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ENCOUNTER EDUCATION 17 / 40 (zu Eltern, Kind und Kinderstube 82. von 144)

Eckehardnyk 28. November NZ8

Mir erscheint das „Experiment“ von 81. und 82. von 144 so wichtig, dass ich es noch einmal in der 2005 erstellten Englischversion (sie sei wie sie wolle, Verbesserungsvorschläge sind mir willkommen) darstelle samt meiner heute hinzu gefügten Rückübersetzung. Dass der Schrei dieser des Redens noch nicht mächtigen Kinder ebenso verstanden werden könne, wie das Heulen von Wölfen, Brüllen von Groß- und Schnurren von Kleinkatzen, Gebell von Hunden, Geschrei von Vögeln, Singen von Walen, und so weiter, mag uns daran erinnern, dass wir auf der Erde Naturwesen sind und Naturäußerungen dank unseres Geistes beziehungsweise unserer Denkfähigkeit verstehen können, wenn wir mal die Medien vorüber gehend außen vor lassen, auch wenn sie uns, wie auf diesem Blog, wertvolle Hinweise als Anregung zum Verstehen von Natur, Kultur, Gott oder Geist liefern.

Encounter Education 17/40 zu EKK 82. von 144

1) 7-9,2005

If you manage this above described experiment, you shall be absolutely undisturbed. You‘ll need aproximately three quarters of an hour within this time you shouldn‘t have OTHER thoughts in your mind. Be only perception and awareness and last but not least imitation and identification of your baby‘s crying. At the first minutes you wouldn‘t find anything special in his weeping. It may be similar to the yelling of every day or every night. But in the moment when you accept to go on and when you have found a position wherein you can withstand the changing of the subject and begin with learning the sounds you will experience a meaning like a connecting link of some sequences of tones.

2) 7-10,2005

In an instant it seems to you natural the baby is crying. You‘ll get a relation on the same stage, like a goddess who appeared in the world of man. Don‘t believe you would be welcome. The baby may at first have the impression of more unrequitedness („Unerwidertheit“) and reinforces his yelling. Your going through his misfortune has superficially an effect of the reinforcement, of an amplifier. But stand it! Sometime you‘ll discover WHAT the little one is crying, if you go on experiencing HOW he is crying. It flares up (flackert auf) as a brainwave and gives rise to understanding. And you shall find out how excessively beautiful is unrequitedness, thurst, anger, fear, loss, constriction, hunger for food or change when you are allowed to scream (it) with all one‘s might.

If you allow, I‘d give you the advice not to manage anything in order only to turn off the screaming. Your baby would get wise to it and would begin to riot, because he or she feels the message (what is cried) is not understood, but interrupted in a more or less hotheaded way. That (the interruption of screaming) may have an effect like an insult or an offence (Kränkung) or at least as an annoyance (Ärger).

3) 7-13,2005

Something frightening, depressing, worrying the baby must have arouse the screaming. The only mean to defend himself is to be heard by voice. The voice is his mightiest instrument within a baby can grow over his limits. You don‘t need to destroy his „defensive weapons“ if you had found out by containment of the way of screaming where against the baby wants to defend himself.

The beginning of manhood must have been a cry.

(c) July 2005

Meine Rück-Übersetzung:

1) Wenn du das oben beschriebene Experiment unternimmst, bleibe absolut ungestört. Du brauchst etwa eine Dreiviertelstunde während welcher du keine anderen Gedanken im Sinn haben solltest. Sei nur Aufmerksamkeit und Wahrnehmung und schließlich Nachahmung und Identifikation mit dem Weinen deines Kindes. In den ersten Minuten wirst du in seinem Schluchzen nichts Besonderes entdecken. Es wird so ähnlich klingen wie jeden Tag oder jede Nacht. Aber im Moment, wenn du dich zum Weitermachen entschließt und die Position gefunden hast, aus der du nicht weglaufen willst, wirst du geweinte Laute entziffern, als hättest du einen passenden Link gedrückt, mit einer passenden Idee verbinden und verstehen.

2)

In dem Moment erscheint dir das Weinen völlig klar. Du erscheinst auf der Ebene einer Gottheit in Menschengestalt. Glaube nicht, das du willkommen bist. Das Baby wird zuerst den Eindruck von „Unerwidertheit“ haben und sein Schreien verstärken. Dein Eintreten auf sein Unglücklichsein verursacht oberflächlich zunächst dessen Verschlimmerung. Aber steh das durch! Irgendwann wirst du entdecken, WAS das Kleine da schreit, wenn du dein Bemühen um das WIE seines Schreiens durchhältst. Es zündet in dir einen Geistesblitz und verbreitet ein zur Verständigung bereites Gefühl. Und du wirst erleben wie herrlich Unerwidertheit, Durst oder Hunger, Furcht, Ärger, Verlust, Beengung, Verlangen Abwechslung sich anfühlen, wenn du sie mit aller Macht (wie ein Wolf) heulen darfst.

Erlaube mir den Rat, nichts zu unternehmen, was das Schreien nur abstellt. Dein Kind bekommt es spitz und fängt dagegen einen Aufstand an. Denn es fühlt, dass seine hinaus geschriene Botschaft gar nicht angekommen ist und dass es bei dieser energetisch höchst lustvollen Angelegenheit abgewürgt wurde. Die Art der Unterbrechung kann sich wie eine Verletzung seiner Ehre, eine Kränkung oder wenigstens als ein Ärgernis auswirken.

3)

Das, was das Schreien ausgelöst hat, wird etwas Erschreckendes, Eintrübend-Deprimierendes oder Verwirrendes für das Kleinkind bedeutet haben. Sein einziges Mittel sich dagegen zu wehren, ist doch Gehört werden durch seine Stimme (in seiner Umgebung). Die Stimme ist sein wirksamstes Instrument um über seine Begrenzung hinaus zu gelangen. Du hast es nicht nötig seine oder ihre „Abwehrwaffen“ zu zerstören, wenn du mit Feingefühl (containment) herausgefunden hast, wogegen sich dein Baby gerade zu wehren versucht.

Der Anfang von Menschheit muss wohl doch ein Schrei gewesen sein (der alles in sich hatte).

(c) 28. November 2020


1 Kommentar

  1. stEVVEnsKey@LocK(+Z-)ED sagt:

    Scheint mir plausibel, was ich oben gechrieben sehe, auch wenn immer noch oft höre, sei nicht so ängstlich, zornig, aggressiv, euphorisch wehleidig etc. Kaum ein ein Mensch wird bei einer Trauer in Ruhe gelassen, fast ein jeder meint, trösten zu müssen. Was man dabei übersieht, dass man sich tröstet, weil man die Tränen, das Leiden, das Fühlen des anderen nicht auszuhalten vermeint, konnte ich beobachten und erleben.

    Gefällt 1 Person

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