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Die Qualle tät ins Auge fallen

Es kommt manchmal vor, daß man im Vorbeigehen aus dem Gespräch anderer Leute einen Satz oder Satzfetzen aufschnappt, der einem dann nicht mehr aus dem Kopf geht. Dann fragt man sich: hab ich das richtig verstanden?
Und: wovon reden die Leute da?
Leider gibt es selten die Möglichkeit, sich zu den Leuten hinzu zu gesellen, um Klarheit über „seinen“ Satz zu erhalten…
Luckyhans, 9. März 0006
————————————–

Die Qualle tät ins Auge fallen…“

In diesem Falle, also nach dem Hören dieses Satzes, der am Nebentisch gesprochen worden war, blieb mir nichts weiter übrig, als der Sache nachzugehen. Denn ich war förmlich elektrisiert, so daß ich in der Folgezeit der Unterhaltung an unserem Tisch nicht mehr aufmerksam folgen konnte.
Wovon redete man da am Nebentisch? Die Herren, die da saßen, sahen aus wie ganz normale wohlsituierte Bildungsbürger…

Also machte ich „lange Ohren“, und bald wurde mir klar, daß ich etwas in Gesagtes hineininterpretiert hatte, was weder gesagt, noch gemeint gewesen war.
Eigentlich ein „ganz normaler“ Vorgang in unserem täglichen Leben… 😉

Natürlich ging es nicht um Meeresgetier, das durch die Luft geworfen wird, oder ähnliches – die seriösen Herren sprachen über … Qualität!
Der Satzfetzen lautete also richtig: ‚… daß die Qualität ins Auge falle…‚, und zwar, wie sich später ergab, bei bestimmten Handwerksleistungen.

Da mich das Thema Qualität arbeitsmäßig einige Jahre beschäftigt hatte, in denen ich diverse DIN- und später ISO-Normen in kleinen und großen Unternehmen bearbeitet hatte, fragte ich, nachdem unser Kreis sich aufgelöst hatte, höflich die Nachbarn, ob ich mich zu ihnen setzen dürfte. Was mir gewährt wurde.
Und so wurde ich Zeuge einer angeregten Diskussion über das, was uns in den letzten vielleicht 25 Jahren langsam, aber stetig abhanden gekommen ist…

Man fragt sich natürlich, warum über ein so wichtiges, aber doch eigentlich selbstverständliches Thema lange diskutiert werden kann oder muß.

Von qualitativ hochwertigen Waren und Dienstleistungen hat doch ein jeder nur Vorteile. Sollte man meinen.

Der Hersteller oder Dienstleister insofern, als daß er keine Sorgen mit Reklamationen, Gewährleistung und verärgerten Kunden hat.
Der Lieferant dahingehend, daß seine Dienstleistung gern angenommen wird, weil man gern mit zufriedenen Menschen zu tun hat.
Und der Anwender oder Kunde sowieso, weil er eine Ware oder Leistung erhält, deren Funktion und Ausführung ihm lange Zeit Freude bereitet.
Wo soll da ein Problem sein?

Wie meistens, steckt der Teufel nicht im Detail, sondern im System.
Das gegenwärtige Wirtschaftssystem „verlangt“ – wie wir hier schon mehrfach nachgewiesen haben – ständiges Wachstum, weil anders der Zinshunger der parasitären Finanzbranche nicht befriedigt werden kann.
Wobei auf einem begrenzten Planeten dies – aus ganz prizipiellen Erwägungen heraus – langfristig völlig unmöglich ist.

Dieser Wachstumszwang führt nun ganz gesetzmäßig dazu, daß fast jeder in der oben genannten Kette nur noch an Menge interessiert ist:
Der Hersteller damit derselbe Kunde in möglichst baldiger Zeit wieder dieselbe Ware kaufen muß – die gängige Marketing-Leere lehrt ja, daß eine Bestandskunde 10fach billiger ist als ein Neukunde.
Der Lieferant damit er immer wieder Transportleistungen erbringen kann und „sein“ Wachstum dadurch „stimmt“.
Und der Kunde – ja, das sind meistens du und ich. Jeder von uns ist vielfach täglich vor allem Kunde.

Aber wir wollen nicht ständig neue Waren kaufen, zumindest solange wir noch ein wenig Verstand unser eigen nennen. Denn mit dem Hype nach dem jeweils Neuesten werden wir regelrecht gezwungen, unser Einkommen ständig zu „optimieren“, d.h. ebenfalls nach „MEHR“ zu streben – und uns damit in den genannten Systemfehler einzubringen.

Denn das Ergebnis ist ein Leben in einem immer schneller rotierenden Hamsterrad.

Und wir sind die einzigen, die das ganze „Wachstum“ überall bezahlen müssen – einschließlich der miesen Qualität der Waren und Dienstleistungen.

Inzwischen ist dieser Systemfehler schon soweit ausgeartet, daß in die Produkte ein „Verfallsdatum“ hineinkonstruiert wird.
Das nennt sich dann hochwissenschaftlich „geplante Obsoleszenz“, was nichts anderes bedeutet, als daß das Produkt nach einer geplanten Zeit obsolet (veraltet, überflüssig) wird, also (nach der schiefen Logik dieses Systems) ersetzt werden muß.

So wird bei der Konstruktion – dank modernster computergestützter Programm ja seit Jahren schon problemlos möglich – eine „natürliche Alterung“ gleich eingebaut:
sei es als gezielt geschwächte Struktur, sei es als ein gezielt verwendetes billiges Bauteil, das sehr schnell altert und dann ausfällt, sei es als gezielte geringfügige Überlastung bestimmter Baugruppen, so daß sie nach einer definierten Zeit sicher ausfallen.

Und damit keiner auf die Idee kommen kann, das Gerät ressourcenschonend reparieren zu lassen, werden die Geräte von Anfang an so konstruiert, daß eine Reparatur extrem aufwendig wird, weil man erst das halbe Gerät auseinandernehmen muß, um an die gezielt ausfallenden Bauteile heranzukommen.
Oder es werden (eigentlich unnötigerweise!) gleich ganze Baugruppen so gefertigt, daß man sie nur noch komplett austauschen kann – das defekte Teil kostet dann „Pfennige“, die Baugruppe dagegen viele Euronen.

Das sind die Tricks, die uns als Kunden vielfach täglich ständig wieder Geld kosten, die wir als Produzenten oder Lieferanten jedoch während unserer Arbeitszeit brav mitmachen, getreu dem verlogenen Prinzip „wenn es dem Unternehmen gut geht, geht es auch mir gut“.
Kurzsichtiger geht es wohl kaum.

Nun wird „natürlich“ behauptet, daß ein reparaturfreundliches Design der Produkte mehr Geld kosten würde, was kein Kunde bereit wäre zu bezahlen.
Und da ja alle im so fürchterlich harten Wettbewerb stehen, könne man sich das nicht leisten – sonst wären ja die Arbeitsplätze in Gefahr (welch niedliche kleine Erpressung).
Mehr als drei Lügen hintereinander.

a) Ich kenne keinen Menschen, der nicht bereit wäre, für eine garantierte bessere Qualität (bitte nicht mit „Marke“ verwechseln – das hat schon seit vielen Jahren nichts mehr miteinander zu tun – die „Markenprodukte“ kommen fast alle aus derselben asiatischen Fabrik wie die „no names“) auch etwas mehr Geld zu bezahlen.

b) Zumal dank computergestütztem Design das entwicklungsseitig entsprechend „durchgestylte“ Qualitäts-Produkt in der Serie nur wenige Promille, also ZEHNTEL PROZENT, teurer wäre – ein Preisaufschlag, den man im Handel, also beim Endverbraucher, schon gar nicht mehr bemerken würde!

c) Und was den „beinharten Wettbewerb“ betrifft, so schaue man sich doch bitte aufmerksam die Profite der Großunternehmen an, die seit vielen Jahren nur noch absahnen, und zwar in Größenordnungen.
Und das trotz stetig sinkender Manager-Qualität.
Und im Vergleich dazu den seit 1990 hierzulande praktisch durchgesetzten Reallohn-Stop, der neben der Robotisierung für die steigenden Profite sorgt.
Wo soll da Wettbewerb sein?

Es könnten also auch bei industrieller Fertigungsweise durchaus und massenhaft qualitativ hochwertige, langlebige und reparaturfreundliche Produkte und Dienstleistungen angeboten werden!

Denn Qualität kann nur produziert werden, sie kann nicht hinterher in das Produkt „hineingeprüft“ werden, und dies muß über den gesamten Fertigungsprozeß erfolgen.
Diese Feststellung schlägt sich schon lange in den verschiedenen ISO-Systemen, egal ob 9001 oder 14000 oder die Automobil-Normen, nieder.

Warum gelingt es aber nicht, tatsächlich die vom Kunden „erwünschte“ Qualität auch tatsächlich zu produzieren?
Denn wenn auch nur eines der genannten QS-Systeme richtig funktionieren würde, dann bräuchte man doch nicht alle paar Jahre wieder eine Überarbeitung oder etwas Neues…

Ja, warum wohl?

Vor allem weil ein jeder von uns als Kunde dieses ganze System akzeptiert.
Was gar nicht nötig ist.

Denn:
Wir können mit unseren Kaufentscheidungen das System beeinflussen.

Dazu ist es lediglich erforderlich, seinen Kopf ein wenig zu benutzen und erstens nur Waren zu kaufen, die wirklich gut für uns sind.
Also ohne Chemie, Süßstoffe, Konservierungsstoffe, Transfette, Geschmacksverstärker usw. usf. – laßt doch den ganzen ungesunden Schrott endlich in den Regalen liegen – was meint ihr, wie schnell sich da was verändern wird?
Wenn ihr das Zeug weiterhin kauft, wird sich nichts ändern!

Und zweitens qualitativ hochwertige und reparaturfreundliche Waren einzufordern.
Freilich muß man dazu seine natürliche (?) Trägheit überwinden und mal im Supermarkt mit dem Marktleiter reden, und mal dem Chef des Handelsunternehmens ein email schreiben, und mal sich bei den Produzenten beschweren über die „geplante Obsoleszenz“.
Und die sog. Verbraucher-Organisationen (vor Jahren nannten sie sich noch Verbraucher-Schutz-Organisationen) wieder in Anspruch nehmen, auf daß sie sich auch wirklich für die Interessen ihrer Klientel – sprich für Qualität der Produkte und Dienstleistungen – einsetzen.

Wenn keiner dies wirklich tut, dann KANN SICH AUCH NICHTS ÄNDERN!

Wir haben es selbst in der Hand!

Bewegen wir endlich unseren Kopf und unsere Hände – ein jeder jeden Tag ein bißchen!

Veränderung ist möglich – auch im jetzigen System: wenn wir uns endlich bewegen!

Damit die Qualle auch wirklich ins Auge fallen tät…


11 Kommentare

  1. Texmex sagt:

    Ein netter Aufruf, der ungehört verhallten wird, @Lh
    Natürlich hast Du recht mit der Beschreibung im Artikel.
    Aber Werbung ist stärker. Oder?
    Denn der oben abgerissene Prozess begegnete mir Mitte der 90er, die tolle Firma Mackiemesser oder so ähnlich fiel damals mit geschniegelten Beraterchen ein.
    Ich arbeitete bei einem größeren Autozulieferer und war für die Validierung von Zubehörteilen zuständig.
    Ein Kolbenbolzen sollte abgespeckt werden. Ich fragte mich ernsthaft und besorgt „wo“?
    Die bestanden drauf.
    Gleichzeitig boten sie uns an, uns abfinden zu lassen.
    Ich habe dankend angenommen und mir fast 5 schöne Jahre in Brasilien gemacht.
    Habe davon keinen Neuwagen gekauft. Auch später nie wieder.
    Nochmals “ Danke“ den Beratern, sie haben mir einen richtigen DENKAnstoss verpasst.

    Gefällt 1 Person

  2. luckyhans sagt:

    zu Texmex 10/03/2018 um 04:30
    Es macht wirklich große Freude, Artikel zu schreiben, wo dann gleich als erstes ein Kommentar kommt, daß das Gesagte sinnlos gesagt wurde. Danke.

    Und das Berater-Unwesen ist der letzte Versuch der unfähigen Manager, jemandem anderen die „Schuld“ für „dringend notwendige Kürzungsmaßnahmen“ zuzuschieben – alles längst bekannt… das geht da nach Handbuch, nicht nach Sinn und Verstand. 😉
    Aber wie du siehst, hat auch jedes Schlechte sein Gutes… (russisches Sprichwort)

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  3. Luxus Lazarz sagt:

    Lieber Luckyhans,

    Dankeschön für deine Worte, die mich dazu bewegten, ein bisschen weiter zu denken.

    Wenn ich in einer Spiegelwelt, vielmehr in einem Spiegeluniversum lebe, wie zwei Artikel zuvor dem Leser dieses Website hier heute nahe gebracht wurde, können doch Aufrufe in die Welt, also den Raum der Reflexion meiner inneren Realität, lediglich Spiegelreflexe und Schalleffekte bewirken. Denn dort kann ich letztendlich nur jene Qualitäten in den Menschen und Dingen sehen, die ich diesen innerlich zubillige, also in mir vorpräge im Hirnproduktions- und Vermutungsraum, beziehungsweise, die ich in mir selbst trage.

    Darüber hinaus könnte man es sogar derart verstehen, dass die Qualität einer großen Anzahl von Produkten eben der Qualität der Menschen entspricht, die diese bedenkenlos kaufen und in sich hineinschieben. Wobei ich selbstverständlich hier nicht den Wert des Einzelnen infrage stelle, sondern vielmehr auf die kunstvoll gestalteten Oberflächen von oft grenzwertigen Produkten aufmerksam mache und an die leichtgläubige Beschaffenheit mancher Wesen erinnere. Es gab Jahre in meinem Leben, da war ich diejenige, welche immer wieder auf Verpackungen herein fiel, jeden Unsinn glaubte und manchen Schwachsinn mit größer machte.

    Bedauerlicher ist es nun keine Komödie mehr, sondern meine geliebte Heimat, in der sich gruslige Dinge abspielen. Mit dem Geist der fühlbarsten Dichter und klarsten Denker aufgewachsen, bereitet mir der unsinnige Verfall des von Beginn an Geliebten und Wertgeschätzten, Übelkeit und tiefe Trauer. Doch irgendwie weiß ich auch in meinem Herzen, dass der Widerstand, der Ärger, der Zorn und gar die Wut der Fassungslosigkeit, überhaupt nichts an dem ändern können, was gerade ist. So wie ich keine Harmonie in der Beziehung haben kann, wenn sich innerlich etwas immer wieder gegen den Anderen wehrt. Da du ja auch das offensichtlich Tiefsinnige der Worte magst, schreib ich es mal so: Protest ist ein Pro für den Test.

    Ich empfinde die Zeitqualität als Hereinforderung des Einzelnen in die Wahrhaftigkeit. Denn stimmt die Sache mit dem Spiegelumfeld und dass ich dort lediglich mir selbst in anderer Form begegne, dann kann die Begegnung nur menschlich sein, wenn ich dies auch in mir bin. Meiner gedanklichen Vorprägung folgend, wird alles zu mir finden, was ich zuvor habe in mir geschöpft. Das betrifft dann dementsprechend und selbstverständlich, auch das qualitativ hochwertige Produkt. Denn das bin ja ebenfalls ich, also der Mensch, der wir alles sind, nur in anderer Form.

    Hier folgt noch ein Dankeschön, weil deinen qualitativ hochwertigen Beitrag, der mich radikal dazu gebracht hat, direkt hinzusehen. Laufen alle Fäden in mir zusammen, da ich, der Mensch, in meiner wahrhaften Welt den Brennpunkt bilde, ist dies wohl eine kaum zu überbietende Gerechtigkeit – was den wirksamen Einfluss des Menschen auf sein Leben anbelangt und darüber hinaus auch auf jenes, was ihn umgibt. Damit handelt es sich sozusagen um tatsächliches Neuland, und das ist wahrlich anregend. Ich geh schon mal vor.

    Freubare Grüße * Luxus

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  4. Angela sagt:

    @ Luxus

    Ein wirklich tiefsinniger Kommentar und ich stimme Dir voll und ganz zu. In unserer Reaktion auf die Außenwelt wird der jeweilige Bewusstseinszustand in aller Deutlichkeit gespiegelt. Und das gilt immer und überall. Was die Qualität der Produkte angeht, kann ich das aus eigener Erfahrung bestätigen. In einem Zustand der inneren Disharmonie begegneten mir sehr häufig defekte Geräte, verdorbene Lebensmittel und irgendwelche versteckte Mängel an gekauften Gegenständen.

    David Rotter hat bei http://www.sein.de einen erhellenden Artikel dazu geschrieben. Hier ein kleiner Auszug:

    „…

    Wenn ich eine Erkenntnis nennen müsste, die in meinen Augen den größten Nutzen auf dem spirituellen Weg hat, dann wäre es das Spiegelgesetz. Vielleicht braucht es sogar nicht viel mehr, um den eigenen Weg zu gehen.

    Es gibt derzeit viele Versionen des Spiegelgesetzes, von denen ich nicht allen zustimmen kann. Für mich sagt es Folgendes aus:
    „Alles, was in meinem Leben auftaucht, ist ein Spiegel meines Bewusstseins und zeigt mir mein eigenes Inneres…………..

    „…Wissen ist nicht gleich Erkenntnis und Realisation. Vom Spiegelgesetz zu wissen, bedeutet noch nichts, es ist weniger ein Konzept, als eine Art, dem Leben zu begegnen, jeden Tag, in jeder einzelnen Minute. Etwas, zu dem man mit der Zeit wird.

    Eine andere Sache, die ich beobachte, sind stark vereinfachende Vorstellungen über das Spiegelgesetz. Oft liest man so etwas wie: „Was immer du am anderen kritisierst, trägst du in deinem eigenen Inneren.“ Das zu glauben heißt in meinen Augen, das Spiegelgesetz gründlich missverstehen und auf einer mentalen Ebene stecken zu bleiben.
    Die Funktion des Spiegels ist es, Situationen zu kreieren, die bestimmte Gefühle in uns aktivieren, seien es Wunden, Anhaftungen oder blinde Flecken und das Bewusstsein auf diese Verzerrungen zu lenken. Es geht um ein Bewusstmachen und Erkunden dieser Bereiche in uns. Das heißt, es geht immer um das Gefühl, das eine Situation in uns auslöst, nicht um eine mentale Analyse der äußeren Umstände. Intellektuelle Erkenntnis findet als Beiprodukt und Ergebnis der Erkundung der Gefühle statt….“

    https://www.sein.de/das-
    spiegelgesetz/

    LG von A n g e l a

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  5. thom ram sagt:

    Sehr klarer Artikel, danke, Lücki.

    Ich erinnere an die Ursache dafür, dass die Produktionen ständig gesteigert werden, ja werden müssen, genauer, warum der Umsatz ständig gesteigert werden muss, und warum Firmen zwangsläufig Konkurrenten sind.

    Die alleinige Ursache ist das Zinssystem. Die den Kreditgebern zu bezahlenden Zinsen gibt es nicht, dieses Geld ist nicht kreiert worden. Die zurückzuzahlenden Zinsen müssen sich Kreditnehmer allesamt gegenseitig abluchsen. Dass das nicht aufgeht, leuchtet ein. Es ist ein teuflisches System.

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  6. thom ram sagt:

    Tex 04:30

    ***Ein netter Aufruf, der ungehört verhallten wird, @Lh***

    Mit dieser Einstellung begibst du dich ausserhalb der Kreise, welche bb schaffen wollen und werden, lieber Tex.

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  7. luckyhans sagt:

    Liebe Luxus L.,
    vielen Dank für deine Sichtweise.
    Daran, daß ich mich zum „Spiegel“-Thema nicht geäußert habe, erkennst du vielleicht, daß ich damit nicht konform gehe. Für mich ist das wieder ein neuer Seitenpfad, der wegführt vom Weg, der zu gehen ist.
    Ich halte von solchen verabsolutierten „Bildern“ nicht viel, wo Gleichnisse und Parallelen an den Haaren herbeigezogen werden, die in der natürlichen Wirklichkeit so kaum bestehen, vor allem wenn dann noch irgendwelche „Gesetze“ postuliert werden.
    Gesetze werden immer NUR DANN und dort benötigt, wo die natürliche Regelung der Vorgänge nicht mehr funktioniert.
    Was voraussetzt, daß jemand diese natürlichen Ausgleichsprozesse massiv gestört hat 😉

    Vielleicht nochmal mit anderen Worten, damit nicht gleich wieder ein Aufschrei losgeht:
    wenn wir von den jetzigen widerlichen Verhältnissen wegkommen wollen, dann helfen uns solche vertieften Darstellungen des IST-Zustandes, aber auch Analysen, die uns sagen, warum die Dinge so sind wie sie sind, nur bedingt weiter – sie dienen vor allem der Ursachenfindung.
    Wenn sie aber nur skizzieren und nicht Auswege aufzeigen, dann sind sie wenig hilfreich.
    Das meine ich.
    Wenn wir eine bessere Welt bauen wollen, und das muß, wie du richtig schreibst, zuallererst jeder in sich selbst tun, dann müssen wir weg von solchen untauglichen Bildern, die uns in den jetzigen Zusammenhängen festhalten.

    Wenn man die Spiegelei mal ausblendet, finde ich deine Wortmeldung sehr anregend, weil deine eigenen Gedanken ohne dies viel schöner sind.
    Und ich folge dir gern ins Neuland… 😉

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  8. Luxus Lazarz sagt:

    Lieber Luckyhans,

    ich freue mich über deine Antwort und gestehe ein, dass es stets meine Absicht ist – ganz leise zu schreiben. 🙂 Schreien bringt eh nur den weiter, der sich selbst zuhört. Bin ganz deiner Ansicht, dass aus allem stets ein Gesetz zu machen, nur tiefer in den Dschungel führt. In echt besehen, kommen wir ja als Gesetzlose in das Leben. Vielmehr noch – werden wir gesetzt. Nun geht wieder ein wenig die Poetin in mir auf Trebe, da die Vorstellung stillsinnig wirkt, dass jeder Mensch genau dort eingesetzt wird, wo er am Passendsten ist und sich einbringen kann, örtlich und zeitlich auf den Punkt gebracht.
    Wachsend erscheint mir allgemein die Idee vom Holographischen Universum am Einleuchtendsten. Denn nur diese erklärt aus meiner Sicht, wie es möglich sein kann, dass zum Beispiel vier Menschen in einem Büro sitzen und dennoch jeder in seiner eigenen Weltblase existiert. Oder auch warum ein Mensch dort grün sieht, wo ein Anderer rot oder blau wahrnimmt. Wenn es mich erheitert, innerlich anregt, den Humor in allem Ernst zu sehen, befähigt mich das in gewisser Weise weiterzuleben, in der sich verdunkelnden Welt, mit all der unglaublich schönen und liebenswerten Natur darin.

    Wie du dich für den Erhalt des unbeschwerten Lebens, mit allen Kräften einbringst, achte und wertschätze ich. Und dass du gern mit in Neuland wandelst, finde ich einfach nur wunderbar. Dankeschön für deine Gedanken, Beiträge und Antworten.

    Glück heil * Luxus

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  9. luckyhans sagt:

    zu Luxus Lasarz vor 1 Std.
    „die Idee vom Holographischen Universum“ –
    vielleicht gibt es auch eine einfachere, eher natürliche „Erklärung“ dessen, daß… ?
    Z.B. hier: https://bumibahagia.com/2015/10/08/meine-welt-ist-nicht-deine-welt/
    😉

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  10. Luxus Lazarz sagt:

    Lieber Luckyhans,

    Danke für den Hinweis. Die angebotene Erklärung empfinde ich gar nicht so natürlich, geschweige den einfacher. Sie bildet sich aus Wissen von Leuten, die unter anderem ebenfalls behaupten, dass ein Hund oder auch eine Katze mehr sehen können, als der Mensch. Eine von ungezählten Theorien, die in seltsamen Studien und Laboren bewiesen werden, die fern aller natürlichen Gegebenheiten arbeiten, um das unerschütterlich lebendige Wesen der Natur – in noch dazu meist toten Dingen – zu erforschen.

    Denk mal allein daran, wie die Sehschärfe des Menschen festgestellt wird. Total wissenschaftlich. Ich frage mich jedoch, auf welcher Grundlage das Sehvermögen eines Menschen daran festgemacht werden kann, bis zu welcher Größe er Buchstaben und Zahlen auf einer Tafel erkennt? Eventuell macht sich das Auge gar nicht erst die Mühe, diesen Quatsch zu wiederholen, doch dafür kann es unglaubliche Sehschärfe offenbaren, wenn man zum Beispiel einen grünen Grashüpfer am grünen Halm – in einer drei Meter entfernten Wiese entdeckt. Natürlich bevor dieser zirpt.

    Dankeschön, dass du mich daran erinnert hast. 🙂

    Frische Grüßlis * Luxus

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  11. Luxus Lazarz sagt:

    Liebe Angela,

    Dankeschön für den Hinweis auf den Artikel. Ich hab ihn jetzt dreimal mit Abstand gelesen und empfinde in vielerlei Hinsicht ebenso. Nur als Gesetz sehe ich es nicht an, eher als dem Bewusstsein gegebene Möglichkeit, sich selbst oder auch nur seinen Beitrag, sein Mitgestalten – in allen scheinbar ungewollten Umständen zu erkennen. Gesetze macht ja in neutraler Hinsicht lediglich der Mensch, um diese anschließend desöfteren selbst zu brechen.
    Ich freue mich total, dass du ebenfalls unmittelbare Erfahrungen mit der, den eigenen Stimmungen entsprechenden Anziehung machst und darin erstaunliche Zusammenhänge wahrnimmst. Emanzipation von alten Vorstellungen, das Befreien der Geister von unerbittlichen Dogmen und das Erkennen weiterer Wirklichkeiten, macht das menschliche Leben tatsächlich stetig abenteuerlicher. Was für ein Geschenk!

    Lebendige Grüße * Luxus

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