bumi bahagia / Glückliche Erde

Russophob – warum?

Ein sehr interessanter Artikel, der da von http://www.counterpunch.org veröffentlicht wurde. Er klärt nicht nur über die tatsächlichen Verhältnisse in den VSA auf, sondern enthält auch viel Wahres über die Geschichte – hier in englisch und hier übersetzt ins Russische.
Show goes on… aber wer sich gern an den „politischen“ Ränkespielen ergötzt, der wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.

Luckyhans, 23. Mai 2017
———————————

Wie kommt es, daß Rußland erneut als „Hauptfeind Nr. 1“ der VSA dargestellt wird?

Dieser interessanten Frage geht der VSA-Journalist Paul Street nach, und kommt zu einigermaßen erstaunlichen, weil recht wahrheitsnahen Ergebnissen – sowas findet man in den heutigen VSA nur noch extrem selten.

Eine fast indeologiefreie Interpretation der Geschichte der Sowjetunion und sehr viel Wahres über die tatsächliche Systemkonfrontation (der „Kalte Krieg“ war trotz aller „Zwei Seiten derselben Medaille“-Rhetorik eine Auseinandersetzung zweier ziemlich unterschiedlicher Gesellschaftssysteme), kein Verschweigen der Rolle der VSA im Rußland der 90er, die Einbeziehung der vorigen und aktuellen internationalen Lage und der Blick in die „Kleiderkammer“ des „tiefen Staates“, der in den VSA wirklich das Sagen hat – alles profunde dargelegt – Hut ab!

Weiter so, Mr. Allee!


8 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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  3. Lieber Lucky-Hans!

    Wegen meiner Kurzsichtigkeit oder Farbenblindheit (Rot-Grün-Schwäche) fand ich zwar den jeweils englischen und russischen Text einigermaßen schnell, aber der deutsche erschließt sich mir nicht. Deswegen glaube ich Dir einfach aufs Wort, dass Paule Street hauptsächlich, aber verwunderlicher weise völlig unamerikanisch ins russisch Schwarze getroffen hat.

    Ich meinerseits sehe das Ganze so:
    Der erste strategisch bedeutsame Fehler der Amis nach dem 14. August 1971 war der Abschied vom Goldstandard des Dollars. Er wurde besiegelt durch eine schwungvolle Unterschrift des weltbekannten Zockers Richard Nixon am 15. des Augusts, ein echter Dummer-August-Streich sozusagen. Damit stürzten sich unsere amerikanischen Brüder in eine gefährlich suizidale Schuldenfalle. Nur durch einen großen Krieg könnten sie diesem Absturz in ein „schwarzes Finanzloch“ noch entgehen. Sagen Fachleute.
    Der noch weit bedeutendere zweite Fehler war jedoch ihr Scheinsieg im „kalten Krieg“. Dabei hatte Pyrrhus von Epirus bereits schlappe hundert Jahre vor Beginn der Zeitrechnung mahnendes Beispiel dafür geliefert, wie man eben nicht gewinnen darf. Die Walesa-Inthronisierung in Polen am vierten Juni 1989 leitete das Hissen weißer Fähnchen in den Ländern des Warschauer Vertrages ein. Grandioses Mehrfach-Selbsttor. Wie kann man sich eines so dankbar unterlegen Gegners dermaßen dumm entledigen? Eine nahezu lebenslange Garantie auf Überlegenheit wegschmeißen, im doppelten Sinn zum eigenen Totengräber werden? Der sogenannte „Kommunismus“ im sogenannten „Ostblock“, nie ernsthaft bedrohlicher Gegenspieler, eher so eine Art von eingebildetem „Phantomschmerz“, verwandelte sich doch erst dadurch umgehend in etwas wirklich Gefährliches: In knallharte kapitalistische Konkurrenz. Schon Marx/Engels hatten davor gewarnt. Die größte aller US-amerikanischen Sorgen war angeblich lange Jahrzehnte, dass Russland, Energie- und Rohstoff-Koloss mit den geschickten Deutschen zum ernstzunehmenden Weltmarkt-Konkurrenten aufsteigen könnte. Das verriet Think-Tankler George Friedman. Und jetzt kommt der dritte strategische Fehlgriff, aller guten Dinge sind derer drei:
    Statt besser unverzüglich mit Russland Friede, Freundschaft, Eierkuchen und staatliche Wirtschafts-Knebelverträge zu schließen, statt die Russen in liebevoller Umarmung tödlich zu zerquetschen oder sie zumindest sich zu Tode saufen zu lassen, wurde reflexartig gierig (So einen kleinen niedlichen Militärstützpunkt im Kosovo! Chapeau!) der mehrere hundert Jahre bewährte amerikanische Knüppel in Jugoslawien aus dem Sack geholt, um die Russen solcherart zu verängstigen, kirre zu kriegen. Aber da war der rechte Moment versäumt, die Ära von Marionetten-Jelzin abgelaufen, ein anfangs offensichtlich harmlos-unscheinbarer Russen-Judokämpfer stellte sich einsam auf die Matte. Ungeschminkt, nicht mal Werbung auf dem Kampfanzug namens Gi. Wenn es wenigstens ein Catcher gewesen wäre, ein Showmaster . . . .
    Aber weil die Amis sich nicht gern durch solche Pokerface-Typen reinlegen lassen, bestrafte man dieses aufsässige russische Asterix-Dorf. Mit der durch den oben lobend erwähnten Mr. Street so meisterlich beschriebenen und erläuterten amerikanischen Russen-Phobie. Zuerst. Später kamen noch gerechte Sanktionen dazu und die indirekte Maßgabe, dass sich die bockigen russischen mit den unscheinbaren chinesischen Asterixen zusammenzufügen hätten, strafsweise irgendwelche Seidensraßen zu bauen. Aber ich wollte ja nicht mehr über nach hinten losgegangene Strategien reden. Noch heute erinnern sich die US-Taktiker (Von wirklich Strategen ist grad keiner in Sicht, obwohl, D. Trump hatte ja an der Klagemauer gerade eben Gott um Weisheit gebeten, lassen wir uns überraschen!) daran, dass man irgendeinen großen Krieg führen müsste, um aus dem „schwarzen Finanzloch“ wieder herauszukrabbeln. Nur hat ihnen niemand gesagt, dass man einen solchen GROßEN KRIEG zu allem Überfluss auch noch gewinnen müsste. Zum Andern ist wohl mittlerweile auch nicht mehr genug Geld in der Kriegskasse, einen solchen überhaupt anfangen zu können. Tragisch! Was lehrt uns das?

    Selbst gewiefte Taktiker können sich strategische Fehler auf Dauer nicht leisten
    Marx/Engels lesen hilft im täglichen Leben
    Gier ist Kumpel der Dummheit, Camp Bondsteel kleiner als Russland

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  4. Vollidiot sagt:

    Klapeko

    Eines gehört schon viele Jahrzehnte zur Weltpolitik – der Gegensatz von VSA und Moskau.
    Die Amis mögen kriegsgeile Zerstörer sein – aber sie haben nicht die Macht Moskau zu einem Freund zu machen.
    Der Hauptfeind ist Deutschland, ist dieses beseitigt, dann können D. und R. logischerweise nicht zusammengehen.
    In beiden Zentren wirken die Hintergrundmächte in der Absicht ihre Pläne durchzusetzen, vordringlich die Gefahr aus Mitteleuropa zu beseitigen. Diesbezüglich ist auch eine Überfixierung festzustellen, denn mit der Beseitigung eines Staates ist es alleine nicht getan; man müßte alle aufgreifen, überall und eliminieren, um die Kombination von Träger und Idee aus der Welt zu schaffen. Es besteht aber der Verdacht, daß die Idee von anderen aufgegriffen wird, die natürlich in veränderter Form sich am andern Ort und mit anderen Menschen entwickelt.
    Der Geist ist aus der Flasche, die Deutschen müssen dafür büßen, aber es ist auch ihr Verdienst, selbst wenn sie selber daran scheiterten.

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  5. luckyhans sagt:

    zu KPK um 08:55
    Lieber Klaus-P.K.,
    vielen Dank für deine Sicht der Dinge, die mir allerdings an einigen Stellen nicht unbedingt logisch erscheint.
    1. die Alternative für R.Nix. zu seiner Unterschrift wäre 1971 gewesen, schon damals den Bankrott des FED-Dollars offensichtlich werden zu lassen; dafür hatte man ihn aber nicht so mühsam an diese Position gebracht; also war die „Lösung“, den Petro-Dollar als einzige internationale Verrechnungswährung für Rohstofflieferungen anstelle der Teil-Golddeckung zu setzen, schon recht clever, wenn auch nicht auf seinem Mist gewachsen… 😉
    2. Wenn man den „Sieg“ im „Kalten Krieg“ so „gemacht“ bekam, dann muß das die bessere Alternative gewesen sein, den Wettbewerb der Systeme, der nicht nur ein ideologischer war, sondern vor allen ein ökonomischer, auf diese Weise zu beenden – besser als alle anderen Möglichkeiten.
    Wie ich bereits mehrfach schrieb, war Ende der 1980er Jahre die Planwirtschaft auf dem besten Wege, ihre Überlegenheit gegenüber der sog. Marktwirtschaft auch in Friedenszeiten (und nicht nur in Nachkriegszeiten, wo sie auch in der BRvD eingesetzt wurde, bis etwa Mitte der 50er Jahre) endgültig und unbestreitbar nachzuweisen, dank langsam anlaufender Computerisierung der Planungsprozesse – kann ich aus eigenem Erleben bestätigen.
    3. Völlig richtig ist die Unterschätzung des als Sündenbock vorgesehenen kleinen Administrations-Angestellten aus Sankt Petersburg – wir erinnern uns: Abschuß des U-Bootes „Kursk“ durch ein Nato-U-Boot mit 300 Toten, weitere Terrorakte im Land, dar. ein gesprengtes Hochhaus in Moskau, Tschetschenien-Krieg-Erbe usw. – der Mann sollte alle Sünden des Kohn- und Billy C.-Saufkumpans Jelzmann vor dem Volk „ausbaden“ – und erwies sich unerwartet als „Steher“, guter Schachspieler, Stratege und Taktiker…
    4. Einen Großen Krieg KANN es heutzutage nicht mehr geben, schon allein aufgrund der weitgehend computergesteuerten Welt-Wirtschaft (Energieerzeugung und -verteilung, Transport-Logistik usw.) mit ihren vielfältigen Abhängigkeiten – mit dem (ggf. viralen) Zusammenbruch dieser Computer-Netzwerke bricht die Wirtschaft, wie wir sie heute kennen, irreparabel auseinander: es werden keine Metalle und keine Chemikalien mehr produziert, und also auch keine Raketen und Munitionen – und die heutigen Vorräte an Waffen, Raketen und Munitionen reichen für etwa 30 – 45 Tage Großen Krieg – dann muß nachgeliefert werden, was nicht mehr gehen wird.
    Auf deutsch gesagt: die Globalisierung hat sich selbst ins Hemd gesch…nitten.

    Natürlich wissen das die Steuerleute der „Eliten“ – daher auch die immer wilder werdende Ablenkungs- und Angstmache-SHOW auf allen Gebieten: Politik (Trump, Putin, EU, Nato, Syrien, Jemen, Migranten, „Nazis“ usw.), Wirtschaft (Krise, Sozialabbau, Banken“rettungen“), Profisport, TV/Medienlügen, Justiz (Mahler), usw. usf. – damit die Massen von dem eben genannten Fakt abgelenkt werden und brav weiter ihre Lebenszeit und ihr Blut den Parasiten schenken, „freiwillig“ natürlich…

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  6. luckyhans sagt:

    zu Volli um 14:10
    „Der Hauptfeind ist Deutschland“ –
    das ist unsere deutsche Bauchnabel-Sicht.
    Wenn ich russische Quellen lese, dann schlägt mir dort dieselbe Bauchnabel-Sicht entgegen: alle wollen immer nur das russische Volk beseitigen. Was auch nachweisbar ist.

    Sagen wir also besser:
    genau diese BEIDEN Völker sind es, die den Welt-Parasiten quer im Magen liegen, zusammen mit allen anderen Volksstämmen, die aus der weißen Rasse (ehemalige Nordland-Bewohner/Hyperboräer/Arier) hervorgegangen sind: Iran, Kurden, Teile Indiens und Chinas, Ureinwohner Amerikas u.a., kurz: alle Volksstämme, die bisher schon immer ausgerottet wurden und weiterhin werden – meist indem sie aufeinander gehetzt werden…

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  7. Lieber Lucky, Logiker par exzellenz, Dein Wort, Deine Hoffnung in Gottes Ohr. Aber ZUM AUF DEN KNOPF DRÜCKEN braucht es keines VERSTANDES. Ich erinnere mich gar, plötzlich vor meiner nordkoreanischen Küste zwei mit Kernwaffen gerüstete amerikanische Demokratie-Export-U-Boote gesehen zu haben. Was folgert daraus konsequent logisch?

    Da getauchte, geheime U-Boote keinerlei Erpressungs/Nötigungshintergrund suggerieren können, waren es (logisch?) ernst gemeinte Fakten und Tatsachen mit dem an anderer Stelle angedrohten Kernwaffeneinsatz gegen Nordkorea. Zwei. (Dummerweise ist das hier prinzipiell anders als diese bekanntlich häufig auftretende Sonder-Situation, wo sich „Gut gemeint“ als das exakte Gegenteil von „gut“ erweist.) Das war exakt so ernsthaft, wie es beabsichtigt war: Vorbereitung für den Druck auf den Knopf, auf die Knöpfe. In diesem speziellen Fal lwürde dann selbst ein einziger Treffer vov abgesendeten 59 bereits völlig ausreichen. Dagegen sind 59 konventionell bestückte Tomahawk-Marschflugkörper auf einen unbedeutenden Steppenflughafen in der Pampa geradezu ein Fliegenschiss.) Dass ein nuklearer US-Präventivschlag auf … wen auch immer, seit Kurzem selbstmörderisch wäre, hat sich dortens noch nicht weit genug herumgesprochen. Frag beispielsweise den Gegenspieler des deutschen Herrn Mustermann, Herrn Donald Trump, einen ganz stinknormalen amerikanischen Durchschnitts Gebildeten mit einem IQ ebendieser dort satten exakt 100. (Und die amerikanischen 100 INTELLIGENZQUOTLINGE liegen beträchtlich unter den DDR-100 und sogar, man höre und staune unter den BRD-100 !!!) Der Donald Trump glaubt ja auch noch, dass ISIS vom Iran geschaffen wurde, las ich. Das ist genau der Mann, von dem wir in der NVA immer redeten, dass er Intelligenz durch straffe Haltung ersetzen würde. Oder George W. Bush, der den geplanten Afghanistan Einsatz beinahe versehentlich abgeblasen hätte. Nach der Ansicht von Luftaufnahmen der spektakulär zerklüfteten Bergmassive dort hatte er angenommen, seine Bomber wären wohl doch schon dagewesen . . .

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  8. Luckyhans sagt:

    zu KPK um 20:43
    Lieber K.-Peter,
    gegen Dummheit im Einzelfalle ist niemand gefeit, das ist richtig. Auch Dummheit als System mag an manchen Stellen seine „Berechtigung“ haben – je nach Zielstellung.
    Nur meine ich, daß diejnigen, die das Sagen haben und die ganz oben die Strippen der vielen Mario-Ebenen darunter in der Hand halten, werden – im Interesse ihres eigenen Überlebens – garantiert darauf achten, daß die wichtigen Knöpfe dieses Planeten nicht in zu große Nähe allzu dummer Leute kommen können… 😉

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