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Johannes Brahms / Cellosonate 1, Op.38, e-moll

Heute ist wieder so ein Tag, da suche ich Spuren reiner Inspiration, will mich innerlich reinigen. Habe heute noch mehr darüber erfahren, was in Bali und in gesamt Indonesien auch noch so läuft, was  in den Ferienprospekten und Schulbüchern und Zeitungen nicht steht. Wenn ich es verdaut haben werde, werde ich vielleicht berichten davon. Es gibt Zeitgenossen, die sagen abschätzig, ich sei eben vom schwierigen Europa abgehauen, ab ins Paradies. Wer Solches sagt, kennt von Bali/Indonesia nur einen Aspekt von Mehreren.

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Ich gedachte, etwas mir ganz Vertrautes hervorzukramen und erinnerte mich der zwei Brahmscellosonaten. Sie müssten Cello-Klaviersonaten heissen, denn die beiden Instrumente spielen auf Augenhöhe, übernehmen Neben – wie Hauptrollen. Die hier vorliegende Sonate spielte ich selber mir Leidenschaft. Die zweite war mir technisch zu schwer. Im nächsten Leben dann. Brauch ein besseres Gedächtnis für schwereres Zeugs. Bereits bestellt.

Die Aufnahme, die ich heute gefunden habe, übertrifft alle bisher Erlebten. Die beiden Musiker lassen sich von Brahms inspirieren, dass es knallt. Genial, kongenial gespielt, von beiden, und phantastisch sich ergänzend. Für mich sind da nur zwei Wermutstropfen: Der Tonmeister hat das Klavier zurückgeschraubt so, dass es 5 Meter hinter dem Cello steht. Es fehlt ihm durchs Band weg ein kleiner Zacken an Fülle, von Tiefbass bis Diskant. Sodann haben es mir die beiden Knaben im letzten Satz ein klein bisschen eilig. Weil sie aber nichts verhasten, sondern alles ausspielen, kann ich trotzdem mit Genuss mitgehen.

Um im Voraus einen Vergleich anzubieten, hier eine auch schöne Interpretation, bei welcher die Klangbalance derjenigen des Live-Erlebnisses gleichkommt. Kannst den Fortissimoschluss nehmen, als Beispiel. 24:22

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Und nun zur Trauminterpretation.

Mischa Maisky & Pavel Gililov

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Danke, Grossmeister Bruder Johannes. Danke, Grossmeisterinterpreten Mischa und Pavel.

thom ram, 04.05.0005, NZ, da es wieder  von Genies geschaffene Musik gibt.

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…kann es nicht verkneifen, mal zu schnöden…es gibt eine Aufnahme mit meiner verehrten Weltspitzenpianistin Yuja Wang. Ich habe nur den Anfang angehört. Sie weiss,  jedenfalls bis zu meinem ziemlich schnellen Wegklicken mit der Musik nichts so recht anzufangen, merkt nicht, was für Spannungen das Klavier auszudrücken hat, spielt brav nicht leise und nicht laute Akkördchen. Was habe ich gelacht.

In den ersten Takten gibt das Cello mit seiner Wandlungsfähigkeit auf einzelnem Ton wie auch auf der legatissimo –  Melodielinie  die Wellen vor, das Klavier schiebt sie mit  mittels Akkorden zurück. Eine kleine Welle muss anders zurückkommen denn eine Grosse. Es ist für den Pianisten ultraheikel, passend Mass an Agogik (leise Temposchwankung) und Dynamik (Lautstärke) zu finden so, dass das Ganze plastisch spannend ist, ohne auseinanderzufallen. Aber die schöne Yuja, hihihi, sie spielt wirklich harmlose Akördchen wie ein Klafünfschüler. Würde mir Spass machen, sie in diesem Stück mal ein Stündchen zu unterrichten. Psst, das war unter uns.

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Hab mich doch festgebissen und der Yuja Spiel da und dort noch angehört. Nein. Was Brahms sagt, das bringt sie nur lokalpianistisch raus. Sodann werden die beiden im letzten Satz Opfer ihrer Virtuosität. Zu schnell und das Fleisch am Knochen, die spannenden Innenstrukturen, sie werden stromlinienförmig durchgejagt. Uff, die Klavierstunde wird streng werden.

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Hier, bei Rachmaninov, da erkenne ich die Yuja wieder.

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Und jetzt ist Schluss mit Senf. Will mich equilibrieren.

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4 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. Querulant sagt:

    Sieh´ste Thommy, bei Deinem großen Verständnis und Können ist es Dir leicht, den Unterschied zwischen den diversen Interpreten herauszuhören und in Relation zum Komponisten zu setzen.
    Ich bewundere das – herzlichen Glückwunsch.

    In der Musik geht mir selbiges ab – nicht im Verständnis der Vermögenssicherung.

    Deshalb kein Kommentar dazu, wo mir Kenntnisse und Verständnis fehlen zu Musik und „Klempnerei“ („Dichtung“; lach)
    Könnte nicht ein jeder Mensch im „senfen“ so zurückhaltend sein?

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  3. Kwerulant

    Du meinst so zurückhaltend, wie du es bist?
    Nicht jeder schätzt seine Kompetenz kongruent zur Einschätzung von Beobachern ein. Das ist halt so.
    Mich stört nur, wenn jemand nicht Kompetenter so auftritt, als wären andere Meinungen zum Vornherii fautsch.
    Zum Beispiel Leute, welche nicht zum Himmel schauen, mich aber als hirngeschädigt betrachten, wenn ich was von Aerosolen sage.

    Jetzt gehe ich zurück, meine Innenreinigung ist dringend nötig.

    Ich habe das Buch bestellt, und es ist in der CH angekommen. Der nächste Balitramper wird es mir bringen.

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  4. Querulant sagt:

    Zitat: „Nicht jeder schätzt seine Kompetenz kongruent zur Einschätzung von Beobachtern ein.“ (t hinzugefügt)

    Wie wahr – wie wahr!

    Setzt aber Kompetenz nicht Wissen und Können voraus?
    „Einschätzung“ aber lediglich subjektive Annahmen und Unterstellungen?
    Ist dann der „Kompetente“ nicht doch besser „ernst“ zu nehmen als der „Beobachter“?
    Oder der „Beobachter“ gar dem „Kompetenten“ überlegen, weil er sich nicht mit Können und Wissen plagen muß?

    Aerosole:
    Habe an anderer Stelle gemutmaßt und beanspruche darauf das Copyright, daß doch die gesamte Atmosphäre chemisch verseucht ist und die harmlosen und völlig ungiftigen „Ausdünstungen“ der Flug-zeuge doch nur die Giftigkeit der Atmosphäre sichtbar werden lassen!
    Beispiel meiner „Einschätzung als Beobachter“ oder meiner „IN-Kompetenz“?

    „Das Buch“:
    Es beglückt mich sehr, dem Verlag mal wieder zu 52Euronen verholfen zu haben.
    Noch mehr Beglückung hoffe ich zu erlangen, wenn es zu Kompetenz verhülfe.

    Bitte es mir nicht zu verwehren anmaßend einen Hinweis ausbringen zu dürfen, dem von mir wegen seiner Übersetzungen sehr geschätzten „glücklichen Hänschen“ ggf. „Das Buch“ zur Steigerung seiner Kompetenz und Minimierung von Annahmen und Unterstellungen in Dingen, die seiner Übersetzungen nicht bedürfen, auszuhändigen, damit er es ebenso studiere und dann der Kompetenten auf dem Sektor „Vermögenssicherung“ dann schon Dreie angehören.

    Werde nun dem Wachsen der Blumen in unserem „Genossenschaftsgarten“ mein Augenmerk widmen.

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