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Bernard d’Ascoli / Dominique Cornil / Armen Babakhanian / César Franck / Prélude, Choral et Fugue

Mein Papa hat es gespielt, ich habe es gespielt, ich kenne sie vor- und rückwärts, diese romantische Epik, welche mir ein Stück vertrauter Heimat ist, voller Geheimnis, Verheissung, Schönheit und herrlich erlösend durchbrechender Gewalt. Deine Wiedergabe, Bernard, beglückt mich. Ich habe eben x Interpretationen angehört. Deine ist meine.

Nicht zu viel Sentimentalität, nicht zuviel weiss Gott was Hineininterpretieren auch noch, aber das, was Franck sagt, klar deutlich sagen, geradeheraus, doch differenziert erkannt, und mit loderndem Feuer dort, wo Leidenschaft drin steckt. Toll. Genial. Und wie triffst du die Tasten, du Bruder ohne Augenlicht? Ich ziehe tief meinen Hut.

thom ram, 06.06.0004 (2016)

.Franck Caesar

César Franck

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Kaum gekrönt, finde ich des Königs Meister. Meisterin. Alles, was Bernard ausdrückt, bietet Dominique auch dar, und….was ich bei ihr mag: Ihre Ungeduld in der Leidenschaft, die macht mich restlos fertig. Wenn Franck Zügel frei und Sporen gibt, dann gehen mir bei Cornils Interpretation alle Pferde durch.

Dominique Cornil. Warte warte, deiner Spur werde ich folgen!

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Du bist Mann und erfreust dich besonders des reizenden Gesichtes der sehr jungen Pianistin? Muss dich enttäuschen, die junge Frau ist heute nicht mehr jung. Ich hatte aber auch Bauklötze gestaunt: So viel herrliche, fordernde, drängende, ungeduldige männliche Energie im Spiel, wie ist das möglich?

🙂

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…und noch eine. Wuundervoll soo Vieles herausgespielt und als Gesamtes sicher stehend:

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Nachtrag im November 0005 (2017)
Toppt für mich alles:

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Musikkenner werden sagen, nein, das gehe gar nicht, Armen nehme sich viel zu grosse Freiheiten in Sachen Agogik (Temposchwankungen), er zerreisse das Stück, das sei nicht mehr César Franck.

Gegessen. Ich vernehme das anders. Ich bin kritisch was das Zusammenspiel von Tempo, Agogik und Dynamik (Lautstärke) betrifft, so kann zum Beispiel Celibidache Brucknersymphonien langsamer spielen lassen als alle anderen Dirigenten – und die Spannungsbögen sind trotzdem da.

Analog hier der Armen. Alles hat nicht nur sein inneres Gleichgewicht, viel mehr für mich: Er eröffnet mir noch mehr Weiten und Tiefen als was ich in dieser Komposition bis dieser Tage innerlich hörte und von Weltpianisten geschenkt bekommen habe.

Ranking AAA+++.

Thom Ram, 17.11.05

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12 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  2. jokey sagt:

    Zwei wahre Meister des Klaviers. Tolle Musik zum Sonnenaufgang…

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  3. thomram sagt:

    @ Jokey

    Ja, wa?

    Er, der Feinere, Verhaltenere, da und dort noch auf etwas zusätzlich Hinweisende. Sie, die grossen Bögen mit Ungestüm durchziehend, beim Hauptthema absolut fantastisch die Klanggirlanden gebührend unauffällig um die Hauptsachen rumwindend und so weiter weiter. Welche Wiedergabe ist besser?
    Zwei schöne Frauen, eine blond, eine schwarz. Welche ist schöner?
    Der Morgen ist herrlich. Der Abend ist feierlich. Was ist eindrücklicher?

    Die dümmsten Fragen, das kommt von der Vergleicherei. Immer sind beide die Schönsten Gutesten. Auch meine zwei 250er, zwei treue Bräute. Immer wenn ich die eine fahre, denke ich, sie sei die Bessere, bis ich auf der andern hocke und Gas gebe, dann ist die die bessere.

    Plapperplapper 😉

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  4. Katja sagt:

    Hi Thomram,

    „Zwei schöne Frauen, eine blond, eine schwarz. Welche ist schöner?“

    Beide Aufnahmen sind sehr schön… 🙂 Über die Frage, welche Frauen jetzt schöner oder heißblütiger sind, die blonden oder die dunklen, lässt uns selbst Flaubert sehr im Unklaren.

    Nachzuschlagen hier (Dictionnaire des idées reçues):

    http://www.leboucher.com/pdf/flaubert/b_fla_di.pdf

    „BLONDES
    Plus chaudes que les brunes (voir brunes, p. 11)

    BRUNES
    Plus chaudes que les blondes (voir blondes, p. 10)

    NÉGRESSES
    Plus chaudes que les Blanches (v. brunes, p. 11 et blondes, p. 10).“

    Das Huhn oder das Ei oder sogar beides? Ein bayrischer peintre-poète sagte in seinem Film „Der Neger Erwin“ (wenn ich mich recht entsinne):

    „Und er findet die Frauengesichter, die Mädchengesichter wunderschön…Die blonden Haare erinnern ihn an ein Hünernest bei Tag und die dunklen Haare erinnern ihn a ein Hühnernest bei Nacht. Da spürt er eine heiße Sehnsucht nach Freiheit und Liebe und er vergisst, dass in der langen Gefängniszeit sein Haar ergraut ist und sein Anzug auffallend altmodisch geworden ist. Er vergisst auch, sich vor allen tüchtigen Geldverdiener-Männern zu fürchten…“ (etc.)

    Herzliche Grüße, Katja

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  5. jokey sagt:

    Yow, weisst, Du hast es schon gesagt. Da capo…Jetzt kurz vor Sonnenaufschwupp – hier werde ich nochmals reinhören. Zur Zeit eröffnen die Vögel ihr Konzert. Gestern als ich das zum erstenmal hörte kam mir meine liebste
    Klaviersonate in den Sinn vom Beethoven „Der Sturm“ dmoll…auch nicht zu vergleichen…

    Motobike : ganz wichtig dabei ist,will sagen, mir selbst fiel zuerst auf – der schnelle Wechsel der Gerüche,die
    Blasen der Geruchswelt in ständigem Wechsel, so je nach Speed alle 10 bis 100m. Dabei muss mer nicht rasen, aber eine gewisse Mindestgeschwindigkeit brauchts schon

    Apropo Plapperplapper: Mir scheint da ist ein ähnlicher Humor wie meiner… -;)
    :

    „Kennst du den Unterschied zwischen einer Waschschüssel und
    einem Steinway-Flügel?“
    „Keine Ahnung.“
    „Dann pass ja auf, wenn du dir mal ein Klavier kaufst.“

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  6. jokey sagt:

    Schon wieder ein Tippfehler. Diesmal wars der Smnily. 😉

    Übrigens ein ein guter Link. Wenns noch nicht bekannt ist:

    https://probstart.wordpress.com/about/you-tube/wichtige-mitteilung-fuer-alle-menschen-2016/

    Lieber Gruss

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  7. thomram sagt:

    Katja

    Sei willkommen, erst recht, da du dich mit doch zack grad Tiefgreifendem einführst 😉
    Danke dir für müheloses Schmunzeln!

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  8. Vollidiot sagt:

    d’Ascoli erfüllt den Anspruch nach gendermainstriehming besser.
    Da dachte ich zuforderst an Tschaykowsky in der Schweiz, boah – sieht der Bursche aber schnuckelig aus.
    Jetzt weiß ich, daß das ein Dirndl ist.

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  9. thomram sagt:

    Volli
    Ah. Erkannt. Er beliebt zu lieben Zwitteriges, dirndlischer Bursch und bürscheliges Mädl.

    Trat anno dazumals in’n Plattengeschäft, da hing an der Wand die Foto einer mich aber wirklich zack berauschenden Weibelichkeit.
    Ich fragte natürlich, wer denn diese Musikerin sei. War Michael Jackson.

    So wie ich jeden Meter das Maschinchen meiner Sugi Inazuma reinschlürfend geniesse, so könnte ich noch hunderte Male sagen: Was die Cornil hinlegt, macht mich kirre vor Begeisterung. Dies Gemisch. Technik beherrscht, kann mit den Tönen machen, was sie will (können andere Topsternmusiker auch). Das alleine reizt meinen alten Bewunderer, der auf dieser Ebene nie war. Hat aber der Ascoli auch zur Verfügung – also ist das der Zusatzreiz für mich keineswegs. Was verd nua isses.
    Vielleicht hab icks grad.
    Sie lässt Vulkan erupieren gnadenlos so, wie Vulkan erupiert, nämlich gnadenlos – nachdem sie gezeigt hat, dass sie das ganz kleine Bächlein hört und dem Veilchen im kleinen Windhauch zugeschaut. Und ich habe dieses Stück schon von x Pianisten gehört, sie kann zwischen Wichtig und Unwichtig, zwischen grosser Sonnenbahn und Satellitchengetaumele unterscheiden.

    Einer analytischerer Betrachtung wert, dette Dingn. Und warum? Bringt Analyse was, kann ich sie fressen? Nö. Analyse ist der Puck beim Hockey. Die Schlittschuhtechnik und die Strategie und die Schlägerfertigkeit sind das Leben. Was der Puck macht, ist das nebensächliche Resultat, welches aber auf Ersteres zurückschielt.

    Ha. Hab ich nun saugscheid oder saudumm gred’t?

    Hauptsache, wir haben darüber dissekutiirt, gäll.

    Wettene, dass dessene dem Neuelinge Dschokeei auch gefällt. Scheint ein Oberspünnea zu sein, denn was er so von sich gibt, leuchtet mir bislang einfach ein. Oh Reim. Oh Wonne, die Sonne.

    Jaja, s wird mühesame, ich hör schon auf. Aber bin ja Chefe hier, keiner daaf motzn.

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  10. thom ram sagt:

    Noch eine phantastisch innige und leidenschaftliche und eigenwillige Interpretation gefunden eben!
    Unglaublich inspiriert und damit inspirierend!
    🙂

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  11. thom ram sagt:

    Und noch toppender….

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  12. thom ram sagt:

    …dazu noch…

    Musikkenner werden sagen, nein, das gehe gar nicht, Armen nehme sich viel zu grosse Freiheiten in Sachen Agogik (Temposchwankungen), er zerreisse das Stück, das sei nicht mehr César Franck.

    Gegessen. Ich vernehme das anders. Ich bin kritisch was das Zusammenspiel von Tempo, Agogik und Dynamik (Lautstärke) betrifft, so kann zum Beispiel Celibidache Brucknersymphonien langsamer spielen lassen als alle anderen Dirigenten – und die Spannungsbögen sind trotzdem da.

    Analog hier der Armen. Alles hat nicht nur sein inneres Gleichgewicht, viel mehr für mich: Er eröffnet mir noch mehr Weiten und Tiefen als was ich in dieser Komposition bis dieser Tage innerlich hörte und von Weltpianisten geschenkt bekommen habe.

    Ranking AAA+++.

    Thom Ram, 17.11.05

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