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Plauderpauder / English lessons in Pondok Ram

Pondok – Huette

Ram kennst du ja.

Die meisten Kinder wachsen in Indonesien zweisprachig auf: Muttersprache plus die Einheitssprache „Indonesisch“. Viele Kinder sind darueber hinaus  Sprach – lern – begierig, und so dachte ich mir, ich biete Englischkurse fuer Anfaenger an.

Profit fuer mich! Ich bin gezwungen, viel selber zu lernen, in beiden Sprachen, und dies in gemaechlichem Tempo, sozusagen von Lektion zu Lektion.

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Yuda (9), Agus, Zara und Ratuli (8) Hairun fehlte heute.

Schoen brav, wa?

Leiser Irrtum, die sind mir gegenueber vertraulich respektvoll schon, aber ein quicklebendiges Haeufchen ist das, mit unbaendiger Lebenslust gesegnet so, dass ich gelegentlich schon mal sagen muss, dass hier nur einer aufs Mal rede, hihi.

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Ich verwende kein Lehrmittel, ziehe mir das Vorgehen aus den Fingern. How are you today? I‘ fine, thank you. Where do you go? I (want to) go to….Let,s go together!  What do you want? I want to sing. I want to sleep. What ist this? This is a…. Please give me a…. Please show me a….  Und so.

Im Schnitt sprechen wir 45 Minuten und schreiben 15 Minuten.

Sprechen!

Meine Erfahrung hier ist, dass Jugendliche hier nach 6 Jahren Englischunterricht nichts sagen koennen, schier gar nichts. Weiss der Geier, was in der Schule gemacht wird, eines sicher nicht, naemlich das Wichtigste: Sprechen, in 1001 Spielformen. Zuerst Einheiten im Chor einueben, dann duerfen sollen wollen sich die Kinder frei bewegen und Minidialoge fuehren.

 

Kurs I umfasst 16 einstuendige Lektionen, verteilt auf einen Monat. Kinder von uns fremden Familien zahlen im Voraus 9 Euro. Ich musste das einfuehren. Beim ersten Start ohne Bezahlung kam es vor, dass ein Kind mal eine Lektion ausfallen liess. Das geht gar nicht, wir plaemperlen naemlich nicht, nebst intensiv ueben ueben ueben lernen wir jede Lektion Neues, und da hinkt ein Kind schon nach nur einer verpassten Lektion hinterher.

Die zwei aus unserem Kreise, da wir untereinander Dienste leisten nach Kraeften ohne Geld in die zu Hand nehmen (Wildgansprinzip), bezahlen nichts. Interessanterweise sind ausgerechnet diese zwei die engagiertesten und eifrigsten Lerner. (Agus und Ratuli)

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Neu duerfen die Kinder selber Woerter waehlen, welche sie lernen wollen. Agus hat mich gestern eine Serie von 10 Woertern abgefragt und in sein Vocabulaire geschrieben, ausserhalb des Kurses.

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Immer singen wir englische Kinderlieder und lernen die Liedtexte, zuerst einfach per Gehoer, dann immer genauer Wort fuer Wort einpraegend.

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Heute war Lesson no. 11.

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Frisch kindliche Gruesse aus 28 Grad!

Thom Ram

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Im Heft drinne sieht es so aus. Hier die Ausgabe von Agus.

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19 Kommentare

  1. Wolf sagt:

    Zum Üben empfehle ich Dir „Flashcards“. Man kann sie sowohl für einzelne Wörter oder auch für ganze Sätze und Redewendungen verwenden. Flashcards habe ich jahrelang im Fremdsprachenunterricht für Erwachsene verwendet – mit guten Resultaten. Das Geübte prägt sich damit schneller ein.

    Viel Erfolg mit der Rasselbande!

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  2. Hilke sagt:

    Klasse, dein Bericht zeigt auch, daß die Kinder lernen WOLLEN, es ist eine natürliche Neigung die in uns angelegt ist, so m.M..
    Schön übrigens auch die Haarfarbe der Kinder, blau-schwarz und seidig, dann diese Konzentration und sich-gegenseitig-helfen. Sie leben Wildgans wies aussieht. Daß sie hier selbst sich Wörter aussuchen, die ihnen wichtig sind zeigt, wie „Schule“ gehen kann, auf daß dein Beispile schule macht. Es wird auf sie eingegangen. Sauschön.

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  3. ulrich17 sagt:

    Thom! Das hat Klasse in deiner Klasse. Fuer mein zukünftiges Projekt in Südostasien braucht es Deutschunterricht und meine Gedanken kreisen bereits genau um „so eine Methode“. Einfach Dialoge UND vor allem Klangsprechen. In meinen Sued-China-Hong-Kong Jahren habe ich mal den Anlauf gemacht für Mandarin. An dem Wort „ren“ für Mensch, bin ich gescheitert. Ich konnte den ganz speziellen Klang nicht erzeugen und so schüttelte jeder Chinese immer höflich lächelnd den Kopf. Mit „ren“ habe ich dann auch aufgehört, zumal bis auf einen Chinesen alle kantonesisch sprachen. Was wiederum eine eigene Sprachklang Welt ist. Deshalb werden im chinesischen TV viele Dinge mit Untertiteln gezeigt.

    Unser Deutsch ist gesegnet mit harten Klängen und so seltsamen Klängen wie Möhren, Ähren und Überfliegern. Wer im Englischen Sprachraum zu Hause ist, hat mit meinem Namen größte Probleme als auch mit Apothekerschränkchen und Kreisverkehr.

    Ulrich – not Yourich – wobei die Chinesen das aufgriffen, und fast andächtig sagten: You Rich – what a name.

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  4. Thom Ram sagt:

    Ulrich,

    warum ist Deutsch in deiner Umgebung wichtig? Das ist in Thailand? Bitte verzeih, sollte ich es eigentlich wissen muessen. Wenn Thai, dann arum Deutsch wichtig? Sechs Tour ist oder Uni Vorlesung??

    Was dir in SChiinaa widerfuhr, das geschieht mir schon hier in in do nes Ien. Ich sag was zu nem Fremden. Der versteht Bahnhof. Mein Freund sagt (in meinem Ohr!) haargena DAsselbe, und der Fremde versteht.

    Sprachmusik. Macht mich kirre gelegentlich. Hoere es nicht genau genug, geschweige denn, dass ich Tonfall, Artikulation, Vokalisierung so hinkriegete, dass mich einheimischer Normalo versteht.

    Anders ist es mit Vertrauten. Gegenseitig lernen wir unsere spracklicken Unsulaessichkeiten zu ueberbruecken.

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  5. Thom Ram sagt:

    Wolf

    Habe den Link zu den Flashcards versifft. Bitte nochma, danke!

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  6. Thom Ram sagt:

    Wolf

    Nicht zu glauben, aber der Link zu den Flashcards ist forbitten.

    DAs Bild allerdings ist zu sehen, und ich wende an vermutlich Aehnliches: Zettel, doppelseitig beschrubetet, Indo und Englo. Doch zweifelsfrei erweiterbar…wo mir auf die Schnelle nixo einfaellt.

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  7. Finde ich ganz fein was Du da machst…..ich bin mir sicher, daß die Kleenen ihre Freude haben mit Dir zu lernen.
    Ich glaube in Indonesien lernen sie ähnlich wie in China.
    Lehrer die vorbeten und Kinder die im Chor nachplappern.

    Deshalb bleibt auch nicht viel bei Ihnen hängen.
    Es fehlen das Sehen und Anfassen und Tun dabei.

    Das hat man aber mit den Karten.

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  8. petravonhaldem sagt:

    Boahhhh, ich möchte bei Euerm Unterricht dabei sein, könnte allerdings nur fünf Euro bieten,
    würde aber ein feines Essen mitbringen.
    Wann trefft Ihr Euch immer??
    🙂

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  9. Thom Ram sagt:

    Ja, das Tun ist wichtig.

    Wir haben ein grosses Bild mit Landschaft, Berg, Baeumen und so weiter. 5 Feuerzeuge sind Symbol fuer die 5 Kinder. Beispiel: Agus „nimmt“ Zara und laesst sie vom Baum zur Bruecke gehen.

    Zara: I go from the tree to the bridge. Ratuli: Zara goes from the tree to the bridge.

    Oder Kinder fragen ab, haha, mit meinem Teleskopstoeckchen, welches mal ein Werbegeschenk fuer meinen Papa war, es ist gut und gerne 40 Jahre alt, das Metallteleskoepchen, also Yuda zeigt auf einen Stein und fragt: What ist this? Alle bruellen: This is a Stone.
    Hihi.

    Woerter lernen. Zettelchen. Vorne Indonesisch. HInten Englisch. Englisch oben ausgelegt: Koerperteile. Nacheinander waehlen die Kinder ein Wort, was sie wissen aus, lesen es, uebersetzen es, wenden den Zettel. Machens ganz gerne.

    Flashcards, ja, ich habe grosse Bilder mit Gegenstaenden, da werde ich die Einzelnen ausschneiden lassen von meinem Chefmechaniker Agus. Und da komm ich gleich wieder ins Schwaermen. Was der fuer eine Fingerfertigkeit hinlegt, Exaktheit, Ideenreichtum bei all seinen Basteleien.

    Ach ja.

    Neu vermittele ich im Vorbeigehen Umgangsformen. Gestern habe ich begonnen. Ich habe die Jungs freundlichst aber ruhig ganz ernsthaft, wenn auch mit kosmischem Zwinkern zuhinterst im Auge ermahnt sinngemaess: Maenner, seid hoeflich mit den Weibern! Sind da zwei verschiedene Plaetze, so ladet das Maedchen ein, den Besseren einzunehmen! Maenner, das ist ganz selbstverstaendlich. Seid hilfreich und gut mit den schoenen Wesen! Und: Zeigt eure maennliche Staerke unter Jungs, nie gegen Maedchen! Gerne schauen die Maedchen zu. Sie werden eure Kraft bewundern.

    Heute werde ich das Analoge zu den Maedchen machen. Maedchen, seid freundlich zu Jungs. Schenkt ihnen ein Laecheln. Und wenn Junge dir behilflich ist, so bedanke dich freundlich! Jungs wird das entzuecken!

    Der Gegenpol zur Genderscheisse.

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  10. Thom Ram sagt:

    Petra

    Du willst nur 5 Euro zahlen? Fuer 16 Lessons? Giizgnaepper du!
    Quark. Du wohnst hier. Gehoerst in den Kreis der Wildgans. Nix zahlen.

    Wir haben Mo bis und mit Do, jeweils um 16 Uhren. Vier Wochen lang.

    Bin sehr neugierig, ob sie dann Kursus II wollen werden. Ich hoffe schon, alleine schon deswegen, weil ich wie gesagt selber lerne lerne lerne.

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  11. Thom Ram sagt:

    Hab eben aus Freude an der Sache noch ein Foeteli mehr ins Artikeli gestellt.

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  12. Johann sagt:

    Klasse idee, viel gutes gelingen euch allen.

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  13. Thom Ram sagt:

    Danke, Johann!

    Heute waren Hairun und Yuda nakal, fast ein bisschen licik zueinander (foppten sich an der Grenze zu nicht nett). Da war ich schon es bitzeli ungeduldig, und als dann Hairun (der ist 11, gross, stark gebaut, doch hat weiches Innenleben und manchmal etwas traurige Augen) ein Spiel unsanft behandelte, herrschte ich ihn an, was zur Folge hatte, dass er einige Sekunden wie gebrochen in sich zusammensank.

    Ich hielt ihn dann und bat um Verzeihung, sagte ihm, er sei ein guter starker Junge. Sagte, dass ich nicht verstehe, wenn mit Dingen unsorgfaeltig umgegangen wird, ich wolle, dass die Dinge mit Sorgfalt behandelt werden. Der war sowas von geknickt. Ich bat ihn dreimal um Verzeihung.

    Er hat 5 Geschwister, auf Nachbarinsel Lombok. Papa Mama Verhaeltnisse offensichtlich unklar, Komang war beim Gespraech dabei und kriegte sich auch nicht schlau. Der Junge ist nicht allein, so, wie viele weisse Kinder. Es ist dort, wo er wohnt, ein Spielen und Toben. Aber er scheint mir nicht die Familiengeborgenheit zu haben.

    Man versteht, warum ich als Schullehrer taeglich peinigenden Schiss hatte. Tief innen wusste ich, dass ich den Kindern unter dem Strich nicht bieten konnte, was sie wirklich brauchen. Dass ich meinte, ihnen bieten zu muessen, was sie wirklich brauchen, das zu durchleuchten ist ein anderes Kapitel

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  14. petravonhaldem sagt:

    Wenn ich das mit der Teleportation endlich mal gebacken kriege…ähhh ich meine zur Zufriedenheit gestalten kann, dann melde ich mich vor für die nächste Lerneinheit.
    Ja, wahrlich 9 Euronen für 16ner Einheiten oder sogar Wildgansprinzip, das schaffe ich.
    Thomram!
    Dieses Dein Projekt darf weltweit Schule machen, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Es liest sich wunderbar. Danke.

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  15. Thom Ram sagt:

    Gestern brachten mich die lustigen Knirpse drauf, mit ihnen „Sehen ohne Augen“ auszuprobieren. Sie waren begeistert.

    Ich hab ja keine Ahnung, saug’s mir aus den Fingern, habe einfach 6 verschiedenfarbene Papiere zusammengesucht (unifarben, natürlich), ihnen erzählt, dass Kinder, welche das schon lange üben, blind Rad fahren (zwischen Hindernissen), und dass sie lesen können. Habe erzählt, was Kinder sagen, sie sagen, sie sehen das, was sonst im Aussen ist, „wie im Innen“ und deuten dabei auf Nasenwurzel- Stirn – Region.

    Gestern hatte Agus bei fünf Versuchen 5 Treffer, Zarah zwei Treffer, Ratuli und Yuda keinen.

    Heute machte ich nur drei Versuche.
    Yuda hat die Sache entweder nicht verstanden, oder er hat Angst vor Misserfolg. Ziemlich sicher hat er das. Er hatte bei Versuch 1 und 2 getrickst, und als ich ihm lachend sagte, sowas müsse man 1000 mal üben und es sei völlig normal, wenn man es nicht auf Anhieb könne, machte er den dritten Versuch nicht mit. Klarer Fall von Junge, dem beigebracht worden ist, dass er dumm sei, wenn er etwas falsch macht oder erst mal nicht kann. Hier wird er etwas davon ablegen können.

    Ratuli hatte einen Treffer, heute ohne Tricksen wie gestern noch.

    Zahra hatte zwei Treffer, sie lauscht jedesmal am längsten in sich hinein.

    Agus hatte das mögliche Maximum von drei Treffern, wobei er in Fall 2 und 3 die Farbe wie aus der Kanone geschossen sagte, als ich das Blatt hochhielt.

    Ich verfolge diese Sache, heisst, führe sie weiter. Bin gespannt dass es knknistert.

    Die Lehrer, welche das mit Kindergruppen machen, sagen, Kinder im Alter von meinen grossen Kleinen lernen es in der Regel unglaublich schnell.

    Weiss der Geier. Es könnte Situationen geben, da sie sich und anderen das Leben werden retten können……fällt mir dazu grad ein….

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  16. makieken sagt:

    @Petra

    Vielleicht hilft Dir diese Anleitung weiter? https://www.matrixblogger.de/teleportation-techniken-und-forschungen-teil-3/. Zumindest scheint es möglich zu sein, wie der Jonathan in seinem aktuellsten Artikel berichtet: https://www.matrixblogger.de/traumnacht-teleportations-besuch-in-der-nacht/ 🙂

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  17. petravonhaldem sagt:

    @ makieken

    danke für die links.
    Die Anastasia Übungen sind mir nahe, sie ähneln etlichen anderen Bewußtwerde-Nebenübungen.

    Aber wie schon gesagt:
    noch bekomme ich’s nicht gebacken, weil ich’s halt selbst backen darf 🙂 🙂 🙂
    und zur Zeit noch durchaus etwas andere Dinge zu tun sind 🙂

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  18. makieken sagt:

    Petra,
    kein Thema, auch ich übe fleißig und hab ja auch noch viel Zeit, die es eigentlich gar nicht gibt. 😉

    Erstaunlich, wie oft mir „Anastasia“ (mit und ohne „Teleportation“) in den letzten Tagen über den Weg läuft. Vielleicht sollte ich da doch mal reinlesen…

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