bumi bahagia / Glückliche Erde

Mitfahrerbank Graben-Neudorf

Die Welt werde durch Pipifax Mitfahrerbank nicht verbessert,

kann einer unken, so er denn will.

Ich sage:

Die Welt wird verbessert, indem wir sie verbessern.

So einfach ist das.

Oder hat die Unke etwa eine Alte Naive dazu?

Nein?

Eben.

Jede Verbesserung ist ein Schritt in die richtige Richtung und wirkt zudem ansteckend und inspirierend.

Ich gebe Ludwig, dem auf der Mitfahrerbank Träumenden, das Wort.

🙂

thom ram, 10.06.0004 (2016)

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Die Mitfahrerbank, 

eine wundervolle Idee, die das Leben auf dem Dorf bereichert.

Dank an die Initiatoren, die mit viel Liebe zum Dorf dazu beigetragen haben.

Besonderer Dank gilt unserer Mühlenfee Susi (Susanne Schubert, links neben der stellvertretenden Bürgermeisterin Heidi Vedder – s. ihr Foto im Startbild im youtube, kurz eingeblendet) die nicht nur den Mühlengarten auf unserer Flußinsel, sondern auch den Schulgarten im benachbarten Graben-Neudorf pflegt und dabei Kids für das Gärtnern begeistert. Schade, daß ich hier kein Foto, das in den BNN erschienen ist,  einstellen kann, das begeisterte glühende Kinderaugen zeigt.

(Schick sie mir, dann häng ich sie hier ein, Ludowigo. thom ram)

Erstmalig wurde die Idee der Mitfahrerbank im Eifeldorf Speicher verwirklicht, und Susi brachte sie zu uns, nach Graben-Neudorf.

Ich sehe das Unternehmen als Anfang für ein neues Wohlfühlbach. Ein bescheidenes Projekt sicher, aber ein gewaltiger Schritt vorwärts, wo doch fast jeder nur noch in seinem SUV oder Smart nur Fahrerbesetzt von A nach B rast, ohne zu beachten, welche Mühe nichtmobile, zum Teil sogar gehbehinderte Menschen  haben, die Distanz von ein bis drei km zu bewältigen.

Warum die nicht mitnehmen?

Wer hat, der ist in der Pflicht, seinen Luxus mit materiell wenig Bemittelten zu teilen.  Die Erde gibt alles, und der Mensch hat genug geschaffen, damit alle im Überfluß leben können. Es ist nur eine Sache des Teilens. Ist das wirklich so schwer?

Habe heute einen Selbstversuch gestartet, mich auf die Friedhofsbank platziert und „Freßsmeile“ als Ziel angegeben. Nach zwei Minuten hielt ein Cayennefahrer an und fuhr mich zum Aldi. Noch dicker. Er sagte, ich solle gemütlich einkaufen gehen, er warte hier und bringe mich mit meinen Einkaufstüten, die sicher schwer sein werden, nach Hause, egal wo ich wohne.

🙂

Hab erstmalig in meinem Leben ein youtube hochgeladen, weil das Original in SWR nach sieben Tagen verschwindet. Schulterklopf Ludwig. Internet ist immer noch Neuland. Mutti hats gesagt.

Ludwig der Träumer

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http://swrmediathek.de/player.htm?show=bfbbaba0-2da5-11e6-9076-0026b975f2e6

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Nachtrag, 30.06.0004

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Ludwig der Träumer sagt:

Unsere Susi, die Mühlen- und Gartenfee und Initiatorin der Mitfahrbank in Graben-Neudorf hat mir über ihren wunderbaren Selbstversuch berichtet. All meine Motivation, diese in bb einzustellen, hat sie bisher bescheiden aus Zeitmangel? entschuldigt. Mir aufgetan, das für sie zu erledigen, wenn ich mag. Mach ich doch glatt. Sie liest regelmäßig hier mit. 

Hier ihre Erfahrung:

Das ganze Leben ist ein Versuch. Je mehr Versuche du durchführst, desto besser.
Ralph Waldo Emerson

Liebe Leute, ich erzähle Euch jetzt einfach mal, was heute morgen passiert ist:
Nach dem Frühstück Zähneputzen und dabei ein beunruhigendes Plätschern unter dem Waschbecken gehört.Aha, jetzt ist´s tatsächlich ganz abgefault, das Röhrle zwischen Armatur und Syphon.
Kein Problem für die Susi – die Reparatur. Wozu hat sie sonst eine Wapuzange? Baut das Röhrle aus, macht‘s sauber und denkt: „S´ísch grad Neune.
Da macht der gute Laden im Industriegebiet Graben-Neudorf auf, wo man einfach reingehen kann
und da steht ein freundlicher Herr hinter dem Tresen und hat einfach alles da, was du brauchst, ob
Hahn, Verschraubung, oder O-Ring. Schön, dass es noch solche Krämerläden auf dem Dorf gibt und ich muss nicht ausm Ort raus in irgndn Baumarkt.

Plötzlich kommt mir eine Idee: Ich fahr jetzt mit der Mitfahrbank. Wegen dem Röhrle schmeiss ich den Sechszylinder Oldtimer nicht an. Setz mich aufs Fahrrad und fahr zur Museumsbank, schließ das Fahrrad ab und stell das Schild „Einkaufsmeile“ ein. Als ich auf der Bank sitze, zeigt das Handy 9.07 Uhr an. Einige Autos fahren vorbei. Um 9.09 hält ein Auto an und eine nette Frau nimmt mich mit. Erzählt mir etwas über flachsende Freunde, die „Paris“ auf ein Schild schreiben wollen, und lässt mich am Köhler-Eck raus. Drei Schritte, dann bin ich im Laden, bekomme mein neues Röhrle. Erzähle noch kurz dem Inhaber meine Aktion und kämpfe mich regelrecht zwischen parkenden Autos in Richtung Einkaufsmeile durch. Drei Minuten muss ich laufen, bis ich bei der Bank am „dm“ angekommen bin. Dort drehe ich die Schilder, bis „Museum“ kommt, wische die Regenperlen von der türkisenen Bank und setze mich hin. Es tut gut, zu sitzen und ich habe keine Eile.
Ein paar Autos fahren vorbei. Eine Radfahrerin hält bei mir an. Sie kennt mich und wir sprechen über kasachische Höflichkeit. Kurz darauf hält ein Auto an. Ich verabschiede mich kurz von ihr und steige ein. Wieder eine nette Frau, die mich gerne mitnimmt bis zur Bank am Museum. Sie findet die Idee der Mitfahrbank super. Als ich mit dem Fahrrad Zuhause ankomme, ist es 9.25 Uhr. Ich kann es kaum glauben: Röhrle absägen, einbauen, dann ist das Problem binnen einer halben Stunde abgehakt und der Tag wird freier… Ich habe mich mit vier netten Leuten in dieser Zeit unterhalten, kein Benzin verbraucht und festgestellt: Der Versuch hat sich gelohnt.

also vielleicht öfter über einen Mobilmix vor dem Losfahren denken…

Mut dazu macht euch eure Susi!

Ludwig der Träumer:

Danke liebe Susi. Ich wünsche dir, daß Du dieses Jahr den ersten Preis für den naturnahen Garten reinholst. Du hast ihn verdient. Nicht zuletzt für Dein Engagement im Schulgarten Graben-Neudorf.

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Nachnachtrag.

Die Susanne Schubert, die Susi, sie repariert nicht nur Röhrchen 🙂

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BNN - Gartenfee Susi

Garten / Oeko / Susi / Kinder

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15 Kommentare

  1. palina sagt:

    das ist eine wirklich tolle Aktion.
    Sollte andere anregen diese Idee aufzugreifen und zu verwirklichen.

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  2. thomram sagt:

    Fällt mir noch ein:

    Heisse Gratulation an alle involvierten Behörden! Die haben Augenmass bewiesen!

    Ich denke, in der Schweiz wäre das kaum zu machen. Ich höre schon den Verkehrsminister: Bisch verruckt, das isch doch viil z gföhrlech, wenn ein Auto anhält!! Einfach so anhält!!

    Schweizer fahren nach Vorschrift, wo Fahrbahn ist, ist Fahrbahn, vertammi nonemol, die können nicht es bitzeli bremsen und ausweichen, fahren dem inn Arsch, oder wenn sie doch bremsen und ausweichen, dann nur mit erheblicher Erhöhung der Gefahr eines stressbedingten Herzinfarktes, wenn was Regelnonkonformes geschieht wie zum Beispiel „Auto hält am Strassenrand an“.

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  3. mkarazzipuzz sagt:

    @ Ludwig der Träumer
    Sehr gute Aktion, könnte ich mir sogar noch größer vorstellen.
    Ich spinne jetzt einfach mal:
    – elektronische Anzeigetafel mit den Anfragen der Wartenden, anstelle von Werbemüll
    – ein freier Platz mit solchen Bänken und gefahrloser Stopp-Möglichkeit
    – die Gemeinde finanziert das solidarisch.

    So etwas könnte ich mir an großen Straßen mit klaren Zielen auch für „mehr“ vorstellen.
    Aber noch einmal, das Realisierte finde ich als ehemaliger Randberliner „dufte“. Tolle Idee.

    @ tomram
    jaja, die Bedenkenträger.
    Bei der KFZ-Versicherung (die Haftpflicht) musst du aber aufpassen. Bei aller Nettigkeit, die du deinem Mitfahrer entgegen bringst, musst du immer mit dem Wurstkäse, also einem Unfall rechnen.
    Wenn dann dein Mitfahrer straff seine Möglichkeiten zieht, könnte es teuer werden.
    Damit will ich das Projekt aber nicht zerreden.

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  4. luckyhans sagt:

    @ mka-z:
    Es gibt auch Haftpflicht-Varianten, die einen Insassenschutz beinhalten und nicht wesentlich teurer sind als die „ohne“… könnte sich einbürgern bei denen, die nicht mit jedem Pfennig rechnen müssen. 😉

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  5. mkarazzipuzz sagt:

    @ luckyhans
    ja, das meine ich ja auch. Aber so pillepalle ist das nicht, denn bei Personenschäden kann das sehr teuer werden, wenn man nicht so versichert ist und der nette Mensch auf dem Beifahrersitz sich hinterher als gar nicht so nett erweist.
    Dein Tipp aber mit der Insassenversicherung gehört hierher. Man muss ja nicht erst auf die Schnau…. fallen,
    wenn man so Gutes tun will. Finde ich jedenfalls.

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  6. thomram sagt:

    Liebe Vorredner, ich bin ja Schwiizer, und ich kenne das alles. Erstens „überall ist hohes Risiko“, zweitens „alles und jedes muss doch versichert sein“, und drittens “ ich mache den anderen haftbar“.
    Auch das, was IHR nun geäussert habt, Risiken betreffend, will ich nicht zerreden. Doch möcht‘ ich plaudern.

    In Indonesien, da hat so gut wie kein MofaFahrer eine Versicherung. Mietest du als Bule (Ausländer) ein Mofa, so ist auch da keine Versicherung mit drin im Vertrag. Sicher gibt es auch Ausgabestellen, welche versicherte Mofas ausleihen, mir ist in nächster Nähe keine bekannt.

    Es erwächst daraus eine andere Einstellung. Es fährt unbewusst mehr Eigenverantwortlichkeit mit.
    Dazu noch:
    Nicht etwa, dass kein Streit entstehen könnte, wenn die Unfallursache nicht klipp klar ist, wer was zu bezahlen hat. Aber generell ist es einfach so:
    Der Reiche, der zahlt.
    In unserem Falle, für uns Bules gilt: Wir zahlen, denn wir sind reich, das weiss jeder Einheimische. Das gilt auch dann, wenn der Bule abgebrannt ist. Bule ist reich. Bule zahlt.
    Ich habe mich noch zu wenig erkundigt, ob meine Aussage auch wirklich auf Einheimische bezogen zutrifft. ich meinte, ja, der Reiche zahlt. Doch nimmts mich grad Wunder, ich werde mich noch schlauer machen.

    Aber die andere Einstellung…ihr könnt nachfühlen, worum es geht? Das Wissen, dass da keine Versicherung im Hintergrund steht, erzeugt ein grundsätzlich anderes Hintergrundgefühl beim Fahren. Angst? Nö, das keineswegs. Aber Eigenverantwortlichkeit stärkt es schon. Ach ja, sagt‘ ich schon, netschludignug.

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  7. mkarazzipuzz sagt:

    Nee, tomram,
    auch hier ist keine Entschuldugung nötig. Obwohl ich noch niemals in Indonesien war, nehme ich dir all das ab, was du sagst. Es stimmt halt mit anderen Berichten überein, die ich kenne.
    Genau die Eigenverantwortlichkeit ist auch mein Thema.
    Es gibt da eine alte Fabel aus den deutschen Landen:

    – Da ist jemand am Ertrinken in der Oder.
    – Da kommt ein Fischer daher und sieht diesen Ertrinkenden, will ihm seinen „Enterhaken“ reichen und trifft
    sein Auge.
    – Der Ertrinkende wird gerettet und geht zum Richter, weil er ein Auge verlor.
    – Der Richter entscheidet weise:
    „wir schmeißen dich erneut an gleicher Stelle mit annähernd gleicher Strömung in die Oder. Wenn du allein raus kommst und am Leben bleibst, werde ich deine Klage neu entscheiden“

    Nun, der Klagende zog seine Klage laut Fabel zurück.

    Allerdings haben wir heute einen großen Haufen von Leuten, die als Rechtsanwalt in unserer Heimat ihr Geld verdienen. Die interessieren solche Fabeln nicht. Die ziehen einfach durch. Bis zum bitteren Ende des Retters.

    Beim Thema Wasser fällt mir ganz spontan ein wundervolles Lied von Hannes Wader ein. Da ist der link:

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  8. mkarazzipuzz sagt:

    Hallo Tomram,
    entschuldigung, dass ich dein Thema nicht wirklich traf. Ich begreife das aber schon.
    Es geht um wirkliche Eigenverantwortung und das Dijenigen, die eh schon genug haben auch nicht noch die aussaugen, die nichts haben…
    Nimms mir nicht krumm. Hannes Wader passt dazu nicht wirklich. Aber halt ein schönes Lied…

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  9. Skeptiker sagt:

    @mkarazzipuzz

    Ach das Genauigkeits-Prinzip ist eh schwer einzuhalten.

    Irgendwann kommt die Zeit im Altersheim, lebende Leichen die manchmal schreien, die kriegen Mittel und sind dann still, was gibt es auch zu Schreien, nur weil sie keiner will.

    So gesehen komme ich immer mal ganz gerne vorbei.

    Gruß Skeptiker

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  10. Hawey sagt:

    Hat dies auf meinfreundhawey.com rebloggt.

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  11. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  12. Ludwig der Träumer sagt:

    Da wird mir doch angst und bange, nach den Kommentaren zur Versicherung. Wie konnte ich nur eine solche Initiative gutheißen und sogar weiterempfehlen, wenn an jeder Ecke Gefahr lauert. Am besten, ich mach da erst gar nicht mit. Dann bin ich verschont von allen Fallen, die an jeder Ecke durch meine Gutmütigkeit entstehen können.

    Wenn ich vor jeder Handlung zuerst an die Versicherung denke, hab ich schon verloren. Das Kleingedruckte in den Verträgen wird immer undurchschaubarer – perfider. Nicht, weil die Versicherungen nur Geld ohne Gegenleistung einsammeln wollen, sondern um anarchistische Ansätze zu verhindern. Sie sind Teil des großen Plans der Versklavung, fernab von der ursprünglichen Idee. Versicherung ist für mich eine essentielle Grundlage der Anarchie, die sich selbst darin erledigt. Aber, wer kapiert das schon. Alles muß abgesichert sein. Vor allem die Pfründe der Elite. Das tollste ist ihre Lebensversicherung durch unsere Einzahlungen. Wo kämen wir hin, wenn jeder nur noch das machen würde, was in seiner Seele angstfrei schlummert? Jegliche Bewegung zur lebenswerten Gemeinschaft, die sich mit Rat und Tat – vor allem ohne monetäre Interessen stützt, wird so niedergemacht, im Keim erstickt. Die meisten merken nicht einmal, in welcher Falle sie sich bewegen – und bezahlen dafür auch noch. Hauptsache abgesichert. Abgesichert von was, frage ich? So kommen wir nicht weiter.

    Eins ist mir durch die Kommentare zur Versicherung klargeworden. Es ist noch viel Arbeit in schöne gute Geschichten zu stecken um den Angsthasen von den Versicherungen zu befreien.

    Dazu gehört auch ein anderer Gedanke von mir zu dieser Seite und den Kommentaren, die davon abschweifen. Aus welchem Grund auch immer. Wie wärs mit einer neuen Rubrik: Speakers Corner. Dort kann jeder durcheinanderplärren. Das Thema ist mir zu wichtig, als daß ich es den Ablenkern überlassen will. Na ja, wenigsten habe ich hier noch keinen AH oder Pfaffengedanken entdeckt. Is doch schon mal was.

    Also bitte, nur noch gute Geschichten in dieser Seite. Sonst wird das nix mit der Menschwerdung. In Speakers Corner ist genug Platz für diejenigen, die das neue Wohlfühlbach noch nicht fühlen. Eine gute Geschichte tilgt hundert bad news, so mein Traum. Der wird war – wenn du nur wolle.

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  13. thomram sagt:

    Skepti

    Einmal mehr kann ich nicht folgen. Was soll herr Waalkes mit dem Thema und mit Vorangegangenem zu tun haben? Wenn irgend was eingeschmissen werden soll, dann bitte in den Postkasten.
    Aber vermutlich bin ich wieder mal zu blöd, um zu verstehen.

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  14. Ludwig der Träumer sagt:

    Unsere Susi, die Mühlen- und Gartenfee und Initiatorin der Mitfahrbank in Graben-Neudorf hat mir über ihren wunderbaren Selbstversuch berichtet. All meine Motivation, diese in bb einzustellen, hat sie bisher bescheiden aus Zeitmangel? entschuldigt. Mir aufgetan, das für sie zu erledigen, wenn ich mag. Mach ich doch glatt. Sie liest regelmäßig hier mit.

    Hier ihre Erfahrung:

    Das ganze Leben ist ein Versuch. Je mehr Versuche du durchführst, desto besser.
    Ralph Waldo Emerson

    Liebe Leute, ich erzähle Euch jetzt einfach mal, was heute morgen passiert ist:
    Nach dem Frühstück Zähneputzen und dabei ein beunruhigendes Plätschern unter dem Waschbecken gehört.Aha, jetzt ist´s tatsächlich ganz abgefault, das Röhrle zwischen Armatur und Syphon.
    Kein Problem für die Susi – die Reparatur. Wozu hat sie sonst eine Wapuzange? Baut das Röhrle aus, macht‘s sauber und denkt: „S´ísch grad Neune.
    Da macht der gute Laden im Industriegebiet Graben-Neudorf auf, wo man einfach reingehen kann
    und da steht ein freundlicher Herr hinter dem Tresen und hat einfach alles da, was du brauchst, ob
    Hahn, Verschraubung, oder O-Ring. Schön, dass es noch solche Krämerläden auf dem Dorf gibt und ich muss nicht ausm Ort raus in irgndn Baumarkt.

    Plötzlich kommt mir eine Idee: Ich fahr jetzt mit der Mitfahrbank. Wegen dem Röhrle schmeiss ich den Sechszylinder Oldtimer nicht an. Setz mich aufs Fahrrad und fahr zur Museumsbank, schließ das Fahrrad ab und stell das Schild „Einkaufsmeile“ ein. Als ich auf der Bank sitze, zeigt das Handy 9.07 Uhr an. Einige Autos fahren vorbei. Um 9.09 hält ein Auto an und eine nette Frau nimmt mich mit. Erzählt mir etwas über flachsende Freunde, die „Paris“ auf ein Schild schreiben wollen, und lässt mich am Köhler-Eck raus. Drei Schritte, dann bin ich im Laden, bekomme mein neues Röhrle. Erzähle noch kurz dem Inhaber meine Aktion und kämpfe mich regelrecht zwischen parkenden Autos in Richtung Einkaufsmeile durch. Drei Minuten muss ich laufen, bis ich bei der Bank am „dm“ angekommen bin. Dort drehe ich die Schilder, bis „Museum“ kommt, wische die Regenperlen von der türkisenen Bank und setze mich hin. Es tut gut, zu sitzen und ich habe keine Eile.
    Ein paar Autos fahren vorbei. Eine Radfahrerin hält bei mir an. Sie kennt mich und wir sprechen über kasachische Höflichkeit. Kurz darauf hält ein Auto an. Ich verabschiede mich kurz von ihr und steige ein. Wieder eine nette Frau, die mich gerne mitnimmt bis zur Bank am Museum. Sie findet die Idee der Mitfahrbank super. Als ich mit dem Fahrrad Zuhause ankomme, ist es 9.25 Uhr. Ich kann es kaum glauben: Röhrle absägen, einbauen, dann ist das Problem binnen einer halben Stunde abgehakt und der Tag wird freier… Ich habe mich mit vier netten Leuten in dieser Zeit unterhalten, kein Benzin verbraucht und festgestellt: Der Versuch hat sich gelohnt.

    also vielleicht öfter über einen Mobilmix vor dem Losfahren denken…

    Mut dazu macht euch eure Susi!

    Danke liebe Susi. Ich wünsche dir, daß Du dieses Jahr den ersten Preis für den naturnahen Garten reinholst. Du hast ihn verdient. Nicht zuletzt für Dein Engagement im Schulgarten Graben-Neudorf.

    thom möge den Zeitungsartikel der BNN hier noch einfügen.

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  15. […] In dieser famosen 76 tausender – Ecke gibt es noch etwas, wovon wir haben berichten können: Die Mitfahrerbank Graben-Neudorf. […]

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