bumi bahagia / Glückliche Erde

WiWiWi-II

In Teil I hatten wir uns mit der Werbung, dem sog. Verbraucher und der Privatisierung beschäftigt und nachgewiesen, daß alle diese Begriffsinhalte in der Praxis nichts mit den Voraussetzungen zu tun haben, nach denen sie in die bürgerliche Ökonomie eingeführt wurden. Wir setzen unsere Betrachtung hiermit fort.
Luckyhans, 6. Juni 2017
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4. Der Markt / die Märkte

Einer der fast schon mystischen Begriffe der bürgerlichen Ökonomie ist „der Markt“ – oder heutzutage auch oft „die Märkte„.

Bei letzterem sind meistens die sog. Finanzmärkte gemeint, die bei näherer Betrachtung sich als einige wenige große „internationale“ Anleger bzw. deren Handlungsgehilfen entpuppen – also durchaus konkrete Personen und Organisationen, die man auch so benenen könnte – wenn man wollte.
Warum wohl tut „man“ es nicht?
Was wollen diejenigen, die diesen Begriff gebrauchen, damit wohl verschleiern?

Jeder suche sich selbst Antworten… 😉

Der Markt“ ist in der sog. Marktwirtschaft der Ort des Austausches, wo Angebot und Nachfrage aufeinander treffen und sich daraus der „Marktpreis“ bildet.
Wunderbar.

Wobei der Ökonomie-Begriff „Markt“ extrem wenig mit dem uns bekannten Basar oder Marktplatz zu tun hat, obwohl letzteres Wort in der Wirtschafts-“Wissenschaft“ auch gern Verwendung findet.
Auf dem „Bauern-“ oder „Wochenmarkt“ treffen meist Zwischenhändler (seltener Erzeuger) und Endkunden aufeinander, und wenn genug Anbieter vorhanden sind, dann kann der Kunde tatsächlich einen Wettbewerbspreis erzielen – oder auch nur nach Qualität kaufen – da funktionieren scheinbar die theoretischen Markt-Mechanismen.
Wenn allerdings nur ein Anbieter für eine bestimmte Ware da ist, dann ist nix mehr mit Wettbewerb und Preisbildung – dann diktiert dieser einen Monopol-Preis.
Ähnliches, wenn wenige Anbieter sich untereinander absprechen und ein Oligopol bilden (lat. oligo = wenige).
Irgendwas scheint da also nicht ganz zu stimmen…

Damit „der Markt“ funktionieren kann, sind gewisse Voraussetzungen Bedingung, die wir im ersten Teil bereits ein wenig beleuchtet haben (ggf. bitte dort nachlesen).
Was jedoch beim Austausch „am Markt“ so ganz sang- und klanglos „unter den Tisch fällt“, das ist die ungleichgewichtige Stellung, die Anbieter und Nachfrager haben.

Denn jede Nachfrage schafft sich ihr Angebot, da ein Bedürfnis nach einer Ware oder Leistung jeweils mindestens einen Anbieter auf den Plan ruft, der bereit ist, diesen Bedarf zu befriedigen – allerdings nur, wenn dahinter auch eine zahlungsfähige Nachfrage steht.
Es genügt also nicht, daß jemand etwas benötigt (Bedürfnis) – er muß auch in der Lage sein, dies zu bezahlen, sonst kommt kein „Geschäft“ zustande.

Im Gegenzug war es in der ursprünglichen Marktwirtschaft allerdings nicht „gesetzmäßig“ vorgesehen, daß auch jedes Angebot eine Nachfrage findet (oder gar „sich schafft“) – im Gegenteil, es ist für das Funktionieren des Marktes sogar entscheidend, daß nur die Waren gekauft werden, die dem Kunden auch wirklich einen zählbaren Gebrauchswert bringen.
Alles andere ist Ressourcenverschwendung.
(wobei ein „Gebrauchswert“ selbstverständlich auch ein Genuß, z.B. von Schönheit, sein kann)

Es war der „modernen“ manipulierenden Werbung vorbehalten, dieses scheinbare „Gleichgewicht“ (das in Wahrheit nichts anderes als die geistige Vergewaltigung des „Verbrauchers“ ist) herzustellen und auch Waren „in den Markt zu drücken“, für die ein Bedarf eigentlich nicht bestand und für die ein Bedürfnis erst „geweckt“ (suggeriert) werden mußte. Wir sehen also: Werbung verzerrt die Marktverhältnisse.

Zurück zum Markt.
Neben dem Gütermarkt (für Waren und Dienstleistungen) gibt es den Kapitalmarkt (für Finanzmittel) und den Arbeitsmarkt, wo „der Arbeiter seine Arbeitskraft zu Markte trägt“.

Wie diese Teilmärkte im einzelnen und miteinander zusammen angeblich funktionieren, lernt jeder BWLer ausgiebig: der Preismechanismus an den Gütermärkten, der Zinsmechanismus an den Kapitalmärkten und der Lohnmechanismus an den Arbeitsmärkten sollen dafür sorgen, daß sich das Wirtschaftsgeschehen wie von selbst steuert (die oft zitierte „unsichtbare Hand des Marktes“, oft auch mit anderen „schönen“ Schlagworten bezeichnet, wie „optimale Allokation der Ressourcen“ u.ä.) – eben über die genannten Faktoren Preis, Lohn und Zins.

Was diese wunderbar eingängige Theorie allerdings verschweigt, ist die extreme Ungleichheit der Teilnehmer „am Markt“.
Während der Arbeiter/Angestellte gezwungen ist, seine Arbeitskraft zum Marktpreis zu verkaufen, ist der Kapitalist keinesfalls gezwungen, diese in Anspruch zu nehmen.

Er kann sein Geld auch in dieser oder jener Form „horten“ (aufbewahren) – wie wir im weiteren noch sehen werden, ist Geld (Gold) das einzige Wertaufbewahrungsmittel, das keinem natürlichen Schwund unterliegt, wie alle anderen Waren – es erhält zumindest den ursprünglichen Wert über einen langen Zeitraum.
Im Gegenteil, „angelegt“ (verliehen) generiert es in Form des Zinses ständig ein leistungsloses Einkommen – je mehr vorhanden ist, desto mehr kommt hinzu.

Geld/Gold ist also KEINE Ware wie alle anderen.

Weiter.
Je nach den „Marktverhältnissen“ können sich Ungleichgewichte auf allen Teilmärkten herausbilden.

Zum Beispiel kann ein Überangebot an Arbeitskräften entstehen, weil es nicht mehr genug „Bedarf“ an oder „Nachfrage“ nach menschlicher Arbeit gibt: diese ist hoch mit Steuern belastet ist, während Maschinen und Anlagen nicht besteuert werden – wodurch immer mehr menschliche Arbeit durch Maschinenarbeit ersetzt wird.
Grund dafür ist das Streben nach Maximalprofit eines jeden einzelnen Unternehmers.

(bitte, für diese wie für alle anderen Aussagen gilt nach wie vor:
es geht um die Feststellung von Tatsachen, nicht um deren ethisch-moralische, ideologische oder juristische Beurteilung)

Wenn also zuviele Arbeitskräfte „auf den Markt drängen“, weil gerade die nächste Welle der Robotisierung der Produktion (davor Automatisierung, davor Mechanisierung usw.) durch die Großunternehmen der Wirtschaft läuft, dann sinkt der Preis der „Ware Arbeitskraft“, der Lohn bzw. das Gehalt, weiter ab.
(auch wird ja immer nur ein geringer Teil der sog. „Wertschöpfung“ als Arbeitslohn ausbezahlt)

Dadurch sinkt aber die Kaufkraft – von den nun mehr und günstiger produzierten Waren kann nur noch weniger gekauft werden – der Preis der Waren darf nicht gleich sinken, da erst noch die Kredite für die Roboter-Investitionen getilgt werden müssen – der Absatz kommt ins Stocken, was zu weiteren Produktionskürzungen und infolge dessen zu weiteren Lohnausfällen und weiter sinkender Kaufkraft führt – und so weiter – es entsteht eine Spirale, genannt Krise, welche im Wirtschaftssystem als solches begründet ist und sich (im Rahmen der Gläubigkeitsregeln der bürgerlichen Ökonomie) nicht verhindern läßt.

Diese Krise wird sogar verschärft dadurch, daß ein Teil der Gewinne des Unternehmens (und ein großer Teil des Einkommens der Reichen) nicht wieder in Waren/Dienstleistungen oder in den produktiven Bereich reinvestiert wird, sondern in unproduktive „Wertpapiere“ – dadurch wird dem Warenmarkt weitere Liquidität (Geldmittel) entzogen – die Krisenspirale dreht sich noch schneller.

Nun wird ja immer darüber spekuliert, daß durch „Arbeitskämpfe“ der Lohn der Arbeiter in regelmäßigen Abständen wieder an die steigenden Gewinne „angepaßt“ wird.
Dieses Märchen ist schon allein dadurch als falsch zu entlarven, daß diese „Anpassung“ wenn überhaupt, dann stets mit zeitlicher Verzögerung erfolgt – der Wertverlust jeder Währung durch Inflation wird damit fast ausschließlich durch die Lohn- und Gehaltsempfänger getragen.
Außerdem sind die Gewerkschaften der BRvD PRAKTISCH in den vergangenen 25 Jahren vor allem durch ein Übermaß an Verständnis für die Probleme der sog. Arbeitgeber aufgefallen denn durch eine kämpferische Haltung zugunsten der Arbeiter und Angestellten…

Auch zeigt die inflationsbereinigte Betrachtung der Reallöhne in der BRD, daß seit 1990 der Reallohn und damit die reale Kaufkraft in der BRD deutlich gesunken sind, während gleichzeitig die Gewinneinkommen sich deutlich verbessert haben – eine weitere Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von „Fleissig“ nach Geldreich“.

Aber selbst dieser offensichtlich nicht fehlerfreie Markt-Gesamtmechanismus ließe sich durch wenige Veränderungen enorm stabilisieren.

Einer der wichtigsten – und zwar völlig unabhängig von allen Ideologien – ist die gleichmäßigere Verteilung der erarbeiteten Werte.
Es nützt allen Marktteilnehmern mehr, wenn die Arbeiter und Angestellten einen deutlich höheren Anteil am durch sie selbst geschaffenen Mehrwert erhalten – in Form von Löhnen/Gehältern, Prämien, Zuwendungen, Sozialleistungen etc.
Das ergibt sich, wie gesagt, aus der „reinen Lehre“ – völlig ohne „linke“ Brille.

Eine weitere Möglichkeit der Stabilisierung der Marktwirtschaft ergäbe sich aus einer freiwilligen Beschränkung für die Abschöpfung von Gewinnen., d.h. wenn zumindest die Groß-Unternehmen sich entschließen könnten, nicht mehr als 1 – 2 Prozent der Gewinne aus dem Wirtschaftskreislauf für die Kapitaleigner zu entnehmen – sprich: diese sich mit einer Kapitalrendite von 1 – 2% zufrieden gäben.
Für die allermeisten heutigen Bezieher eines leistungslosen Kapitaleinkommens wäre das für den Erhalt ihres Lebensstils sowieso ausreichend, und Klein- und Mittelunternehmer (sagen wir: bis 300 Beschäftigte im Verbund) wären davon ausgenommen, da sie eh den Gewinn fast vollständig in das Unternehmen reinvestieren.

Kommen wir nun zu den Abweichungen von der „reinen Lehre“ der Marktwirtschaft, d.h. welchen Einfluß haben heute zu beobachtende Erscheinungen, wie Monopole, Oligopole, Internationale Großunternehmen, aber auch internationale Einrichtungen wie WTO, GATT, Weltbank oder IMF auf das Wirken der Marktmechanismen.

Ein Marktakteur, der – in welcher Form auch immer – eine marktbeherrschende Stellung erlangt hat, in Form eines Monopols oder im Verbund eines Oligopols oder in Form von Absprachen mit seinen Hauptkonkurrenten oder einfach nur durch seinen gegenüber allen Wettbewerbern überragenden Marktanteil, kann also am Markt die Preise diktieren, da alle Kunden mehr oder weniger darauf angewiesen sind, bei ihm oder seinen Kumpanen zu kaufen.

Der wichtige (theoretische) Regelungsmechanismus des Marktes wird so außer Kraft gesetzt.

Auf welchen Gebieten haben wir denn heutzutage international marktbeherrschende Konstellationen?

Energie/Erdöl – wenige Großkonzerne (ExxonMobil, ChevronTexaco, British Petroleum, Royal Dutch Shell, ConocoPhilips und Total) beherrschen den weltweiten Erdöl-Markt – sie kontrollieren zwar nur 15% der Förderung, aber 85% von Verarbeitung und Verteilung, also vor allem dort, wo sich mit wenig Aufwand viel Profit erzielen läßt.
(die Explorierung und „Förderung“ gehören nicht dazu – im Gegenteil)

Elektroenergie – vier internationale Großkonzerne teilen sich den BRD-Markt – auch regional.
Aufgrund von Fusionen hat sich die Anzahl der in diesem Markt tätigen Energieversorgungsunternehmen zurzeit auf vier Verbundkonzerne beschränkt: RWE, E.ON, Vattenfall Europe und EnBW, die derzeit vier Fünftel der deutschen Stromproduktion erzeugen und einen großen Teil der Verteilernetze betreiben. Dabei besitzen RWE und E.ON fast mehr als zwei Drittel der Stromerzeugungskapazitäten und mehr als die Hälfte des deutschen Leitungsnetzes. Durchgängig ausgeprägt ist dabei die vertikale Integration über die Stufen Erzeugung, Übertragung und Verteilung.“
Und die meisten „alternativen“ Anbieter sind Tochterunternehmen der großen Vier…

Computersoftware Betriebssysteme – Microsoft beherrscht nach wie vor den Weltmarkt mit einem Marktanteil von über 80% – da ist völlig egal, daß die Produkte – freundlich ausgedrückt – weit entfernt von guter Qualität, Stabilität, Fehlerfreiheit und Zuverlässigkeit sind – allein die Marktmacht der massenhaften Verbreitung zwingt einen Großteil der Kunden zum Kauf – auch der immer wieder ohne große Notwendigkeit erscheinenden profitträchtigen „Weiterentwicklungen“.

So könnten wir noch eine ganze Reihe anderer Bereiche betrachten, und wir würden merken, daß die Deckung eines Großteils unseres Bedarfes an wichtigen Gütern durch wenige Firmen erfolgt und, über deren Banken-Eigentümer, letztlich in den Händen von ein paar superreichen Familien liegt.
Was daran noch „Markt“ sein kann, kann jeder selbst eruieren.

Zu den Regeln des internationalen Warenaustausches – dem Märchen vom Freihandel, der allen nützt – und der Rolle der entsprechenden internationalen Organisationen kommen wir in einem späteren Abschnitt.

Welche Lösungsmöglichkeiten sind denkbar?

Die Idee des Marktes ist im Grundsatz nicht schlecht – es müßte nur dafür gesorgt werden, daß die Dinge auch tatsächlich so organisiert werden, wie sie in der Theorie vorgesehen sind, d.h.
– Verbot jeglicher Werbung,
– Installation verläßlicher Informationssysteme,
– gleichmäßige Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums,
– Maschinensteuer in gleicher Höhe wie die Besteuerung der Arbeitskraft oder Abschaffung der Sonderbesteuerungen der Arbeitskraft,
– Vervollkommnung der Regelkreise der Marktmechanismen,
– Abschaffung des Zinses und Gleichstellung des Geldes allen anderen Waren durch Hortungssteuern,
– Einführung wertgedeckten Geldes,
– Einführung von Kapitalverkehrssteuern usw.

Oder es müßte eine Theorie erarbeitet werden, die auf realistischen Annahmen beruht und die realen Prozesse auch widerspiegelt. Das würde zur Vervollkommnung der Staats-, Gesellschafts- und Wirtschafts-Organisation führen.

Die gesamte Steuerlast könnte durch Reduzierung des Verwaltungsapparates deutlich sinken, wenn der „Staat“ auf seine Grundaufgabe – den Schutz des Einzelnen vor den Einwirkungen aller „stärkeren Spieler“ in der Gesellschaft – reduziert werden würde.
Dies könnte alles über eine progressive Verbrauchssteuer und eine progressive Gewinnsteuer – beide natürlich völlig ausnahmefrei – geregelt werden.

Alle lebensnotwendigen Infrastrukturen müssen dagegen im Gemeinschaftseigentum (Gemeinde, Land) bleiben, mit striktem Verbot einer Privatisierung.

„Arbeitsplätze“

Ja, das ist das hauptsächliche „Argument“, wenn irgendeiner unserer Politiker-Darsteller irgendwo an ein Mikrofon tritt. Für „Arbeitsplätze“ sind wir bereit, jede noch so fiese wirtschaftliche oder politische Grausamkeit (bis hin zum Waffenexport in Kriegs- und Krisengebiete) zu tolerieren – „es bringt/erhält ja Arbeitsplätze“.

Daß Politiker keine produktiven Arbeitsplätze schaffen können (das können nur Unternehmer, und zwar vor allem Klein- und Mittelunternehmer, die über 90% der deutschen Arbeitsplätze bereitstellen), sondern nur zu 100% unproduktive (in der Verwaltung), scheint dabei niemanden zu stören.

„Wir haben ja das Primat der Politik gegenüber der Wirtschaft.“
Aber schon längst nur noch theoretisch.
Die Praxis sieht da ganz anders aus.

Es ist nicht nur so, daß die sog. „Parteien“ (von lat. part = Teil) sich in viel höherem Maße über „Spenden“ (für die stets eine „Gegenleistung“ erwartet wird) finanzieren als über Mitgliedsbeiträge oder „staatliche“ Gelder – nein, über diverse Vortragshonorare, Beraterverträge und andere Arten von legaler Finanzierung werden viele Politiker-Darsteller direkt von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden bezahlt.
Wir werden noch darauf zurückkommen.

Jetzt zum wirklichen Bild des heutigen Zustandes.

Wir haben heutzutage näherungsweise in der BRD unter 10 Menschen nur 2 produktiv tätige. Das sind die, welche alle Werte schaffen, die von allen 10 Menschen „verbraucht“ werden.
Damit sind wir schon über das natürliche Verhältnis produktiver zu unproduktiver Akteure in der Gesellschaft von maximal 2 zu 7 hinaus.

2 weitere sind im „semiproduktiven“ Dienstleistungssektor tätig – dort wird zwar kein Mehrwert geschaffen, aber es werden reale Bedürfnisse befriedigt – zumindest zum Teil. Denn wenn die Sinnfälligkeit von Friseuren, Müllmännern, Handel und Altenbetreuung (als Beispiele) durchaus einzusehen ist, so gibt es eine Reihe von Berufen, auf die die meisten Menschen ganz leicht verzichten können:
Anlageberater, Steuerberater (ein einfaches Steuersystem könnte sie alle ersetzen), Wertpapier-Analysten und
ähnliche.

Für all die Menschen in diesen Berufen gäbe es für die Gesellschaft weitaus nützlichere Beschäftigungen – schließlich werden die meisten von diesen Beratern ja nicht von ihren wenigen superreichen Kunden bezahlt, für die sie tatsächlich tätig sind, sondern aus dem Gesamt-Topf der Bankeinnahmen, die zum bedeutenden Teil aus unser aller Gebühren und unser aller fast zinsfreien Einlagen bestehen.

2 weitere Menschen sind in diversen Verwaltungen tätig – auch da gäbe es per Bürokratieabbau einige Reduzierungsmöglichkeiten, ohne daß die Lebensqualität der Menschen dadurch beeinträchtigt würde – im Gegenteil.

2 weitere sind Rentner, 1 weiterer ist offiziell arbeitslos oder „Minijobber“, 1 ist Kind bis 16 – so etwa sieht es zur Zeit aus.

6 von 10 Menschen leben also direkt vom Umverteilungs-Staat oder von der Familie.

Und wir stellen fest:
um alle in der heutigen Gesellschaft benötigten Werte und Leistungen zu schaffen, genügen ca. 57% aller momentan geleisteten Arbeitsstunden (Rentner und Kinder nehmen wir mal aus, obwohl es nicht wenige Rentner gibt, die gern noch etwas arbeiten würden – nicht nur des Geldes wegen, sondern um ihrem Leben mehr Inhalt zu geben).
Und da sind die Freisetzungsreserven noch gar nicht berücksichtigt.

Was also schlagen wir vor?

Wenn wir die gesamten produktiven und semiproduktiven Arbeitsstunden auf alle arbeitswilligen Menschen verteilen, dann bräuchten diese nur noch etwa 24 Stunden pro Woche produktiv arbeiten gehen – alle hätten dann ein Einkommen, das zum Leben ausreicht, und es wäre viel weniger Streß und damit viel mehr Gesundheit und Freundlichkeit im Leben.

Hartz4 mit seinem gesamten Verwaltungsaufwand und den ständigen Erniedrigungen der Betroffenen könnte komplett entfallen, die eingesparten Mittel könnten sofort in die verfallenden Infrastrukturen (Straßen, Brücken etc.) des Landes investiert werden.

Sämtliche Verwaltungsarbeiten in der Gemeinschaft könnten gut an weiteren max. 4 Stunden pro Woche von allen Menschen „nebenbei“ mit erledigt werden, ohne daß dies groß auffallen würde – weniger Bürokratie täte allen Menschen gut, und wenn jeder mal vor dem Schalter steht und mal dahinter sitzt, wächst das gegenseitige Verständnis, und der Umgang wird menschlicher.

In Wirklichkeit würde sich durch den Verzicht auf unnütze Produkte, die man nicht wirklich benötigt, und eine naturnahe komplette Kreislaufwirtschaft weitere Freisetzungs- und Rationalisierungs-Effekte ergeben (bei gleichzeitiger Schaffung neuer Arbeitsplätze), so daß die genannten Arbeitsstunden die absolute Obergrenze dessen darstellen, was in einer menschlichen Wirtschaft von jedem noch zu leisten wäre.

Optimistische Schätzungen gehen von 12 semi-/produktiven plus 3 Verwaltungs-Wochenstunden aus, um alle Bedürfnisse sachgerecht zu befriedigen – damit wäre sicherlich niemand überfordert, auch nicht jene, die heute noch als „notorisch faul“ gelten.

Die frei werdende Zeit könnte jeder Mensch seiner Familie, seinen Hobbys oder seinen Ehrenämtern widmen – einfach sein Leben genießen.

Ist das nicht ein lohnendes Ziel?

– – – – – – – – – –
(Fortsetzung)


30 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. tuc_tuc sagt:

    @Luckyhans, einfach wiedermal großen Dank für Ihre ganzen Gedanken.

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  3. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  4. Vollidiot sagt:

    Luck

    Überzeugend.
    24 Std arbeiten reicht völlig.
    Nur was machen in der anderen Zeit.
    Unsere Führer vermuten, daß der homo blödis ein instinktgesteuerter Dumpfficker ist, er arbeiten müsse, da er sonst nur asozial sei.
    Nur darum, also fürsorglich begründet gibt er dem Leben einen Sinn.
    Nur darum wird dieser Aufwand getrieben: schaffe, fresse, Glotze, chillen, rocken, trommeln, schoppen, schlaufonieren, frauenhandeln mit bumsgarantie, knabenrumdrehen, Minderjährigegeniessen, arztrennen, verschulden und hausbauen, raffen, rücklagenschaffen, vorsorgen,
    co2sparen – also möglichst flach atmen und das Hirn sparflammig sauerstoffversorgend, umgefragt, wählen.
    Noch nicht mal scheißen und sterben kann man in Ruhe.
    Dabei gibt es den Markt, wie Du so treffend schreibst, gehen wir hin und treffen uns und lassen Haufen wachsen.
    Einen für Flachbildschirme, einen für Schlaufons, einen für Werbung usw..
    Und den kleinen Abfallbehälter vorm Rathaus nehmen wir für die Wahlscheine – für das Wertvollste reicht dieses kleine Fässchen.
    So kann man den Führern zeigen, daß sie entblödet sind (weit und breit kein homo blödis mehr).

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  5. Tabburett sagt:

    Feiner Artikel, wie (fast) immer 😉

    @ …“während Maschinen und Anlagen nicht besteuert werden“…

    Finde den Link grad nicht, aber das ist in der Pipeline. Maschinen und Robos sollen zukuenftig besteuert werden… – Ist wohl als Ausgleich gedacht, zu den stetig mehrwerdenden Arbeitslosen… Von irgendwo muss ja die (kriminelle) Steuerkohle herkommen… 😦

    😉

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  6. Die Volkswirtschaftslehre geht NICHT davon naus, dass der sog. Arbeitsmarkt marktwirtschaftlich funktioniert, hat tatsächlich die empirischen Untersuchungen von Karl Marx übernommen, der ca. 1860 in Manchester feststellte, dass es bei hohem Überangebot von Arbeitskräften keine Preisuntergrenze gibt, Arbeiter lieber für einen Lohn unterhalb des Existenzminimums arbeiten, als gar nicht. Diese Weisheit sitzt in den Köpfen der Wirtschaftsbosse, die daher nicht im Geringsten daran interessiert sind, eine Arbeitslosigkeit von null zu haben: Sie wollen eine Arbeitslosigkeit, die massiv ist und abschreckt, um auf der Basis ihnen genehme Löhne durchzudrücken.

    Ansonsten: Werbung hat auch informierenden Charakter, ist vor dem Hintergrund, dass Verbraucher ein umfassendes Bild vom Angebot haben sollen, nicht gerade dann nicht verzichtbar, wenn neue Produkte auf den Markt kommen. Dass Werbung vorgaukelt, man erziele gesellschaftliche Achtung, Erfolg beim anderen Geschlecht usw., indem man ein bestimmtes Smartphone oder Auto kauft, ist eine andere Sache: Trieberfüllte Menschen könnten so nicht wirksam angesprochen werden, Voraussetzung für diese verarsche ist der Mensch, der nicht artgerecht lebt, der unerfüllte Triebe in sich spürt, bereit ist, auf Illusionen hereinzufallen.

    Überhaupt wird die Marktwirtschaft erst vor dem Hintergrund des triebunerfüllten Menschen zum Problem, der aufgrund vergeblicher Kompensationsversuche nie genug bekommen kann von Macht und Konsum.

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  7. luckyhans sagt:

    zu Apo-xy um 13:20
    „Arbeiter lieber für einen Lohn unterhalb des Existenzminimums arbeiten, als gar nicht“ –
    das beweist doch nachdrücklich, daß der Mensch als solcher ohne Arbeit nicht leben kann und daß Tätigkeit den Sinn des Lebens der allermeisten darstellt – daß dies perfide ausgenutzt wird, müssen jene Herren mit sich und ihrem Schicksal abmachen… 😉

    „Werbung hat auch informierenden Charakter“ –
    genau das ist die große LÜGE – siehe WiWiWi-I – mit der immernoch Menschen „gefangen“ werden, auf die Werbung zu gucken: Werbung ist immer Betrug! Sie hat gar keinen „Charakter“… 😉

    „des triebunerfüllten Menschen“ – „Kompensationsversuche“
    dieses sind PRODUKTE des Kapitalismus, nicht seine Voraussetzung – bitte nicht Ursache und Wirkung vertauschen.

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  8. Sie wissen offensochtlich nicht, was insgesant mit unerfüllten Trieben gemeint ist – sonst würden Sie nicht den Kapitalismus als Ursache sehen können. In der Sowjetuniomn herrschte definitiv nicht der Kapitalismus – aber dieselben Mängel betreffrend unerfüllte Triebe, mit der Wirkung, dass Machtstreben und Machtmissbrauch an der Tagesordnung waren, zu schlimmsten Menschenrechtsverletzungen führten. Wenn Sie meinen sollten, Sie wüssten alles und hätten immer recht, dann liegen Sie total falsch: Ihnen fällt nur nicht auf, was Sie noch nicht wissen.

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  9. luckyhans sagt:

    zu ap-xy um 04:04
    Offensichtlich gibt es immernoch Menschen, die nicht erkannt haben, daß der sog. real existierende Sozialismus nichts anderes war als der Kapitalismus – nur daß dessen wirtschaftlichen Zwänge durch ideologische ersetzt worden waren… aber vom Charakter her waren beides Sklavenhaltergesellschaften: die Masse der Menschen wurde ausgebeutet bzw. beutete sich selbst aus, und die Eliten im Westen und die Partei-Nomenklatura in der Sowjetunion waren die „Verwalter“… Nutznießer waren die Parasiten, die auch damals die Parteigelder schon abzogen – es waren Millionen, die jedes Jahr an die „kommunistischen Bruder-Parteien“ im Westen gingen… und über Cocom-Listen und den Zwang, die Rohstoffe in Dollar zu bezahlen, wurde Volksvermögen abgesaugt ohne Ende… aber manche wollen all das nicht erkennen und träumen immernoch vom „guten Sozialismus“…

    Der tatsächliche Kampf findet seit Jahrhunderten statt, und zwar von Seiten der Parasiten und deren Handlanger gegen ALLE Völker dieses Planeten…

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  10. Natürlich war der sog. real existierende Sozialismus nur eine rotlackierte Feudalherrschaft – ich habe auch nichts anderes behauptet. aber kapitalistisch war das System eben nicht, und damit kann man den Kapitalismus NICHT für die Fehler jenes Systems verantwortlich machen, mithin stimmt Deine Behauptung oben, der Kapitalismus sei an allem schuld, nicht. Du hast Probleme damit, eigene Fehler zuzugeben, stimmt’s?

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  11. thom ram sagt:

    apokalypse 08:43

    Ich hoffe, dass der Lücki zur Stunde selig schlummern möge, darum sage ich was, da ich nämlich Morgenfrische geniesse.

    Ich gebe dir schriftliche Garantie, dass Luckyhans auf null keiner mal getätigten Sicht der Dinge festhält. Doch um ihm eine neue Sicht zu zeigen, muss man es tun: Die eigene Lampe so auf den Gegenstand richten, dass dein Gegenüber eine neue Perspektive erfährt.

    Und eben das tust du nicht, mein lieber. Du stellst eine Behauptung auf „aber kapitalistisch war das System eben nicht“ und nimmst diese Behauptung als Begründung.
    Also ich bin nicht der Fachmann mit Kapitalismus und Kommunismus und all diesen müssens, kann mit Schlagwörtern eh nichts anfangen.

    Aber nochmal. Ueberzeuge Lücki mit fassbaren Fakten. Dann wird es interessant.

    Ich lasse das nicht auf Lücki hocken, dein Anwurf, er könne eigenen Fehler nicht zugeben. Lass künftig Solcherlei hier auf bb. Danke.

    bb beinhaltet 4000 Artikel. Ich lade dich ein, selber zu erkunden, wie krank die hier Schreibenden sind.

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  12. Wie bitte? Tatsachen, die sich unmittellbar aus den Worten von luckyhans ergeben, darf ich hier nicht nennen? Bin ich hier unter Kranken gelandet?

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  13. Luckyhans sagt:

    zu apo-xy um 09:52
    Oh Urgesunder, bitte lerne unterscheiden zwischen Tatsachen und Interpretationen.
    Und wisse außerdem: hier sind Stänkerer, die anderen ihre eigenen Fehler aufhängen wollen, nicht willkommen.

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  14. luckyhans sagt:

    zu apo-xy um 08:43
    … jeder kann das Sklavenhalter-System nennen wie er mag – Meudalismus, real existierender Sozialismus, asoziale Murkswirtschaft, von mir aus auch Nasenpopelismus – momentan ist die gängige (und durchaus auch berechtigte, wie unsere WWW-Serie beweist) Bezeichnung eben KAPITALISMUS… manchem fällt es halt schwer, offensichtliche Fakten anzuerkennen. 😉

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  15. Texmex sagt:

    @Lh
    Kapitalismus waere, wenn die reale Wirtschaft in der Lage waere, posutive Kapitalertraege zu generieren. Das scheint mir in sogenannten 0-Zinsphasen nicht mehr zu passieren.
    Insofern ist der Kapitalismus tot.
    Wie man das jetzt nennen muesste? Eigentlich ne Art Feudalismus der Ochlokratie. Oder?

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  16. thom ram sagt:

    Texmex 10:52

    Ich mische mich ein, weil ich wieder mal etwas nicht verstehe.
    Was ist eine generierter positiver Kapitalertrag? Und wie generiert Wirtschaft einen positiven Kapitalertrag?? Also wirklich, du veranlassest, dass ich in tiefe Grübelei versinke.

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  17. Vollidiot sagt:

    Luck

    Kapitalismus ist doch der Freiheit verpflichtet, der Freiheit über Leichen Vermögen zu mehren.
    Der Sozialismus ist der Gleichheit verpflichtet über Leichen die Gleichheit zu errichten.
    Zwei Extremideen um den frei werden wollenden Menschen an seiner Bestimmung zu hindern.
    Immer wird der Antagonismus geboten und beworben, damit der Mensch in eine der beiden Fallen tritt.

    Tex aus Mex

    Wie wärs mit generierter positiver Geistesmüh‘.
    Über Kapitalien kann positiv nur unter Berücksichtigung von Covariaten geredet werden.
    Kapitalien pur, nicht in Bezug gesetzt zum gepeinigten und mißbrauchten Menschen fehlt das Positive.

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  18. Luckyhans sagt:

    zu Texmex um 10:52
    „… Insofern ist der Kapitalismus tot.“ –
    Mein Guter,
    die Realwirtschaft – das schaffende Kapital – ist IMMER in der Lage, positive Kapitalerträge (Gewinne) zu generieren.
    Um ein Haus zu bauen, braucht man in der Tat kein Geld, sondern Materiel und Leute – real. Wenn alle Leistungen gegeneinander aufgerechnet würden, dann würde immer noch genug übrigbleiben für eine anständige Menschheitsentwicklung…

    Der Fehler der heutigen Entwicklung liegt nicht in der Realwirtschaft, sondern darin, daß der Finanzbereich – das raffende Kapital – sich zum Herrscher über die gesamte Wirtschaft aufgeschwungen hat.

    Es gibt ein russisches Sprichwort von „einem mit Pflug und sieben mit Löffeln“. D.h. ein Mensch kann soviel erarbeiten, daß sieben andere (außer ihm) davon noch satt werden können, auch wenn sie nicht voll arbeiten (können).
    Das ist das Besondere am Menschen, daß er – natürlich mit Hilfe von Mutter Natur – mehr erschaffen kann, als er verbraucht. Widerspricht überigens em sog. Energieerhaltungssatz.

    Bei den genannten „7“ sind aber ALLE „Unproduktiven“ eingeschlossen, also Hausfrau, Kinder, Großeltern, Kranke, Krüppel, und auch alle „unproduktiv“ Beschäftigten (Ärzte, Schwestern, Feuerwehr, Müllabfuhr, Verwaltung, Armee, Polizei usw.).
    UND der ganze sog. Finanzbereich samt allen Angestellten!
    Das scheint ein Naturgesetz zu sein, das in dieser Volksweisheit zum Ausdruck kommt. Es gibt also eine Grenze in der Anzahl derer, die versorgt werden können („Einkommen beziehen“) bei bekannter Anzahl derer, die produktiv (nicht dienstleistend!) tätig sind.

    Übrigens:
    Auch „richtiges“ Geld kann kein Geld generieren (oder „verdienen“: „lassen sie ihr Geld für sich arbeiten“) – das sollte jedem verständlich sein.
    Das „Mehr“ – egal wie man es nennt – kann nur erarbeitet werden.

    Damit ein Mehrwert entstehen kann, muß also etwas produziert werden.
    Und zwar unbedingt etwas sinnvolles, das dann auch benötigt wird.
    Für das jemand bereit ist, seinen Erlös von seiner eigenen Arbeit „auszugeben“.

    Wenn hinreichend viele Menschen arbeiten (bei Marx: „Mehrwert erschaffen“) und nicht allzu viele „leistungslose Einkommen“ beziehen wollen, dann kann das per Umverteilung organisiert werden.
    Hat man einst „soziale Marktwirtschaft“ getauft.
    Sobald jedoch zuviele zu schnell reich werden wollen, ohne genug dafür (produktiv!) zu tun, kommt das Ganze aus dem Gleichgewicht.
    Und da sind wir heute.

    Das ist das eine – also das Verhältnis der Anzahl der Schaffenden zur Anzahl der leistungslos Raffenden (und deren Gier) insgesamt.

    Hinzu kommt:
    die einfachen Menschen werden schon seit über 40 Jahren nicht mehr ausreichend an der Verteilung des von ihnen (!!!!) geschaffenen Reichtums beteiligt, sondern der vorhandene und für alle bei weitem ausreichende (!) materielle Reichtum fließt völlig sinnlos in die Taschen zu weniger, die ganz offensichtlich den Hals nicht voll genug kriegen können.
    Also die fehlende reine Verteilungsgerechtigkeit…

    Und:
    in der „modernen“ Welt – dem jetzigen Falschgeld-System – muß auch das Schein-„Geld“ für alles erschaffen worden sein… 😉

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  19. Texmex sagt:

    @Lh
    Entschuldige
    Erst jetzt gesehen, schaffendes und raffendes Kapital ist Murx. Um etwas aufzubauen, brau hst Du entweder anerkanntes / mit. Vertrauen belegtes Kapital oder Tauschware.
    Wie kam das Kapital in die Welt?
    Das ist die Frage. Aber wenn es mal da ist, was passiert dann?
    Willst du den dann selektiv ausschliessen, wenn er dir nicht passt?
    Begruendung volkswirtschaftlich schaedlich weil unmurxistisch?
    Die Zinsen sind das schaedliche. Man kann sie zwar wie aktuell in Zinsfriedhoefen parken.
    Aber das hindert nicht volkswirtschaftlich sin.lose Projekte.
    Ein Schaffender ohne Hirn oder fehlgeleitet (wie heute viele) machen keine 7 satt. Manchmal nicht mal einen. Der Zins war eine Art Risikozeiger. Hoher Zins, hohes Risiko.
    In 0-Zinsphasen sucht das Kapital nach jedem Strohhalm. Deshalb auch der viele Bloedsinn.
    Die Realwirtschaft erwirtschaftet den Zins, der mal Risikozeiger war, schon, lange nicht mehr. Das war der positive Kapitalertrag.

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  20. Vollidiot sagt:

    Ja Tex

    Heute null Zins und null Risiko.
    Die Realwirtschaft „lebt“ von der Kreditvergabe der Banken.
    Die EZB flutet und darum hat die Realwirtschaft ein Haufen Knete – hätte, wenn die Banken das geflutete Geld nicht behalten würden.
    Um es dann bei der EZB gegen Negativzins zu parken – weil die Banken untereinander kein Vertrauen haben.
    Die moderne VWL leidet an nekrosiertem Hirn – wenn man das hört was sie so verlauten läßt.
    Oder sie verarscht – weil sie ist.
    Nein, die Materie ist so kompliziert und darum wird etwas vereinfacht kommuniziert, sonst könnte das keiner verstehen.
    Das ist das Prinzip der Vereinigten Politiker und Medien.
    Weil alles so furchtbar kompliziert ist wird das ach so Komplizierte halt etwas vereinfacht und verständlicher unters Volk geträufelt.
    Das ist der vorletzte Akt.
    Der letzte Akt wird von der totalen Unfähigkeit des Volkes überhaupt noch etwas wahrzunehmen gekennzeichnet sein.
    Dann werden Medien auch nicht mehr gebraucht – nur – das haben die noch gar nicht spitzgekriegt.
    Auch demokratische Politiker werden dann als überflüssig erachtet und entsorgt.
    So war das schon immer: das Erstaunen bei diesen Kreaturen, wenn sie, in völliger Fehleinschätzung ihres „Wertes“, ihre Entbehrlichkeit bemerkten.
    Nicht jeder hat die Klugheit eines Bismarck, der als Lotse das Schiff rechtzeitig (für sich) verließ.
    Wer kann heutzutage noch 1 und 1 addieren.

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  21. Luckyhans sagt:

    zu Texmex um 05:21
    „Wie kam das Kapital in die Welt?“ –
    interessante Frage – da frag ich aber lieber: wer brachte „die Welt “ dazu, dieses Kapital zu akzeptieren? und sich dem zu unterwerfen?

    „volkswirtschaftlich schaedlich“ –
    Kapital als solches ist nicht „volkswirtschaftlich schaedlich“ – seine verordnete Bevorzugung vor den anderen Produktivkräften (Natur und Mensch) ist „volkswirtschaftlich schaedlich“.
    Aber wen interessiert schon eine „Volkswirtschaft“, wenn es um den privaten Profit geht…

    „volkswirtschaftlich sin.lose Projekte“ –
    das geht nun aber wirklich gegen jede „ökonomische Lehre“ – wo bleibt denn da „der Markt“ oder dessen „unsichtbare Hand“? Die beiden sorgen doch angeblich für „optimale Allokation der Ressourcen“, „Interessenausgleich“, „Verteilung des Reichtums“ und viele andere wundersame theoretische wirtschaftliche Vorgänge, die in der Praxis nicht zu beobachten sind… 😉

    „Der Zins war eine Art Risikozeiger.“ –
    bitte: wann und wo war er das?
    Der Zins wird von der Zentralbank FESTGELEGT, mein Lieber – der wird nicht vom „Markt“ bestimmt – das ist die Wirklichkeit und nicht die wundersame Theorie…

    „Die Realwirtschaft erwirtschaftet den Zins … schon lange nicht mehr.“ –
    da ist doch bitte zu unterscheiden zwischen Gewinn/Profit und Zins – die Realwirtschaft kann gar nicht anders als Gewinne zu „erwirtschaften“ – der Zins (und zwar der Zinseszins) ist jedoch heutzutage derart angewachsen, daß die real erarbeiteten Gewinne nicht mehr ausreichen, um all das abgeschöpfte Gewinn-Kapital der vergangenen Jahrzehnte in seinem Zinshunger zu sättigen.
    Hätte man diese Gewinne zum größten Teil verteilt, gäbe es heute keine Armen mehr, sondern nur noch Gutsituierte und Reiche…

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  22. Vollidiot sagt:

    Wie kam das Kapital in die Welt?
    Ist ein Buch, besser ein Sonett vom Sänger der Rothschild-Faundäschen, geboren in Chemnitz, vormals Karl-Marx-Stadt.
    Kapital lebt als Idee und Mittel in der Welt, daß zum Zwecke Blut fließe, aber nicht zwingend.
    Auch hier 2 Seiten und welche Seite oben liegt entscheidet der Werfer – oder Leger.
    Falls es ein Leger war könnte man ja die andere Seite nach oben legen – Fremdkapital würde so zu Eigenkapital.
    Der Mensch legt sich einfach zuviele Fesseln an.
    Gedankenfesseln.
    Weg damit.
    Es ist alles auf dem Weg der Überzeugung zu leisten.
    Davor wäre dann die Selbst-Bewußtsein-Zeugung erforderlich.

    Realwirtschaft ist zwingend auf Leute mit diesem vorgenannten Selbst-Wert angewiesen.
    Sonst bleibt sie asozial.

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  23. Texmex sagt:

    @Volli
    Also soweit ich weiss, war der Mordechai Levy e Paelzer. Net aus Korl-Morx-Stodt.
    Genau wie der Henoch, den se jetzert inne aoltenrhei verfrachte wolle, dass de Schnoake au no was vunne han.
    Am beschte waers, Du gehscht gucke, ober au werklich tot is. Nech dass uns no verdrickelt.

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  24. Texmex sagt:

    @Lh Der Zins wird nicht von der Zentralbank festgelegt, da irrst Du Dich gewaltig.
    Es gibt Leitzinsen, die sind ein VOrzugszins fuer Erstleiher von Geld
    Goldman sucks und Konsorten. Die sind aber nicht Wirtschaft oder „Staat“.
    Weisst Du wie hoch der Zins fuer sog Staatsanleihen in der VSA in den letzten Jahren war?
    Im Schnitt 2.3%, weit ueber dem Zentralbanksatz.
    Und zur Kalkulation noch, Zins ist in der Kostenkalkulation ein Posten,
    Gewinn oder VErlust steht unter dem Strich und sagt so gut wie nichts ueber die Firma aus, das kann man steuern. Um wirklich zu sehen, ob und wie ein Laden laeuft, musst du den Geschaefts ericht ganz anders durchforsten. Und auch dann kannst du noch daneben liegen.

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  25. Vollidiot sagt:

    Texxus magnus

    Ich habe die Ahnung, daß der Mordechai aus Trier stammte – könnte jetzt bei Wixxpädiastria nachschauen, habe aber keine Lust dazu – da, in Trier, aber ist nicht Palz.
    Kann mir auch nicht vorstellen, daß aus der Palz so ebbes kommt, der Dony und Birne sind schon hart genug.
    Der Hennoch wird von seiner Aufpassergeheimdienstfrau noch als Leiche mit Klauen und Zähnen verteidigt – liebe Frau Kohl II.: treten Sie zurück, Sie waren erfolgreich, Hennoch konnte nichts wesentliches mehr sagen (was er hat nicht sagen sollen).

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  26. Texmex sagt:

    Morsche Volli.
    Hamse Trier inner Gebietsreform vunne Preisse oder vunne Wackes ergaunert, dasser jetzert als Paelzer kamouffliert? Egal.
    Jo, der Donald als echter Grienstaetter, also ich meene ja nur, also aus Neuleininge wor er jo net. Un in Altleininge, ich wees ne, dr Maihof hott wull alls spaeter uffgemacht. Do kanner als oh net herkumme, Der muss aus de Amibaeckerei kumme. Also ich meen ja nur,. Obwohl, so e schwoarz Ami isser jo net. Vielleicht dann doch Kallstadt, wer weess.
    Un jo. Dr Henoch, bass bloss uff. Net dass dr eh Griepl den noch mit inne Tirkei vorschlebbt, als Elwetritsche. Oder so.

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  27. luckyhans sagt:

    zu Texmex um 09:55
    Bekanntlich sind alle gleich, aber manche sind gleicher.
    Das ist wie mit der Bachstelze, die hat zwei gleich lange Beine, besonders das linke. 😉
    Aber auch das ist kein Grund daran zu zweifeln, daß das Zinsniveau von den Zentralbanken festgelegt wird – für die Masse natürlich.
    Daß es stets welche gibt, die „Sonderkonditionen“ haben, ist doch klar, hat aber mit dem Prinzip nichts zu tun.
    Zinsen werden festgelegt – sie „bilden sich“ nicht „am Markt“, wie die Lehre leert… 😉

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  28. Texmex sagt:

    @Lh
    Mangels Bach hab ich hier auch keine Bachstelze.
    Pech halt.

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  29. luckyhans sagt:

    zu Texmex um 10:56
    … hier, du Banause: https://www.youtube.com/watch?v=eW0jn4WKsQc
    😉

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