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Ukraine-Ticker (6)

Hier wieder das Neuste vom Tage aus dem Osten Europas – EU hin oder her, sie stellt nicht Europa dar.
Bitte nicht vergessen, daß dieser Krieg ziemlich nah an unseren Grenzen stattfindet – es sind knapp 2000 km Luftlinie, also etwa 2 Flugstunden. Oder wenige Tage rollende Panzer – denn so wie sich die EU in diesem Konflikt bisher positioniert hat, sollten wir uns im Klaren sein, daß im Falle „großer“ Kriegshandlungen, also eines „offiziellen“ Eintrittes Rußlands, natürlich Brezszinskis Polen auch sofort die ukrainische Grenze Richtung Osten überschreiten wird, und damit haben wir den berühmt-berüchtigten Nato-„Bündnisfall“ und sind automatisch Kriegspartei. D.h. die russischen Panzer würden bis zum Atlantik rollen (können).

Und davor bewahrt uns momenten NICHT die politische Klugheit oder Weisheit „unserer“ hörigen und gekauften Politiker-Darsteller, sondern einzig und allein die Geduld und Voraussicht eines Präsidenten Putin – ist uns das wirklich klar? Denken wir auch darüber nach?
Dazu also weiter unser Ukraine-Ticker…
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1. Der Kommandeur einer Aufklärungseinheit der DVR-Volkswehr berichtet über VSA-Waffen, die neuerdings im Bereich der Ortschaft Schirokino zum Einsatz kommen, darunter ein neuer Panzer mit verbessertem Zielsystem und neuer hochwirksamer Munition, welche Wohnhäuser in Minuten dem Erdboden gleichmacht. Auch wurden bei gefallenen Gegnern Verbandpäckchen und Munition mit englischer und polnischer Aufschrift gefunden.

2. OSZE-Beobachter haben am 27. März in der Zeit von 14:40 bis 17:15 Uhr einen intensiven Beschuß des Dorfes Schirokino durch die ukrainische Armee festgestellt, insgesamt 225 Minenwerfer-Einschläge. Ähnliches war schon am 14. und 21. März passiert, wobei Panzer, 122-mm-Haubitzen und Granatwerfer zum Einsatz kamen.

3. Ungeachtet der Gas-Schulden der Ukraine gegenüber Rußland in Höhe von 4,5 Mrd USD wird Rußland weiterhin Gas an die Ukraine liefern, und zwar gegen Vorkasse und zum Preis von 248,17 USD pro cbm (d.h. fast zum gleichen Preis wie bisher, das waren 247,80 USD/cbm).
Die Ukraine habe 30 Mio USD überwiesen, dementsprechend werde ab 1. April nach dem neuen Vertrag geliefert, erklärte der russische Energieminister Nowak. Ebenso hat Rußland seit dem 19 Februar ca. 400 Mio cbm Gas an den Donbass geliefert – die ukrainische „Naftogas“ verweigert jedoch die Bezahlung an „Gasprom“.
Dagegen ist (entsprechend den IWF-Kreditbedingungen) für den ukrainischen Endverbraucher der Gaspreis zum 1. April um das 3 – 6fache gestiegen, während Madam Timoschenko einen um 15 – 20% schlechteren Energiegehalt des russischen Gases festgestellt haben will. Unter dem Vorwand der Korruptionsbekämpfung verlangt sie die Auflösung der „Naftogas“.
Wir erinnern uns daran, daß dieselbe Person für ihre Gasbetrügereien rechtskräftig verurteilt gewesen ist – ihre Chuzpe ist verblüffend.

4. Das ukrainische Parlament „Werchownaja Rada“ plant auf Betreiben von Jazenjuk, bis zum 9, Mai ein Gesetz zu erlassen, das juristisch den Kommunismus mit dem Nazifaschismus gleichsetzt – quasi als „Geschenk“ zum 70. Jahrestag des Sieges über Hitlerdeutschland.

5. Oligarch-Präsident Poroschenko versucht weiterhin, die UNO zur Entsendung von sog. Friedenstruppen in die Ostukraine zu bewegen – als ob es keine Minsker Vereinbarungen gäbe.
Und sein kürzlich von ihm gemaßregelter Oligarchen-Kollege Kolomojskij hat sein 2008 verhängtes Einreiseverbot in die VSA aufheben lassen und befindet sich jetzt dort – ob sein Einreisevisum in seinen ukrainischen, israelischen oder zypriotischen Paß gesetzt wurde, sei nicht bekannt.

6. Wie kürzlich berichtet wurde, war die Dnjestr-Republik (Hauptstadt Tiraspol) in Konflikt mit der Ukraine geraten. In dieser von Moldawien abgespalteten Teilrepublik hatte im Jahre 2006 ein Referendum stattgefunden, in welchem 97% der Teilnehmer für eine staatliche Selbständigkeit und den nachfolgenden Anschluß an Rußland gestimmt hatten.
Nun hat die Führung in Tiraspol eine 900-Grad-Wende hingelegt und mit Moldawien, das seinerseits mit einem Anschluß an Rumänien liebäugelt, vereinbart, gemeinsam sich um eine EU-Integration zu bemühen.
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Für Nicht-Kenner:
Die 900-Grad-Wende wurde seinerzeit 1990 in den sog. „Neuen Bundesländern“ von vielen ehemaligen „Blockflöten“, aber auch vielen ehemaligen SED-Mitgliedern geübt, damit sie in die „neuen“ westlichen Parteiorganisationen der CDU, SPD und FDP „paßten“ – und die geht so:
zweimal blitzschnell, nach allen Seiten sichernd, eine volle Umdrehung um die eigene Achse, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren, und dann die obligatorische 180-Grad-Wende in die neue Marsch-Richtung… 😉

Luckyhans, 4.4.15


2 Kommentare

  1. Petra von Haldem sagt:

    Danke für den lebendigen anschaulichen Bericht, den uns hier sonst niemand bietet, also ich meine die MSMädjen………………..

    Gefällt 1 Person

  2. luckyhans sagt:

    Hier die inzwischen aufgewachte (?) German Foreign Policy mit ihrer Ukraine-Analyse:
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59088

    Gefällt mir

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