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Bifurkacione 4 – Und wir?

Wir hatten in Bifurkacione (1) und Bifurkacione (2) am Beispiel der russischen „Mittleren Verwaltungs-Schicht“ ausführlich jene Mechanismen betrachtet, die das alte System stabilisieren und so über den Bifurkations­punkt hinaus in Richtung des Erhalts der überlebten Strukturen schieben wollen.
Dann hatten wir in Bifurkatz 3 – Wer braucht noch Dollars den Finanzaspekt beleuchtet.
Ergänzend dazu nun einige Gedanken zu unserem hiesigen Leben.
Luckyhans, 20. Oktober – 12. November 2018
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Jeder von uns ist irgendwie gezwungen, seine (ureigenen) Kompromisse mit dem heutigen Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem zu schließen.
Denn kaum einer ist heute wirklich in der Lage, sein Leben vollständig autark zu gestalten.
Solch eine alleinige Autarkie ist auch gar nicht menschengemäß, denn der Mensch ist ein geselliges Wesen und kann ohne eine Gemeinschaft nur schwerlich ein vollwertiges Leben führen.

Nun ist es für jeden in einer Umbruchzeit DIE entscheidende Frage: wie gehe ich mit meinen Kompromissen um?

Halte ich sie stabil oder versuche ich, meine Position weiter in Richtung Eigenständigkeit und Selbstbestimmung zu verbessern?

Daß das System von seiner Seite Druck macht, den Menschen weiter in seinen (vor allem wirtschaftlichen und „rechtlichen“) Zwängen zu halten, ist klar.
Logisch auch, daß in einer Umbruchzeit die Möglichkeiten des Systems immer mehr zerfallen und eingeschränkt werden, weil immer mehr Menschen ins Nachdenken kommen und die bisher weitgehend „klaglos“ akzeptierten Zwangs-Mechanismen, wie „Steuern“, „Person“, „Recht“ usw., in Frage stellen.

Was ist also sinnvollerweise zu tun?

Nun werden uns ja von verschiedenen Seiten immer wieder Handlungsweisen empfohlen, die darauf hinauslaufen, daß wir uns nicht von den Ereignissen treiben lassen sollen, sondern unser Leben selbst in die Hand nehmen.

Dazu wird jedem von uns – auch aus Gründen der eigenen Gesunderhaltung oder -werdung – immer wieder nahegelegt, daß er sich gefühlsmäßig nicht allzu tief in die vorwiegend negativ berichteten Erscheinungen unserer Zeit „hineinbegeben“ soll.

Damit ist gewiß nicht eine egozentrische Haltung gemeint, wie „geht mich alles nix an“. Denn alles, was uns im Leben begegnet, will uns etwas sagen, uns auf etwas hinweisen.
Wie komme ich also zu einer einigermaßen richtigen Bewertung der Ereignisse, und folglich in mein Gleichgewicht, wenn es um mich herum immer „stürmischer“ wird?

grafik4

Zuallererst ist angeraten, meine informative Selbstbestimmung herzustellen.
Was ist damit gemeint?

Das bedeutet, daß ich selbst bestimme, was ich an Informationen an mich heranlasse und was nicht.
Und da sind als erstes jene „Quellen“ konsequent auszuschalten, die anstelle von Informationen vor allem Interpretationen, Meinungen, Wertungen und Manipulationen aussenden.
Also:
+ Fernseher aus – und aus lassen.
Auch fast alle Filme – vor allem Hollyschutt – transportieren vor allem die Ideologie der Superreichen in dieser oder jener Form – und da gibt es kaum Ausnahmen.

+ Radio-“Nachrichten“ ausmachen.
Aber: Musik wirkt auch auf meine Psyche – klassische Musik aufbauend, dagegen fast alle modernen Arten der Lärmerzeugung zerstörend.
Und auch die Liedtexte der schönsten sanften Oldies transportieren vor allem ganz bestimmte Ideologien… das Unterbewußtsein hört immer zu, die Ohren kann man nicht einfach „schließen“.

+ „Einkaufsradio“ im Supermarkt ganz bewußt „auf Durchgang schalten“: links rein, rechts wieder raus, und nichts aufnehmen – Befehl an das Unterbewußtsein: „ich höre jetzt einfach nichts“;
ggf. kann man, wenn die Beschallung sehr laut ist, sich bei der Marktleitung auch mal beschweren: es verursache leicht Kopfschmerzen, wenn da ständig so laut gedröhnt wird, ob es nicht auch ein bißchen leiser ginge…

+ Weltnetz: E-Post-„Startseiten“ mit Werbung und aufgezwungener „Information“ aussortieren; es gibt auch E-Postfächer, die ohne dies auskommen, für nur 1 Euro im Monat (z.B. posteo.de) – das sollte mir doch die Ruhe beim Start ins Netz wert sein.
Oder, bei kostenlosen E-Postfächern, ganz zielgerichtet die Werbung und Info auf der „Startseite“ ignorieren (was nicht immer einfach ist, aber „antrainiert“ werden kann).

+ Weltnetz-Info-Suche: unbedingt anonymisierende Startseiten für die Info-Suche benutzen – der allgegenwärtige Gockel bekommt eh genug Informationen über mich; und:
ich bestimme selbst, welche Informationen ich haben will und was mich interessiert, ich selbst und niemand anderes.

Ich bin dabei, mir anzugewöhnen, Vertrauen zum „Schicksal“ zu haben: alles an Information, was mich wirklich betrifft, wird seinen Weg zu mir finden.

Und alles an Information, was diesen Weg zu mir gefunden hat, ist dann von mir auch wahrzunehmen und zu betrachten.
Also darauf zu prüfen und „abzuklopfen“, was es mir sagen will.

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Ich darf daher nicht in Unaufmerksamkeit oder gar Ignoranz abgleiten – dann wird sich das „Schicksal“ immer nachdrücklicher bei mir melden.
Im übertragenen Sinne: dem „netten Hinweis“ folgt meist der „Anschnauzer“, dann der erste „Schubser“, dann eine kräftige „Watschn“, und schließlich, wenn ich immernoch nicht reagiere, der „Schicksalsschlag“…

Je offener und auf-merk-samer ich bin, desto leichter werde ich mit dem Leben und seinen wahren Anforderungen zurechtkommen.
Aber dazu muß ich aus der allgegenwärtigen Info-Flut ein Info-Rinnsal machen, dem ich zeitlich auch zu folgen in der Lage bin…

Und dann hört ganz plötzlich auch diese ständige Neigung zu Niedergeschlagenheit und Depression auf, die mich sonst täglich mit den vielen negativen „Meldungen“ heimsucht, welche nur dazu ausgesucht werden, um mich runterzuziehen und aus meinem Gleichgewicht zu bringen.
Ich will in meiner Mitte sein – das ist eine Grundvoraussetzung für ein anständiges Leben.
Und dafür muß ich etwas tun…

Diese Herangehensweise an meine informative Selbstbestimmung erlaubt es mir dann auch, mein Mitgefühl und meine helfenden Aktivitäten auf jene Taten zu konzen­trieren, wo ich wirklich einem konkreten Menschen etwas Gutes tun kann.
Also weder auf die alljährlichen Spendenaufrufe „zum Fest“ hereinzufallen, noch auf die anderen „Sammlungsbewegungen“, oder jene „Mitleids-Trittbrettfahrer“, die im Weltnetz teilweise real existierende kranke Kinder mißbrauchen, um auch dann noch Spendengelder einzuheimsen, wenn diesen konkreten Kindern schon längst geholfen wurde…

Hilfe wirkt immer nur, wenn sie konkret angebracht wird.
So begleite ich mein Zwei-Euro-Stück, das ich ab und an einem Obdachlosen schenke, mit einer netten Unterhaltung, wo ich frage, wie es ihm geht und was er so macht, und ich höre ihm einfach ein paar Minuten zu (ohne ihn zu belehren); oder ich spendiere ihm gleich einen Döner für 3,50 – aber ich weiß dann, daß er damit wieder ein paar Stunden etwas Warmes im Bauch hat (statt Alkohol und Zigaretten zu kaufen).

Besser noch, wenn die Hilfe vor allem Hilfe zur Selbsthilfe ist. Was nicht immer einfach zu bewerkstelligen ist.
Aber oft ist es für Menschen in schwierigen Situationen einfach wichtig, daß sie ernstgenommen und nicht ausgegrenzt werden, daß man ihnen mit Interesse und Verständnis begegnet und sich nicht „schämt“, in der Öffentlichkeit mit „so einem“ zu reden.
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Ein wenig menschliche Wärme kann auf so viele Weise transportiert werden, und sie muß nicht immer mit Geld oder materiellen Geschenken verbunden sein… vor allem, wenn man selbst nicht unbedingt üppig ausgestattet ist.
Aber den meisten Menschen hierzulande geht es immernoch viel besser als dem Durchschnitt der Bevölkerung in vielen Ländern dieser Erde.
Und daher ist „mit anderen teilen“ immernoch der beste Weg, für einen Ausgleich zu sorgen, den das jetzige System nicht leisten kann und will.

Denn letztlich sind wir alle miteinander verbunden und gehören derselben menschlichen Gemeinschaft an.
Und wir haben nur diesen einen Planeten, auf dem wir unsere aktuelle Lerneinheit absolvieren… schon allein deshalb müßte jeder, der das oft wiederholte neoliberale Mantrum vom „notwendigen Wachstum“ hört, jedesmal laut anfangen zu lachen…
Wie auch das Mantrum von den „Arbeitsplätzen“, die eben „leider“ manchmal nur mit Waffenproduktion und deren Export „gesichert“ werden können, viel öfter Fragen und Widerspruch aufwerfen sollte…

Viele haben sich damals darüber mokiert, daß der „real existierende Sozialismus“ eine weitgehende relative „Gleichmachung“ in den „Reichtumsverhältnissen“ zum Ziel hatte, zumindest angestrebt hat.
grafik5 oben: Sozialismus, unten: Kapitalismus – Diese Gleichmacherei im Sozialismus ist sehr sehr schlecht!

Daß dabei für die meisten nur ein relativ niedriges Niveau an Geldreichtum herauskam, war vor allem durch die Gier der gar nicht wenigen PrivileGIERten bedingt.
Und durch die Ungeduld vieler, auf den gemeinsam zu erarbeitenden Wohlstand ein paar Jahre geduldig zu warten.
Überhaupt ist es ein Kennzeichen aller Ausbeutungs“ordnungen“, daß den Massen in einer mehr oder weniger fernen Zukunft dann mehr Wohlstand versprochen wird, wenn sie immer nur recht fleißig tätig seien.
So hat China unlängst für 2030 eine „Gesellschaft mittleren Wohlstands“ und für 2050 „Reichtum für alle“ als offizielle Staatsziele verkündet…

Aber kommen wir zurück zum Thema.
Wenn ich meine informative Selbstbestimmung wiedererlangt habe, bin ich in der Lage, meine jetzige Position oder Rolle im Prozeß der Entwicklung der Gemeinschaft zu bestimmen, und kann daraus für mich ableiten, wie und wohin die nächsten Schritte zu lenken sind.
Das geschieht ständig „automatisch“ durch mein sog. Unterbewußtsein. Ich kann es mir aber bewußt machen, indem ich nach-denke. Also das nach-vollziehe, was mein Unterbewußtsein schon „voraus-gedacht“ hat.

Diese Überlegungen darüber, was tatsächlich um mich herum geschieht, und zwar nicht nur auf der Bühne und mit viel Geschrei und Farbenspiel („Politik“, Profi“sport“, Medien-“Ereignisse“ usw.), sondern auch hinter den Kulissen sowie hinter den Vorhängen, vor denen sich das alles abspielt – diese Einsicht in die Wirklichkeit ist enorm wichtig.
Denn sie bestimmt, wie ich mich selbst sehe und welche Möglichkeiten für mein Handeln sich daraus ergeben.

Wenn ich also mich in einer ausschließlich materiellen Welt sehe, die von einer technisch orientierten „Zivilisation“ beherrscht wird, dann kann es sein, daß ich die Märchen von technologischen Entwicklungsstufen glaube und in Künstlicher Intelligenz, Gentechnologie, industrieller Nahrungsmittelproduktion, 3D-Druck und vielen anderen „Segnungen“ die entscheidenden Bereiche sehe, in denen für meine Zukunft wichtige Prozesse vor sich gehen.

Hab ich dagegen erkannt, daß die grobstoffliche Welt nur ein Aspekt der Wirklichkeit ist und sowohl feinstofflich als auch geistig weitere Welten existieren, in die ich – wie alle anderen lebenden Wesen – eingebunden bin, dann könnte mir auffallen, daß die heutige „Syphilisation“ sich längst in eine Richtung bewegt, die mit den anderen Welten kollidiert.
Ich könnte zu der Einsicht gelangen, daß chemisch verseuchte Magenfüllmittel, wie sie uns fast überall – zum Nutzen und Profit der ganz wenigen – offeriert werden, mit Lebensmitteln nichts mehr zu tun haben.
Daß nicht nur Pestizide und andere synthetische Chemikalien, sondern auch künstlich hergestellte Düngemittel ein völlig unnatürliches Produkt sind, und daß die daraus resultierenden „konventionellen“ Nahrungsmittel weder meinen physischen Leib, aber niemals meinen feinstofflichen und Geistkörper nähren können.

Ich hätte eine Chance zu begreifen, daß die Menschheit seit langem in einer völlig abwegigen Richtung unterwegs ist, die ins Nichts führt, weil alles immer künstlicher wird – und damit immer aufwendiger zu erhalten ist.
Abwegig auch deshalb, weil ich – ungeachtet aller anderslautenden Beteuerungen von Religionen und Ideologien – eben zwar ein wichtiger, aber nur ein Teil der Natur bin, wie alle anderen Wesen auch.
Und daraus folgt, daß ich mich in die Natur einzuordnen habe.
All das Gerede von der Beherrschung der Natur oder der Krone der Schöpfung ist völlig abwegig – allein schon der jetzige total verantwortungslose Umgang mit der Natur beweist das.

Und dann wären mir auch die bei aufmerksamer Beobachtung durchaus augenfälligen Degenerationsprozesse erkennbar, die mich allerorten umgeben. Und zwar nicht nur in der „Technologie“, wo seit den 60er Jahren keine wesentlichen, das Leben vieler Menschen verbessernden Erfindungen und Fortschritte mehr gemacht wurden.

Zum Beispiel die Biotechnologie ist auch nichts weiter als die industrialisierte Fortsetzung von längst bekannten Methoden der Selektion und des Umgangs mit Pflanzen.
Während die Gentechnik in Bereiche eingreift, die technisch völlig unzureichend beherrscht werden, und mehr einem brutalen Stochern im Nebel gleicht.
Ganz abgesehen von den Folgen der ethisch sehr bedenklichen Eingriffe, die völlig unmenschlich gehandhabt werden: wer weiß denn, wieviele geklonte Menschen schon „beseitigt“ wurden, weil sie „nicht lebensfähig“ waren oder plötzlich anders „funktionierten“ als beabsichtigt?
Es genügt eben nicht, einen „funktionierenden“ physischen Leib zu erschaffen, wenn keine Geistseele darin wohnt.

Genauso könnte ich den kulturellen Niedergang beschreiben, der seinen deutlichsten Ausdruck im Bologna-Bildungssystem findet: die Masse wird zu funktionierenden Verbrauchern und Arbeitssklaven getrimmt, egal ob nun mit „Hoch-Schul“-Abschluß oder ohne, während einige Tausend „Auserwählte“ aus den Blutlinien der sich elitär dünkenden den Zugang zu genau dem Wissen bekommen, der – nach Meinung der wahrhaft Mächtigen – für ihr Funktionieren als „Träger des Fortschritts“ erforderlich ist…

verbraucher

Leicht kann ich dann die Aussichtslosigkeit dieser Bewegungsrichtung erkennen, in der sich die Menschheit gegenwärtig unterwegs ist.
Denn die Degeneration der Massen führt zwangsläufig auch zur Degeneration der sog. Eliten: dem Einfluß der morphischen Felder kann sich niemand entziehen, und wenn 99,99% der (wahrscheinlich nur einen) Milliarde Planetenbewohner immer „dümmer“ werden, dann wird das für die restlichen 0,01% ganz gewiß nicht ohne Folgen bleiben…

Und diese Erkenntnisse bestimmen dann mein Handeln. Mir wird klar, daß ich nur im Einklang mit der Natur leben kann.

Daß ich allein nur mich selbst verändern kann – und dies auch tun muß, d.h. meine Prägungen, Konditionierungen, Vorbehalte, Vorurteile usw., welche mir die bisherige Gesellenschaft aufgenötigt hat, muß ich aufarbeiten und loslassen, ganz praktisch, im täglichen Leben.

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Daß ich nur gemeinsam mit allen anderen für Veränderung sorgen kann.
Daß ich also mein Wissen und Können frei an möglichst viele Menschen und möglichst vollständig weitergeben sollte.

Daß ich jeden anderen Menschen und jedes andere Wesen in seiner jetzigen Erscheinung zu respektieren habe…

härbst7

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