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109. von 144 – ELTERN, KIND UND KINDERSTUBE – Zukunft

Eckehardnyk, 14. September NZ 9

Präambel

Es ist egal, wie aktuell ein Beitrag bewertet wird. Wer das nicht glaubt, möge an die deutschen Klassiker, an die Mystiker des Mittelalters und die Evangelisten denken, für wie aktuell ihre Texte gehalten werden. Sie sind es immer, und gerade jetzt. Seit Johanni dieses Jahres begeben sich nach und nach alle Seelen, Heiligen, Propheten und sonstige schlimme Finger, die Gutes bewirkt haben, zu einem geistigen Konzil, das in Erdkilometern keine 800 Millionen entfernt ist, weit genug, um von der Mama des Vati Caans in Ruhe gelassen zu werden. Was machen die dort? Sie weben am neuen Kleid, an einem neuen Kleid für Erde und die darauf zu wohnen gesandt sind. Wer wissen will, wie dieses Kleid aussieht, der lese mal hier ein bisschen mit im Text. Da steht nämlich alles Wichtige drin. (So höre ich Oberst Jansen reden.)

1

Jemand wird fragen: Woher weißt du, daß du eine Zukunft hast? Frag das mal dein Kind, wenn es soweit ist, solch einen Satz zu verstehen; du wirst erstaunt (oder vielleicht enttäuscht) darüber sein, was es dir antwortet. Wie denkst du selbst darüber? Bist du schon in Rente? – Mich hat als Jugendlicher traurig gemacht, wenn meine Alterskollegen von ihrer Rente gesprochen haben. Für mich fühlte sich das so an, als wären sie schon auf ihr Altenteil gezogen. Ein anderes Erlebnis mit einem ähnlichen Gefühl war, als in der Aula unseres Gymnasiums Lehrer in den Ruhestand verabschiedet wurden. Die ganze Schule mußte als festliche Kulisse dafür dienen, daß diesen Leuten bestätigt wurde, nun keine Zukunft mehr zu haben. Damals, Ende der 1950-er, redete noch niemand vom „aktiven Rentner“. Ich sah im Bild vor mir schon diese ergrauten Herrschaften in ihren nach Kohl riechenden Berliner Wohnungen sitzen und auf ihr Ende warten.

2

Ein ganz anderes Gefühl entstand für mich, als mein erstes Kind angekommen war. Plötzlich empfand ich selbst, daß da eine Zukunft wartete. Das übertrug sich auf alle Kinder, und bis heute machen mich kleine Kinder in der Regel mit ihrem Anblick optimistisch. Nun, das sind persönliche Eindrücke, die bei dir ganz anders gelagert sein mögen. Inzwischen sehe ich auch bei älteren Leuten (zu denen ich ja nun selbst gehöre), daß sie noch viel vor sich haben; allerdings habe ich auch Kinder und besonders Jugendliche gesehen, denen die eigene Zukunft schon abhanden gekommen schien.

3

Gibt es denn ein sicheres Mittel, um eine schöne, lebenswerte Zukunft vor sich zu haben? Wie immer bei solchen Fragen lauteet die Antwort: Ja, natürlich: Ganz einfach, aber nicht leicht zu kriegen. Zum Glück haben Kinder damit meistens keine Kopfschmerzen – die überlassen sie euch, ihren Eltern. Bei euch sollte dies Frage jedoch auch keine allzu große Sorge auslösen, solange euer Kind sein Selbst entfalten kann, solange es etwas vorhat. Hier könnte allerdings eure Hilfestellung einsetzen. Es geht schließlich nicht darum, daß ihr mit eurem Kind Karriere macht, sondern daß es mit seiner eigenen Persönlichkeit zu Zielen gelangt, die dann auch wirklich zu ihm gehören. So wohl gemeint mancher Elternwunsch sei: Du sollst es einmal besser haben als wir! – so wenig ist er geeignet, eurem Kind eine eigene Zukunft zu weisen.

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Was nützt es, ein Generaldirektor geworden zu sein mit dem Bewußtsein: „Das ist mein Vater mit all seiner Pracht, die er selbst nie erreichen konnte“?Solange dein Kind Spaß hat, solchen Berufswunsch später einzulösen und das auszufüllen, was du ihm als Vater nahelegst, ist es immer noch sein eigenes, das es dort findet. Manche Kinder brauchen tatsächlich derlei Anregung aus dem Elternhaus. Nur kannst du ihm nicht zumuten, das zu werden, was du bist und nicht werden konntest. Darin könnte es keinen Sinn für sein Leben erblicken und müßte als Mensch mit Initiative scheitern.

5

Dennoch brauchen Kinder ein Gefühl von Zukunft. Die beginnt jeden Tag neu und ereignet sich in jeglicher Verabredung. Deshalb ist es von Bedeutung, wie ihr „Verabreden“ bei euch pflegt. Ihr überfordert nämlich euer Kind, wenn ihr ihm alles mögliche vorschlagt und es dann aussuchen lasst. Vereinbart stattdessen bei Tisch oder in vertrauter Runde Unternehmungen, die ihr gerne macht und in die euer Kind einbezogen wird. Das gibt ihm halt und es baut seine nächste Zukunft aus solchen Bildern, die das schöne Ereignis erwarten. Solange eure Kinder bei euch wohnen, sollen sie das mitfühlen, mitleben, was euer Leben ausmacht und durch Ereignisse verschönert. Das dürft ihr nicht ihnen zur Entscheidung überlassen, sonst bestimmen sie eure Existenz (was sie natürlich unbewusst dürfen und müssen). Teilnehmen dürfen und sollen sie. Wenn sie das von Anfang an lernen, werden sie einst im Beruf wie von selbst immer jemanden finden, der es schätzt und mag, bei ihren Arbeiten mitwirken zu können.

©🦄

(eah) 22. Februar 1999 und

14. September 2021


4 Kommentare

  1. Mujo sagt:

    Leben ist immer da wo ich noch nicht war.

    Da Kinder an vielen Orten und Plätzen noch nicht gewesen sind kann man erleben wie sie Begeistert dies angehen.
    Dies sollten uns Erwachsene als beispiel dienen, wobei auch innere Orte und Plätze dazu Zählen.

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  2. haluise sagt:

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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  3. mario hilgenfeld sagt:

    Gefällt 1 Person

  4. palina sagt:

    lieber Ecky vielen Dank für diesen Artikel.
    Wenn die Eltern wüssten, dass die Kinder sich die Eltern aussuchen um zu inkarnieren, würden sie anders mit den Kindern umgehen.

    Es ist eben die Kunst, das „Mitgebrachte“ in den Kindern zu erkennen.

    Und zu fördern. Das können Schulen im Allgemeinen nicht.

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