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Zwanghafte Verhaltensmuster überwinden

von Angela 24.01.2019

Ein zwanghaftes Verhaltensmuster kann man als Sucht bezeichnen.

Wenn wir an „Sucht“ denken, tauchen in unserem Geist meist Süchte wie „Drogensucht, Alkoholabhängigkeit, Tabletten- Nikotin-oder Esssucht auf , doch es gibt noch eine weitere Art von Sucht, die nicht so schnell zu erkennen ist, nämlich die SUCHT NACH  EMOTIONEN, welche ständig durch unsere Gedanken neu gefüttert wird.

Deutlich unterscheide ich hier zwischen GEFÜHLEN, die Verbundenheit zum Ausdruck bringen,  wie Freude, Liebe, Dankbarkeit und  EMOTIONEN, wie Angst, Wut, Hass, Neid, die Sucht nach Anerkennung  und noch einige mehr. Eine Emotion haftet sich im Gegensatz zu einem Gefühl  immer an eine Story an, das ist ihr Kennzeichen.

Sämtliche Süchte  lassen  sich als eine Angewohnheit  definieren, womit der Einzelne nicht aufhören kann, Der Süchtige ist unfähig, seine Bedürfnisse zu kontrollieren, trotz Einsicht fällt er immer wieder in sein altes Verhalten zurück. 

Warum ist das so?

Es gibt eine ganz einfache Erklärung, der Süchtige regt durch sein Verhalten einen neurologischen Vorgang in seinem Gehirn ständig neu an.

Im Körper  gibt es  Rezeptoren, die eigentlich für die physische Selbstregulierung gedacht sind. Beim Beispiel Heroin dockt dieser Stoff an die vorhandenen Opiatrezeptoren der Zellen an, welche  von Natur aus für die Aufnahme von Endorphinen, also natürlichen Botenstoffen des Gehirns, vorgesehen sind. Doch anstelle von Endorphinen nimmt die Zelle dann Heroin auf und wird süchtig danach. Dadurch entsteht ein fataler Kreislauf. 

Dasselbe passiert bei der Sucht nach NEGATIVEN EMOTIONEN. Der Körper bildet ständig chemische Stoffe, aus, welche für Emotionen zuständig sind. Emotionen produzieren Peptide, (Moleküle der Emotionen), welche an die Zellrezeptoren andocken.  Der Körper beginnt, dieses Peptid bei ständiger Wiederholung zu erwarten und  dadurch werden gleichartige Situationen angezogen .

Ständiger Ärger, die Sucht nach Anerkennung, das Streben nach Macht und das Bedürfnis „das arme Ich“ zu spielen, um Zuwendung zu erlangen,- sind Beispiele für diesen Mechanismus.  Die Süchtigen  bleiben in alten Mustern stecken und können nichts Neues mehr denken oder erleben.

Je mehr Suchtmittel von außen und aus unserem Denken  kommen, desto weniger ist der Körper imstande, eigene Endorphine zu bilden und die Anzahl der Zellen verändert sich. Das Wachstum neuer Gehirnzellen ist blockiert.

Bei sehr vielen Menschen beruhen alle ihre Schöpfungen auf emotionalen Süchten und weniger auf freibestimmten positiven Gefühlen, wie Freude, Liebe und Gelassenheit.  Das erklärt, warum viele Menschen immer die gleichen missbrauchenden Beziehungen oder die belastenden Lebenssituationen wiederholen. Ebenso hängen rund 60-80 Prozent aller Verbrechen mit irgendwelchen Süchten zusammen.

Obwohl viele es vehement abstreiten würden, sind sie einfach süchtig nach gewissen Erfahrungen und Kicks und erschaffen mit ihren Gedanken und unbewussten Wünschen die Realität ihres Lebens.

Da wir in der gleichen Frequenz wie unsere Emotionen schwingen, ziehen wir gleichgesinnte Menschen in unserem Umfeld an.

Die Menschen, die wir wirklich lieben, sind diejenigen, die vielfach bereit sind, unsere emotionalen Bedürfnisse zu teilen.

Es ist nicht die eigentliche Aufgabe unseres Gehirns, eine anfängliche Erfahrung immer und immer wieder nachzuspielen.  Wir haben uns hier inkarniert, um Schöpfer zu sein, um etwas Neues in unserem Leben zu erfahren und zu erschaffen, um frei zu sein,  und nicht all die alten Gedanken und Erfahrungen wieder aufleben zu lassen.

Doch es gibt Hoffnung, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Bewusstwerdung ist der erste und wichtigste  Schritt.

Auch können wir lernen, unseren Atemrhythmus ins Gleichgewicht zu bringen, denn eine falsche Atmung blockiert unsere Energie und lässt uns nicht über negative Emotionen hinauswachsen.

Danach könnten wir die 21-Tage-Regel anwenden. Verhaltensforscher haben herausgefunden, dass der Mensch mindestens 21 Tage braucht, um altes, als falsch erkanntes Verhalten abzulegen und Neues einzuüben. Das wird am Anfang nicht leicht sein, denn das alte Programm kämpft ums Überleben, da gilt es, standhaft zu bleiben.

Nach 21 Tagen nimmt die Widerstandskraft der alten Gewohnheit allmählich ab, ihre Energie erlahmt, die Zelle wird wieder frei für neue, höhere Bewusstseinsinhalte.

Dr. Joe Dispenza, ein amerikanischer Arzt und Wissenschaftler sagt dazu Folgendes:

„…. Emotionen, von denen wir so lange abhängig waren, werden der Zelle nicht mehr zur Verfügung gestellt. Wenn wir standhaft bleiben, – und so überwinden wir jede Sucht, – dann  durchbrechen wir die Reaktion, weil wir nicht auf die Stimme in unserem Kopf reagieren. Gleichzeitig durchbrechen wir die Reaktion auch chemisch, weil die chemischen Bedürfnisse der Zelle nicht erfüllt werden…..“

Schließlich wird die Zelle von ihrer chemischen Sucht befreit und wenn sie sich nun teilt, „reguliert sie sich nach oben. Sie lässt all die Rezeptorstellen los, die für diese emotionalen Zustände verantwortlich waren; jetzt befindet sie sich in einem harmonischen Zustand und der Körper erlebt Freude. …….. „

Wir leben auf der Erde, um „Das Unbekannte bekannt zu machen“ ( Michael Ledwith) und  durch ewige Wiederholung einer anfänglichen Erfahrung, mag sie auch noch so Lust- oder leidvoll  gewesen sein,  werden wir niemals Reife erlangen. Füllen wir unser Leben wieder mit neuen Ideen, wagen wir es, neue Träume zu verwirklichen , neues Wissen zu erlangen.  Liebe zu allem, was existiert, zu empfinden, dann kann die Transformation von einem von vielen Dingen abhängigen Menschen zu einem freien Schöpfergott gelingen.


29 Kommentare

  1. wahrheitssucher777 sagt:

    Jo, mit der Regelwut kenne ich mich nicht so gut aus, da ich nicht verheiratet bin. …kleiner Witz…

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  2. chaukeedaar sagt:

    Sehr schön geschrieben, danke Angela!
    Ein weiser Mann hat mal gesagt: Wir sind alle süchtig danach, uns gut zu fühlen. Wer lernt schon, auch das Unangenehme und Schmerzhafte einfach beobachtend wahrzunehmen? Ich nicht, ich hab Winterfrust und fresse mir Abends vor dem PC die Wampe voll, dass ich kaum noch schlafen kann 😉

    Gefällt 1 Person

  3. Angela sagt:

    @ Chaukeedaar

    😀 Da musste ich ja lachen… Aber auch ich habe solche Anwandlungen, haha….

    Lg von A n g e l a

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  4. Pieter sagt:

    chaukeedaar
    24/01/2019 um 15:31
    Chaukee, Da bist Du nicht alleine, Winterfrust, tolles Wort,hab ich also auch.
    Ich hab abends immer Lust auf Süsses, und darfs nicht essen, das macht schon wieder Frust . 🙂
    Aber tagsüber kann man was tun, ich habe vier Tageslicht Vollspektrum Lampen brennen, das hilft ganz enorm.

    Gefällt 1 Person

  5. Thom Ram sagt:

    Pieter 16:42

    Vollspektrumlampen. Halogen? In Bärlün benutzte ich für den Wohnraum eine einzige Lampe, eine 300W Halogenlampe, gegen die weisse Decke gerichtet. Warm, heimelig, angenehm hell. Brauchte ich auch, des laangen Winters mit dem tief hängenden Grau.
    Aber Vollspektrum is wad andered?

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  6. Pieter sagt:

    Thom Ram
    24/01/2019 um 17:05
    Ja Thom, ist was anderes.
    Halogen Lampen sind zwar angnehm, aber das kurzwellige Licht , also blau und violett und UV werden nur stark reduziert wiedergegeben. Vollspektrum Lampen sind zwar in der Lichtfarbe nicht so angenehm heimelig, wirken halt kalt und bläulich und geben das gesamte Spektrum einschließlich der UV Anteile (wichtig im Winter zur Vitamin D Erzeugung) wieder, so wie es die Sonne ausstrahlt.
    Wobei die einzelnen Spektren von Infrarot bis Ultraviolett nicht gleiche Intensität haben.
    Diese Lampen versuchen das nachzubilden ( mit mehr oder weniger Erfog, je nach Fabrikat)

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  7. Ich sitze viel zu viel am PC (z.T. auch beruflich) – das Ding untergräbt die Willenskräfte. Das erlebe ich als besonders signifikant, wenn andere oder eigentliche Tätigkeiten (das blöde Getippe kann ich ja kaum als solches bzeichnen, was wird dadurch wirklich geschaffen ???) erschwert bzw. in weiter Ferne zu liegen scheinen.
    Z.B. jetzt bei Minusgraden habe ich alter Zitterbolzen keine Lust draußen was zu machen. Der Garten ist ja auch „tot“.
    Ja, und wenn dann nicht ein Projekt da ist (also ich bin ja Unangestellter), lasse ich mich vom PC-Magneten anziehen und sitze dabei vor dem warmen, lodernden Holzofen.
    Aber wohlig ist mit dabei nicht so recht und ich spüre mal wieder die Abhängigkeit von „Projekten“, die ja auch nur „irgendwie“ aus den bestehenden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen heraus angefordert werden oder darin irgendwie hineinpassen sollten.

    Insofern kann ich auch sagen: Suchtgefahr ist auch immer dann besonders gegeben, wenn ein Faktor im Magischen Dreieck der Wirksamkeit sehr unterrepräsentiert ist:

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  8. Thom Ram sagt:

    Jürgen 19:43

    Seit ich Blog mache, also seit 5,5 Jahren, frage ich mich täglich, ob ich www abhängig bin. Also süchtich.
    Bei mir ist es eindeutig zweigeteilt. bb zu machen ist mir ein Bedürfnis, und Bedürfnis ist nicht gleich Sucht.
    Wenn ich aber nicht mehr bb machen mag, des Nachts, dann schalte ich um auf irgendnen Quark, Tennis oder Tyson oder Schlange frisst Schlange oder Mister Bean oder, als besondere Ledikatesse, mal n ordentlicher Western, Wenn ich noch einigermassen gut bei Sinnen, dann Musik, dargeboten von überirdischen Talenten. Tüte ich ein unter Sucht, auch die Musik, denn…ich könnte ja ein bisschen nichts tun, oder mal wieder versuchen, eine Bleistiftsskizze zu machen, und da sind noch einige nur halb gelesene Büchers.

    www ist wie das Messer, so oder so zu gebrauchen.

    Lediglich MG, Panzer, Bombe, Giftgas und auserwählte Strahlungen können ausschliesslich einem Herren dienen. Darum sind entsprechende Fabriken umzurüsten. Jetzt.

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  9. Johann sagt:

    Die Magische 21 !!

    Nicht nur um ein altes Verhalten Abzulegen, auch um sich ein neues anzugewöhnen soll man es 21x wiederholen bis es zum übernommenen Verhalten gehört. Wie 21x im Fitnesscenter zu gehen. Hab nach 6 Jahren Abstinenz im November wieder Angefangen. Hab mein Faktor bereits weit überschritten und bin seitdem 3x die Woche Regelmässig. Dazu hat es aber auch zuerst mehrere anläufe benötigt. Erst als ich mir das erreichte Ergebnis was ich wollte mit freuden fühlen konnte ist es mir leicht gefallen dafür die Zeit zu nehmen.

    Gegen Winterblues hilft D3 mit K2. Nehme jeden Tag je 10000 Einheiten täglich von Okt-März. Seitdem gibt es keine Tage an den das Winterwetter mit meiner Stimmung etwas zu tun hat. Ansonsten so oft es geht raus an die Luft. Verbringe auch sonst viel mehr Zeit drinnen in dieser Jahreszeit.
    Unsere Badeseen sind jetzt gut zugefroren, das heißt am WE kommen die Schlittschuhe wieder zum Einsatz 😉

    Gefällt mir

  10. Stimme zu, daß PC und Internet gewisse Suchtkomponenten haben.

    Deshalb schenke ich mir neuerdings eine internetfreie Zeit; wie lange die ist entscheide ich selbst, es gibt keine Reglementierungen.
    Diese freie Zeit nutze ich für Lesen und erledigen von den Dingen die schon lange anstehen…..

    Doch mein Lieblingsvorhaben ist……Rumschlumpfen.
    Das bedeutet:
    morgens aufstehen, Bademantel an und dicke Socken, gemütlich frühstücken im Bett, Lesen, Schlafen, wieder aufstehen, was Leckeres zu essen machen, Telefonieren mit wem man schon ewig nicht mehr geredet hat, Badestube und intensivste Körperpflege, frisches Nachthemd an und Bademantel nebst dicke Socken, Tee kochen und lecker Keks essen, und letztendlich früh schlafen gehen……na ja, vielleicht vorher noch einen kleinen Tiroler Zirbenschnaps trinken 😉

    Gefällt 2 Personen

  11. Thom Ram sagt:

    Marietta 21:50

    Nun aber muss ich als Papi streng intervenieren. Was du da eben treuherzig geschildert hast, das hat Komponenten zwangshaften Verhaltens. Warum warme Socken? Weil du sie dir angewöhnt hast und nicht mehr lassen kannst. Dasselbige gilt für Bademantel, früh Stück en im Bett, mein Gott, welch Schlabbheid, dann gar noch Kekse essen, sicher gezuckerte, wo jeder weiss, wie schädelig Sucker is. Schudder, erweibe dich, steh auf in der Früh und heize Ofen ein, dann wasche dich, mit 5 Grad Wasser, dann wecke deinen Mann, indem du dich ihm hin Gips t, und bereite ihm ein kräftigendes früh Stück, und weiter tugendhaftes Verhalten werde ich dir all so gleich privatiter verklickern.

    Weil ich dich ja mal gesehen hab, eigentlich unsichtbar, weil unter meterdickem Duvet versteckt, sah dahinter lediglich ein paar Silberhaare, kann ich mir alles leibehaftigliche vorstellen. Und kichere genüsslich mit. Beneide dich um den Tirolersaft.

    Dein Bericht vom Tage war köstlichst. Danke!

    Gefällt 2 Personen

  12. Angela sagt:

    @ Mariettalucia und ThomRam !

    HABE ich gelacht über Eurer beiden Kommentare! 😀 😀 😀 „Rumschlumpfen“ ist ja herrlich! Da habe ich doch mal gelesen: “ Wer nie sein Brot im Bette aß, weiß nicht, wie harte Krümel pieken“….. ich glaube, das war ein Spruch aus einem Silvesterknallbonbon.

    Aber ein klitzekleines bisschen PC süchtig sind wir wohl alle, die hier schreiben. Denke ich mir jedenfalls.

    Allerdings schrieb ich:
    “ Sämtliche Süchte lassen sich als eine Angewohnheit definieren, womit der Einzelne nicht aufhören kann,…“

    Na, und aufhören KÖNNEN wir doch, ( ab und zu jedenfalls ) nicht wahr? 😀 Also nur ein Bedürfnis, ein Verlangen, eine Lebensnotwendigkeit.

    LG von A n g e l a

    Gefällt 2 Personen

  13. Johann sagt:

    @Angela

    „Bewusstwerdung ist der erste und wichtigste Schritt.“

    Ich würde sagen es ist der einzige Weg um die Erkenntnis zu Gewinnen was an immer währende Programme Ablaufen.
    Erst dann bin ich fähig neue Ursachen zu setzen.

    Gefällt 1 Person

  14. Lichtstrahl sagt:

    Hallo liebe Leser und Verfasser!

    Ein zwanghaftes Verhaltensmuster ist keine Sucht! Es mag vielleicht einen kleinen Aspekt in diese Richtung geben. Wenn jemand 20 x nachschauen muss, ob er den Herd abgestellt hat, dann ist es ein zwanghaftes Verhaltensmuster. Das braucht keinen anderen Namen.

    Die Sucht ist immer die „Suche“ nach Emotionen, die u.a. durch Drogen, Tabletten oder ähnliches aktiviert werden kann.

    Zwischen Gefühlen und Emotionen sehe ich keinen Unterschied, denn laut der Definition ist die Emotion eine Gemütsbewegung bzw. eine Gefühls(er)regung. Emotion bedeutet eigentlich nur, dass Gefühle etwas bewegen (E-Motion) und sich letztlich im Außen zeigen.

    Nachrichten, Filme, Shows, Marketing, Essen, egal was es ist, es ist immer die Sucht / Suche nach angenehmen Gefühlen, die dann häufig auch emotional – also im außen sichtbar – werden können.
    Helene Fischers Konzerte sind nur so voll, weil die Fans „gute Gefühle“ er-leben wollen. Da sie es selbst nicht hinbekommen, bezahlen sie dafür, dass es jemand anderes in ihnen auslöst.
    Fast das ganze Leben dreht sich um Gefühle! Jedes Bestreben ist ein Streben nach angenehmen Gefühlen, sprich, um bei sich „gute Gefühle“ aufkommen zu lassen. Sehr EGOistisch!
    Selbst Jemand, der etwas verschenkt, erwartet – bewusst oder unbewusst – ein Dankeschön! Denn das Dankeschön löst das „gute Gefühl“ beim Gebenden aus. Bleibt das „Danke“ mal aus, ist die Ent-Täuschung meist sehr groß! Aus dem Handel / der Geschäftsbeziehung / dem Deal ist dann leider nichts geworden!
    Da stellt sich doch die Frage: Ist Schenken egoistisch? Ja, das ist es! Es ist aber nicht zwingend negativ! Nein, es ist okay!

    Das ganze Leben dreht sich fast ausschließlich um die Suche nach dem guten Gefühl! Einige Ausnahmen bekommen ein gutes Gefühl durch das Leid (bei einem selbst oder bei anderen).
    Es gibt übrigens Indizien dafür, dass andere Wesenheiten dieses Leid als „Lebensmittel“ benötigen, die sich dann eines Menschen (als Medium) bedienen. Eckhart Tolle nennt diese Wesenheit „Schmerzkörper“.

    Das GEFÜHLE eine Verbundenheit zum Ausdruck bringen und EMOTIONEN immer mit einer Story verbunden sind, ist für mich nicht nachvollziehbar. Es ist schlicht und ergreifend eine Programmierung. Oder mit anderen Worten eine Konditionierung.

    Das sämtlichen Süchte als „Angewohnheit“ definiert werden können, ist für mich ebenfalls nicht erkennbar. Es ist einfach ein Verlangen nach dem guten Gefühl, nach dem „Kick“. Das ist fast immer die treibende Kraft im Leben neben den (angeblichen) Bedürfnissen nach Nahrung und Ähnlichem.

    Und ja, eine chemische Veränderung gibt es dabei bekanntlich jedes Mal im Gehirn.
    Viele Gegner der Aussage: ALLES hat eine „geistige Ursache“ behaupten, dass u.a. die Chemie im Gehirn die Ursache ist! Das ist richtig, aber die Ursache vor der Ursache ist eben die geistige Ursache. Denn wenn jemand an etwas denkt, dann verändert der Geist die Chemie (Materie) im Gehirn. Wenn nun jemand behauptet, das Nehmen oder das Geben (auch gegen den Willen) von Drogen wäre physisch, dann irrt er. Denn der Wille (das Denken) ist der Geist und folgerichtig ursächlich für das Geben oder das Nehmen von Glücksbringern.

    Kann man positive Gefühle wie Freude und Liebe wirklich frei bestimmen? Ist das denn nicht genau wieder die Sucht um die es hier in diesem Artikel geht? Und ist Gelassenheit etwa auch ein Gefühl?
    Und sind die Menschen, die wir wirklich lieben, sind es tatsächlich diejenigen, die vielfach bereit sind, unsere emotionalen Bedürfnisse zu teilen? Oder ist es nicht eher so, dass sie bereit sind unsere Bedürfnisse zu befriedigen? Sind die Bedürfnisse in Wirklichkeit nicht doch wieder die Süchte, um die es hier geht? Ist es wirklich ein Bedürfnis (nach Liebe, Geborgenheit, Sex, Wohlbefinden Schutz, Sicherheit)? Und sind diese sogenannten Bedürfnisse nicht diejenigen, die wiederum das „gute angenehme Gefühl“ auslösen?

    Laut der spirituellen Lehre sind es genau diese Süchte, dieses Begehren nach der Illusion, die uns in dieser Welt – in diesem virtuellen Gefängnis – (fest) halten! Das dürft ihr jetzt wertfrei sehen. Zumal manche hier in dieser Welt ja gar nicht schlecht leben.
    Es ist – wie es immer wieder richtig erwähnt wird – eben (nur) eine Erfahrung. Aber die Erfahrung ist letztendlich dann doch wiederum eine Illusion, da in Wahrheit die sogenannte Wahr-Nehmung in einer Maya Welt stattfindet!

    Liebe Grüße
    Thomas

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  15. Mathias sagt:

    Gefühl und Emotionen erfahre ich für mich unterschiedlich: Im Gefühl begegne ich dem Bekannten, im Gefühl öffne ich mich für das Leben, im Gefühl habe ich Mitgefühl mit Jemanden oder kann mitfühlen. Im Gefühl vertraue ich dem Leben, vertraue auch mir selbst im Gefühl. Auch wenn ich z.B. meditiere, kann ich ganz im Gefühl sein, ich ruhe in mir. Emotionen andererseits sind immer re-aktiv, ich re-agiere auf etwas das mir begegnet.

    Gibt ein hervorragendes Video zum Thema „Emotionen“ auf youtube in Englisch: Bentinho Massaro „The Emotional Guidance System“. Ich fand’s absolut Top wie Bentinho es erklärt. UND, es ist natürlich eine andere „Geschichte“ das was er erklärt auch praktisch anwenden zu können. Ich lerne immer noch die „Hinweise“ zu verstehen 😉

    Gefällt mir

  16. Kunterbunt sagt:

    Lichtstrahl Thomas
    04/02/2019 um 03:33

    „Aber die Erfahrung ist letztendlich dann doch wiederum eine Illusion,
    da in Wahrheit die sogenannte Wahr-Nehmung in einer Maya Welt stattfindet!“

    Hoch philosophisch, dieser Satz, gefällt mir!
    Es wird ja immer wieder behauptet, wir seien hier, um Erfahrungen zu machen.
    Jemand – vielleicht ein prominenter Channeler oder GuRu – stellt diese Behauptung auf
    und schwuppdiwupp wird sie rund um den Globus mit wissender Miene x-fach wiederholt und als Faktum hingestellt.
    Wozu und für wen wollen wir diese Erfahrungen in der Maya-Welt machen?
    Wessen Wunsch erfüllen wir denn da?
    Wieso verhalten wir uns zwanghaft?
    usw. usf. ⛅️

    Gefällt mir

  17. Angela sagt:

    @ Lichtstrahl

    Ich reihe eine Sucht unter den Oberbegriff „Zwanghafte Verhaltensmuster“ ein. Der Betreffende ist außerstande, mit irgendetwas, was er meist sogar selbst als schädlich erkannt hat, aufzuhören. Es kann ja sein, dass Psychologen da eine andere Definition haben, doch beiden gemeinsam ist der innere Zwang.

    Gefühle und Emotionen, – dafür gibt es viele Unterscheidungsmerkmale. Mir erschien die Version von Eckhart Tolle, den Du ja mit seinem „Schmerzkörper“ erwähnt hast, sehr einleuchtend. Liebe, Frieden und Freude sind Gefühle, weil sie mit dem SEIN verbunden sind. Sie liegen auf einer tieferen Ebene als Emotionen. Du hast recht, „Gelassenheit“ gehört da nicht hinein, sorry… Emotionen wiederum sind nach Tolle die „Reaktion ( oder Spiegelung) des Verstandes auf den Körper“. ( Durch den Verstand wird etwas bewegt…, da ist es wieder…. ) Emotion heißt wörtlich Störung. ( aus dem Lateinischen: emovere= stören)

    Je stärker ein Mensch unbewusst lebt, seinen Verstand und seine Gedanken nicht beobachtet, desto mehr wird er von Emotionen geschüttelt. Der Verstand, das Denken und die Emotion verstärken sich gegenseitig. Und wer sie dann abblockt, verdrängt, wird sie letztendlich im Körper durch eine Krankheit manifestieren.

    Natürlich ist der Drang, z.B. Drogen zu nehmen, NICHT rein physisch, schon gar nicht ihr Ursprung. Mir ging es darum, aufzuzeigen, dass eine physische Reaktion im Gehirn in Gang gesetzt wird, die es dem Süchtigen schwer macht, wieder aufzuhören.

    Du fragst, ob man positive Gefühle wie Freude und Liebe frei bestimmen kann? Mit dem Verstand sicher nicht. Wie ich schon schrieb, ENTSTEHEN sie in einer tieferen Ebene , in der Verbundenheit mit dem SEIN, dem Göttlichen in uns. Ich spreche hier nicht von abhängiger Liebe oder lustvollen Gefühlen.

    Gefühle, wozu ich auch inneren Frieden rechne, entstehen immer IN EINEM SELBST, Emotionen entstehen durch etwas, was von außerhalb einwirkt.

    Lg von A n g e l a

    Gefällt mir

  18. @ Kunterbunt 05:35

    gefällt mir.

    Bitte kann ich Deine E-Mail-Adresse haben?
    Es gibt mehrere Themen, die ich gern mit Dir besprechen würde.

    Liebe Grüße, Gigi

    Gefällt mir

  19. Angela sagt:

    @ Kunterbunt

    Zitat: „…. Wozu und für wen wollen wir diese Erfahrungen in der Maya-Welt machen? “

    „Für wen“ ? Für uns selbst. Durch den Leidensdruck werden wir eines Tages ERWACHEN zu dem, was wir wirklich sind, ein Ausdruck des Einen, des Göttlichen.

    Das Göttliche erfährt sich selbst durch sich selbst ( uns) ….. Ansonsten wäre es immer nur LEERE geblieben.

    Lg von A n g e l a

    Gefällt 1 Person

  20. Lichtstrahl sagt:

    Hallo, vielen Dank für eure Kommentare, die oft einen wertvollen Austausch zu unserer Weiterentwicklung ermöglichen.
    Hier stimme ich mit Angela überein. Nur streng genommen ist es letztlich die „richtige Erkenntnis“ aus der Erfahrung die uns befreit.
    Man muss verstehen, dass der Alptraum für das Erwachen erforderlich ist.
    Und die (Er-) Lösung, also der Weg dorthin, der wurde hier ja bereits erwähnt.
    Noch einen kleinen Hinweis für alle Interessierten. Die spirituellen Lehrer sagen, dass sich die Frage nach dem Sinn des Lebens gar nicht stellt.
    Denn „wer“ will das denn überhaupt wissen / verstehen? Das EGO bzw. der Verstand?
    Die Lehre besagt, dass ein Sinn nur Druck erzeugt! Es ist eine unnötige Last wenn man etwas erreichen will oder MUSS. Die spirituelle Lehre empfiehlt völlig frei zu leben. Das Leben authentisch genießen (Was in unserer Gesellschaft durch die virtuelle Zwangsjacke kaum möglich ist)!

    Ich finde es dennoch sehr nützlich, wenn über solche Themen geschrieben wird, die dann immer wieder zu tieferen Erkenntnissen führen.

    Alles Liebe
    Thomas

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  21. Kunterbunt sagt:

    Gigi Lichtaubergh
    04/02/2019 um 14:02 – ibfuladp@gmail.com / Bis bald, Gigi 🌻

    Angela
    04/02/2019 um 16:08
    „Das Göttliche erfährt sich selbst durch sich selbst ( uns) ….. Ansonsten wäre es immer nur LEERE geblieben.“
    Habe ich auch schon gelesen – immer mal wieder. Dann braucht also „das Göttliche“ dieses Kino, um sich kunterbunt zu fühlen.
    LG von Kunterbunts Ego 🌹

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  22. Angela sagt:

    @ Kunterbunt

    Zitat: „… Dann braucht also „das Göttliche“ dieses Kino, um sich kunterbunt zu fühlen….“

    Genau… 😀 , aus der Leere, dem EINEN entstanden die Zehntausend ( kunterbunten) Dinge… frei nach Laotse 😀

    Lg. von A n g e l a

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  23. Vollidiot sagt:

    5:35

    „Es wird ja immer wieder behauptet, wir seien hier, um Erfahrungen zu machen.“

    Falls das/die Leben sich darauf beschränken sollten dann wärs aber gscheit dürftich.
    Erfahren schreit nach inneren Reaktionen, da wirds dann interessant.

    Zwänge und Süchte gleichsetzen halte ich für nicht richtig und nicht zielführend.
    Sucht hat was mit Suche zu tun, egal ob stoffgebunden oder nicht stoffgebunden.
    Bestes Beispiel BB. Die Stunden die hier verbraten werden sind einer mehr oder weniger bewußten Suche geschuldet……………….
    Es ist nicht der innere Zwang diese Seite zu suchen.
    Der Ärger oder die tiefe Befriedigung, der/die sich dann einstellt,wird Serotonin oder Noradrenalin ausschütten, das Ego buttern oder scheuern.
    Das sind dann Erfahrungen die Wachstum oder Retardierung auslösen können oder könnten………….
    Der Zwang 23 mal zu kontrollieren ob die Tür abgeschlossen ist, hat mit Suchen nichts zu tun, er entspringt nicht der Leere sondern Selbstzweifeln.

    Dann frage ich mich immer wieder: Warum haben wir Wahrnehmungsorgane, wenn wir in einer Maja-Welt leben?
    Das wäre ja völlig unsinnig.
    Für mich stellt sich eher die Frage: Wollen wir den Prozeß des Wahrnehmens als Grundlage für unsere seelische Entwicklung annehmen und darauf aufbauend auch jene weiteren Organe entwickeln und verwenden, die für den Bereich, der gerne mit „Maja“ bezeichnet wird, in uns veranlagt sind.

    Gefällt 1 Person

  24. Angela sagt:

    @ Vollidiot Zitat: „… Es ist nicht der innere Zwang diese Seite zu suchen….“

    Bist Du Dir da so sicher? 😀

    Lg. von A n g e l a

    Gefällt mir

  25. Vollidiot sagt:

    Kaum einer hier klickt so lange schon auf dieses Seite.
    Das ist nicht zwanghaft, nicht suchend – sondern thomhaft.
    Meintswechen vervögelit, aber nix anderes.
    Immer diese zweifelnden Misanthropen, warum habe ich nur so vieledieser Zeitgenossen , -genossinen un -genassen (3. Geschlecht) um mich herum?

    Gefällt mir

  26. Angela sagt:

    @ Vollidiot

    Resonanz ? Hihi…. 😀

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  27. Thom Ram sagt:

    Angela

    Unwichtiger Kommentar. Mitleser, klicke unscheniirt weiter.

    In meiner letzten Lebens pfase werde ich ein Memorandümmchen schreiben. Ob ich 80 oder 200 werden werde, das habe ich noch nicht entschieden, aber in der letzten Pfaase werde ich das tun. Vollidiot und Voegeli. So wird der Tidl wohl laut en.

    Das Fliegen und das Stupidesein sind zwei Seiten einer Medaille. Der Fliegende kann stupide sein, der Stupide kann fliegen vielleicht, oft issesso. Dann gibt es noch Fliegende, welche fliegen, und Stupide, welche stupide sind. Sodann pflegen wir zwischen den verschiedenen Gewichtungen je nach Tagesform uns hindurchzuschlängeln.

    Sags ma. Mich erstaunt seit 5 Jahren, dass ein Geist wie der Volli bb und damit in der Hauptsache meinen ultrapersönlich geprägten Vorgaben die Treue hält. Mich erstaunts, weil ich über gesunden Kartoffelverstand und über schmales Wissen verfüge, indes ich dem Idioten breites Wissen und brillianten Verstand zuschreibe, gepaart mich noch anderen hier noch mehr nach Schleimerei riechen könnentenden Attributen.

    *******

    Könnentenden. Könnentende.

    Mir so zugefallen, werds dem Duden melden, muss aufgenommen werden. Ist aber mit Kopiräit belegt. Anwender bezahlt.

    *****

    Seit zwei Tagen mach ich hieroh kaum haftesErnst sagen, einstellen, gar so sinnreich besenfen. Dabei flattern mir jeden Tag etwa zwei Dutzend Meldungen auf den Tisch, welche beachtenswert, bis hin zu richtungsweisend sind.

    Ma kucken, was sich da b Ei mir entwuckelt.

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  28. Angela sagt:

    @ ThomRam

    Haste Dir nicht gewünscht, dass andere auch mal tippeln…… BÄH , jetzt haste den Salat! 😀 😀 😀 Dein Unbewusstes hat Klick gemacht…..

    Lg von A n g e l a

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  29. Thom Ram sagt:

    Angela

    In den ersten Jahren bb, da habe ich bb einfach gemacht, einfach so, einfach so. War angesagt, und ich machte bb.
    Kamen Mitstreiter als Autoren dazu, mir gefiel es, ich war dankbar, denn der Träumer und der Lück sind einfach saugut.

    Heute kommen so Gedanken wie: Ich senfe nur noch selten, überlasse das tägliche Senfen Menschen, welche so wie ich vormals „einfach so“ schreiben wollen, behalte in der Hauptsache die Uebersicht, bleibe Käpten, greife auch dann wann selber ins Ruder.

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