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Indonesien negativ

Oksal, der Partner von Ira, schon einmal fiel er auf die Nase. Hatte Angebot für gut Arbeit während 8 Wochen in Ostjava, er fuhr hin, letztes Geldchen damit aufwendend, arbeitete 8 Wochen, und was? Boß gab ihm Lohn für 2 Wochen. Rugi (indonesisch: Verlust. nämlich: Zurückgekehrt hatte er weniger als wie zuvor, nämlich nichts).

Neu, vor Wochen lud ihn ein Freund in Jakarta ein. Da sei gut Job mit gut Geld verdien. Wie wo warum fragte Oksal nicht genau, welch Job denne? Oder hatte Oksal gefragt, und Freund gab unklare Auskunft? Ich weiß es nicht.

Ich griff in unsere Hilfskasse, gab Oksal CHF 70.-, davon 50.- für die Fahrt (Bus, 2000km) und 20.- für Wasser und Brot. Uffah, endlich hat der Bursche Arbeit gefunden, große Erleichterung von allen uns hier.

Kam eben Ira und berichtete. Dort ist ein Chef, der ist Chinese. Der erklärte Oksal die Arbeit. Wie das technisch funzt, wissen wir nicht. Für die Arbeit benötigte er Zahnstocher, Leim und ein Messer. Arbeitsort: ATM (Geldautomat). Gebe es da eine Technik, nur Zahnstocher, Leim und Messer vonnöten, um Bankautomaten auszurauben.

Oksals Stellungnahme gegenüber dem Chinesen: Sorry. Wollte ich stehlen, dann müßte ich nicht nach Jakarta fahren. Stehlen könnte ich auch auf Bali. Gehts denn noch? Und tschüß.

Uns gegenüber: Freunde, ich stehle nicht. Sowas mache ich nicht. Ich habe bereits Hunger, doch nehme ich das in Kauf. Ich stehle nicht. Ich suche nun richtige Arbeit hier, und sollte ich erfolglos sein, dann würde ich, hungrig oder nicht hungrig, nach Lampung (seine Heimat, Ost-Sumatra) heimkehren wollen. Dort meine Kinder sind hungrig auch, doch wollte ich dort mein Möglichstes tun.

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Wir unterstützen ein Kind in Surabaya, bezahlen seine Schulkosten. Und was? Sein Handföhn wurde geklaut, unzweifelhaft von Mitschüler. Handföhn auch dort vonnöten für immer mal Fern“unterricht“. Das Kind ist somit raus aus der Schule. Handföhn für Kind in Surabaya zu bezahlen, das wäre beginnender Kirrsinn meinerseits.

So läuft so Vieles, was ich fast hautnah mitkriege.

Muß so sein. Alle die installierten Systeme müssen auffliegen und verdampfen. Die Schulsysteme in vorderster Front. Schulgelder zu bezahlen, gelegentlich gar aus Hilfsfonds für die, welche nichts auf dem Teller haben – es ist wohl töricht von mir.

Doch, guter Leser, Du kannst hineinfühlen. Wenn Eltern Schulgelder nicht bezahlen, fliegt das Kind aus der Schule. Um Doktor und so zu werden, heute noch braucht es Schul“bildung“. Nix Schule, nix Doktor.

Ich räume unumwunden ein. Ich unterstütze ein Schulsytem, welches Scheiße ist.

Ich habe noch nicht den Schritt gemacht, Eltern zu sagen: Schule könnte gut sein, ja!, doch Schule heute ist Scheisse, da mach ich nicht mit.

Kommt aber was dazu.

Die Kinder, deren Schulbesuch ich selber und mittels Spenden ermögliche, sie gehen gerne!!! zur Schule. Ja, drei Ausrufezeichen. Ningsih, hier, 6 Jahre alt, sie geht soooo gerne in die Kindergartenschule. Nö, da wird sie nicht mit Genderismus und der Scheiße beliefert, da wird getanzt und gesungen und sorgfältig A und B geformt.

Die Vampire haben es nicht gänzlich geschafft. Jepp, die Universitäten sind grundversifft verseucht, doch wenn im Kindergarten menschlicher Paedagoge vorne steht, dann ist Schule auch heute eine jute Sache.

Zeit des Überganges vom von Vampiren installiertem System hin zu einer Welt der offenen Möglichkeiten für ein jedes Individuum. Da hier jetzt haben wir uns wiedergefunden. Sauinteressant, das.

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Äh, noch, meine Urteile:

ATM (Geldautomat) ausgeraubt habende? Drei Jahre gesunde, wenn auch schwere Feldarbeit. Gesund ernährt und freundlich behandelt.

Auftraggeber? So der Chinese? Auf die einsame Insel, mit oder ohne Höschen. Ohne Feuerzeug. Boah, meinetwegen auf den Mond.

Thom Ram, 01.02.10

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6 Kommentare

  1. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

    Gefällt mir

  2. Winfried Kuhl sagt:

    Ob es denn gar so schlimm ist ?
    Von einer Schule in Surabaya weiss ich, die verlangen kein Schulgeld.
    Bei Interesse koennt ich Adresse und fon-Nummer erfragen.
    In der gleichen Schule hocken auch alle Tatap Muka (Praesensunterricht), vielleicht koennte man da auch eine Weile ohne Fon
    auskommen…
    Da fragt auch Keiner nach Schlumpfung, ist ja klar, hauptsaechlich moslemische Kundschaft.
    Und dann ist da noch der Schueler aus der 6. Klasse der katholischen Schule Karitas 1, der hat seit 10 Monaten kein Schulgeld bezahlt
    und fliegt auch nicht raus…

    Gefällt 1 Person

  3. Thom Ram sagt:

    Winfried 22:47

    Offiziell sind die Schulen hier kostenlos. Scheiß und pfeiff druff. Halbjährlich Ist Zahlung von Zeugnis und von wieder-Immatrikulation fällig. Uniform und Schulbuch? Wer bezahlt das? Die Eltern. Das allerbilligste Mittelstufeninternat in Banyuwangi, OstJava, es kostet monatlich 200000, das sind 12 Euro, für die mit uns befreundeten Eltern nicht zu leisten, ist einfach kein Geld da. Wir springen ein.

    Kindergarten? Wir bezahlen hier für Ningsih monatlich 250’000, also etwa 15Euro, was für Europäer lächerlich klingen mag, hier Kleinnormalo nicht aufbringen kann. Ohne Kindergarten keine nachfolgende Schule. Richtig gelesen. Die Schule verweigert den Eintritt Kind, welches Kindergarten nicht besucht hat. Neue Regelung.

    Nach Schlumpfung hier wird sehr wohl gefragt, Mama macht auf Indonesisch, sagt jaja, selbstverständlich, sagt, wir machen das privat…so schlängeln wir uns durch.

    Gefällt 1 Person

  4. palina sagt:

    Nur so ein Gedanke Thom.

    Ist es nicht möglich, dass du eine Schule nebst Kindergarten gründest?

    Vielleicht nimmst du da mal Kontakt auf:
    https://waldorfschoolbali.com/

    Gefällt 1 Person

  5. Thom Ram sagt:

    Liebe Palina,

    danke für Deine Anregung. Ich werde darauf zurückkommen.

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  6. palina 01:52

    Genau! Außerdem ist Thom doch Lehrer! Er bringt da viel bessere Voraussetzungen mit als ich.

    „Schule“: Ich will mal meine Freude mit euch teilen.

    In Uganda durften die Kinder 22 Monate nicht zur Schule („Lockdown“)
    Das war natürlich nicht der Grund,
    „die Regierung konnte sich so die Gehälter von ein paar hunderttausend Lehrern sparen“.

    Seit dem 10. Januar 2022 dürfen die Kinder wieder zur Schule. Bis März 2020 kamen auf „meine“ Schule in Rugendabara
    rund 40 Schüler (Klassen 1 bis 7) – jetzt sind es 162. …

    Und wie es der „Zufall“ so wollte, ist meine „Ex“ im Dezember 2021 nach Uganda gereist
    und hat sich doch noch entschieden, unserer Farm einen Besuch abzustatten … und war begeistert!

    Nun, ich habe jedoch gar nicht genug Klassenräume für 162 Schüler — und was macht meine „Ex“?
    Sie lässt neue Klassenzimmer bauen! [während ich immer noch in Deutschland rumhocke …]

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