bumi bahagia / Glückliche Erde

Startseite » AUTOREN » ADMIN THOM RAM » Osho: „Du musst sterben um zu finden.“

Osho: „Du musst sterben um zu finden.“

Veröffentlicht am 27. Dezember 2020 von Nitya

Quelle: Nit möööglich…………..ein Besuch dieser Seite lohnt sich!

Thom Ram, 27.12.NZ8 (Neues Zeitalter, Jahr acht)

.

Almustafa: Ein Sucher der Stille bin ich, und welchen Schatz habe ich in der Stille gefunden, den ich mit Zuversicht verteilen kann?

Osho:

Er hat sich selbst gefunden. Er hat gefunden, was die Welt mit dem Namen „Gott“ bezeichnet. Aber der Schatz ist so groß, so unermesslich … und jener, der gesucht hat, ist nicht mehr vorhanden. Die Person, die sich auf die Suche gemacht hatte, hat die Quelle gefunden. Aber es geschieht gleichzeitig: In dem Moment, in dem du die Quelle findest, bist du nicht mehr da. Niemand ist je in der Lage gewesen, das Höchste zu sehen – einfach deswegen, weil das Höchste sich niemals zu einem Objekt reduzieren lässt. Ihr könnt nicht einfach Beobachter davon sein. Wenn ihr dem Höchsten näherkommt, fängt es an, euch mit einer solchen Kraft und Gravitation anzuziehen, dass euch nicht einmal mehr Zeit bleibt, zu sagen: „Ich habe es gefunden!“ Ihr habt keine Zeit, um „Heureka!“ zu rufen. Bevor ihr etwas sagen könnt, seid ihr verschwunden. „Was ihr gesucht habt, wird gefunden, aber die Person, die mit der Suche begonnen hat, geht dabei verloren.

(den schönen Strudel hab ich dem Elwood geklaut)

Entweder du oder Gott – beide zusammen können nicht existieren. Die Person, die die Reise begonnen hat, ist nicht mehr da. Sie hat gefunden, und im Finden ist sie eins damit geworden. Dieser Schatz ist nie gegeben, immer nur gefunden worden. Jedes Individuum muss ihn selbst finden. Niemand kann ihn euch geben. Ihr könnt ihn nicht borgen. Ihr müsst sterben um ihn zu finden. Ihr müsst verschwinden, damit Gott erscheinen kann. Euer Verschwinden ist die eine Seite der Münze; auf der anderen Seite ist Gott. Darum sagt er: „Ich bin nicht mehr vorhanden. Welche Zuversicht habe ich denn? Wenn nicht diese Menschen von sich aus anfangen, es sich zu nehmen, ist es unmöglich, es ihnen zu geben.“

aus: Osho, „Sprich uns von der Liebe – Khalil Gibran/Der Prophet“

Ich bleibe noch ein bisschen beim Thema der letzten Tage. Gestern brachte ich als Beispiel den Maulwurf, der fliegen sollte oder wollte. Er kann es nicht nehmen, auch nicht wenn ihm etwa eine Krähe zeigt, wie man das macht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Maulwurf je die alberne Vorstellung haben sollte, fliegen zu können. Er ist einfach nicht fürs Fliegen, dafür aber mit ganz anderen Fähigkeiten ausgestattet. Warum sollte ein Maulwurf nicht einfach ein Maulwurf sein dürfen? Nichts ist verkehrt an ihm; er ist, so wie er ist, absolut vollkommen. Warum sollte er also etwas nehmen wollen, was überhaupt nicht „seins“ ist? Erzähl mir mal was von höherer Mathematik! Das ist absolut nicht meins und ich könnte das mir Angebotene nicht nehmen.

Osho: „Aber der Schatz ist so groß, so unermesslich … und jener, der gesucht hat, ist nicht mehr vorhanden. Die Person, die sich auf die Suche gemacht hatte, hat die Quelle gefunden. Aber es geschieht gleichzeitig: In dem Moment, in dem du die Quelle findest, bist du nicht mehr da.“ Genau in diesem Sinne sagt es auch Meister Eckhart: „So weit du ausgehst aus allen Dingen, so weit, nicht weniger und nicht mehr, geht Gott ein mit all dem Seinen, dafern du in allen Dingen dich des Deinen völlig entäußerst.“ – Wovon reden die beiden denn da“, werden sich viele fragen. „und was um Gottes willen soll daran attraktiv sein? Und selbst, wenn ich diesen sog. Schatz erringen würde, was hätte ich denn davon, wenn ich dann nicht mehr vorhanden wäre? Also so was Morbides! Die haben doch alle ’nen Knall und gehören in die Klapse!“ Wacker gesprochen. Das Angebot muss ja niemand annehmen. Es ist tatsächlich völlig unattraktiv für die meisten Menschen und die sollten sich deswegen nicht grämen. Sie haben für sich bestimmt etwas gefunden, was sie viel attraktiver finden. Es soll aber tatsächlich Leute geben, für die dieses Unsagbare das Allerhöchste, nein, das Einzige ist, was wirklich ist. Alles andere scheint daneben wie ein flüchtiger Traum zu sein.

Was war das, dass ich in jungen Jahren wusste, dass es das ist (was denn?), was ich bei Eckhart las, obwohl ich kaum ein Wort verstanden habe? Noch etwas: Khalil Gibran spricht vom Nehmen: „Wenn nicht diese Menschen von sich aus anfangen, es sich zu nehmen, ist es unmöglich, es ihnen zu geben.“ Osho vom Finden: „In dem Moment, in dem du die Quelle findest, bist du nicht mehr da.“ Auch das „Nicht-mehr-da-sein“ kann nicht gemacht werden, das Sterben kann nicht gemacht werden, es geschieht ohne Vorwarnung ganz von selbst, wenn es geschieht. Ich bin da ganz bei Osho. Ich bin darüber gestolpert. Ich habe es weder gesucht noch genommen. „Ich ging im Walde so für mich hin, und nichts zu suchen, das war mein Sinn. Im Schatten sah ich ein Blümlein stehen, …“ Ich könnte auch sagen: Nicht ich habe gefunden, sondern ich wurde gefunden und es war ganz bestimmt nicht mein Verdienst. Ich hab mich nicht hingestellt und gerufen: „Hallo, hier bin ich. Findet mich mal gefälligst.“ Vielleicht würfelt der liebe Gott ja doch in fröhlicher Runde?

.

Quelle: Nit möööglich

.

.


7 Kommentare

  1. enoon sagt:

    Sterben ist ein Prozess, der das ganze Leben lang läuft, mit finalem Ende auch Tod genannt… absolute immerwährende Stille.
    Da der Tod, genauso wie das „Nichts“ unfassbar unbeschreiblich ist, und der Mensch das Unerklärliche für unerträglich hält, hat er allerlei Geschichten Drumherum fabuliert, aus denen dann der Glaube, ergo Religionen entstanden.

    So einfach ist das… ?!

    Gefällt mir

  2. Angela sagt:

    @ enoon

    Zitat: „… Sterben ist ein Prozess, der das ganze Leben lang läuft, mit finalem Ende auch Tod genannt… absolute immerwährende Stille.

    Ja, so sehe ich es auch, aber Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Inhalt, sie ist die göttliche Intelligenz selbst, das Bewusstsein, was allem zugrunde liegt und aus dem jede Form geboren wird. Und das ist nicht getrennt von uns selbst. Im Gegeneil, wir sind aus ihm entstanden und werden eines Tages wieder in die Stille zurückgehen.

    Dieses Bewusstsein ist die Essenz all dessen, was existiert und wenn man sich mit diesem Bewusstsein verbindet, es „gewahr nimmt“ entsteht INNERE STILLE und das bedeutet Frieden.

    Angela

    Gefällt mir

  3. Angela sagt:

    Zitat: “ Ihr müsst sterben um ihn zu finden. Ihr müsst verschwinden, damit Gott erscheinen kann. “

    Damit ist der Zustand der Erleuchtung gemeint.

    Im Zustand der Erleuchtung stirbt das kleine Selbst, das Ego und nur dann kann „Gott erscheinen“, wie Osho es ausdrückt. Vorher lugt das Göttliche vielleicht mal durch die Lücken des Verstandes, dann, wenn man total gegenwärtig oder präsent ist und das allein ist schon wundervoll, aber kein dauerhafter Zustand. Aber man sollte dankbar sein, wenn es geschieht, denn es gibt einem schon einen gewissen Geschmack.

    Ein erleuchteter Mensch entdeckt seine eigene Essenz, das einzige, was an ihm wirklich ist, was er mitgebracht hat und nach dem Tode wieder mitnehmen wird. Wer erleuchtet ist, ist nicht plötzlich ein neuer Mensch. Aber er verliert seine Anhaftungen, sein Leiden, und wer würde das nicht gern…..

    Zitat: “
    “ Ich könnte auch sagen: Nicht ich habe gefunden, sondern ich wurde gefunden und es war ganz bestimmt nicht mein Verdienst. Ich hab mich nicht hingestellt und gerufen: „Hallo, hier bin ich. Findet mich mal gefälligst.“

    Erleuchtung passiert plötzlich , niemand kann sie erzwingen und doch ist jegliche „Vorbereitung“ nicht umsonst. Ein zerstreuter Geist erlangt sie höchst selten.

    Angela

    Gefällt 1 Person

  4. Mujo sagt:

    Interessanter Netzfund wahrlich wahr.

    „In dem Moment, in dem du die Quelle findest, bist du nicht mehr da.“

    Der Verstand ist nicht mehr da, weil er dort nicht hinkommt. Jeglicher Versuch ihn damit zu erfassen Trennt ein sofort von der Quelle.

    Man ist dann wirklich eins mit der Quelle.

    Für Verstandes Menschen ist es vergleichbar mit einer Totalen Vertiefung einer Tätigkeit, eine Art Verschmelzung im hier und jetzt.

    Gefällt 3 Personen

  5. petravonhaldem sagt:

    Dieses „sterbenmüssen“ siehe oben, ereignet sich bei mir so wie ich es versucht habe in Wortschritte zu fassen. Wort für Wortschritt zu lesen resp. zu gehen.
    Mein Beitrag zu dem Lebensthema……….täglich, stündlich 🙂 es stammt aus dem Jahr ’88

    An den Freund—————-

    Entgegen
    nicht gegen
    nicht gegenüber:
    Ent – gegen
    Ant – wort
    durchdrungen –
    Entgegen
    errungen –
    Entgegen
    zersprungen –
    Entgegen
    Im Spiegel: Kein Spiegel mehr

    Ich – nur ich
    ist
    durch mich
    gedrungen
    Ich bin Dein
    Ich bin mein
    Ich bin mein
    Weg:
    Ich bin weg.
    Dadurch bin ich geworden.
    Heute
    Ich bin Leben
    Ich bin wahr – lich
    Heute—

    Gefällt 1 Person

  6. muktananda13 sagt:

    Für den unbewussten Verstand, ist wahr nur die Vergänglichkeit des Sinnlichen; für das reine, vollbewusste Bewusstsein, nur die eigene Ewigkeit.

    Gefällt 1 Person

  7. muktananda13 sagt:

    Das unbewusste, verkörperte Bewusstsein in Form des Menschen sitzt genüßlich im Kino und erkennt den Film nicht. Es glaubt den projizierten Film als absolute Realität, als Wirklichkeit.

    Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: