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Und gleich nochmal NZZ SD FAZ zur Ukraine

Verdankenswerterweise berichtet die NZZ richtig, dass Merkel und Hollande Putin in Moskau aufgesucht und ein 5 stündiges Gespräch geführt haben.

http://www.nzz.ch/international/europa/lange-nacht-im-kreml-1.18477808

Dass Merkel und Hollande das direkte Gespräch mit Putin gesucht und aufgenommen haben, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Da gibt es nichts zu mäkeln.

Dass die NZZ meint, die Zeit „spiele Putin in die Hände“, wenn das Geschehen im heutigen Sinne weitergehe, zeugt vom Zynismus der Gazette. Das Blatt geht davon aus, dass Putin das Land zerstört sehen will, um danach „wieder Schritte in Richtung russisches Imperium“ zu tätigen und die Ukraine zu unterwerfen.

Interpretiere ich richtig, neue Zeitung von Zürich?

So ich dich richtig verstanden haben sollte, unterstellst du Putin eigennützig materielles Gewinn- und Machtstreben.

Und das, nachdem der Westen Russland unter Jelzin um ein Haar komplett ausgesaugt hat.

Und das, nachdem die NATO entgegen allen Abmachungen bis vor fast die Haustüre Russlands vorgerückt ist – und Putins Regierung die Füsse still und still und still gehalten hat.

Und das, nachdem USUKIL in Kiew mit brutaler Gewalt eine Marionettenregierung installiert hat, welche nur ein Ziel verfolgt: Das Land im Reigen lieber Oligarchen ausbeuten.

Voll verdreht, die neue Zeitung von Zürich.

Das tägliche Gemetzel ist – wie immer – lediglich für die Banken materieller Gewinn, und die Waffenndustrie, die steht als weiterer möglicher Geldgewinner in den Startpflöcken. Das heisst: Der Geldadel gewinnt – wie aus jedem Krieg.

Was sollte Putin davon haben, wenn sich die Ukrainer untereinander zerfleischen? Putin ist nicht Stalin, der unnütze Brotfresser tilgte. Im Gegenteil. Putin, und damit Russland, hat ein vitales Interesse daran, eine gesunde Ukraine als Nachbarn zu wissen, mit dem Austausch auf allen Ebenen betrieben werden kann.

Na ja. Für eine Weile werde ich es mir nicht mehr antun, in die NZZ zu gucken. Kann in jeder anderen grossen Zeitung lesen – es steht dieselbe Lüge drin. Das mal kurz testen.

Aha.

Die SD scheidet folgende Lüge aus:

„Merkel wagte den für sie außergewöhnlichen Schritt, dass sie am Freitagabend bei dem Mann vorstellig wurde, der alleine über die Macht verfügt, den Krieg zu beenden: Wladimir Putin.“

Also bitte. Wer greift da wen an? Wer hat den Waffenstillstand gebrochen? Glaubt jemand im Ernst, auch nur ein einziger ostukrainischer Kämpfer würde weiterschiessen wollen, würden sich die Vergewaltiger von Kiew zurückziehen???

Und.

Wie wollte Putin die Poroschenkos dazu bewegen, ihr Gemetzel einzustellen?

Oder.

Aha ich verstehe die SD endlich:

Die Ostukrainer sollen doch wohl einfach sich unbewaffnet auf die Strassen stellen und warten, bis die sie gnädig erlösende Bombe endlich genug nahe einschlägt oder und sie mögen tatenlos darauf hoffen, dass wieder mal 200 Zivilisten eingesperrt, missbraucht und verbrannt werden.

FAZ. Aha again.

In der FAZ empfiehlt Herr Berthold Kohler, sicher ein durch und durch ehrenwerter Mann mit Frau und Kind, man möge doch Kiew wenigstens Milan Raketen liefern, er sagt, man möge doch bitte „nur“ Milan Raketen liefern.

Er begründet wortreich was man so zusammenfassen kann: Die Ostukrainer sind die Aggressoren. Russland stützt deren Strategie. Ostukrainer sollen mit Raketen zum Frieden gebracht werden.

Habe ich Ihre Botschaft richtig verstanden, mein guter Familienvater Herr Kohler?

Ja, lieber Herr Berthold Kohler. Zweifelsfrei sind Sie ein Held, und Sie würden genau so schreiben, wären Sie Ostukrainer und würden mit Ihren Lieben dort hocken, wo die Granaten einschlagen. Sie würden zweifelsfrei einen Leserbrief an die Westgazetten schreiben und darum bitten, man möge Kiew doch endlich mit vernünftigen Waffen ausrüsten.

Ich bewundere Heldentum. Sie sind mein Held des Tages.

Es ist nicht zu fassen, was sich Leute am Schreibtisch so alles einfallen lassen. Schickt doch ma n paa Milan Raketn endlich. Locker, locker.

Und nochmal die gleiche Frage. Wer bitte hat da wen angegriffen? Wer hat den Waffenstillstand gebrochen?

***

Eine der grassierenden Wortverrücktheiten ist es auch, dass die Tatsachenverdreher von „Krise“ sprechen. Eine Krise besteht dann, wenn viele verschiedene Kräfte sich gegenseitig missverstehen und die kreuz und die quer Aggressionen aufbauen.

In der Ukraine ist keine Krise. In der Ukraine wird, aus dem Hinterhalt gesteuert und unterstützt, gezielt ein Volk geteilt und dafür gesorgt, dass sich das Volk unter sich niedermetzelt. Wie an unzähligen anderen Plätzen auf unserer Erde genau gleich auch.

***

Warum gibt es auch nur einen einzigen Menschen, der über Internet verfügt, sich also informieren könnte, der NZZ SD FAZ und weiteren Höllenauswurf kauft?

Ich orte als Motiv:

– Tief eingegraben ist die falsche Meinung, dass die Westpresse, was Internationales betrifft, frei gewesen sei, frei sei und frei sein werde.

– Die geistige Flexibilität und der Mut fehlen, ein einmal installiertes Feindbild zu überdenken und zu ändern. Amerika ist immerhin schon nicht mehr unbedingt gut, dass aber Russland gut sein könnte, das kann nicht sein.

(Dazu muss ergänzt werden: Auch in einem etablierten Aufklärungsblog schreiben sich Leute die Finger wund, dass Putin und co. Marionetten der NWO Mächte seien.)

– Es macht sich immer noch gut, sich mit einem Blatt zu zeigen und sich darauf zu berufen, von dem „man“ weiss: Alles sorgfältig recherchiert, alles wahr.

Wie sehr unwahr.

***

Und was kann ich tun?

Mich schnellstmöglich abregen.

Mich mit dem beschäftigen, was ich als gutes Leben bezeichne. Ziel: Eine glückliche Erde mit glücklichen Bewohnern, bumi bahagia.

Aktuell: Etwas Moringablätter holen und mit dem Nahbarkind kochen.

thom ram, 07.02.2015

 


2 Kommentare

  1. Ohnweg sagt:

    Hat dies auf faktorfreiheit rebloggt und kommentierte:
    Den Faktor der Freiheit kann man nicht ausüben wenn die Mehrheit der Menschen gedankenlos die Zeitungen lesen. Und deshalb erscheint dieser Artikel von thomram in meinem Blog. Danke für Deine Mühe, Tomas!

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  2. […] Ich erbitte die Gnade Gottes für die Mitarbeiter. Ich nehme an, sie haben null Ahnung, was sie tun und anrichten. Mehr davon gefällig. Bitte scheen, hier. […]

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