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Kleine Feuer / „Einen aufgeschobenen Kaffee, bitte.“

Ein froher, herzwaermender Pulsbeschleuniger, eingereicht von Hilke, gefunden in Die Stunde der Wahrheit.

Thom Ram, 12.12.06

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„Einen aufgeschobenen Kaffee bitte“

Armer.Mann.Kaffee

Quelle: Facebook-Gruppe „Kooperation statt Konkurrenz“

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Von Vico Blötz

Ich betrat ein kleines Kaffeehaus mit einem Freund von mir und wir gaben unsere Bestellung auf. Während wir zu unserem Tisch gingen, kamen zwei weitere Personen rein. „Fünf Kaffee bitte, Zwei für uns und drei aufgeschoben“. Sie bezahlten die Rechnung, nahmen die Zwei und gingen.

Ich fragte meinen Freund: „Was sind diese „aufgeschobenen“ Kaffees?“
„Warte und siehs selbst“

Mehr Personen kamen ins Kaffeehaus. Zwei Mädchen bestellten jeweils einen Kaffee, bezahlten und gingen wieder. Die nächste Bestellung war für sieben Kaffees von drei Rechtsanwälten – drei für die und vier „aufgeschoben“.

Während ich noch immer darüber rätselte, was denn diese „aufgeschobenen“ Kaffees bedeuten, genoss ich das schöne Wetter und die tolle Aussicht auf den Platz vor dem Kaffeehaus.

Plötzlich kam ein Mann in heruntergekommenen Kleidern, der aussah wie ein Bettler, ins Kaffeehaus und fragte höflich:

„Haben Sie einen aufgeschobenen Kaffee für mich?“

Es ist ganz einfach, Personen zahlen im Voraus für einen Kaffee, der für Jemanden bestimmt ist, der sich kein warmes Getränk leisten kann. Diese Tradition mit dem aufgeschobenen Kaffee stammt aus Neapel und hat sich im Laufe der Zeit über die ganze Welt ausgebreitet.

An manchen Orten kann man nicht nur aufgeschobene Kaffees bestellen, sondern sogar belegte Brötchen oder ganze Mahlzeiten.

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Ich rege an, diese Kunde zu verbreiten.

Thom Ram

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6 Kommentare

  1. Johann sagt:

    Das ist eine schöne Geste. Werde die idee mal bei meinen Bäcker Aufgreifen.

    Gefällt 1 Person

  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. Wehemeyer, Renate sagt:

    sehr gut.

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  4. Ishani Diana sagt:

    Ach, da wird mir grad Warm um`s Herz 🙂
    Es ist dringend Nötig, dass alle Ausgegränzten, wie Obdach und Mittellose, aus dem Herzen unterstützt, denn keiner Weiss, „Wen“ er da bedient.

    Was von Herzen kommt, kommt X-Fach zu einem zurück 😉 Na ja, anders rum, ist es halt auch so.
    Ich wünsche mir, dass viele Geschäfte, Restaurants, Kaffee`s, usw., sich das als Vorbild nehmen 🙂
    Es reicht nicht aus Gutmenschentum zu Handeln, nein aus dem Herzen soll es kommen, dann ist es richtig 🙂

    Gefällt 2 Personen

  5. Arno Energieheiler sagt:

    Das mit den aufgeschobenen Kaffee ist wirklich gut habe davon noch nichts gehört , werde mal in ein Cafe nachfragen ob sie auch so was machen , dann werde ich mal aufgeschobenen Kaffee bezahlen , wenn sie das auch machen —

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  6. *MR* sagt:

    *Weih-Nachts-Augen*
    16.12.2013

    Ein Mann und eine Frau trennten sich vor einem in Tannen-Grün mit Glitzer-Lichter-Glanz und Satt-Rot vor-weihnachtlich geschmückten Einkaufs-Laden. Eine müde Kauf-Erwartung hing lose hinter der Eingangs-Tür. Irgendwo spielte Musik. Die Frau wollte in dem Laden nach einer Flasche Martini kucken, der Mann nach einer „ordentlichen“ Schweins-Haxe bei dem Grill-Wagen vor dem Geschäft auf dem Parkplatz. Nach einer Weile kam die Frau mit leeren Händen wieder aus der Tür, der Mann dagegen schwenkte fröhlich eine gefüllte Tüte.

    Die Frau nahm ihren Ruck-Sack ab, bückte sich und verstaute das kostbare Gut in seinem Inneren. Dankbar strich ihre Hand über seinen Griff und seine Seiten. Was hatte er nicht schon alles getragen !
    Wie oft hatte sie ihn schon geflickt und er „hielt“ doch immer noch ! Treues Teil !

    Im Hinter-Grund spielte immer noch Musik, ein altes Rock-Lied.
    Im Auf-Richten fiel ihr Blick auf eine zusammen-gekauerte Gestalt hinter den in-einander geschobenen an-geketteten Einkaufs-Wagen. Zwischen den abgestellten Fahr-rädern ein grauer Kleidungs-Haufen (?) in einer geschützten dunklen Ecke. HIER spielte die Musik !
    Sie kam aus einem winzig-kleinen blinkenden Radio-Würfel.
    Die Frau hörte eine Weile zu. Die Flasche neben der Gestalt auf dem Boden war leer. Sie lag auf dem Boden und zeigte Wort-los auf den Mann .
    Die Frau ging zu dem Mann hin und bückte sich. Sie sagte leise : „Hallo !“
    Der Mann bewegte sich nach einer Weile und versuchte zu erkennen, was das da war, das „Hallo!“ sagte.
    „Kann ich Ihnen helfen ?“, fragte die Frau .
    „Tschuldigung … bin völlig voll …“ antwortete der Mann leise.
    „Das macht doch nichts. Ist schon ok !“ hörte er dann die Frau vor sich sagen. Noch einmal kam das
    „Können wir Ihnen helfen ?“
    Die Frau hatte in einiger Entfernung hinter sich ihren Mann ent-deckt und sein zustimmendes Nicken wahr-genommen.
    „Wer seid ihr ? – kommt ihr von einer sozialen Orgianisation ?“
    Puuuuhhh … war das ein schwieriges Wort !
    „Nein. Wir sind einfach nur Menschen mit einem lebendigen Herzen.“
    „Können wir Ihnen helfen ?“
    Leise und langsam kam die Antwort:
    „Tschuldigung, bin so besoff… Habe solchen Hunger, aber leider nicht genug Geld für eine Portion Pommes.“

    Die Frau nahm ihren Ruck-Sack auf den Rücken und ging zu dem Grill-Stand, kaufte ein halbes Hähnchen und eine Portion Pommes. „Und noch eine Flasche Apfel-Schorle, aber bitte nicht so kalt !“ 🙂
    Vorsichtig stellte sie die Tüte neben den Mann auf den Boden. Die Musik hatte aufgehört, der Akku war wohl leer …
    „Tschuldigung, aber ich bin doch völlig besoffen…“ seine Hand versuchte die Strähnen aus der Stirn zu streichen. Seine Finger waren verkrüppelt. Langsam kam er wieder etwas zu sich. „Wer seid ihr ?“ fragte er immer wieder.
    „Menschen mit einem Herzen.“ kam zurück. „Mehr nicht.“
    „Aber mit einem Herzen an der richtigen Stelle!“
    und ein leiser „*GOTT*-behüte-Dich !“-Wunsch wehte zu ihm hinüber.

    Seine verkrüppelte Hand versucht noch einmal für bessere Sicht zu sorgen. „Wer seid ihr ?“ Er tastete – die Flasche klirrte – nach der Tüte … tatsächlich, sie war da. Erstaunen zeichnete sich in seinen Augen ab.
    Ein Abend-Brot für heute Abend ! Die Ziel-losigkeit verschwand aus seiner Haltung.
    Un-gläubiges Staunen lag in seinen Augen als er die Frau ansah.
    “Wer seid ihr ?“
    Aber dann zurück zu der Tüte.

    Die Frau hatte sich wieder aufgerichtet und dann gingen die beiden fort. Sie drehte sich noch einmal um und sie sagte leise : „JaH ! *GOTT* behüte Dich und uns auch !“ und sie dachte daran, wie oft sie selber schon diesen Großen Schutz erlebt hatte …
    Stumm gingen die beiden neben einander her. Der Mann bot seiner Frau seinen Arm und sie hängte sich dankbar ein. Sie drückte seinen Arm zärtlich. Ihre Augen begegneten sich dabei. Worte waren nicht nötig, wie so oft.
    „Was haben wir es gut !“

    Im Herzen und in den Augen der Frau leuchteten plötzlich Weih-Nachts-Funken auf, wenn sie an das ungläubige Staunen in den Augen des Mannes in der Kälte auf dem Boden dachte und die bejahende Botschaft in den Augen ihres eigenen Mannes hinter sich noch einmal in Gedanken wahr-nahm.
    Und ein leises Funkel-buntes *Danke !* schwang durch ihren Ge(H)-Danken-Raum,
    schöner als der aller-schönste Weih-Nachts-‚Traum.
    *DANKE!*

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