bumi bahagia / Glückliche Erde

Wir hatten begonnen, für junge Leute hier auf alternative Möglichkeiten der Gestaltung ihres Lebens hinzuweisen – dies waren Waldgartendörfer, Ökodorf und Familienlandsitze. Allen diesen Modellen liegt der Gedanke zugrunde, daß mensch wieder in engeren Kontakt mit Mutter Natur kommt und dies auch täglich leben kann.
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Nun verlangt ein solcher Schritt in eine völlig andersgeartete Lebens-Gemeinschaft nicht nur eine ziemlich große Umstellung des ganzen Lebensstils – da kommt dann vieles mit der Zeit „von ganz allein“, weil im Kontakt mit Mutter Natur und Gleichgesinnten sich die eigenen Ansichten recht schnell verändern können.
Es sind eben auch gewisse Investitionen erforderlich – das Land muß gepachtet oder gekauft werden, Beiträge in den jeweiligen Vereinen oder Stiftungseinlagen sind fällig, und für den Aufbau der entsprechenden Land-, Forst- und Haus-Wirtschaft müssen, selbst wenn man viel in Eigenleistungen machen kann und sich gegenseitig viel helfen kann, zumindest die erforderlichen Materialien gekauft werden.

Natürlich hilft auch hier das gemeinschaftliche Vorgehen, das schnell Mengenrabatte bringt und Transportkosten einsparen hilft – aber ganz ohne Eigenmittel kommt man eben doch nicht aus.
Ganz junge Leute können sich natürlich vertrauensvoll an ihre Eltern und/oder Großeltern wenden, die sich oft als „unerwartet“ verständnisvoll erweisen und ihren Kindern und/oder Enkeln gern mit Rat und Tat (also auch Finanzmitteln) zur Seite stehen – wichtig ist, die „alten Herrschaften“ mitzunehmen in seinen Traum vom selbstbestimmten Leben.

Nicht mehr ganz junge Leute haben meist schon eigene Ersparnisse, die natürlich sinnvoll und rational angewendet werden sollten – denn meist ist ein solcher Schritt in einen Familienlandsitz damit verbunden, daß man sich vom bisherigen Leben (und damit auch vom „Einkommen“) weitgehend „abnabelt“.
D.h. es muß vorher sehr gut durchdacht werden, womit man sich, neben der eigenen „Land-, Haus- und Forstwirtschaft“, dann noch handwerklich befassen kann, um zum einen eine jahreszeitlich durchgängige Beschäftigung zu realisieren und zum anderen über die Gemeinschaft und das Zusammenwirken auch Einnahmen zu generieren.

Denn es darf ja nicht vergessen werden, daß alle nicht natürlich basierten Einrichtungen (Solaranlagen, Elektro-Werkzeuge, Pumpen etc.) außer der Wartung und Pflege, die sie benötigen, auch nur eine begrenzte Lebensdauer haben, die unter den Bedingungen der naturnahen Siedlung bei nicht vollständig durchdachter Handlungsweise (hoher Stromverbrauch etc.) relativ schnell (im Vergleich zu den Herstellerangaben) zu Ausfällen neigen können.

Es ist also keineswegs „verkehrt“, sich Gedanken zu machen, wie ein Geldfluß zugunsten der neuen Gemeinschaft gemeinsam organisiert werden kann. Klar, die ersten 20 oder auch 200 solcher Siedlungen können noch Seminare und „Schnupperkurse“ verkaufen – aber irgendwann ist da der Bedarf auch gesättigt.
Also müssen Konzepte erdacht werden, wie man handwerklich sinnvolle und nützliche (und vor allem auch gefragte!) langlebige Artikel herstellen kann, ohne die Nachteile einer quasi-„industriellen“ Produktion in Lauf nehmen zu müssen.
Hier sind kluge Ideen, geschickte Organisation und Arbeits(ver)teilung angesagt…

Es gibt also eine Menge an Dingen, die vorher gut durchdacht und vorgeplant werden können. Dazu gehört natürlich auch die Beschäftigung mit der künftigen eigenen Lebensweise – angefangen vom eigenen Tagesablauf bis hin zu so banalen Dingen wie dem Umgang mit den eigenen „Abprodukten“.

Vielfach wird auch der Arbeitsaufwand, den ein solcher Familienlandsitz erfordert, viel zu hoch eingeschätzt. Denn nach einer Aufbauphase ist sehr schnell ein Zustand erreicht, wo bei richtiger Organisation fast alles von allein wächst und nur noch wenig „Pflege“ benötigt – vor allem ein Nährwald ist da, neben dem Gartenbereich, sehr zweckmäßig.
Wirklich extrem hilfreich können hier die 3 schmalen Büchlein von Masanobu Fukuoka sein, der für die naturnahe Land- und Gartenwirtschaft sehr viele wichtige Hinweise aus eigener langjähriger Erfahrung gibt, wie man mit tatsächlich minimalem eigenem Arbeitsaufwand „die Natur machen läßt“ – sie weiß es eh besser… 😉

Auch sollte man sich bei der Planung seines künftigen Lebensstils darüber im Klaren sein, daß je mehr man weiterhin „die Segnungen der Zivilisation“ nutzen will – von der Waschmaschine über den Staubsauger (falls benötigt?) bis zum Internet – desto mehr muß man auch die Nachteile dieser technologischen Welt „in Kauf nehmen“ – d.h. dafür technische Lösungen und Ausgaben vorsehen – nebst den bereits erwähnten Ersatzinvestitionen nach einiger Zeit.
Auch die „unsichtbaren“ Nachteile der Technologien dürfen dabei nicht außer acht bleiben – elektromagnetische Strahlungen der verschiedensten Frequenzbereiche eingeschlossen.

Es mag hier etwas altklug klingen, aber es ist extrem hilfreich, eine vorherige saubere „geistige Durchdringung“ des ganz alltäglichen Lebens zu schaffen, d.h. sich ganz konkret und detailliert gemeinsam vorzustellen, die der eigene Tagesablauf in allen Einzelheiten sich gestalten wird – vom Wecken (wodurch?) und Aufstehen über das morgendliche Frischmachen bis zum Toilettengang: ups, Wasserspülung ist ja nicht mehr – wohin mit den „persönlichen Abprodukten“? Flüssig und fest getrennt – klar, aber wie genau – wo soll welcher Behälter stehen? und wie kommt das dann auf den Kompost – oder direkt unter den Apfelbaum? und im Winter?
Alles nicht ganz so einfach… 😉 … und so konkret durch den ganzen Tag.

Klar – über all diesen Problemen und Problemchen darf nicht vergessen werden, daß eine solche naturnahe Lebensweise in einer Familien-Landsitz-Siedlung ganz enorme Vorteile mit sich bringt, die durch nichts aufgewogen werden können.
Da ist die naturnahe Lebensweise als solche, die uns selbst wieder näher an die ursprünglichen Möglichkeiten unserer menschlichen Existenz heranbringt (in unserer „zivilisierten“ Welt verschämt als „Para-Wissenschaften“ beiseite gedrängt).

Dann die segensreiche Einwirkung eines naturnahen Lebens auf unsere Kinder und deren Nachkommen – nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch die seelische Ausgeglichenheit und die geistige Vielfalt des Wissens sind enorm – natürlich nur, wenn es gelingt, die Kinder vor den staatlichen Abrichtanstalten (neuerdings Kita statt Kindergarten und nach wie vor Schulen genannt) zu bewahren.

Ein reiches Gefühlsleben in Übereinstimmung mit der Natur und ihren Prozessen ist ebenso natürliche Folge solcher Entwicklung wie auch umfassende Kenntnisse in Fragen der Organisation und Planung, der Beherrschung komplexer Prozesse und viele andere Kenntnisse, die „geschulten“ Menschen erst mühsam „beigebracht“ werden müssen.

Die Vielfalt und Tiefe des „Andersseins“ kann theoretisch nur erahnt werden – wenn es gelingt, sich von den Zwängen der nur-materialistischen Denkweise zu befreien, ist alles möglich – ohne „neue“ Religionen, aber mit dem Vertrauen auf die Allmacht der Natur

Kinder, die in solchen Familienlandsitzen aufwachsen, erreichen allein durch den engen Kontakt zur Mutter Natur früher ihre geistige und körperliche Reife, erlangen unabhängig von der jeweiligen Konstitution eine natürliche Widerstandskraft und innere Sicherheit, sind einfühlsam und auf ganz natürliche Weise verantwortungsbewußt.

Ihnen sind die komplexen Zusammenhänge, gegenseitigen Abhängigkeiten und Wechselwirkungen in der Natur von Grund auf vertraut, was sehr früh zu tiefer Weisheit und Lebensklugheit führt – die sog. „Bauernschläue“ natürlich eingeschlossen.

Bei entsprechender Organisation und Lebensweise wachsen diese Kinder auch ohne die schädlichen Einflüsse des sonst überall (dank „Zivilisation“) vorhandenen seelenzersetzenden Elektrosmog auf, sie bekommen natürliche Lebensmittel als Nahrung und leben natürlich – ohne die vielen schädlichen „Segnungen“ der chemischen, pharmazeutischen und Kosmetik-Industrie.

Was kann es Schöneres für Eltern und Großeltern geben?

Also, ran an den Speck, und rein in eine Familien-Landsitz-Siedlung… 😉

Luckyhans, 4.4.15


1 Kommentar

  1. […] den Vorschlägen und Hinweisen für junge Leute wollen wir uns heute mit den älteren Generationen befassen, denn auch hier gibt […]

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