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Kleine Feuer / Die Bäckerei ohne Kasse

Vertrauen schafft Vertrauen. Grosszügigkeit zieht Grosszügigkeit an.

Ein wunderschönes kleines Feuer, das.

thom ram, 13.07.05 NZ, Neues Zeitalter, da sich redliche Menschen finden und zusammentun.

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In Ghazis Bäckerei muss niemand bezahlen.

Ghazi Hassan Tass / Keine Preise, keine Kasse /  Dieser Bäcker aus Mekka hat das tollste Geschäftsmodell.

Ghazi Hassan Tass hat in Mekka eine Selbstbedienungsbäckerei eröffnet. Bezahlen muss hier keiner – und trotzdem ist der Laden eine Goldgrube.

Ghazi Hassan Tass ist Bäcker in der Heiligen Stadt der Muslime, in Mekka. Und er glaubt fest an das Gute im Herzen seiner Mitmenschen. Deswegen hat er eine Bäckerei eröffnet, deren Regale ohne Preisschilder auskommen und in der es keine Kasse gibt. Selbst Mitarbeiter bekommen die Kunden hier nicht zu Gesicht. Die einzigen, die außer Hassan in der Bäckerei arbeiten, stehen in der Küche im Hinterzimmer und formen neue Brötchen.

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Eine Metallbox am Ausgang ersetzt die Kasse

Stattdessen steht am Ausgang die „Trust Box“. Sie sieht aus wie eine übergroße metallene Wahlurne. Durch den kleinen Schlitz im Deckel können Kunden Geld einwerfen. Niemand kontrolliert, ob sie das machen, wie viel Geld sie einwerfen oder wie viel Geld schon in der Box liegt. Auch keine Kamera nimmt das Geschehen auf. „Wir vertrauen Ihnen unbegrenzt“, sagt ein Schild an der Wand auf Arabisch.

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„Nimm dir, was du willst und zahle, was du willst“, ist Ghazis Motto. „Ich wollte ausprobieren, ob wir Fremden vertrauen können“, sagt er der News-Webseite Al Arabiya. „Und oh mein Gott, meine Kunden haben bewiesen, dass man ihnen vertrauen kann.“

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Umsatz steigt rasant an

Immer am Monatsende öffnet Ghazi die Trust Box. Die Summe, die er darin findet, ist meistens annähernd so hoch wie sie auch gewesen wäre, wenn ein Kassierer das Geld von den Kunden eingesammelt hätte. Seit anderthalb Jahren blüht das Geschäft in Mekka. Die Umsätze steigen sogar. Und unterm Strich bleibt für Ghazi mehr in der Kasse, weil er eben sowohl einen Kassierer als auch die technische Infrastruktur zum Kassieren einspart – eine Metallbox ist eben auch viel preiswerter.

Ghazi macht sich deswegen auch keine Sorgen darüber, dass sicher manche Kunden Brot und Gebäck mitnehmen, ohne dafür zu bezahlen. „Wer sich kein Brot leisten kann, darf es sich gratis mitnehmen“, sagt der Händler. Dafür schmeißen wohlhabendere Kunden dann etwas mehr Geld in die Box als sie woanders müssten.

Das tun sie so fleißig, dass Ghazis Umsätze im zweiten Jahr mit der Trust Box sogar um 50 Prozent gestiegen sind.

Von Christoph Sackmann

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Das Original der Beschreibung findest du hier.

Danke, Haluise, für deinen Hinweis darauf!

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Nachtrag.

Dort leben Muslime. Bärtige. Allesamt Kopfabschneider, klar.

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7 Kommentare

  1. Renate Schönig sagt:

    Nicht ganz „Verboten“: Es gibt Ausnahmen … z.B. hier in meiner Gegend:

    Blumenfelder, wo sich z.B. jeder „bedienen“ kann und soviel in die aufgestellte Kasse wirft, wie ihm/ihr der Strauss „wert“ ist …

    Das gleiche findet man auf etlichen Bauernhöfen VOR dem Haus: Äpfel/Birnen-Selbstbedienung … „Obulus“ ebenfalls in die dafür aufgestellte Kasse werfen … manchmal steht auch ein -geringer- BETRAG dabei … und ALLE, die ich kenne und das in Anspruch nehmen,
    werfen immer MEHR Geld rein …

    Und ich bin mir SICHER, das „Konzept“ wird sich weiter „ausbreiten“ … 🙂

    SO, wie das Beispiel von dem o.g. Ladenbesitzer !

    Gefällt 1 Person

  2. thom ram sagt:

    Uhu 17:52

    Wie die Gesetze in der CH lauten, hab ich nicht aufm Schirm, doch fällt mir dazu ein:
    An der Rigi war mal einer, der machte Dasselbe mit seiner kleinen wuscheligen Gaststätte: Alles frei. Beim Eingang stand eine Urne für Geldgeschenk. Es erging ihm mit seinen Gästen wie dem Bäcker in Mekka. Die Gäste schafften immer redlichen Ausgleich.
    Der bekam dann halt immer wieder mal Botschafter der Obrigkeit zu Besuch. Meines Wissens wurde er dann gezwungen, das frohe Treiben aufzugeben. Ich interpretiere: Umgehung von Steuern. Natürlich ganz schlimm.

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  3. das berührt mich sehr… ❤

    ich schliesse mich der Renate an, dass dieses Modell irgendwann kein Modell mehr sein wird, sondern Realität.
    So wie es möglich sein sollte, Dinge einzutauschen…..Tauschläden wie der Thalos von Athos beschrieben hat.
    Mit Klamotten jibbets das auch schon, ich glaube in Berlin.
    Alles was man nicht mehr anziehen mag, bringt man in den Tauschladen ( natürlich frisch gewaschen und nicht zerlöchert ! )
    Dafür nimmt man sich etwas mit, was einem besser gefällt oder halt in der Zeit besser passt.
    Ich finde das genial, und der Kleiderschrank kann um die Hälfte dezimiert werden.

    Apropos dezimieren…..der ist mal wieder reif zur Überprüfung, mach ich zweimal im Jahr 😉

    Thom, ich denke auch, dass da der SteuerMechanismus eine ziemliche Rolle spielt.

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  4. Vollidiot sagt:

    Die Konsequenz von der Geschicht wäre das Schenken.
    Jeder schenkt jedem das was er braucht.
    Keine Steuern mehr………………..

    Die Straßen verfallen, die Windräder verrotten, die Bundesbahn steht still, Flugzeuge kein Chemtrails?
    Alle Welt schenkt und schenkt.
    Und dem Staat wird der Zehnte (von was?) geschenkt.
    Wegen der Infrastruktur……………..
    Und Merkel lebt in einem Zelt, so wie einst Diogenes in der Tonne.
    Das ist aber auch die einzige schwache Übereinstimmung, Diogenes hatte keinen Doktorgrad und pflegete öffentlich zu masturbieren.
    Hier kann man den zivilisatorischen Fortschritt erkennen.
    Aber auch folgendes:
    CG Jung hat ausgedient – ist widerlegt: nicht mehr der Phallus ist die Quelle von Leben und Libido, der große Wundertäter………..
    Auch wie er meinte dieses archaische Heterosexuelle ist überholt……..

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  5. Volker Will sagt:

    Verboten, hin oder her, es geht ja um vertrauen, und Vertauen ist immer ein Vertrauensvorschuss, den man gibt. Damit kann jeder anfangen. Ich zähle kein Wecheselgeld mehr nach, und schließe mein Auto nicht mehr ab (obwohl auch verboten), Und ich lerne immer mehr darauf zu vertrauen, in jeder Lebenssituation mit jedem Problem und jeder Herausforderung zurecht zu kommen, also auf mich selbst zu vertrauen und zu wissen, das Universum sorgt für mich, oder die Natur. Das ist ein Weg den man einschlagen kann, von Kontrolle zu vertrauen,
    Auf jeden Fall ist der Bäcker ein schönes Vorbild

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