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Über Verbrechen und Bestrafung

Einen fast identischen Titel trägt ein bekannter Roman von F.M.Dostojewski, leider durchgängig falsch übersetzt: mit „Schuld und Sühne“, den Kampfbegriffen der sozialen Parasiten, insbesondere des sog. christlichen Zweiges der Wüstenreligionen. Diese „Zufälle“ auch immer…
Nein, nachfolgend wieder ein kurzer Auszug aus dem Buch von N. Lewaschow zum obigen Thema.
© für die Übersetzung aus dem Russischen by Luckyhans, 27
. Februar 0006Kommentare von mir, Hervorhebungen ebenfalls.
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Allerdings hat keine einzige Ideologie oder Religion niemals ein Verständnis dafür gegeben, warum das Schlechte schlecht ist und das Gute gut.
Der Grund sind sowohl Ignoranz als auch der Vorteil, den bestimmte soziale Schichten aus der gezielt herbeigeführten Verwirrung ziehen.

Als ich diese Frage in meinem Buch berührte, sah ich meine Hauptaufgabe in der Notwendigkeit, dem Leser ein Verständnis der Veränderungen, die im Menschen während dieser oder jener Handlungen oder Taten vor sich gehen, zu vermitteln.
Und das wichtigste: dem Menschen die Folgen zu zeigen, für ihn selbst und seine Nachkommen, für seine Wesenheit – Folgen, zu denen er bereit sein sollte, wenn er diese oder jene Handlung ausführt.
Und nicht nur die Folgen, sondern auch die Verantwortung, welche der Mensch auf sich nimmt, wenn er diese oder jene Handlung vollzieht.
Damit der Mensch sich nicht im Zustand eines Unwissenden befindet, der sich nicht im Klaren ist, was er da erschafft, und sich darin eine Rechtfertigung sucht.

Der Mensch muß wissen, daß keinerlei Reue und „Erlaß“ der Sünden jene Folgen seiner Handlungen wegnimmt, und ihn auch nicht von der Verantwortung für das Getane befreit.

Nur dann wird der Mensch frei sein, wird er tatsächlich der Schöpfer seines Schicksals sein und wird nicht zur Beute der „Kenner“ der menschlichen Seelen, welche gekonnt die Unwissenheit ausnutzen und sich die Taschen füllen, indem sie bei dem Menschen falsche Vorstellungen hervorrufen, die für sie selbst sehr vorteilhaft sind.

Zum Beispiel im Christentum (aber nicht nur darin) überzeugen die Geistlichen ihre Pfarrkinder (die „Herde“ – von „Schäfchen“) davon, daß die Sünde nicht in der Handlung selbst besteht, sondern in der fehlenden Reue für die Taten!
Mit anderen Worten, du kannst sündigen soviel du willst, Hauptsache du zeigst hinterher nach deiner Tat Reue – und alles wird dir vergeben!

Dabei verweisen sie darauf, daß Jesus Christus mit seinem großen Opfer am Kreuz alle menschlichen Sünden vor und nach ihm gesühnt hätte! Und nun muß man nur noch Reue zeigen – nichts weiter, und damit wird deine Sünde zu den Myriaden anderer menschlicher Sünden hinzugefügt, welche er damals bereits mit seinem Blut gesühnt hatte.

Nur darfst du dabei nicht vergessen, den Geistlichen vom Zusammengeraubten etwas abzugeben, damit diese für dich „ein Wörtchen einlegen“, und dann bist du sauber und kannst weiter sündigen, und je mehr, desto besser – nur vergiß dabei nicht zu teilen, und nochmals zu teilen (natürlich nicht mit allen anderen, sondern nur mit denen, die dir „helfen“, deine Sünden loszuwerden), und dann, nach dem Tode, wirst du als Rechtschaffener direkt ins Paradies gelangen!

Nur dann, wenn der Mensch selbst verstehen wird, welches die Folgen jeder seiner Handlungen sind und SELBST die Verantwortung für das Getane erkennt, erst dann und nur dann kann der Mensch wirklich frei sein!

Wenn der Mensch verstehen wird, daß die Bestrafung für das ausgeführte Verbrechen ihn nicht erst im Gerichtssaal erreicht, und daß er dieser Bestrafung mit keinerlei Sündenerlaß in der Kirche entkommen kann, erst dann wird der Mensch verstehen, daß die Bestrafung (oder Belohnung) IM MOMENT des Vollziehens der Handlung erfolgt!
Und erst dann werden die sozialen Parasiten die Möglichkeit verlieren, das Bewußtsein jedes Menschen zu manipulieren, und damit das Bewußtsein der Massen insgesamt.

Und noch ein wichtiges Moment, auf das ich besonders versucht habe, die Aufmerksamkeit meines Lesers zu lenken. Der Mensch muß verstehen, daß unabhängig davon, ob man ihn am Ort des Verbrechens erwischt hate oder nicht, ob jemand von seinem Verbrechen weiß oder nicht, ob ihm die Sünden „erlassen“ wurden oder nicht, er im Moment der Ausführung seines Verbrechens die Bestrafung erhält!

Und dies ist nicht die Strafe des Herrgotts, sondern die Bestrafung durch die Natur selbst, durch deren reale und objektive Gesetzmäßigkeiten, unabhängig davon, ob der Mensch diese kennt oder nicht, ob er diese versteht oder nicht, ob er sie anerkennt oder nicht!

Und das wichtigste, was der Mensch kapieren muß, ist dies: daß wenn ihn für sein Verbrechen niemand ins Gefängnis bringt, dies nicht bedeutet, daß eine Bestrafung fehlt!
Die Bestrafung für das begangene Verbrechen bekommt der Mensch einfach nicht in jener Form, wie er gemäß seiner Unwissenheit als Strafe meint, sondern in einer anderen, von der er nicht mal etwas ahnt!
Aber davon wird diese Bestrafung nicht weniger ernst.

Denn die reale Bestrafung für das Verbrechen ist in Wirklichkeit viel ernster als jene, die der Mensch vom Gericht bekommen kann.
Es verändern sich seine Gene, die der Mensch seinen Nachkommen weitergibt, und auch diese bezahlen für sein Verbrechen, und der Mensch selbst wird später Krankheiten bekommen.
Aber das ist noch nicht alles!

Die ernsthaftesten Veränderungen gehen auf dem Niveau der Wesenheit des Menschen, der ein Verbrechen begangen hat, vor sich.
Und die Wesenheit des Menschen, der eine negative Tat ausgeführt hat, trägt
diese negativen Veränderungen durch alle künftigen Inkarnationen!

Und das alles geht mit dem Menschen nicht „nur so“ vor sich, sondern in vollem Ernst. Und diese Information muß jedem Menschen zugänglich sein!
Nur dann kann der Mensch die Verantwortlichkeit für seine Handlungen real einschätzen.
So daß das Schreiben des Buches „Wesenheit und Vernunft“ («Сущность и Разум») einfach notwendig war.

Für mich war wichtig und erforderlich, den Menschen ein Verständnis dieser Prozesse zu geben, weiter ist es an den Leuten dieses Verständnis anzunehmen oder nicht.
Ich hielt es für eine Frage meiner Verantwortung gegenüber allen anderen, das was ich selbst erkannt habe, den anderen auch erkennen zu helfen!
Mir war wichtig, ein Verständnis und eine Warnung zu geben!

– – – – –

Quelle: Nikolaj Lewaschow. Der Spiegel meiner Seele. Band 2 – S. 467ff


7 Kommentare

  1. Vollidiot sagt:

    „Es verändern sich seine Gene, die der Mensch seinen Nachkommen weitergibt, und auch diese bezahlen für sein Verbrechen, und der Mensch selbst wird später Krankheiten bekommen.“

    Die Sünden der Väter bis ins vierte Glied……………………. (AT)

    „Und die Wesenheit des Menschen, der eine negative Tat ausgeführt hat, trägt diese negativen Veränderungen durch alle künftigen Inkarnationen!“

    Und dann?

    Durch Verbrechen ändern sich die Gene aller Beteiligten.
    Generell ändern sich die – auch durch Freundlichkeit.
    Was passiert dann durch Zuwendung, Vergebung – das Gegenteil?
    Oder nur eine Verschlimmbesserung.
    Hat er auch noch was zur gesamtmenschheitlichen Bedingung?

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  2. jpr65 sagt:

    Bestrafung durch die anderen Menschen wird damit unnötig. Aber bei Wiederholungstätern ist eventuell Isolation angebracht.

    Wichtig ist die Einsicht, dass man „dunkel gehandelt hat“, und diese Handlung in Zukunft unterlässt.

    Allerdings sind hier Absprachen auf Seelenebene, während dieser Inkarnation etwas spezielles, dunkles, erfahren zu wollen, nicht berücksichtigt. Was ist mit solche dunklen Handlungen in Absprache aller beteiligten Seelen?

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  3. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  4. thom ram sagt:

    Mich direkt anspricht die Rede des N.Lewaschow.

    Dass er mit dem Totalunsinn aufräumt, wonach Joshua irgend eine Sünde oder Schuld von mir oder dir getilgt habe, indem er von seinen Kräften keinen Gebrauch machte und sich nageln liess ans Kreuz, ist mir eine Wohltat. (Joshua wurde nicht gekreuzigt, dies hier am Rande)

    Sehr wichtig sein Hinweis auf die Kürsche, welche Reue als Toröffner zum Paradies hochhält, vor allem die reformierte Kürsche. Reue ist eine Emotion. Sie quält den Uebeltäter, ändert aber nichts an der Situation. Der Täter hat sein Opfer in die Unfreiheit geschlagen, und das hat für den Täter Konsequenzen. Sie kann (tut es aber nicht zwingend) den Bereuenden dazu bewegen, endlich mal seinen inneren Gerümpel aufzuräumen.

    Mir einen Leuchter aufsetzt seine Feststellung, dass ich mich im Moment der üblen Tat selber verändere, mich weiter amputiere (was du, ich, wir nun 13000 Jahre gemacht haben) i Sachen Wahrnehmungsfähigkeit, in Sachen Bewusstheit, in Sachen Wissen, wer du ich wir bin/sind.

    Genial, dieser Fund von dir, Lücki. Ich danke!

    Ach ja. Ich zitiere meinen Liebling Ron Smothermon.
    „Und es hat Konsequenzen“
    Smothermon schwer zu toppen in Sachen Kürzestfassung entscheidend wichtiger Einsichten.

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  5. Yoku sagt:

    Lieber Lucky, Du sprichst mir mit diesem Artikel gerade in die Seele. Als hättest Du ihn extra massgeschneidert für mich parat gemacht.

    Es erweitert gerade meinen Blick auf verbrecherische Ereignisse die nie geahndet wurden.
    Ich danke Dir!

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  6. Vollidiot sagt:

    Thom

    Wie würdest Du eine Wahrscheinlichkeit von 50% benennen?
    Also für etwas was niemand beweisen kann.
    Infinitesimal betrachtet existiert hier eine überragende Trennschärfe.
    Ja – oder nein.
    Aber was habe ich davon?
    Nur das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe, die aber immerhin, trotz 50% Wahrscheinlichkeit 80% umfassen kann.
    Oder nur 10%.
    Beides schweißt aber zusammen – die Gruppe.
    Psychologie der Massen.
    Wie so oft.
    Auf BB sollten wir uns um geringere Trennschärfe bemühen.
    Oder – werter Kampfgenosse.

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  7. Luckyhans sagt:

    Wie gesagt, jeder Auszug ist nur ein Ausschnitt… den Gedanken Lewaschows verstehe ich aus dem Zusammenhang des Buches so:

    Selbstverständlich wird auch eine gute Tat im Moment ihrer „Begehung“ mit positiven Veränderungen der Gene und der Wesenheit „belohnt“, und diese können dann mitgeschleppte Altlasten ausgleichen, d.h. die Wesenheit wieder näher an ihr inneres Gleichgewicht heranführen.
    Aber Taten sind gefragt, die Gutes bringen.
    Ja, Worte sind auch Taten, und Gedanken ebenfalls – nur schwächere. Aber Konsequenzen hat alles.

    „Absprache der Seelen“ – bitte, Lewaschow ist ein beinharter Materialist! Bei ihm hat Gott nichts zu sagen, da ist alles materiell, auch der Geist.
    Bitte seht euch nochmal das Video an, mit meiner Übersetzung (https://bumibahagia.com/2016/11/20/die-seele-im-kreislauf-des-lebens/).

    „etwas was niemand beweisen kann“ – dazu müßte ich das angeführte Buch lesen bzw. übersetzen, damit wir dort seine ausführliche Darlegung, die ja den Anspruch einer wissenschaftlichen Dissertation hat (nach L.s eigenem Bekennen), nachlesen können… ein wenig später, wenn’s genehm ist? 😉

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