bumi bahagia / Glückliche Erde

Ein Sanktionsziel

Mancher mag sich gefragt haben, was denn nun tatsächlich Ziel und Zweck der ständig neuen Sanktionen der VSA gegenüber Rußland sein mag – denn die offiziell verkünde­ten „Begründungen“ sind ja von Anfang an so scheinheilig und durchsichtig, wie sie die „übliche“ VSA-Doppelmoral nun mal produziert.
Nun hat also jemand, dem man glauben kann, daß er um die wahren Gründe weiß, einen Zipfel der Decke gelüftet… schaun wir mal drunter.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans Hervorhebungen und Anmerkungen von mir. 23./26. Dezember 2018
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Die VSA wollen Rußland die starke Armee nehmen, erklärte der amerikanische Ex-Botschafter

15. Dezember 2018, 06:10, RIA Novosti

© RIA Novosti / Witalij Timkiw

Das Ziel der Wirtschaftssanktionen gegen Moskau ist es, Rußland die starke Armee und Flotte zu nehmen, was den Interessen Washingtons entspricht.
Mit einer solchen Erklärung ist in einer Sendung des ukrainischen Fernsehkanals „Prjamoj“ der ehemalige Botschafter der VSA in der Ukraine und
jetzige Direktor des Eurasischen Zentrums des Atlantikrates, John Herbst, hervorgetreten.

„Wir wollen, daß deren Wirtschaft geschwächt wird, weil eine starke Wirtschaft die militärische Macht stützt. Und wir wollen nicht, daß ein starker, aggressiver Staat eine starke Armee oder eine starke See(kriegs)-Flotte hat. Deshalb dienen die Sanktionen zweifellos unseren Interessen“, sagte er wörtlich.
(daß diese einseitigen Sanktionen jeglichen Regeln der WTO widersprechen, wird in fast allen Kommentaren einfach weggelassen – von den fadenscheinigen, “doppelmorali­schen“ Begründungen, die durch keinerlei Beweise hinterlegt sind, ganz abgesehen)

Dabei berief sich Mr. Herbst auf Daten des IWF, gemäß denen, nach seinen Worten, das BIP Rußlands wegen der Sanktionen „mehr als ein Prozent pro Jahr verliert“.
(dazu gibt es nun sehr unterschiedliche Interpretationen: einerseits hat auch Putin – zuletzt auf seiner fast vierstündigen Jahrespressekonferenz am 20.12.2018 – zugeben müssen, daß die Sanktionen die russische Wirtschaft, einschließlich der Wehrtechnik-Industrie, merklich schädigen; andererseits hat er immer wieder betont, daß dank den Sanktionen Rußland wieder begonnen hat, sich zumindest in der Wehrtechnik weitge­hend autark zu machen und die eigenen Unternehmen des – gegenüber der UdSSR stark geschrumpften – Militär-Industrie-Komplexes wieder mit mehr staatlicher Aufmerksam­keit und Unterstützung zu bedenken; so sei man dort bereits heute zu 80% importfrei.
Aber wie gehabt: mit mengenmäßigen „Argumenten“ wird nur vernebelt, denn entscheidend ist die qualitative Bewertung der „fehlenden“ 20% – da können auch nur 2% dazu führen, daß bestimmte Waffensysteme nicht gut genug funktionieren…)

Bereits früher hatte der Sonderbeauftragte des State Departments für die Ukraine, Kurt Volker, erklärt, daß die europäischen Länder und Washington nach dem Vorfall mit den ukrainischen Schiffen im Schwarzen Meer die Einführung zusätzlicher Sanktionen gegen Rußland erwägen müßten.


Der russische Ständige Vertreter bei der EU, Wladimir Tschizhow, hat seinerseits festge­stellt, daß die VSA diesen (ganz sicher nicht ohne Einverständnis des State Departments provozierten) Vorfall benutzt haben, um den Sanktionsdruck auf Moskau zu erhöhen, aber das habe nicht geklappt.

Außerdem war bereits im August in den amerikanischen Kongreß ein Gesetzesentwurf mit einem ganzen Paket antirussischer Maßnahmen eingebracht worden, darunter gegen die neuen Staatsschulden Rußlands und gegen staatliche Banken (Vneshekonom­bank, Sberbank, VTB, Gasprombank und Promswjasbank). Allerdings wurde später bekannt, daß der Kongreß es wohl nicht schaffen wird, bis zum Jahresende dieses Paket zu verabschieden.

Quelle: https://ria.ru/20181215/1548028244.html
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Nachbemerkung des Übersetzers

Es ist tatsächlich nur ein Zipfelchen Wahrheit, das da gelüftet wird.
Denn sicher ist die demagogische Reduzierung der Zielwirkung der Sanktionen aus­schließlich auf den russischen MIK nur ein Teil der wirklichen Zwecke dieser – wie bereits gesagt – widerrechtlichen Maßnahmen.
Aber wann haben sich die Prügelknechte der Globalisten schon mal um internationales Recht – ja, auch Handelsrecht – gekümmert?
Das zeigt uns auch hier wieder, wie „flexibel“ doch jegliches „Recht“ heutzutage ge­handhabt wird: was dem einen Vorschrift ist, kann der andere frei mißachten.

Recht“ wird so nicht nur durchgängig zu Unrecht, sondern es verkommt zur Belie­bigkeit – und damit verliert es jegliche Existenz-Berechtigung.
Denn das „Recht“ war ja – angeblich – mal dazu geschaffen worden, die Willkür der Gewalt – euphemistisch als „Faustrecht“ bezeichnet – durch etwas „Besseres“ zu ersetzen…
Fällt die Menschheit in „feudale“ Verhältnisse zurück?
Oder wird nur deutlich, daß alle bisherigen „Gesellschaftsordnungen“ nur Varianten von ein und derselben „Un-Ordnung“ – der Sklavenhaltung – gewesen sind?

Offenbar sind wir heute da angekommen, wo die wahren Verhältnisse sich zeigen und immer klarer wird, daß all die schönen Worte und Begriffe von „Moral“ und „Ehre“, von „Recht“ und „Erfolg“, von „Schuld“ und „Sünde“, nichts weiter sind als Schein­blüten, die nur für die Massen gelten, und über die sich die Nutznießer dieses Gesellschaftssystems, die Parasiten, jederzeit und vollständig hinwegsetzen können.

Warum sollten wir uns dann aber noch mit diesen Unterdrückungs-, Ausbeutungs- und Fremdbestimmungs-Konzepten befassen?

Ja, es ist nur noch die Drohung mit Gewalt, die das jetzige System aufrechthält. Und zunehmend die Anwendung von Gewalt gegen die Massen.

War es bisher weitgehend psychische Gewalt (Angst, Schrecken, Deprivation), der die Massen unterworfen wurden, so tritt immer mehr die reale, physische Gewalt (Kriege, Bürgerkriege, Polizeieinsätze) in Erscheinung.

Wir haben offenbar das letzte Stadium der Sklavenhaltung erreicht: der Grundsatz, daß nur ein Sklave, der sich frei wähnt, hinreichend produktiv ist, läßt sich immer weniger praktisch durchsetzen, da immer mehr Sklaven ihre wahre Rolle erkennen.

Wir sind also an dem Punkt, wo es so wie bisher wirklich nicht mehr weitergeht.
Wo das System nur noch dank seiner Trägheit teilweise funktioniert und tatsächlich beginnt auseinanderzufallen.
Und wo endlich – wie oft schon in der Menschheitsgeschichte? – die Chance entsteht, eine wahrhaft menschliche Gemeinschaft aufzubauen: von der Gesellenschaft zur Meisterschaft zu kommen.

Bist Du bereit für diesen Schritt?
Weißt Du, was Du selbst dazu beizutragen hast?
Ist Dir klar, was kommen wird und wie es weitergehen kann?

Die freien Tage zum Jahreswechsel sind sehr gut dazu geeignet, darüber nachzusinnen…

beobachter


4 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt 1 Person

  2. webmax sagt:

    Ich weiß um das Hegemonialdenken der VSa seit Jahrzehnten. Was ich heute zunehmend weiß, ist daß diesen Falken nahezu jedes Mittel Recht ist zur Aufrechterhaltung ihrer verzweifelt geglaubten Vormachtstellung. Man geht, nein man watet buchstäblich in Leichenbergen.
    Auch wird die Zukunft der Menschheit immer offensichtlicher durch sog. Fortschritt und seine für die Masse üblen bis tödlichen Folgen wissentlich beeinträchtigt.

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  3. Arnil sagt:

    VSA schadet sich selbst mit Sanktionen , denn Rußland wird dadurch doppelt stark , weil es angefangen hat vieles selbst zu machen , denkt mal an die Raumfahrt , wer schickt die Bemannten Sateliten hoch , VSA ist ein Angeber Land , Rußland ein Schweigeland , die haben mehr gute Waffen als bekannt ist …???

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  4. luckyhans sagt:

    zu Arnil 30/12/2018 um 05:27

    Lieber Arnil,
    bitte nicht der einseitigen Propaganda verfallen: selbst „Putin“ mußte zugeben, daß die Sanktionen für Rußland eine hohe Belastung der Wirtschaft darstellen.
    Genauso richtig ist aber auch, daß einige Bereiche, wie Landwirtschaft, Landmaschinenbau, Elektronik u.a., durch die Sanktionen und die daraus folgenden Gegensanktionen entsprechende Möglichkeiten der „Importablösung“ (vulgo staatliche Unterstützung dabei) sehr zu ihrem Vorteil auszunutzen wußten.
    So ist Rußland von einem Landmaschinenimporteur zu einem Landmaschinenexporteur geworden, und ist zum drittgrößten (?) Weizenexporteur der Welt aufgestiegen. Und der Anteil der unverarbeiteten Naturrohstoffe am Export konnte weiter gesenkt werden…

    Leicht ist das aber gewiß nicht gefallen, und es gibt noch sehr viel zu tun bei der „Importablösung“ bei sehr wichtigen Waren…

    Aber mit den „guten Waffen“ (damit meist Du die technische Wirksamkeit, nehme ich an, denn „gute“ Waffen gibt es nicht – Waffen sind nun mal zum Töten da, und das kann nicht „gut“ sein; und qualitativ sind die russischen Waffen eher robust und zuverlässig, aber nicht allzu hochgezüchtet: sollen ja funktionieren, wenn’s ernst wird! und nicht nur unter den Treibhausbedingungen der Testgelände) hast Du insofern recht, als daß auch im Westen einige realistisch sehende Fachleute an einigen Stellen einen Vorsprung der russ. Waffen gegenüber den VSA-Analoga erkannt haben, und zwar auf mehreren Gebieten, von Panzerfahrzeugen über EKF bis Raketenwaffen; beim „Avangard“-Projekt sollen es sogar 5 – 10 Jahre sein…

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