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Wissen / Demut

Ob es dir auch so ergehen mag, guter Leser? Da ich diese Zeilen von Volli alias Vollidiot las, haute es mich vom Stuhl.

Ich verstand „auf anderer Ebene“ und in mir war zu vernehmen: So ist es.

Wenn’s dich nicht vom Stuhl gehauet, dann sitztest ja immerhin bequem. Auch gut!

Lächel.

Thom Ram, 11.02.07

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„Je mehr ich weiß desto mehr wächst die Demut.

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Es gibt nur ein Ich in jedem Menschen und eines in seiner Gesamtheit, nämlich im Geistigen.

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Je mehr das individuelle Ich weiß, desto mehr nähert es sich dem All- Ich an.

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Diese wachsende Teilhabe relativiert wiederum das irdische Sein.

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Das individuelle Ich tritt in die Beziehung zum All-Ich und lernt nach und nach seine eigentliche Heimat kennen.

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Somit wächst Erkenntnis über das Sein und Nicht-Sein mit seinem Faktor Zeitlosigkeit.

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Das wiederum macht demütig, dieser Erkenntnisgewinn.

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Menschenzeit versus Gotteszeit.

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Wer Bach mag kann sich das Thema Gottes Zeit auch über den Kontrapunkt erleben.“

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Volli / Vollidiot

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10 Kommentare

  1. Angela sagt:

    @ Vollidiot

    Zitat: „….
    Je mehr das individuelle Ich weiß, desto mehr nähert es sich dem All- Ich an.

    Dazu müsste man m.E. erstmal klären, was DU unter „Wissen“ verstehst. Ich denke eher, dass Du „Intellektuelles Wissen“ meinst, jedenfalls bildet sich meine Ansicht aus Deinen bisherigen Kommentaren. Dieses Wissen hat durchaus seine nützlichen Seiten. Wenn man aber nach innen geht, sich dem All-Ich annähert, desto nutzloser wird es. Es ist wie Staub, der das Bewusstsein vernebelt.

    Klar, die Welt respektiert denjenigen, der viel weiß, sie braucht Experten und alle möglichen Leute, die Informationen, Wissen und Fachkenntnisse weitergeben können.
    Aber in der inneren Welt geht es überhaupt nicht darum. Dort wird dieses Wissen nämlich zum Hindernis.

    Mit Wissen versucht man, die Kontrolle zu behalten, man sagt ja auch „Wissen ist Macht“
    Nichtwissen, – also zu wissen, dass man im Grund nichts weiß- macht demütig.

    Unwillkürlich sammelt man ja jeden Tag Wissen an, aber man sollte auch fähig sein, das wieder abzuwerfen und nach innen zu gehen. Dort liegt nämlich etwas viel Größeres : Weisheit.

    Lg von A n g e l a

    Gefällt 2 Personen

  2. eckehardnyk sagt:

    Das Erbaulichste scheint mir der Witz, den Ram in seinem Kommentar hinterlassen hat: wenns dich nicht vom Sitz reißt, sitzrst du wenigstens gut,

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  3. mmhh….am demütigsten bin ich, wenn mein Herz voller Liebe ist und irgendwie bin ich da auf surrealer Weise auch am Wissendsten oder Weisesten.

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  4. jpr65 sagt:


    Durch vieles Wissen erringt man sich Schlauheit.

    Das Ich ist zum Willen gewordene Liebe und Weisheit.

    Nur bringt einen Schlauheit nicht weiter, sondern nur die Weisheit.

    Wohin Schlauheit ohne Weisheit führt, das dürfen wir ja gerade erleben…

    Die beiden Sätze oben habe ich aus dem folgenden Zitat entnommen, welchem ich nichts mehr hinzuzufügen habe:

    Zitat aus ESOTERISCHE STUNDE

    Hamburg, 31. Mai 1908

    Aufzeichnung A

    Man muß das, was man in esoterischen Stunden gehört hat, im-
    mer wieder vor seiner Seele vorüberziehen lassen, dann erst wird
    man nach und nach die Kräfte, die in dem Gegebenen verborgen
    sind, herauslösen. Man lernt auf diese Weise unterscheiden Ge-
    danken, die produktiv in der Seele wirken, von solchen, die nur
    schon Gegebenes nachdenken, also unproduktiv sind. – Wenn
    man eine Uhr ansieht, so kann man ihre Konstruktion sich wohl

    in Gedanken klar machen, auch, wie das ganze Räderwerk in

    Gang gebracht und erhalten wird; aber das sind unproduktive
    Gedanken. Produktive Gedanken hat der gehabt, der sich die Uhr
    zuerst ausgedacht hat – aus diesem Gedanken heraus entstand

    sein Werk, Alles Beschäftigen mit der Sinneswelt, alles, was man
    sich an Gedanken über sie macht, ist unproduktiv. Das meiste in

    unsrer heutigen Wissenschaft ist unproduktives Denken. Wenn
    wir uns aber beschäftigen mit dem in esoterischen Stunden unse-
    rem Denken Übergebenen, so beschäftigen wir uns mit produk-
    tiven Gedanken, und das ist ein Kraftquell für unsere Seele. In
    richtiger Reihenfolge müssen solche Gedanken durch unsre Seele
    ziehen. Wie ein Organismus nicht existieren könnte, wenn ein
    Bein da angesetzt würde, wo ein Arm hingehört, so muß auch
    in unserm Denken alles folgerichtig sein. Ein solches Gedanken-
    gebilde wollen wir uns heute vor die Seele stellen.

    Man spricht viel von Weisheit. Aber Weisheit ist nicht das,
    was man im täglichen Leben oft mit Weisheit bezeichnet. Man
    glaubt, der Mensch sei weise, der viel weiß. Durch vieles Wissen
    hat man noch nicht Weisheit. Wissen wohnt in Köpfen, die voll
    von Gedanken anderer sind; Weisheit wohnt im Herzen, das den
    eigenen lauscht: das heißt aber nicht den Gedanken, die man sich
    macht über die Außenwelt, sondern den Gedanken, die aus der
    geistigen Welt in der Stille auftauchen können.

    Durch vieles Wissen erringt man sich Schlauheit.

    Klugheit beruht auf dem, was man sich an Erfahrungen zu
    eigen macht.

    Weisheit aber ist das, was als Kraft aus den geistigen Welten in uns einströmt und dann wieder ausströmt.

    Da kann Weisheit von dem einfachsten Gemüt, «von Kindeslippen» aus-
    strömen. Wenn das, was da ausströmt, mehr vom Gefühl aus-
    geht, so ist es Weisheit, wenn es aber den Menschen anregt zur
    Energie, Tatkraft, wenn Produktivität vorherrscht, so ist es Lie-
    be. Aber da muß man verstehen, was wirklich Liebe ist. Es kann
    jemand beim Unglück eines andern nur Mitleid empfinden – das
    ist aber keine wahre Liebe. Liebe wird das Mitleid erst, wenn
    man tatkräftig zugreift und hilft. Weisheit und Liebe machen das
    Ich aus.

    Das Ich ist zum Willen gewordene Liebe und Weisheit.

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  5. petravonhaldem sagt:

    Au weia, wo bin ich hier gelandet?

    Vollidiotisches Wissen gepaart mit angelischer Weisheit und Ramscher Demut, auweia……….

    Die anscheinend letztverbliebene Einzige mit echtem Hoch-Mut bin wohl ich, oder müsste ich das jetzt ICH schreiben??

    Warum nur fürchte ich mich nicht vor echter „luziferischer“ Erkenntnis?

    Warum soll ich sokratisch sagen, dass ich nichts weiß, wenn ich was weiß?

    Das einzig blöde ist, dass ich wenig weiß und somit meine innere eingeatmete KunterBuntheit
    schwerlich mit Weißheit ähhh Weisheit zu vergleichen sein wird.

    Komische Filosofiererei, das……….irgendwie altbackner Kram

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  6. Thom Ram sagt:

    Petra 16:39

    Jaja. Es kann so verschieden sein. Ein Text, eine Rede, ein Wort, sie können so verschieden wirken. Auch Musik.
    Vor 40 Jahren hörte ich im Grossmünster, von Vollenweider gespielt, das ganze „Kleine Orgelbüchlein“ von Grossmeister Bach. Ich heulte schier die ganze Stunde, so tief bewegten mich die kleinen Stücke.
    Zu anderem Zeitpunkt konnte einer von selbigen Stücken eines zum besten geben, und ich fand es allenfalls hübsch.

    Ich habe in meinem Senflein nicht übertrieben. Als ich Vollis Text las, eröffneten sich mir Welten.

    Wenn ich ihn jetzt, von der Englischstunde kommend, lese, denke ich, vielleicht ähnlich wie du, diese Weisheit sei mir nun weiss Gott längst in Fleisch und Blut, sie aufzuwärmen sei sowas wie Eulen nach Athen tragen.

    Fällt mir ein das kleine Experiment eines Freundes, vor langer Zeit.
    Unter einer Droge stehend (ich habe voll vergessen, was für welche), erlangte er des öfteren schiere Erleuchtungszustände und schwelgte in weisesten Einsichten.
    Im Normalzustand wieder angekommen, konnte er sich der Inhalte kaum erinnern.

    Er machte daher das Experiment, wollte die tiiefeen Einsichten rüberretten: Während des schönen Erlebens schrieb er auf, was er sah, dachte, fühlte, erkannte.
    Im Normalzustand danach war das, was sein Text in ihm hervorrief banal, nix von Weisheit oder Erkenntnis konnte er herauslesen.

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  7. petravonhaldem sagt:

    Tja, lieber Thomram, so isses.
    Gehe jetzt zur täglichen Meditation an mein Gemüseraspelgerät und den Kartoffelschäler, später noch in den Garten….erfüllt von leisem Horchen…..

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  8. jpr65 sagt:

    jpr65
    11/02/2019 um 16:37

    Zitat aus ESOTERISCHE STUNDE

    Hamburg, 31. Mai 1908

    Aufzeichnung A

    Die Angabe der Quelle zum Selbstnachlesen hatte ich vergessen: http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA266a/GA266a-389.html

    Und nie blind Quellen vertrauen, Quellen und Wissen immer nur als Anregung verwenden!


    Man muß das, was man in esoterischen Stunden gehört hat, im-
    mer wieder vor seiner Seele vorüberziehen lassen, dann erst wird
    man nach und nach die Kräfte, die in dem Gegebenen verborgen
    sind, herauslösen.

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  9. eckehardnyk sagt:

    Dann gefällt mir noch der von Rudolf Steiner ausgesprochene Gedanke, den Axel Burkart in einem seiner Anthroposophie-Videos aufgegriffen hat: Das Denken produziere keine Gedanken, sondern beleuchte sie, ähnlich dem Strahl einer Lampe. Es tauchen vor diesem Strahl alle möglichen und unmöglichen Gebilde auf, es durchwandert und verbindet dieser Strahl in Blitzesschnelle „Dinge“ und „Wesenheiten“, die weit, also Lichtjahre voneinander entfernt liegen. Hohes, tiefes, Albernes, Weises, Süßes, Bitteres, Egal-wastiges.

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