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Kleine Feuer / Das Wohnzimmer / Die Wichtel / Das Schenken / Das „Wir“

Hannes für Frieden und die getreuen Wichtel liefern den Beweis. Sie liefern den Beweis, dass froh frei kreatives Zusammenkommen, da man nimmt, was man braucht und gibt, was man zu geben in der Lage ist, dauerhaft möglich ist. Das betrifft Grobstoffliches. Das betrifft genau so die geistig – seelische Ebene.

Hannes und seine Nächsten hatten eine Idee, von der Normalo wusste: Unmöglich. Entweder werden die Teilnehmer nicht richtig mitmachen, oder aber es wird behördlicherseits Sand ins Getriebe geworfen werden.

Nix hat es nicht funktioniert. Hannes hielt an seiner Vision fest und verstand es offenkundig, seinen Grips als das zu gebrauchen, was er ist: Wundervolles Werkzeug. Damit so ein Wohnzimmer läuft, muss man sich durchaus mit Behörden verständigen. Dort hocken Menschen, die tun ja auch nur ihre Pflicht und müssten gesetzlich Verbotenes ahnden. Und so schufen Hannes und seine Leute einen Fluss von Geld und Ware, dass keine Reibung mit Gesetzen festzustellen ist, und dass die Vision trotzdem Erfüllung findet, die Vision vom segensreichen Nehmen und Geben:

Ein solches Wohnzimmer zu führen ist möglich, wenn Mensch gerne nimmt, noch viel lieber aber gibt. Es ist möglich, wenn Mensch davon ausgeht, dass es keine gleichen zwei Situationen gibt, geben kann oder geben muss, dass alles im Wandel ist, dass der Mensch befähigt ist, den permanenten Wandel so zu gestalten, dass es ihm und seinen Nächsten dabei saumässig gut geht.

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Hannes, euer Wichtelwohnen ist ungemein anregend.

Dank nach Marburg! Ihr bewegt etwas, wahrlich!

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Thom Ram, 24.01. im Jahre 6 des beginnenden Neuen Zeitalters, da Teile der Menschheit damit begannen, die Hamsterräder zu verlassen und im Sinne von herzensguten, blitzgescheiten, eigenverantwortungsbewussten Wichteln zu leben.

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Wandel durch Schenken – 3 Jahre Wohnzimmer in Marburg

Seit drei Jahren beschenken wir uns nun in unserem Wohnzimmer-Projekt, als Beispiel friedlichen Wandels, weg vom Geld und zurück zu menschlicher Gemeinschaft im Lebensumfeld. Wir stellen den Menschen in den Fokus und dürfen dabei eine atemberaubende Reise erleben die ich hier mit jedem interessiertem teilen möchte, der auch Wege sucht, Frieden zu leben. Man kann es ehrlicherweise kaum noch in Worte fassen, man sollte es selber mal erleben, hier ein kleiner Versuch, ein Bild aus verschiedenen Sichtweisen dieser Reise zu zeichnen:

Solltest du liebe Leserin oder Leser, das Wohnzimmer noch nicht kennen, hier kurz ein paar aktuelle Fakten.

  • Wir führen ein privates Wohnzimmer, in dem wir eine Art Hausregelnhaben, mit denen sich jeder Einverstanden erklärt. Sie lohnen sich zu lesen 😉 Ich bin Hannes, der 2015 den Stein ins rollen gebracht hat, neben meinem Systemausstieg.
  • Wir verschenken untereinander mittlerweile sehr viel. Ob Lebensmittelretten, Getränke mitbringen, Gemeinschaftshilfe, usw. Trotzdem brauchen wir noch Geld für Pacht, Nebenkosten und einem Grundstock an Getränken.
  • Auf der Theke steht eine „Schenkungsbox“  und ein Teil schenkt monatlich ein Paar Euro an unseren Verein, den Rest legen wir zusammen. Einige schenken mehr, andere Weniger, manche nichts je nach eigenem Gefühl, nun seit 3 Jahren, ohne irgendeinen Zwang oder ein „DU MUSST“.
  • Die monatliche Kosten ohne Getränke liegen bei knapp 2.350 Euro, in den ersten Jahren, bis das Projekt stabil lief (Herbst/Winter 2017) haben wir private Schulden von knapp 13.500 Euro von diversen Unterstützern angehäuft, die wir zur Zeit Stückchenweise abtragen.
  • Ca. 3/4 der Schuldner, habe ich versprochen, die Summe auch zu erstatten, sollte das Projekt scheitern, da ich ja nichts unterschreibe. Die Wissen auch, das ich zu meinem Wort stehe, daher trage ich noch die finanzielle Übersicht, während der Rest kollektiv entschieden wird und ich seit ca. July 2017 auch „nur“ noch Wichtel bin. Ich steh jede Woche Mittwochs mit hinter der Theke, ich liebe Metal ❤
  • Hier findet ihr unsere Homepage und bei Facebook gibt es den „Freundeskreis Wohnzimmer„. Human Connetion wird dann bald folgen.

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(Ein kleines Doku-Projekt von vier Marburger Studentinnen vom Sommer 2016, dazu gibt es auch ein 1,5 Stündiges ausführliches Interview: Hannes für Liebe )

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Dieses Jahr sind wir verhältnismäßig Still um Mitternacht in unser drittes Jahr im Wohnzimmer gerutscht und haben die Geburtstags-Sause vom 1.1. auf den 13.1.2018 verschoben. Drei Jahre haben viele unterschiedliche Menschen Gemeinsam für „ihr Wohnzimmer“ gekämpft, einige Wenige sind seit Beginn am Start und wissen selber, was sie geschaffen haben, andere haben nur Zeitweise ihre Farbkleckse und Visionen einfließen lassen, die meist andere weitergeführt haben. So sehe ich das Wohnzimmer: „Ein großes Bild vieler Maler und Malerinnen, ihrer Vision neue Wege einfach mal auszuprobieren.“  Eigentlich nichts anderes, als das gute alte „Dorfstübchen“ in die Kleinstadt kopiert, dazu noch eine Brise „Generation, die im Wandel aufwächst“ Prima Mischung für einen Ort, der neue Ideen hervorbringt.

Regelmäßig organisieren sich die Kochbegeisterten und kochen oder backen für einen Event oder mal zwischen drin, andere philosophieren sprichwörtlich über „Gott und die Welt“ und Hübi griff die Idee auf, das wir doch zum „Dreijährigem Geburtstag“ ein paar Stimmen auf der Homepage sammeln. BÄM! Knaller Idee! Was kann das Wohnzimmer besser darstellen, als die Sicht seiner unterschiedlichen Bewohner und diese paar Meinungen sind natürlich nur die Spitze des Eisberges. Auf meinem Blog, gibts ja sonst nur diese Crazy-Hannes-Sicht der Dinge, die ja durchaus die meisten irritieren kann 😀 Ich mach hier nen kleinen Zitate-Fusch, auf der Homepage könnt ihr alle ungekürzt finden, auch Easy nach Person aufrufbar.

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(Samstag den 20.01.2018 fand das 1. Hessische Human Connection – Treffen bei uns statt, geplant ist dies, ca alle 2 Monate fortzusetzen)

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 Sebastian (Hübi -Wichtel) 

„Dann 2015 kam die Meldung: Hannes ist verrückt. Der hat alles verschenkt und will das Clou auf Schenkungsbasis weiterführen. Das kann doch alles gar nicht funktionieren. Und ja, das dachte ich anfangs auch. Doch die Stimmung im jetzt umbenannten Wohnzimmer war weiterhin super, viele Skeptiker wollten sich vom Konzept überzeugen – oder zumindest dabei sein, wenn es scheitert. Leute sind gekommen und wieder gegangen. Wichtel, wie wir uns freiwillige Helfer nennen, kamen und gingen. Doch eins kam bisher nicht: Das Scheitern!

Hannes mag für den einen oder anderen verrückt sein. Aufgrund seiner Einstellung und seines Blogs mag er für viele ein typischer Aluhutträger sein, der den Bezug zur Realität verloren hat. Doch leben wir nicht alle in unserer eigenen Realität? Auch wenn ich zu vielen Dingen, über die Hannes redet kaum einen Bezug habe, ändert dies nichts an meinen Gedanken über dieses Projekt, über unser Wohnzimmer. Wir haben hier einen Ort in dem das ICH in den Hintergrund tritt, und in dem das WIR in den Vordergrund rückt. Für den Einen mehr, für den Anderen weniger. Jeder gibt so viel er kann und nimmt so viel er braucht. Und dafür möchte ich euch Allen – egal ob Wichtel, ob Dauerbewohner oder Durchreisender – danken!

Danke für 3 tolle Jahre. Auf die nächsten.“

(Hübi hat die Karaoke Montags eingeführt und ist sozusagen der „Ruhepol“ der Wichtel.)

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(Jeden Montag im Wohnzimmer)

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Samira (Wichtel)

„Aber ich will euch nicht zu viel loben, schließlich existieren unsere Freundschaften zu einem nicht unerheblichen Teil auch daraus, dass ich mich dauernd mit euren Mimimi’s herumschlagen muss. Das Gefühl, dass in vielerlei Situation eine entschlossene Hand gebraucht wurde, hat mich tief im Wirken des Wohnzimmer’s verankert; schließlich ‘macht’s ohne mich ja keiner’ und überhaupt, ‘was würdet ihr denn ohne mich machen’. (Vermutlich einen gemütlichen Abend haben aber wer will das schon.) Durch all dies konnte ich ja auch nicht ignorieren, wie viele Kontroversitäten in diesen wenigen Quadratmetern kursieren und ich werde nicht den Elefanten im Raum ansprechen sondern lieber sagen: Ich bin froh über das, was ich hier gefunden habe und ich bin noch glücklicher darüber, dass ich mir aussuchen darf, was ich dort finde.

Ja, was ich letztens erst gehört habe, scheint treffend zu sein; wir sind vieles aber vermutlich nicht das, was man sich erzählt. Und das, was mich am meisten in diesem Satz interessiert, ist das wir. Egal, was man über uns sagt, was jeder von uns verstanden hat und anderen gerne vorlebt, ist, dass es keinen Egoismus geben sollte, sondern, dass das Wir im Vordergrund steht. Die Linksextremisten aus Marburg werden mir bestimmt die Worte im Mund herum drehen und uns mal wieder als Kommunisten konnotieren, wenn sie das lesen sollten, aber zum Glück ist mir das egal. Zum Glück kann mir das egal sein, solange ich weiß, wo ich hingehöre.“

(Der Elfant scheine übrigens ich zu sein, aber die meisten sprechen mich an 😉 SaMila und ich haben eher ein hitziges Verhältnis, aber in der Not stehen wir beide sofort im Wohnzimmer 😉 )

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Mel (Wichtel, mit eigenem Blog)

„Ich hatte vorher nie so viel Kontakt mit „Nicht-Blinden“ und musste einiges lernen und in viele Fettnäpfchen treten. Ich habe Quantensprünge gemacht und Erfahrungen, die ich nie zu machen erwartet hätte. Es kommt eben immer anders als man denkt. (…)

Für mich ist das Wohnzimmer ein Ort wo ich Masken fallen lassen darf.
Was man im Wohnzimmer wirklich lernt ist, dass man seltsame Leute ins Herz schließen kann und dass man selbst seltsamer ist als man dachte.

Klar geht ihr mir teilweise auf den Keks oder bringt mich dazu wütend zu werden. Manchmal verstehe ich euch einfach überhaupt nicht oder glaube nicht, dass wir alle wirklich ein gemeinsames Anliegen haben. Aber ich habe euch nunmal furchtbar dolle lieb und ich will keine andere Gemeinschaft mehr.“

(Mel unsere Königin der Blinden ❤ Da Marburg die Blindenhauptstadt ist, hat unser Projekt sehr viele Blinde zu uns geführt, da sie hier einen anderen Umgang finden, in dem sie sich sehr Wohl fühlen. Mel steht mittlerweile mit ihren 5% Sehkraft zapfend hinter der Theke oder wirkt nun selbstsicher auf ihre Projekt und Theater Ziele hin. Traumhaft diese Entfaltung zu sehen, vom kleinen Mäuschen hin zum sich selbst erkennendem und wirkendem Wesen ❤ )

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Weitere Berichte lesen 🙂

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4 Kommentare

  1. jpr65 sagt:

    Den Hannes find ich super, er hat den Ausstieg schon geschafft. Die PerlProgrammierer beschenken sich seit mehr als 20 Jahren. Herausgekommen ist das CPAN. Zitat Wikipedia:

    CPAN (englisch Comprehensive Perl Archive Network) ist ein weltweit gespiegeltes Online-Repository für Perl-Module, -Anwendungen und -Dokumentationen, das am 25. Oktober 1995 in Anlehnung an die TeX-Library CTAN ins Leben gerufen wurde und sich schnell zum De-facto-Standard entwickelt hat. Es bietet die Möglichkeit einer komfortablen Installation und Verwaltung von Perl-Modulen. Heute umfasst das CPAN circa 260 Server auf fünf Kontinenten und enthält ca. 29.000 Distributionen von über 11.000 Autoren mit einem Volumen von ungefähr 17 GB.

    Ich bin auch einer von den 11000. Ihr werdet Euch wundern, wieviele große Webseiten mit Perl laufen. Aber wir reden nicht so viel drüber, wir machen einfach…

    Ich entwickle gerade ein neues Modul, um Bücher als HTML (Web) und PDF (Buchdruck) in einem Aufwasch in WikiStyle (PerPod) schreiben zu können. Und das werd ich auch verschenken.

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  2. Ishani Diana sagt:

    Ich schaue gerne im Wohnzimmer rein.
    Es ist eine gute homogene Gemeinschaft entstanden, die mir sehr zusagt.
    Wenn wir es schaffen, in diesem Sinne unsere Sippen aufzubauen, dann werden Dörfer entstehen, welche alles negative auslöscht und neue liebevolle Konzepte entstehen. Alt und Jung werden voneinander lernen und jeder wird gebraucht.
    Da gibt es kein, „Du bist zu alt, geniesse dein Gnadenbrot“.
    Oder du bist noch zu klein um das zu Verstehen.
    Im Gegenteil 🙂 Kinder lernen sehr schnell und verstehen mehr als wir Wahrnehmen. Da haben wir Erwachsenen mehr Mühe, gelerntes loszulassen.
    Was ich noch wichtig finde ist, das die Menschen lernen sollten ihren Körper zu Fühlen. Wir sollten wieder lernen auf unseren Körper zu Achten und
    richtig zu Pflegen. Jeden Tag duschen ist kontraproduktiv. Ein Vollbad jede Woche ist da viel gesünder, weil die guten Bakterien erhalten bleiben, welche wiederum zu einer widerstandsfähiger Haut führt. (Weniger Infekte, Risse,Exzeme etc.)
    Volle Kraft voraus mit dem Guten Beispiel.

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  3. thom ram sagt:

    Diana 18:30
    Kleine Ergänzung.
    Täglich duschen ist dann unschädlich, wenn man Seife bloss dann verwendet, wenn man wirklich verdreckt, nicht nur verschwitzt ist. Nach Joggen beispielsweise duschte ich immer, doch ohne Seife.
    Und.
    Wasser nimmt Informationen auf. Beim Duschen steuere ich das. Ich stelle mir vor, dass Unnützes und mir Schädliches von Freund Wasser mitgenommen wird.

    ***

    Ja. Was die „Hannes für den Friedener“ machen, das ist eines der kleinen Feuer. Und ich weise auf mein neues Lieblingswort hin: Schulterschluss.
    Gemeinsame Ziele setzen. Seite an Seite sie erarbeiten. Sie tun es. Sie arbeiten ständig daran, den Raum (materiell sowieso, doch geistig meine ich) als wirklich wohnliches Zimmer zu erhalten und weiter zu gestalten.

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  4. Ishani Diana sagt:

    Thometje 18.30
    Ein kleines Geheimnis meiner Seite, ist das ich sehr trockene Haut habe und deshalb schadet mir das Duschen mehr als ein Vollbad.
    Nimmst du Borax anstelle von Seifen oder Duschmittel, kannst du den Körper aufweichen und Träumen. Ich bin dann immer mir den Delphinen und Walen verbunden. Wenn ich genug habe schrubbe ich meinen Körper mit einer kleinen, weichen Bürste die Hautschuppen weg, welche beim Duschen nicht entfernt werden, und dann bei mir zu Juckreiz führen.
    Auch die Haare werden wunderbar sauber und weich in einem Borax-Bad.
    Es ist auch gut zu Wissen das Borax bei Einahme, sehr gute Dienste leistet bei der Wiederherstellung der Zirbel-Drüse, und der Schild-Drüse.
    Auch mit dem Vollbad lasse ich verbrauchte Energie abfliessen und weil ich noch Wasser trinke während dem Bade, komme ich regeneriert aus dem Wasser. Haha den Duft kannst du dir selber zaubern aus all den schönen Blumen Früchten und Bäumen.
    Ja Duschen ohne Zusatz… Wunderbar 😉
    Ein kleines Feuer mit hoffentlich grosser Wirkung ;-D
    Drück dich

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