestellt, durch welche die historischen Territorien Rußlands zu Vorbild-Gebieten der Landwirtschaft werden sollten, die für das ganze Land die Ernährungssicherheit gewährleisten und ein Vorbild nicht nur für die andere Sowjet-Republiken, sondern auch für das Ausland sein sollten.

Ebenso wurden zahlreiche Programme zur Entwicklung Sibiriens und des hohen Nordens gekürzt. Allein die transpolare Eisenbahn (deren Bau unter Stalin begonnen worden war und die heute neu nachgebaut wird) war es wert gewesen. Und wie wären sie jetzt nützlich, mit der neuen Hinwendung zur Arktis!
Und die Hauptsache ist, daß all diese Projekte das Territorium Rußlands selbst (gemeint ist die damalige RSFSR, d.h. das russische „Mutterland“) entwickelt hätten, was offen­sichtlich nicht Teil der Pläne der neuen Führung der UdSSR nach 1953 war, und zwar gar nicht.
Deren Pläne waren andere – jene Ressourcen, die für die Entwicklung der heimischen russischen Territorien bestimmt waren, sowie alle anderen Ressourcen, die man erreichen konnte, begannen massiv überallhin zu wandern, nur nicht in die RSFSR. Kasachstan, die baltischen Länder, der ganze RGW (das war die Wirtschaftsorganisation des sozialistischen Weltsystems, der „Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe“ – gemeint sind hier die entsprechenden „Bruder“-Länder) wurden aufgezogen, unermeßliche Mittel wurden für afrikanische und arabische Eingeborene ausgegeben, mit einem Wort, über­all, aber nicht in Rußland. Im Gegenteil, Menschen, Geld, materielle und technische Ressourcen wurden aus den zentralrussischen Dörfern herausgepumpt und hinterließen das, was wir heute dort beobachten – Ruinen und Verwüstung.

Hier das BIP* pro Kopf der jeweiligen Sowjetrepublik (Spalte 1) in Tausend Dollar und der Verbrauch** pro Kopf in derselben Währung im Jahre 1990 – nur in der RSFSR und im kleinen Weißrußland lebten Donoren, alle anderen Einwohner der UdSSR waren „Mehr-Verbraucher“ – allen voran Georgier, Esten und Armenier

Die Nicht-Brüder gewöhnten sich an das „Gratis“ – schnell und konkret. Gleichzeitig mit dem Wachstum des „Gratis“ auf Kosten Rußlands wuchs auch das Nationalbewußtsein der sowjetischen Randgebiete, das langsam aber sicher zu einem Gefühl der nationalen Überlegenheit wurde. Die nichtbrüderlichen Kader aus der Ukraine, den baltischen Staaten und Asien genossen stabile Vorteile bei der Ausbildung an den angesehensten Universitäten, Vorteile bei der Besetzung von Führungspositionen, der vorrangigen Ver­sorgung mit verknappten Waren und das Schließen der Augen vor offen nationalisti­schen Ausschweifungen. (das kann ich aus eigener Erfahrung in den 1970er Jahren bestätigen: es gab nicht nur Quoten für den Anteil von ländlich abstammenden Studenten an den Hochschulen, sondern auch solche nach nationalen und „völkischen“ Kriterien; so waren Juden insofern bevorzugt, als daß bei einem Bevölkerungsanteil von ca. 1% deren Stu­dentenquote an einigen Hochschulen bei 10% lag und an manchen – Theater, Film, Han­del – gar nicht beachtet wurde; auch die anderen „Randvölker“ genossen Förderung, Karriere- und Quoten-Vorteile, die keinesfalls ihrem Bevölkerungsanteil entsprachen)

Der Zusammenbruch der UdSSR als Chance für Rußland, das Joch der Hilfe für andere abzuschütteln

Mit der Herrschaft von Gorbatschow des I. erklangen aus allen sowjetischen Randgebie­ten, wie auf Kommando, ein trauriges Stöhnen über die unglücklichen Balten, Ukrainer, Weißrussen, die gezwungen waren, wie sich herausstellte, das gefräßige Rußland rund um die Uhr zu füttern. Davon, wie gut sie ohne das gräßliche Moskau gelebt hätten, und das hörte ich von fast allen Nationalisten, die nach dem unabhängige Leben strebten. Kein einziger Lette mag sich heute daran erinnern, wie sie uns ins Gesicht geschrien haben, daß sie in 2 Jahren Europa mit Schinken zuschütten werden, und das nur bisher nicht konnten, weil das Zentrum („Moskau“) es nicht erlaubt hat…

Und so hat das Zentrum 1991 die Erlaubnis erteilt. Und dann folgte ein großer, hoch­wertiger und vielseitiger ABBRUCH vorne auf der Bühne… Es stellt sich heraus, daß die „Ernährer“ Rußlands sich als primitive Trittbrettfahrer entpuppten, die qualitativ nur noch fressen und scheißen können und nicht mehr in der Lage sind, überhaupt etwas zu tun. Nachdem sie sich in die Arme der Angelsachsen geworfen hatten, waren die Brüder überrascht zu erfahren, dass ihr einziges Produkt, das von der „zivilisierten Welt“ nach­gefragt wird, die Russophobie ist, und in allem Übrigen sind sie nicht zurechnungsfähig und unselbständig im wahrsten Sinne des Wortes. Und das Zentrum des ABBRUCHS (im Ukrischen ‚Zrada‘) ist die immer noch nicht anerkannte Tatsache: ohne die russischen Ressourcen, Subventionen und Zuschüsse sind die sowjetischen Randgebiete zum Erlö­schen und zur Vergessenheit verurteilt.

Die Ukristen haben sich die längste Zeit an den russische „Titten“ gehalten und alle möglichen Vorteile des Parasiten genutzt, von gratis Kohlenwasserstoffen bis hin zu verschiedenen administrativen Vorteilen – bei Zoll und Migration.
‚Gratis‘ ist eine sehr schwere Droge, und die schmerzhaften Entzugserscheinungen, die wir jetzt in der Ukraine sehen, sind das unvermeidliche Ergebnis einer unglaublich langen und unverdienten Mahlzeit mit den besten Stücken vom Tisch der „verfluchten Moskaliten“.
Dasselbe geschieht im Baltikum, wo hinter den Schreien von der russischen Bedrohung der vertraute Schatten der Forderung des Infantilen nach Vergoldung des Füllers steht.
Und das einzige Exportprodukt, die Russophobie, paßt herzlich schlecht zu Vorteilen, Subventionen und Investitionen, welche die Brüder gewohnt sind, aus Rußland zu erhal­ten. Sehr langsam, aber nun doch ändert Rußland die Gewohnheit, weiter mit seiner Hand jene zu ernähren, die in diese Hand spucken und auch versuchen, sie zu beißen.

Die Russophobie der Nicht-Brüder ist eine Chance für Rußland aufzuhören, die Trittbrettfahrer zu füttern

Und nicht nur fremde nicht mehr zu ernähren, sondern auch, sich um die eigenen unge­pflegten Provinzen zu kümmern. Weil deren Erblühen und Komfort nicht nur wichtig ist, sondern es ist die einzige Möglichkeit für Rußland, als unabhängiges Land zu über­leben. Die russischen Provinzen MÜSSEN UNBEDINGT besser, reicher und komfortabler leben als die ehemaligen sowjetischen Randgebiete.
Erst dann wird Rußland selbst attraktiv werden – in erster Linie für junge Menschen; und erst dann, langsam, ganz langsam, aber sicher, werden sich die russophoben Eliten in diesen Randgebieten in russophile verwandeln.

Der Zerfall der Sowjetunion und die Russophobie der Randgebiete schufen die Voraus­setzungen für eine solche Wende, und wir müssen ehrlich zugeben, daß Rußland ohne diesen Zerfall und ohne diese Russophobie immer noch den Wagen mit den daran festgesaugten Parasiten ziehen würde, die, wie jeder Parasit, niemals ihr Opfer lieben würden, denn es ist für sie das Futter, und welche Achtung kann es vor dem Futter geben?

Außerdem fanden sich die Nicht-Brüder selbst, die in die Arme der Angelsachsen ge­strebt waren, in der ungewohnten Rolle als Futter wieder. Nein, sie selbst werden auch gefüttert, aber nicht alle und nicht immer, sondern nur diejenigen, die zum Schlachten geführt und davor außerordentlich vulgär benutzt werden.
Die Angelsachsen machen das allerdings filigran. Das Futter ist nun stolz darauf, verfüttert zu werden und erklärt sich sogar bereit, dafür zu bezahlen, daß es bei den Hausherren auf den Tisch kommt.
Im Baltikum ist es zum Beispiel perfekt organisiert, die Leibeigenen auf Kosten der Leibeigenen in die Metropole zu bringen. Die baltischen Nicht-Brüder übertrafen da in ihrer Loyalität sogar die Neger, die doch mit Gewalt und auf Kosten des Sklavenhalters aus der historischen Heimat verschleppt worden waren.

Die von „unseren westlichen Partnern“ gegrabene Grube als Schützengraben benutzen

Zur gleichen Zeit wie die Nicht-Brüder, die allmählich vom russischen ‚Gratis‘ entwöhnt wurden, gießen „unsere westlichen Partner“ unermüdlich Wasser auf die Mühle der russischen Wirtschaft. Deren Wünsche sind natürlich direkt entgegengesetzt: „Reiß sie in Stücke“ oder kack wenigstens hinein.
Aber es stellt sich heraus, dass jede Beschränkung und jedes Problem die eigentlich unbewegliche russische Bürokratie dazu bringt, den Hintern zu heben und dieses Problem mit den verfügbaren lokalen Ressourcen zu lösen. Das ist auch eine Chance. Und „unsere westlichen Partner“ tun ihr Bestes, um Rußland dazu zu bringen, davon Gebrauch zu machen, indem sie sorgfältig alle Möglichkeiten zur Vermeidung der Im­portsubstitution blockieren.

Mit einem Wort, „unsere westlichen Partner“ und Nicht-Brüder, welche die UdSSR in einem Atemzug verfluchen, sich über ihren Zusammenbruch freuen und Rußland verfluchen, bieten ohne dies zu wollen, Rußland zivilisatorische Chancen.
Beides zu nutzen – die russophoben Trittbrettfahrer loszuwerden, und gleichzeitig – die Importabhängigkeit loszuwerden, ist eine würdige Aufgabe, und wenn sie die gelöst hat, wird unsere Generation sich nicht schämen, sich zur Ruhe zu setzen.
Okay, wenn es klappt. Wir müssen es schaffen.

Und die peripheren Gebiete verschwinden nirgendwohin. Wenn die vom russischen ‚Gratis“ und den angelsächsischen Brosamen befreiten Randgebiete ihre industriellen Fachkräfte und ihre technologischen Fähigkeiten vollständig verlieren und in ihren ursprünglichen Agrarzustand zurückkehren, und ihre Bevölkerungsdichte jener der Arktis entsprechen wird, dann können die Ödlandgebiete neu besiedelt werden, wenn man dies wünscht, aber zu ganz anderen Bedingungen …
Ich persönlich bin von Kaliningrad inspiriert, wo man ungeachtet aller Unruhen der 90er Jahre und der Abtrennung vom Mutterland (und auch aller „historischen“ Bemühungen der Besatzer-Verwaltungsorganisation BRvD um „Rückkehr ins Reich“) die Frage der Abspaltung von Rußland nie gestellt hat – vielleicht sollte diese sehr positive Erfahrung für die Zukunft berücksichtigt werden…

( Quelle )
– – – – – – – –

Nachbemerkung des Übersetzers

Den Optimismus des Autors im letzten Absatz halte ich für etwas naiv – es gehört zu den „guten Traditionen“ der Zionisten, Angelsachsen und sonstigen „Auserwählten“, stets von fremden Händen die Drecksarbeit erledigen zu lassen. Und daher werden die ehe­mals sowjetischen Randgebiete bis zum letzten Eingeborenen gegen Rußland ver­heizt werden.


Denn nachdem
die deutschen Völker trotz Umerziehung und 75 Jahren Besatzung, „syphilisatorischer“ Unterdrückung und Aussaugen immer noch nicht daran denken, ihre inneren Kultur-Halt zu verlieren, sollen sie nun durch brutale Überfremdung in einer „braunen Mischrasse“ (© Coudenhove-Kalergi) aufgelöst werden.
Und dann bleiben nur noch wenige
Überreste der Arischen Weltkultur, die zu besei­tigen wären: Rußland und Persien.
Denn die Reste der „Weißen aus dem Norden“ in Indien werden gerade erfolgreich im Wust des Vielvölkerstaates aufgelöst – trotz (oder mit Hilfe des?) Kastensystems…

China wird – passend zur dortigen Mentalität – komplett zum elektronischen Kazett um­gebaut; Japan, Vietnam und Korea werden aufeinander losgehetzt, und alle anderen Völker per Finanzsystem hinreichend beherrscht – die Neue Fehlordnung der Welt hat noch lange nicht aufgegeben.

Um so wichtiger ist es, daß jeder Einzelne von uns sich seiner wahrhaft historischen Mission des praktischen eigenen Weiterlebens der menschlichen Weltkultur bewußt wird und unermüdlich daran tätig ist – im Kleinen wie im Großen.
Ich begrüße euch, liebe Leser, im Kreise derjenigen, die sich täglich dieser Aufgabe stellen.

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Ich unterschreibe.

Thom Ram

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4 Kommentare

  1. Drusius sagt:

    Rußland wird ausgezutzelt, wie eine Weißwurst und darin ähnelt es Deutschland. Aus der Sicht der Weißwurst ist der Zutzler schwer zu bestimmen.

    Gefällt 1 Person

  2. DET sagt:

    Drusius,
    die Zutzler sind immer die gleichen. Die Anna von Reitz beschreibt die Situation so,
    dass unter jedem Hundehaufen die Brits, also die Briten, stecken und die wiederum
    handeln im Auftrage der „Holy See“ von Rom. Mit den Brits ist die „English Crown“
    gemeint.

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  3. eckehardnyk sagt:

    Kann nicht dasselbe Schicksal die jetzige Russische Föderation von seinen nicht russischen Provinzen (Jakutien et Alii) blühen? Die „Brits“ sind sicher dabei dies zu befördern. Entsprechende Landkarte
    meine ich auch hier im Blog schon gesehen zu haben.

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  4. Drusius sagt:

    DET
    Die Organisationen der Weltregierung sind alle Exterritorial, dazu gehört der Vatikan, die City of London und Washington DC (auch die Freimaurer haben in den USA ihren Sitze dort) sowie die BIZ in Basel als Ableger der City of London. Aber das sind nur die Werkzeuge.

    Und der Haifisch, der hat Zähne
    Und die trägt er im Gesicht
    Und Macheath, der hat ein Messer
    Doch das Messer sieht man nicht.
    Brecht

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