Eckehardnyk Mittwoch, 3. Juni NZ14
I
Pausenlos strömen Seelen ins All.
Nach diesem und einem letzten Knall.
Voran allen eilt mit berittenem Fuß
Die Weltseele, die sich entscheiden muss,
Ob sie dem Himmel, der Hölle oder sich selber
Im Abendrot wolkenhaft diene.
II
Verhandeln ist heldenhaft.
Oder ein andrer Trieb kommt zum Zuge,
Der dem Ermächtnis im Sprung sich erkühne
In tausendfach blühendem Weiß seiner Herde
Das blendende Haus der kristallenen Erde,
Worüber gebeugt sich das Schäfchen erhebe
Und seinem Vlies oder wollenen Fell
III
Gemeinsam mit allem Bemühn
Erstrebe: Im Giebeltanze der Luftgebilde
bahnen sich Sonne und Schatten zur Milde.
Der Sommer verspricht
Reine Luft zu versprühn;
Haltet die Klingen gerichtet zum Ziehn!
IV
Mit eisiger Hand greift im Haselnussland
Nach der Krone des Lebens bis nach Berlin
Das Wetter, besser als Schicksal bekannt.
V
Gebt euren Gedanken bedenkenlos Zunder,
Im Garten und anderswo
Blüht mächtig Holunder.
VI
Und kommst du, Wandrer
An uns vorbei, dann sag ihnen dort
Was zu sagen dir sei: Leben
Und Freiheit, sei niemals Geschrei!
© eah 3. Juni 2026