bumi bahagia / Glückliche Erde

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Ludwig der Träumer zeigt sich berührt von der These von Rose:

„Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt geworden sind.
Wir werden alt, weil wir aufgehört haben zu spielen.“

Mir ergeht es gleich, berührt bin ich auch.

Ludwig der Träumer möchte,

dass die wunderbare Geschichte der Rose mehr Menschen erreichen kann.

Noch so gerne erfülle ich seinen Wunsch.

thom ram, 05.08.0004 (für nicht spielen Wollende 2016)

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Ich habe auf der Startseite mehr zufällig auf den Autor geklickt und stiess damit auf eine wirklich bedeutende Geschichte, die ich weiterleben lassen will. Eine kurze Geschichte, die das Leben vieler junger Menschen in andere Bahnen lenken könnte.

Ich bin mit der Rose. In meinem Rückblick belastet mich nicht die Scheiße, die ich gebaut habe, sondern diese Erkenntnis:

„Die Älteren unter uns bereuen für gewöhnlich nicht die Dinge, die sie getan haben, sondern viel mehr die Dinge, die sie nicht getan haben. Die einzigen, die den Tod fürchten, sind die, die bereuen.“

Daher möchte ich den ganzen Text der Rose hier nochmal festklopfen, damit möglichst viele daran reifen können.

Ludwig der Träumer, 05.08.0004
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Diese wunderbare Geschichte kursiert schon seit einer ganzen Weile im Netz. Sie handelt von einem jungen Mann, der von der Begegnung mit einer alten, weisen Frau berichtet, die eines Tages an seiner Universität auftauchte und die jungen Menschen dort mit ihrer Lebenserfahrung inspirierte. Am Ende wirst vielleicht auch du etwas Positives aus der Geschichte ziehen, also sei gespannt.
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Am ersten Tag an der Universität stellte unser Professor zunächst sich selbst vor und sodann eine Person, die wir alle auch noch nicht kannten. Ich stand auf um mich umzusehen und bemerkte eine sanfte Hand auf meiner Schulter. Ich drehte mich um und sah eine kleine, alte und runzelige Frau, die mich mit einem Lächeln anblickte, das ihre gesamte Erscheinung zum Leuchten brachte. Sie sagte „Hallo mein Hübscher. Ich bin Rose. Ich bin 87 Jahre alt. Darf ich dich umarmen?“

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Ich lachte und antwortete instinktiv „Natürlich darfst du das.“ und sie drückte mich fest an sich.
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„Warum bist du in deinem jungen und unschuldigen Alter schon an einer Universität?“, fragte ich sie. Sie antwortete vergnügt: „Ich bin hier um einen reichen Ehegatten zu finden, um zu heiraten und um ein paar Kinder zu bekommen…“

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„Nein ernsthaft“, fragte ich nach. Ich war gespannt darauf, was sie motiviert haben könnte, sich dieser Herausforderung in ihrem Alter zu stellen.

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„Ich träumte immer schon davon, einmal eine akademische Ausbildung zu machen. Und nun mache ich eine.“, erzählte sie mir.

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Nach der Vorlesung gingen wir zusammen zum Gemeinschaftsraum für Studenten und teilten uns einen Schokoladen-Milchshake. Wir wurden sofort gute Freunde. Für die nächsten drei Monate verließen wir stets zusammen den Unterricht und sprachen unentwegt miteinander. Ich war wie hypnotisiert, wenn ich dieser „Zeitreisenden“ dabei zuhörte, ihre Weisheiten und Erfahrungen mit mir zu teilen.

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Während des gesamten Kurses wurde Rose zur echten Ikone an der Uni und sie schloss Freundschaften, wo immer sie auftauchte. Sie liebte es, sich herauszuputzen und sie genoss die Aufmerksamkeit, die ihr die anderen Studenten zuteil kommen ließen. Sie lebte es förmlich.
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Am Ende des Semesters baten wir Rose darum, bei unserem Football-Bankett eine kleine Rede zu halten. Und ich werde niemals vergessen, was sie uns dabei gelehrt hat. Sie wurde vorgestellt und betrat das Podium. Als sie gerade damit begann, ihre vorbereitete Rede vorzutragen, ließ sie versehentlich drei ihrer fünf vorbereiten Karten fallen.

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Frustriert und auch ein klein wenig verlegen lehnte sie sich nach vorne zum Mikrophon und sagte: „Bitte entschuldigt, ich bin ein klein wenig nervös. In der Fastenzeit habe ich das Biertrinken aufgegeben und dieser Whiskey bringt mich einfach um. Ich werde meine Rede niemals wieder geordnet kriegen, also lasst mich euch einfach das erzählen, was ich weiß.“
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Wir lachten und sie räusperte sich kurz. Dann sagte sie: „Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt geworden sind. Wir werden alt, weil wir aufgehört haben zu spielen. Es gibt bloß vier Geheimnisse, jung zu bleiben, glücklich zu sein und Erfolg zu haben. Du musst lachen und du musst jeden Tag Humor beweisen. Du musst einen Traum haben. Und wenn du deine Träume aufgibst, stirbst du. Es gibt so viele Menschen, die durch die Welt laufen und bereits tot sind, ohne es zu wissen. Es gibt einen riesengroßen Unterschied zwischen älter werden und heranwachsen.

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Wenn du 19 bist und ein ganzes Jahr lang im Bett liegen bleibst, ohne auch nur eine einzige produktive Sache zu tun, wirst du 20 Jahre alt werden. Wenn ich 87 Jahre alt bin und ein Jahr im Bett liegen bleibe, ohne irgendetwas zu tun, so werde ich 88. Jeder kann älter werden. Das erfordert weder ein bestimmtes Talent noch irgendeine Fähigkeit. Die Idee ist aber vielmehr, heranzuwachsen, indem wir stets die Möglichkeiten wahrnehmen, uns zu verändern. Bereut nichts. Die Älteren unter uns bereuen für gewöhnlich nämlich nicht die Dinge, die sie getan haben, sondern viel mehr die Dinge, die sie nicht getan haben. Die einzigen, die den Tod fürchten, sind die, die bereuen.“

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Sie schloss ihre Rede damit ab, all ihren Mut zu fassen und das Lied „The Rose“ zu singen. Und sie forderte jeden einzelnen von uns dazu auf, den Text dieses Liedes zu verinnerlichen und ihn jeden einzelnen Tag unseres Lebens zu leben.

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Am Ende des Jahres erreichte Rose ihren Universitäts-Abschluss. Ein Jahr später starb sie. Sie war in Frieden und in sich ruhend eingeschlafen. Über zweitausend Studenten der Universität nahmen an ihrer Beerdigung teil, um der Frau die letzte Ehre zu erweisen, die uns an ihrem eigenen Beispiel gelehrt hatte, dass es niemals zu spät dafür ist, das zu sein, was du sein möchtest.
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Diese Geschichte sollte man verinnerlichen, denn sie bietet einem wahrhaftig einen Denkanstoß. Drum merke dir: „Älter werden ist Gesetz, erwachsen werden ist eine Option.“

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Autor:  Rose. http://www.heftig.de/rose/

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8 Kommentare

  1. Piet. sagt:

    Ich bin zwar noch keine 87, aber in dem Dreh.

    Bin tief berührt, tragt diese Geschichte weiter.

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  2. Piet sagt:

    Bin tief berührt.

    Bitte trage die Geschichte weiter.

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  3. Andy sagt:

    Ein sehr bewegender Artikel, darüber muss man wirklich nachdenken. Zum Schluss liefen mir doch fast noch ein Paar Tränchen übers Gesicht. Danke fürs Veröffentlichen.

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  4. Marietta sagt:

    Möchte mich den Vorrednern anschliessen, berührt bin und Tränchen rauskullern

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  5. thom ram sagt:

    Piet

    Word Press spinnt zurzeit ein bisschen. Du bist freigeschaltet, und doch ist dein 13:20 wieder in der Moderation gelandet. Ich kann das nicht ändern, schalte fälschlich dort gelandete Komments laufend frei.

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  6. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  7. viktor sagt:

    Vielen Dank -es berührt mich tief.

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  8. thom ram sagt:

    Sei willkommen, Viktor

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